Forum


 

Ist der Euro noch zu retten?

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
  1. #6250

    Zitat von Gerhard_Rohlfs Beitrag anzeigen
    Man muss tatsächlich fast 100 Jahre zurückblicken, um die gegenw6artige Lage zu verstehen.
    Dazu auch Oswald Spengler, in: Jahre der Entscheidung

    "Der Krieg von 1914 aber wurde von England ... geführt, um Deutschland als Wirtschaftskonkurrenz ... auszuschalten. 1916 begann neben dem militärischen der planmäßige Wirtschaftskrieg ... Die Kriegsziele wurden seitdem immer entschiedener in dieser Richtung gesucht. Der Vertrag von......
    Demnach scheint sich die ganze Welt gegen die deutsche "Übermacht" verschworen zu haben, inclusive chinesische KP und der russischen Führung, kaum Verbündete, nicht mal die Japaner, und auch kein Benito Mussolini in Sicht, was Oswald Sprengler noch Zuversicht verlieh. ;o) aber Frau Merkel wird es schon richten, und die desaströse Krisenpolitik als einzig richtigen Weg beschreiben.... denn schliesslich spielt China noch mit, und den Rest können wir uns selbst bezahlen.
  2. #6251

    Werteverzehr steht vor Solidität

    .......... der Anlauf von Solms, Kosten senken,
    bleibt weiterhin unerwünscht !
  3. #6252

    Zitat von unverzüglich Beitrag anzeigen
    .......... der Anlauf von Solms, Kosten senken,
    bleibt weiterhin unerwünscht !
    Wer soll welche Kosten senken? Solms??? Das soll wohl heissen: Löhne runter, Renten runter, Steuern runter etc. etc.

    exilator
  4. #6253

    Zitat von unverzüglich Beitrag anzeigen
    .......... der Anlauf von Solms, Kosten senken,
    bleibt weiterhin unerwünscht !
    Sie haben recht. Zum einen ist er aber nicht der einzige, der dies fordert, und zum anderen lassen sich neben der Umgestaltung des Steuersystems (das ja mehr für Gerechtigkeit als für Kostensenkung stehen soll) auch wirkliche staatliche Kosten senken. Völlig unverständlich, dass dies noch nicht richtig angegangen wurde.
  5. #6254

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
    Der Euro wird mit Deutschland nicht gerettet. Wenn Berlusconi wahr macht, und der Technokraten Regierung den Garaus amcht, dann könnte sehr schnell eine neue Deutschfeindlichkeit aufkeimen, denn damit lassen sich in Wahlkämpfen Stimmen gewinnen.


    exilator
  6. #6255

    130 Milliarden....

    Zitat von exilator_ Beitrag anzeigen
    Der Euro wird mit Deutschland nicht gerettet. Wenn Berlusconi wahr macht, und der Technokraten Regierung den Garaus amcht, dann könnte sehr schnell eine neue Deutschfeindlichkeit aufkeimen, denn damit lassen sich in Wahlkämpfen Stimmen gewinnen.


    exilator
    130 Milliarden Euro dürften ein Tropfen auf heisses Stein sein, das etwas Abkühlung verschafft, und Wogen glättet, vor dem nächsten Sturm... bitter nötig wo alle der Meinung sind, dass die "merkelsche" Krisenbewältigung die Krise verschärft, nur die deutsche Position wackelt, wie immer, wackeln muss, keine schuldenfinanzierte Wachstumsimpulse ? vonwegen, und in was für ein Wachstum soll es nachhaltig investiert werden ? Abwrackprämie hoch zwei ? Um die Sonderwirtschaftzonen ist es still geworden... verpufft ? man könnte sich schliesslich schlecht einigen können, bsw. die osteuropäische wieder nach Süden zu beordnen, alle zwei Jahre, zu osteuropäischen Konditionen ;o)
  7. #6256

    Euro Austritt Deutschlands in den nächsten Wochen wahrscheinlich?

    Man stelle sich folgendes Szenario vor. Für das Bundesverfassungsgericht, dass jüngst bereits deutliche Kritik an der Europolitik der Kanzlerin geäussert hat, wäre die rote Linie überschritten. Immerhin sind die einmal bestellten Richter politisch Unabhängig und können sich von der Linie der Parteien, die sie ursprünglich einmal aufgestellt haben auch entfernen. Und möglicherweise sehen die Verfassungsrichter auch ihren ganz persönlichen Wohlstand bedroht. Es sollte relativ klar sein, dass das Grundgesetz ein Nein zum ESM hergeben sollte. Die Verfassungsrichter könnten eine Volksabstimmung der Politik zur Auflage zum ESM machen. Es dürfte eine Wahrscheinlichkeit von mindestens 50% geben, dass in einer solchen Volksabstimmung die Euro-Gegner eine Mehrheit bekommen würden. Deshalb würde allein die Ankündigung einer Volksabstimmung weitgehend vollendete Tatsachen schaffen. Vermutlich dürfte dann auch Frankreich nicht mehr am Euro interessiert sein, da es dann die Rolle Deutschlands übernehmen müsste.
    Offensichtlich sieht sogar Schäuble dieses Szenario.
    Euro-Krise: Schäuble prophezeit baldiges Europa-Referendum - SPIEGEL ONLINE
    http://keinhempel.wordpress.com/2012...ahrscheinlich/
  8. #6257

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    130 Milliarden Euro dürften ein Tropfen auf heisses Stein sein, das etwas Abkühlung verschafft, und Wogen glättet, vor dem nächsten Sturm... bitter nötig wo alle der Meinung sind, dass die "merkelsche" Krisenbewältigung die Krise verschärft, nur die deutsche Position wackelt, wie immer, wackeln muss, keine schuldenfinanzierte Wachstumsimpulse ? vonwegen, und in was für ein Wachstum soll es nachhaltig investiert werden ? Abwrackprämie hoch zwei ? Um die Sonderwirtschaftzonen ist es still geworden... verpufft ? man könnte sich schliesslich schlecht einigen können, bsw. die osteuropäische wieder nach Süden zu beordnen, alle zwei Jahre, zu osteuropäischen Konditionen ;o)
    Dieser Wachstumsimpuls ist wegen der Merkel so klein, denn es ist klar, dass D. 2012 und 2013 und 2014 wachsen wird. Wer solche Konjunbkturaussichten hat, braucht keine Wachstumsimpulse. Ja, verflixt noch mal, dass die Landkarte so ist wie sie ist.......Man könnte sie doch digital bearbeiten und die Welt anders aussehen lassen.


    exilator
  9. #6258

    Zitat von exilator_ Beitrag anzeigen
    Dieser Wachstumsimpuls ist wegen der Merkel so klein, denn es ist klar, dass D. 2012 und 2013 und 2014 wachsen wird. Wer solche Konjunbkturaussichten hat, braucht keine Wachstumsimpulse. Ja, verflixt noch mal, dass die Landkarte so ist wie sie ist.......Man könnte sie doch digital bearbeiten und die Welt anders aussehen lassen.


    exilator
    Deutschland hat längst ihre osteuropäische Werkbänke massgeschneidert zugerichtet, die südländer waren da nicht einsichtig genug ( unflexibel ) und fungierten nur als hochwillkommene Absatzmärkte, kreditfinanziert versteht sich... nun aber brechen diese Absatzmärkte, die immerhin die Hälfte der Exporte ausmachten, in sich zusammen, beschleunigt durch die deutsche "Krisenbewältigung".... alleine die "Schwellenländer" können es schwer ausgleichen. Nur wenn die eigene Bude Feuer fängt, kommt die Feuerwehr...
  10. #6259

    Basis der Herrschaft --

    Zitat von Gerhard_Rohlfs Beitrag anzeigen
    Man muss tatsächlich fast 100 Jahre zurückblicken, um die gegenw6artige Lage zu verstehen.
    Dazu auch Oswald Spengler, in: Jahre der Entscheidung

    "Der Krieg von 1914 aber wurde von England ... geführt, um Deutschland als Wirtschaftskonkurrenz ... auszuschalten. 1916 begann neben dem militärischen der planmäßige Wirtschaftskrieg ... Die Kriegsziele wurden seitdem immer entschiedener in dieser Richtung gesucht. Der Vertrag von Versailles sollte gar keinen Friedenszustand begründen, sondern die Machtverhältnisse derart regeln, daß das Ziel jederzeit mit neuen Forderungen und Maßnahmen gesichert werden konnte. Daher die Auslieferung der Kolonien, der Handelsflotte, die Beschlagnahme der Bankguthaben, Besitzungen, Patente in allen Ländern, die Abtrennung von Industriegebieten wie Oberschlesien und das Saarland, die Einführung der Republik, von der man mit Recht eine Untergrabung der Industrie durch die allmächtig gewordenen Gewerkschaften erwartete, und endlich die Reparationen, die wenigstens im Sinne Englands keine Kriegsentschädigung sein sollten, sondern eine dauernde Belastung der deutschen Wirtschaft bis zu deren Erliegen."

    Und WK II ist anders als eine Fortsetzung des WK I nicht zu erklären. Beide Male ging es um die Ausschaltung der Handelskonkurrenz.



    Das allerdings wird sich erst noch zeigen.
    1. Actio = Reactio.
    2. USA und GB sind auch ziemlich angeschlagen.
    3. Russland wird nach dem wirtschaflichen Zusammenbruch als einziger Stabilitätsfaktor in Europa übrigbleiben. Und Russland will mit Deutschland zusammenarbeiten.
    Nun der Konflikt ist uralt, letztlich einer zwischen zwei archaisch anmutenden Lebensformen Landtreter und Seeschäumer.
    Er ist etwas modernisiert worden, heute wird per Kommunikationstechnik diese Auseinandersetzung betrieben, und angeheizt wird er durch die irrige Vorstellung, Rechte besässen allgemeine Gültigkeit, ähnlich wie die Wahrheit, die es nur relative, dass heisst von den Umständen abhängig, geben kann.

    Bei zehn Milliarden Menschen kann sich jeder ausrechnen, dass die shores besetzt sind und der Konflikt sich auf die Meere ausweiten wird. Es wird nicht darum gehen, die Meere zu befahren, sondern sie quasi landwirtschaftlich zu nutzen, wie es heute durch die Oelförderung bereits geschieht. Beide Prinzipien verschmelzen in dieser Nutzung, das der Landtreter gewinnt mit leichten Vorteilen, warum, sie brauchen Zeit, um funktionsfähige Strukturen aufzubauen zu können.
    Und Zeit, time is money, hat der Seeschäumer nicht, er muss den nächsten Rollgriff starten.

    So muss denn die Frage gestellt werden, ob der Sohn der Stadt Plymouth, Sir Francis, nicht doch in die Jahre gekommen ist, von den Normannen ganz zu schweigen.

    zum Grusse








TOP



TOP