Forum: Wirtschaft
Ist der Sozialstaat zu sozial?
FDP-Chef Guido Westerwelle hat eine Debatte über Hartz IV angestoßen - doch längst wird über den Sozialstaat im Allgemeinen diskutiert. Ist Deutschland zu sozial? Oder ist eher das Gegenteil der Fall?
- #2310 23.02.2010 13:24 von Osis
Pauschla. tolle sache.
Wir füttern seit Jahrzehnten auch Schmarotzer. Und? Haben wir bisher auch geschafft. Aber die sind doch eine Minderheit. Genau wie nur die ausländischen Mitbürger auffalen, die kriminell sind. Dabei gibt es genug die hier ein gutes anständiges, sogar "deutsches" Leben führen.
Mit der Grundlage müßte man entsprechend auch alle Ausländer rauswerfen, die könnten ja alle Kriminell sein. Oder alle Männer einsperren wegen möglichem Mißbrauch von Frauen.
Irgendwie helfen diese Pauschalisierungen und Stammtischparolen nicht weiter. - #2311 23.02.2010 13:25 von
Zur Vertiefung und zum besseren Verständnis des Themas:
http://www.grundeinkommen.de/ - #2312 23.02.2010 13:25 von
Ja Ja Ja
- #2313 23.02.2010 13:25 von
Grundeinkommen
Ein Grundeinkommen für alle Sozialleistungen ist doch reine Utopie, die Welt ist leider nicht gleich.
Es fängt schon beim Wohngeld an. Soll etwa keiner mehr in München wohnen können und dort studieren, weil ja das Wohngeld dann auch für alle im Grundeinkommen gleich wäre.
Wie ist es mit dem chronisch Kranken? Der muß auch alles vom Grundeinkommen bezahlen genauso wie der Gesunde. Mal gucken ob das Geld für alle Hilfmittel reicht?
Ein Baby bekommt genausoviel wie ein Erwachsener. Muß aber vielleicht nicht zur Arbeit fahren und hat berufsbedingte Ausgaben. Schade eigentlich.
Diese Liste könnte ohne Ende fortgesetzt werden. In einer Welt wo nicht alles gleich ist, kann ich auch nicht alle gleich behandeln. Gottseidank hat das Bundesverfassungsgericht dies auch in sein Urteil geschrieben.
Wenn man aber der Meinung ist, für solche Sonderfälle gibt es dann wieder getrente Fördertöpfe hat man nichts gewonnen, dann ist man bneim Zustand heute nur zusätzlich muß ein Grundeinkommen noch zusätzlich von jemanden verdient werden - #2314 23.02.2010 13:27 von
Gibt es dafür auch eine Begründung?
Ich denke, wir könnten "problemlos" in Deutschland damit anfangen. Eine Grundsicherung in Höhe von 650,- Euro wäre sicher machbar. Das größte Problem ist aber: Was machen wir mit den ganzen staatstragenden Beamten & Angestellten, die sich sicher heftig dagegen wehren und die über sehr gute Drähte zur Politik verfügen? Keine Riesen - BfA mehr, keine Arbeitsagentur (allein da würden knapp 100000 Leute freigesetzt), die Branche der Steuerberater und Anwälte würde merklich ausgedünnt usw. usf. Die Idee des Grundeinkommens scheitert nicht daran, dass sie ökonomisch nicht machbar ist oder daran, dass sie nicht sinnvoll wäre, sie scheitert an den tausenden und abertausenden Leuten, die im und mit dem Chaos der deutschen Sozialpolitik ihr gutes Geld verdienen. Partikulären Interessen werden jene der Masse des Volkes geopfert.
- #2315 23.02.2010 13:28 von
visionen bringen uns weiter
soum die 1000 euro müssten es schon sein auch um gegen den niedriglohnsektor was zu tun. Ein Mensch muss auch das Recht haben Arbeit abzulehnen, ohne um sich Sorgen um seine Existenz machen zu müssen (Hartz4).
Ideal wäre natürlich ein BGE weltweit, natürlich mit geografischem Faktor. Das ist natürlich noch eine Vision. - #2316 23.02.2010 13:29 von
Kommunismus
Wieder so ein Wort. Wieder so ein Reflex.
Alle beten andauernd die selbst Leier von dem Nachweis der Untauglichkeit des Kommunismus und merken nicht, dass sie sich damit das Denken ersparen. Noch klarer wird dieser Denkkurzschluss, wenn solche Ideen, wie das bedingungslose Grundeinkommen als sozialistisch oder kommunistisch bezeichnet werden, als hätte Marw schon davon gesprochen oder als hätte es so etwas in der DDR gegeben. Nein, in der DDR herrschte Arbeitszwang, deshalb musste jede Arbeit gemacht werden,auch wenn sie noch so unnütz war und deshalb ist der Kommunismus wirtschaftlich auch nicht tragbar. Tja, dass wir aber in Deutschland faktisch (vor allen Dingen durch die Äusserungen von Herrn Westerwelle wird dies sehr deutlich) einen Arbeitszwang haben, wundere ich mich, dass hier keiner der Recken aufsteht und von Sozialismus redet.
Vielleicht wäre es ja mal interessant, über Marx zu reden, wenn ihn die Leute, die ihn und seine Schriften kritisieren, ihn auch wirklich gelesen hätten. So ist es einfach nur eine anerzogene Denksperre. - #2317 23.02.2010 13:30 von
- #2318 23.02.2010 13:30 von
- #2319 23.02.2010 13:32 von
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