Forum: Wirtschaft
Ist der Euro noch zu retten?
Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
- #4710 25.12.2011 23:44 von
Nun
Ja Völker hört die Signale
Na, jetzt haben Sie sich selbst beim neutralen Leser entlarvt..
Danke dafür.
Wer Sarah Wagenknecht für eine verkappte Stalinistin darzustellen versucht, hat selber sehr viel Dreck am Stecken und Mangel an Argumenten.
So nicht.
Der Abgesandte des ZK des ist gar nicht so weit.
Man was sind sind Sie dumm frech..
Glauben wirklich die Leute hier hinter die Fichte zu führen - #4711 26.12.2011 07:58 von
Im Kapitalismus sind die Menschen natürlich keinen „Einschränkungen des Individuellen“ ausgesetzt, da sind sie „frei“ - sogar vogelfrei!
Das letzte Buch von Sahra trägt den Titel „Freiheit statt Kapitalismus“, schwant Ihnen da vielleicht etwas?
Und was „Jöthe“ und Sahra gemeinsam haben hier - #4712 26.12.2011 11:27 von
Aha, so läuft der Hase
"Freiheit statt Kapitalismus" ist eine billige Retourkutsche auf den ebenso dümmlichen Spruch "Freiheit statt Sozialismus". Freiheit hat mit jeder Art von "-mus" - auch Apfel- und Pflaumenmus - im Prinzip gar nichts zu tun.
Zur genialen "wirtschaftstheoretischen Logik" Sahras in ihrem FAZ Artikel habe ich mir erlaubt, zwei dicht aufeinanderfolgende Aussagen ihres krausen Elaborats gegenüber zu stellen.
"Wenn ein Markt ein Gut in größerer Menge produziert, als es Abnehmer dafür gibt, wird dieses Gut irgendwann entwertet. Der Finanzmarkt hat weit mehr Schulden produziert, als wirtschaftlich tragbar sind und sich aktuell refinanzieren lassen. Eine Politik, die sich mit allen Mitteln gegen eine Entwertung der Schulden stemmt, kann also bestenfalls Zeit kaufen. Am Ende müssen Schulden – und damit auch Vermögen – entwertet werden..."
(etwas weiter hinten folgt dann)
"... Der europäische Rettungsschirm EFSF müsste eine Banklizenz erhalten, was ihm ermöglichen würde, sich zinsgünstig Liquidität bei der EZB zu verschaffen. Mit diesem Geld sollten ... niedrig verzinste Kredite direkt an die Euro-Staaten vergeben werden. Inflationstreibend wäre das nicht... "
Ach so ist das! - #4713 26.12.2011 11:45 von
- #4714 26.12.2011 12:05 von
- #4715 26.12.2011 12:09 von
- #4716 26.12.2011 14:01 von
Wundersame Rettung von Geldwert und Demokratie
Es geht mir auch nicht um Altschulden, mein lieber Frankfurter, es geht mir bei der Gegenübestellung um Sahras krause Logik in Bezug auf Geld- bzw. Kreditvermehrung über die Notenpresse und Geldwertentwicklung, Marxisten nennen diese Logik Dialektik, eine Denkmethode, die selbige bei Hegel geklaut, aber nie richtig verstanden haben. Tip: Sahras Text ruhig mehrfach lesen.
- #4717 26.12.2011 15:26 von
Ich weiß was ...
Die Liberalen haben in ihrer Geistesgeschichte die Freiheit in der Regel als Privileg einer Minderheit verstanden. Die Theoretiker des Liberalismus hatten kein Problem, das hohe Lied der Freiheit zu singen und gleichzeitig die Unfreiheit und Unterdrückung ganzer Völker und benachteiligter Gesellschaftsschichten zu rechtfertigen.
So schrieb der Aufklärer Condorcet im 18. Jahrhundert über das Amerika der liberalen Sklavenhalter George Washington, Thomas Jefferson und James Madison: „Der Amerikaner vergisst, dass die Neger Menschen sind; er hat zu ihnen keinerlei moralische Beziehung; sie sind für ihn lediglich Objekte des Profits.“
Diese Zeiten sind doch längst vorbei, wird man einwenden. Aber ist das wirklich so? Heute bezeichnen viele die Leiharbeit als moderne Form der Sklaverei. Wäre das Urteil: „Der Neoliberale vergisst, dass Leiharbeiter, Aufstocker oder 1-Euro-Jobber Menschen sind. Er hat zu ihnen keinerlei moralische Beziehungen; sie sind für ihn lediglich Objekte des Profits“ eine unzulässige Polemik? (Aus einem Artikel von Lafontaine
Darf man erfahren, welche Wirtschaftstheorie Sie auf Ihren „Feldherrnhügel“ mitgenommen haben?Zur genialen "wirtschaftstheoretischen Logik" Sahras in ihrem FAZ Artikel habe ich mir erlaubt, zwei dicht aufeinanderfolgende Aussagen ihres krausen Elaborats gegenüber zu stellen.
Das betrifft den Hype der Vergangenheit, als man noch an die „Weisheit der Märkte“ glaubte."Wenn ein Markt ein Gut in größerer Menge produziert, als es Abnehmer dafür gibt, wird dieses Gut irgendwann entwertet. Der Finanzmarkt hat weit mehr Schulden produziert, als wirtschaftlich tragbar sind und sich aktuell refinanzieren lassen. Eine Politik, die sich mit allen Mitteln gegen eine Entwertung der Schulden stemmt, kann also bestenfalls Zeit kaufen. Am Ende müssen Schulden – und damit auch Vermögen – entwertet werden..."
Das ist ein Vorschlag für die Zukunft, um für Wachstum, Wohlstand und sozialen Ausgleich zu sorgen.(etwas weiter hinten folgt dann)
"... Der europäische Rettungsschirm EFSF müsste eine Banklizenz erhalten, was ihm ermöglichen würde, sich zinsgünstig Liquidität bei der EZB zu verschaffen. Mit diesem Geld sollten ... niedrig verzinste Kredite direkt an die Euro-Staaten vergeben werden. Inflationstreibend wäre das nicht... "
Genau! Im Unterschied zu 1923 und 1948 haben wir gerade keinen Weltkrieg verloren und von Warenknappheit kann auch keine Rede sein.Ach so ist das!
Bei einem Überangebot an Geld ist Geld als Geldanlage nichts mehr wert. Nicht der Preis für die Konsumgüter steigt, sondern der Preis für das Geld - die Rendite – sinkt. Das wird es sein, was Sie umtreibt! - #4718 26.12.2011 15:53 von
Einige Konservative beginnen zu glauben, dass die Linken Recht haben
Da ist Feuilleton-Chef Schirrmacher aber anderer Meinung:
„Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarktökonomie entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik.“ - #4719 26.12.2011 16:52 von
unverdächtige Zeugen?
Ach und deshalb denken Sie, würde Schirrmacher auch gleich am Wagenknechtschen Beitrag kleben bleiben wie jene die sich intellektuell nicht ausreichend zur Wehr setzen konnten oder wollten, um sich auf der linken Leimrute fordernd zu versammeln.
Hat ja bis dato ganz gut geklappt, - mussten ja noch nie den Beweis für das Funktionieren ihren kruden Theorien antreten.
Ich spreche hier nicht von den wenigen eingängigen Forderungen, die der Partei als Akquisitionsmittel dienen, sondern von den "großen Linien" in der Partei, die, wenn zu ungeschminkt präsentiert, mal eben und vorübergehend, wieder kassiert werden.
Die aktuellen Top-Themen



