Ist der Sozialstaat zu sozial?

FDP-Chef Guido Westerwelle hat eine Debatte über Hartz IV angestoßen - doch längst wird über den Sozialstaat im Allgemeinen diskutiert. Ist Deutschland zu sozial? Oder ist eher das Gegenteil der Fall?
  1. #2310

    Pauschla. tolle sache.

    Zitat von hausmeister hempel Beitrag anzeigen
    Willkommen im "Kommunsmus light" ...
    Theoretisch klingts gut.... praktisch werden wiedermal (wie in so vielen Fällen) die menschlichen Verhaltensweisen völlig ausgeblendet....
    Wir füttern seit Jahrzehnten auch Schmarotzer. Und? Haben wir bisher auch geschafft. Aber die sind doch eine Minderheit. Genau wie nur die ausländischen Mitbürger auffalen, die kriminell sind. Dabei gibt es genug die hier ein gutes anständiges, sogar "deutsches" Leben führen.

    Mit der Grundlage müßte man entsprechend auch alle Ausländer rauswerfen, die könnten ja alle Kriminell sein. Oder alle Männer einsperren wegen möglichem Mißbrauch von Frauen.
    Irgendwie helfen diese Pauschalisierungen und Stammtischparolen nicht weiter.
  2. #2311

    Zitat von Leberwurstpizza Beitrag anzeigen
    Endlich ist dieser Vorschlag auch mal in den Mainstreammedien angekommen.
    Mit dem Ende billiger Rohstoffe (vor allem Öl) ist auch das Ende des Kapitalismus gekommen und es wird Zeit, mal wieder vermeintlich utopische Vorschläge nicht nur anzudenken sondern auch auszuprobieren.

    Bedingungslos für ein bedingungsloses Grundeinkommen !
    Zur Vertiefung und zum besseren Verständnis des Themas:
    http://www.grundeinkommen.de/
  3. #2312

    Ja Ja Ja

    Zitat von hasi888 Beitrag anzeigen
    Statt Gold, Siber, Bronze fuer die 'Eliten', waere es nicht besser jedem Teinehmer ein Schokoladenherz umzuhaengen?
    Finden Sie es auch so ungerecht, wenn bei Olympia so ausgegrenzt wird?
    Jeder Teilnehmer, ach was, Besucher erhält ein Goldmedaille. Und weil wir ja keine Eliten wollen, braucht auch niemand zu trainieren. Jeder leiste was er gerade kann. Und wird dafür belohnt. Bedingungslos.
  4. #2313

    Grundeinkommen

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Im Prinzip der richtige Ansatz für die Zukunft. Allerdings ist Grundeinkommen nicht gleich Grundeinkommen.
    Was die FDP als sog. "Bürgergeld" in höhe von 662 Euro verkaufen will, ist de facto nichts anderes als die Abschaffung der sozialen Verantwortung.
    Ein Grundeinkommen für alle Sozialleistungen ist doch reine Utopie, die Welt ist leider nicht gleich.
    Es fängt schon beim Wohngeld an. Soll etwa keiner mehr in München wohnen können und dort studieren, weil ja das Wohngeld dann auch für alle im Grundeinkommen gleich wäre.

    Wie ist es mit dem chronisch Kranken? Der muß auch alles vom Grundeinkommen bezahlen genauso wie der Gesunde. Mal gucken ob das Geld für alle Hilfmittel reicht?
    Ein Baby bekommt genausoviel wie ein Erwachsener. Muß aber vielleicht nicht zur Arbeit fahren und hat berufsbedingte Ausgaben. Schade eigentlich.

    Diese Liste könnte ohne Ende fortgesetzt werden. In einer Welt wo nicht alles gleich ist, kann ich auch nicht alle gleich behandeln. Gottseidank hat das Bundesverfassungsgericht dies auch in sein Urteil geschrieben.

    Wenn man aber der Meinung ist, für solche Sonderfälle gibt es dann wieder getrente Fördertöpfe hat man nichts gewonnen, dann ist man bneim Zustand heute nur zusätzlich muß ein Grundeinkommen noch zusätzlich von jemanden verdient werden
  5. #2314

    Gibt es dafür auch eine Begründung?

    Zitat von hasi888 Beitrag anzeigen
    Ein Grundeinkommen fuer alle muss natuerlich auf europaeischer Ebene etabliert werden. Es kann nicht sein, dass dies nur fuer Deutsche gilt!
    Ich denke, wir könnten "problemlos" in Deutschland damit anfangen. Eine Grundsicherung in Höhe von 650,- Euro wäre sicher machbar. Das größte Problem ist aber: Was machen wir mit den ganzen staatstragenden Beamten & Angestellten, die sich sicher heftig dagegen wehren und die über sehr gute Drähte zur Politik verfügen? Keine Riesen - BfA mehr, keine Arbeitsagentur (allein da würden knapp 100000 Leute freigesetzt), die Branche der Steuerberater und Anwälte würde merklich ausgedünnt usw. usf. Die Idee des Grundeinkommens scheitert nicht daran, dass sie ökonomisch nicht machbar ist oder daran, dass sie nicht sinnvoll wäre, sie scheitert an den tausenden und abertausenden Leuten, die im und mit dem Chaos der deutschen Sozialpolitik ihr gutes Geld verdienen. Partikulären Interessen werden jene der Masse des Volkes geopfert.
  6. #2315

    visionen bringen uns weiter

    soum die 1000 euro müssten es schon sein auch um gegen den niedriglohnsektor was zu tun. Ein Mensch muss auch das Recht haben Arbeit abzulehnen, ohne um sich Sorgen um seine Existenz machen zu müssen (Hartz4).

    Ideal wäre natürlich ein BGE weltweit, natürlich mit geografischem Faktor. Das ist natürlich noch eine Vision.
  7. #2316

    Kommunismus

    Wieder so ein Wort. Wieder so ein Reflex.
    Alle beten andauernd die selbst Leier von dem Nachweis der Untauglichkeit des Kommunismus und merken nicht, dass sie sich damit das Denken ersparen. Noch klarer wird dieser Denkkurzschluss, wenn solche Ideen, wie das bedingungslose Grundeinkommen als sozialistisch oder kommunistisch bezeichnet werden, als hätte Marw schon davon gesprochen oder als hätte es so etwas in der DDR gegeben. Nein, in der DDR herrschte Arbeitszwang, deshalb musste jede Arbeit gemacht werden,auch wenn sie noch so unnütz war und deshalb ist der Kommunismus wirtschaftlich auch nicht tragbar. Tja, dass wir aber in Deutschland faktisch (vor allen Dingen durch die Äusserungen von Herrn Westerwelle wird dies sehr deutlich) einen Arbeitszwang haben, wundere ich mich, dass hier keiner der Recken aufsteht und von Sozialismus redet.
    Vielleicht wäre es ja mal interessant, über Marx zu reden, wenn ihn die Leute, die ihn und seine Schriften kritisieren, ihn auch wirklich gelesen hätten. So ist es einfach nur eine anerzogene Denksperre.
  8. #2317

    Zitat von Leberwurstpizza Beitrag anzeigen
    Endlich ist dieser Vorschlag auch mal in den Mainstreammedien angekommen.
    Mit dem Ende billiger Rohstoffe (vor allem Öl) ist auch auch das Ende des Kapitalismus gekommen und es wird Zeit, mal wieder vermeintlich utopische Vorschläge nicht nur anzudenken sondern auch auszuprobieren.
    Ja, vielleicht noch mal eine Runde Kommunismus? DDR 2.0, oder auch ein wenig Stalinismus? Nationalsozialismus wäre doch auch noch mal eine Möglichkeit? Schließlich gab es da Vollbeschäftigung, so wie in der DDR. Nur wirklich gearbeitet hat niemand...
  9. #2318

    Auch gekifft?

    Zitat von lieven Beitrag anzeigen
    Jochen. Das lernen die Kinder heute so.
    Jo, und Jesus raucht.
    Lernen die, naja einige, Kinder in Indien. Neuerdings.
  10. #2319

    Zitat von Saranael Beitrag anzeigen
    Grundeinkommen für alle?
    Also ich kann das nicht fassen.
    Ich finde die Prinzipien eines Sozialstaates gut. Man muss Menschen helfen, die Hilfe benötigen. Krankheit, Behinderung und psychologisch schwierige Situation sind zum Beispiel solche Situationen. Aber wieso sollte ....
    Es ist egal wie tief man die Messlatte des menschlichen Verstandes anlegt. Jeden Tag laufen Leute bequem darunter her.