o.k., lieber Rosbaud, Spaß beiseite! Richard A. Werners Thesen sind im Gegensatz zu Sahrah W's widersprüchlicher Argumentation bei der Vergabe von Banklizenzen an den Euro-Rettungsschirm , die ich meinerseits kritisiert habe, durchaus diskussionswürdig und auch weiterführend. Für mich ist ganz entscheidend, dass er nicht pauschal einer Kredit- bzw. Geldschöpfung das Wort redet, sondern Bedingungen einzieht (z.B. im Bereich Konsum). Dazu dieser kurze link :
Geldpolitik: Die Notenbanken sind nicht machtlos | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
Nö, eigentlich habe ich kein Problem mit der Definition des Begriffs "Freiheit" und der Aussage, dass dieser mit "-mus" im Prinzip wenig zu tun hat. Vor allem dann, wenn Lafontaine schreibt: „Der zentrale Wert, für den die Linke eintritt, ist die Freiheit, ist das Recht aller Menschen, ihr Leben selbst zu bestimmen.“
Richtig müsste es meiner Ansicht nach heißen: „…ist das Recht jedes Menschen, sein Leben selbst zu bestimmen.“ Aber Lafontaine denkt offenbar als "demokratischer Sozialist" ausschließlich kollektiv: Alle Menschen sollen ihr Leben selbst bestimmen. Wahrscheinlich in einer kollektiven Entscheidung. Und was ist, wenn die Menschen unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie ihr Leben aussehen soll? Und ist die Freiheit, sein Leben selbst zu bestimmen, immer nur dann verwirklicht, wenn man sich materiell keine Sorgen machen muss. Und umgehrt: Ist materielle Sicherheit die Gewähr dafür, sein Leben selbst zu bestimmen? Eine doch recht enge Sichweise von Freiheit. Auch hier ein link zur Auseinandersetzung mit Lafos Artikel im Tagesspiegel, der zwar nicht voll meine Meinung wiedergibt, aber doch über weite Strecken:
Oskar Lafontaine: Sozialistisches Neusprech - Henning Lindhoff - eigentümlich frei.