Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
Betrachtet man die deutsche Textilbranche, so fällt auf, dass alle, auch Adidas mal pleite waren, ausser Trigema. Dort herrscht sowas wie das schweizer System. In der Schweiz will und braucht man kein Wachstum, das nicht nachhaltig ist, und durch Subventionen oder Zuschüsse oder Lohndrückerei ( das gesamte System des Verbrechers Hartz beruht auf diesem falschen Grundsatz ) entstanden ist. Man ist mit dem organischen Wachstum zufrieden, und man wächst vornehmlich nicht in der Masse, sondern in der Qualität. Das ist ein Riesenunterschied. China etwa hat sein System so subventioniert, dass man ein Wachstum von 8% mindestens braucht, um auch nur das System notdürftig finanzieren zu können. Besonders hier wird in den nächsten Jahren deutlich werden, dass gesponsortes Wachstum eben eine Schuldenfalle wird.
Wenn alle dasselbe machen, haben alle gleich viel. Auch der Schuldengrund Nummer 1 in Europa und der Welt muss sich ändern: D. hat wieder einmal die Schandmeldung geschafft, die grössten Handelsbilanzüberschüsse der Welt zu haben. Wird wohl nicht lange dauern. bis D. zurechtgestutz wird.
Das Europroblem ist kein Geldproblem, sondern das Problem, dass Volkswirtschaften eine Währung aufgedrück bekommen haben, die nicht der Leistungsfähigkeit dieser Volkdwirtschafen entspricht. Und dieses Problem kann man weder politisch noch wirtschaftspolitisch regeln.
rolli
Solidarität hin oder her, ich finde, jeder sollte seine Schulden selbst tragen, wenn er sie schon verursacht. Und wenn er sich auch Hilfe holt, trägt er die Verantwortung für die Begleichung. Es wird immer von Demokratie gesprochen, was, in den vorigen Beiträgen schon angemerkt, einfach nur falsch ist. Mal ganz davon abgesehen, dass nicht der Staat, sondern die Banken die Macht in den Händen tragen, wälzt es die Schulden einfach auf das Volk ab. Und damit nicht genug: Wenn das Volk wenigstens noch Entscheidungsrecht hätte, sähe die Sache immernoch anders aus...
Guter Beitrag übrigens :)
Wir sind uns sicher einig, wenn ich von den Blockparteien CDU/CSU/SPD/GRÜNE/FDP als Eurofaschisten, und vond er Regierung als solche von Europafaschisten rede. Die Reden zum Euro und zu Europa muss man als faschistische Brandreden benennen. Denn genau das sind sie. Die Vereinigung von Wirtschaftsmacht mit Staatsmacht ist der klassische Fall des Faschismuses, und da sind wir seit 20 jahren bereits drin.
Betrachtet man das Schauspiel unbefangen, so sieht das Ganze noch irgendwie als Demokratie aus, aber es ist in Wirklichkeit eine Diktatur der Wirtschaft, die sich anders als im faschistischen Italien, die Politik unter den Nagel gerissen hat. Wer Geld hat, kann sich Parlamentsbeschlüsse kaufen, wer den Abgeordneten aber nur die kümmerliche Abgeordnetendiäten bezahlöt, der hat halt keine Stimme im Staate.
Und genau so ist es in allen Schuldenstaaten gewesen. Dass Griechenland über das Ziel soweit hinausgeschossen ist, dass es nicht mehr bedienen kann, ist lediglich dem als Demokratie getarnten 2 Parteien Faschismus in der griechischen Regierung zuzuschreiben. Wenn Sie also schreiben, dass der Verursacher selber zahlen soll, dann doch wohl nicht as Volk, sondern die, die daran verdient und es verursacht haben. Ich bin dafür, dass man alle Vermögen und Einkommen auf das Jahr des EU-beitritts zurückführt, und den überschiessenden Teil den Eliten und der Wirtschafts-und Politmafia einfach wegnimmt. Was dann noch an uneinbringlichen Schulden da ist, das kann ja - gegen finanzielle Beteiligung an den Unternehmen - vom Volk übernommen werden. Ich sehe da keine Verstaatlichung, sondern lediglich einen Aktienkauf für bestimmte Zeit und bestimmte Zwecke.
Wenn das Volk begriffen hätte, dass dieser Euro- und Europafaschismus längst die Demokratie gekostet hat, wäre vieles anders. Die Desinformation der Eliten aber hat gewirkt. Eines sollte aber jedem klar sein: es gibt nur einen der entscheidet, auch wenn es dazwischen so aussieht, dass ds Volk die Geisel des Faschismusses geworden ist: Das Volk. Man kann es für einige Zeit dumm- und ruhigstellen, aber zuletzt nimmt sich das Volk einfach die Entscheidungsbefugnis zurück. Wer es so, wie die Eliten auf die Spitze treibt, der muss mit einem neuen "Führer" rechnen.
Der Faschismus ist ja bereits da.
exilator
Ja, gewiss ganz unrecht haben Sie nicht ...
nur die nationale Komponente kommt immer wieder ins Spiel, die zugegeben immer weiter aufgeweicht wird; die EZB spielt da eine zentrale Rolle, die gewiss noch zum Zuge kommt ...
Merkels Politik war/ist deutsche Exportwirtschaft; Menschenrechte die manch einer hierzulande immer wieder einfordert, spielen keine Rolle, bzw, werden innen-politisch korrekt eingesetzt. Was im Euroland nicht mehr so recht funktiniert, wurde nach aussen transportiert und dadurch kompensiert ... wohlgemerkt nach dem gleichen Prinzip. Es ist zwar ebenso kurzfristig gedacht, aber pragmatisch vorangetrieben, kurzfristige strategische Partnerschaften mit Russland, Kasachstan, China oder Panzerlieferungen sind ausserhalb von Gut und Böse anzusehen, und nur die USA scheint imstande zu sein, dem bunten treiben ein Ende zu setzen, wie es bsw. im Fall von Bankgeschäften mit Iran gewesen war.
Seit einer geraumen Zeit hat man den Eindruck als würde die Euro(krise) Deutschland nur in die Hände spielen, da wären die niedrige Zinsen auf die eigenen Anleihen ( konservative Kapitalflucht); der niedrige Euro-Kurs treibt die Exporte und beschert satte Gewinne und natürlich die rot-grüne neoliberalisierung, die einen fruchtbaren Boden gefunden hat, was im Notfall einen Sündebock präsentieren kann. Der macht-politische Aufstieg in Europa bleibt auch nicht ganz ohne.
Es sind aber wie gesagt, kurzfristige, pragmatische Schritte, die sich Deutschland AG an die Brust heften kann.
Über Exempel statuieren waren wir uns einig, wenn ich mich recht erinnere ... und über die Auswirkungen solcher Politikausrichtung braucht man sich nicht zu wundern.
Ich möchte hier einmal auf einen brillanten Kommentar hinweisen, der wirklich auch allgemeinverständlich erklärt, warum die Euro-Krise in Wirklichkeit eine Geldsystemkrise ist, und weshalb man Feuer (zu viele Schulden = zu viel Geld) nicht mit Benzin (noch mehr Schulden = noch mehr Geld) löschen kann:
Geldbombe: Die Lunte brennt
Hier habe ich das Thema auch schon einmal angesprochen und darauf hingewiesen, dass die Diskussion über Geldmengen, die angeblich nur noch wenig steigen und Inflation, die angeblich kaum stattfindet, einfach nur irreführend ist:
"Sie wollen es schlicht und ergreifend nicht verstehen: selbst, wenn die Geldmenegen nur noch langsam steigen würden, würde das an der verheerenden Lage nichts, aber auch gar nichts ändern: die unverantwortliche Kreditexpansion hat längst stattgefunden, die gigantische Überschussliquidität (= die Geldmenge, die im Vergleich zum Wachstum der realen Produktion zu stark angestiegen ist) ist längst in der Welt. Diese Überschussliquidität muss eines sehr schmerzhaften Tages bereinigt werden..."
Milliardenauktion: Banken retten Griechenland vor Sofortpleite
Hier haben wir nun die entscheidende Aussage in dem Kommentar:
"Das grundsätzliche Problem unseres derzeitigen Papiergeld-Systems ist, dass es einen exponentiell steigenden Geldüberhang produziert, der schon längst nicht mehr in einem realen Verhältnis zu der Menge der produzierten Realgüter steht.
Auf gut Deutsch: Die auf der Welt vorhandenen Vermögen könnten bei ihrer Mobilisierung nur zu einem sehr kleinen Teil in die oben genannten Realgüter umgetauscht werden."
Man kann es auch ganz einfach mathematisch formulieren: eine lineare Funktion (Wachstum der Produktion) trifft auf eine exponentielle Funktion (Wachstum des Zinseszins). Das MUSS scheitern, und das MUSS irgendwann bereinigt werden.
Was aber letztendlich passiert, wenn Menschen - in diesem Falle Politiker und Ökonomen - sich gegen die Naturgesetze stellen, davor hat u.a. Ludwig von Mises eindringlich gewarnt:
"Die Substanz des ökonomischen Wissens ist ein wesentlicher Bestandteil des Gefüges der menschlichen Zivilisation; dieses Wissen ist das Fundament, auf welchem die moderne Industriegesellschaft und all die moralischen, intellektuellen, technologischen und therapeutischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte errichtet wurden... Wenn die Menschen es versäumen, sich dieses Wissen zunutze zu machen und seine Lehren und Warnungen unbeachtet lassen, werden sie damit nicht die ökonomischen Gesetze abschaffen, sondern die Gesellschaft und die menschliche Rasse ausmerzen."
Gastbeitrag: Die schwäbische Hausfrau hat ausgedient
Genauso, wie Martin Luther 1517 seine Thesen an die Tür der Kirche von Wittenberg genagelt hat, so sollte man das an die Eingangspforte der FED, der EZB, der BoE, der BoJ usw. nageln. Damit keiner von denen später mehr sagen kann: Wir haben doch alles nur mit der besten Absicht getan...
Ich glaube, dass der EURo nicht mehr zu retten ist, und das ist auch kein Unglück. Für viele EURO-Staaten ist diese Währung der Untergang, während andere die Profiteure sind. So kann Europa, und das ist wichtiger als der EURO, nicht zusammenwachsen.
Erstmal sollten die Begrifflichkeiten, Geldmenge und Geldvermögen, sorgfältig und richtig gebraucht werden. Da diese völlig unterschiedliche Bedeutungen haben.
Zweitens: Wachstum der Produktion ist eine exponentielle Funktion und keine lineare Funtkion!
1 % Wachstum p. a. bedeutet im Jahr 1 Vorjahresproduktion (Produktion im Jahre 0) + 1 % mal Produktion im Jahre 0
Im Jahr 2: 1 % mal Produktion im Jahre 0 + 1 % mal 1% mal Produtkion im Jahre 0.
Deshalb MUSS auch nichts scheitern!
Mal abgesehen davon das die Zinsesfunktion, auch dies ist eine exponentielle Funktion, nur dann eintritt, wenn die Zinsen nicht regelmäßig bezahlt werden! Ansonsten ist es genau umgekehrt, eine exponentielle Funktion (Wachstum) trifft auf eine lineare Funktion (Schulden und Zins), der Zinseszins entfällt da die Zinsen regelmäßtig bezahlt werden.
Deshalb kann das aktuelle Geldsystem, entgegen der Meinung einiger Nichtmathematiker, auch trotz der Zinsen bis in alle Ewigkeit funktionieren.
Vielleicht sollten erstmal die gängisten mathematischen Grundlagen unters Volk gebracht werden, bevor irgendwelche Thesen, die jedwede mathematischen Grundkenntnisse vermissen lassen, irgendwohin genagelt werden.