Ist der Euro noch zu retten?

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
  1. #4710

    Nun

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Nichts, leider.



    Stimmt, sie wartet seit 2005 darauf, dass ihre Promotion endlich fertig geschrieben wird - ist aber aktuell nicht so en vogue das, deshalb wird es wohl länger dauern ;-)



    Nennen wir sie suchend; im Gegensatz zu ihnen kenne ich "die Lösung" noch nicht, weil ich die Welt als komplex wahrnehme und meinen Kopf nicht in Beton stecke. Wer verkappte Stalinisten für fortschrittliche Denker hält, der hat wohl irgendwas nicht mitgekriegt.

    Jedenfalls wünsche ich ihnen trotz allem besinnliche Weihnachten, und wenn der rote Mann kommt, dann interpretieren sie das nicht falsch; das ist kein Abgesandter des ZK...

    In diesem Sinne: Völker hört die Signale...


    Ja Völker hört die Signale


    Na, jetzt haben Sie sich selbst beim neutralen Leser entlarvt..
    Danke dafür.
    Wer Sarah Wagenknecht für eine verkappte Stalinistin darzustellen versucht, hat selber sehr viel Dreck am Stecken und Mangel an Argumenten.

    So nicht.

    Der Abgesandte des ZK des ist gar nicht so weit.

    Man was sind sind Sie dumm frech..
    Glauben wirklich die Leute hier hinter die Fichte zu führen
  2. #4711

    Zitat von perlhuhn. Beitrag anzeigen
    Ne ne, der Jöthe hatte sich Gesellschaftsmodelle mit derartiger Einschränkung des Individuellen, wie es Frau Wagenknecht vorschweben mag, nicht vorstellen wollen.
    So gesehen dürfen Sie eventuelle Rotationsgeräuche des Verblichenen ersatzweise, als Applaus verstanden haben.
    Was den Wein anbelangt, darf ich mit persönlicher Beobachtung aufwarten. Zu Hummer dagegen, kann ich nichts beisteuern und bin auch boulevardpressemäßig eher weniger im Bilde.
    Im Kapitalismus sind die Menschen natürlich keinen „Einschränkungen des Individuellen“ ausgesetzt, da sind sie „frei“ - sogar vogelfrei!

    Das letzte Buch von Sahra trägt den Titel „Freiheit statt Kapitalismus“, schwant Ihnen da vielleicht etwas?

    Und was „Jöthe“ und Sahra gemeinsam haben hier
  3. #4712

    Aha, so läuft der Hase

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Im Kapitalismus sind die Menschen natürlich keinen „Einschränkungen des Individuellen“ ausgesetzt, da sind sie „frei“ - sogar vogelfrei!

    Das letzte Buch von Sahra trägt den Titel „Freiheit statt Kapitalismus“, schwant Ihnen da vielleicht etwas?

    Und was „Jöthe“ und Sahra gemeinsam haben hier
    "Freiheit statt Kapitalismus" ist eine billige Retourkutsche auf den ebenso dümmlichen Spruch "Freiheit statt Sozialismus". Freiheit hat mit jeder Art von "-mus" - auch Apfel- und Pflaumenmus - im Prinzip gar nichts zu tun.
    Zur genialen "wirtschaftstheoretischen Logik" Sahras in ihrem FAZ Artikel habe ich mir erlaubt, zwei dicht aufeinanderfolgende Aussagen ihres krausen Elaborats gegenüber zu stellen.

    "Wenn ein Markt ein Gut in größerer Menge produziert, als es Abnehmer dafür gibt, wird dieses Gut irgendwann entwertet. Der Finanzmarkt hat weit mehr Schulden produziert, als wirtschaftlich tragbar sind und sich aktuell refinanzieren lassen. Eine Politik, die sich mit allen Mitteln gegen eine Entwertung der Schulden stemmt, kann also bestenfalls Zeit kaufen. Am Ende müssen Schulden – und damit auch Vermögen – entwertet werden..."
    (etwas weiter hinten folgt dann)
    "... Der europäische Rettungsschirm EFSF müsste eine Banklizenz erhalten, was ihm ermöglichen würde, sich zinsgünstig Liquidität bei der EZB zu verschaffen. Mit diesem Geld sollten ... niedrig verzinste Kredite direkt an die Euro-Staaten vergeben werden. Inflationstreibend wäre das nicht... "
    Ach so ist das!
  4. #4713

    großer Auftritt

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Im Kapitalismus sind die Menschen natürlich keinen „Einschränkungen des Individuellen“ ausgesetzt, da sind sie „frei“ - sogar vogelfrei!

    Das letzte Buch von Sahra trägt den Titel „Freiheit statt Kapitalismus“, schwant Ihnen da vielleicht etwas?

    Und was „Jöthe“ und Sahra gemeinsam haben hier
    Ja - danke für die "Plakate".

    und natürlich auch für das im FEUILLETON der Frankfurter Allgemeinen Geschriebene.
    Gott sei Dank weist das Blatt immer wieder darauf hin, dass es sich inhaltlich, nicht beteiligt sieht.
  5. #4714

    ....noch zu retten?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
    Diese alberne Frage beantwortet sich ja wohl von selbst angesichts der Tatsache, dass man 500 Milliarden Druckerpressen-€ in den Markt schmeißt, nur um das Zinsniveau bei 1 % zu halten. Mein Gott, wohin hat uns unsere "Elite" geführt ?
  6. #4715

    Zitat von axstein Beitrag anzeigen
    Zur genialen "wirtschaftstheoretischen Logik" Sahras in ihrem FAZ Artikel habe ich mir erlaubt, zwei dicht aufeinanderfolgende Aussagen ihres krausen Elaborats gegenüber zu stellen. Ach so ist das!
    Bringen Sie hier nichts durcheinander? Frau Wagenknechts Forderung nach einer gemeinsamen Euro-Bank, die in Zukunft zusammen mit der EZB die EU-Länder mit günstigen Krediten versorgen soll, hat nichts mit dem Thema Altschulden zu tun.
  7. #4716

    Wundersame Rettung von Geldwert und Demokratie

    Zitat von 1frankenfurter Beitrag anzeigen
    Bringen Sie hier nichts durcheinander? Frau Wagenknechts Forderung nach einer gemeinsamen Euro-Bank, die in Zukunft zusammen mit der EZB die EU-Länder mit günstigen Krediten versorgen soll, hat nichts mit dem Thema Altschulden zu tun.
    Es geht mir auch nicht um Altschulden, mein lieber Frankfurter, es geht mir bei der Gegenübestellung um Sahras krause Logik in Bezug auf Geld- bzw. Kreditvermehrung über die Notenpresse und Geldwertentwicklung, Marxisten nennen diese Logik Dialektik, eine Denkmethode, die selbige bei Hegel geklaut, aber nie richtig verstanden haben. Tip: Sahras Text ruhig mehrfach lesen.
  8. #4717

    Ich weiß was ...

    Zitat von axstein Beitrag anzeigen
    "Freiheit statt Kapitalismus" ist eine billige Retourkutsche auf den ebenso dümmlichen Spruch "Freiheit statt Sozialismus". Freiheit hat mit jeder Art von "-mus" - auch Apfel- und Pflaumenmus - im Prinzip gar nichts zu tun.
    Die Liberalen haben in ihrer Geistesgeschichte die Freiheit in der Regel als Privileg einer Minderheit verstanden. Die Theoretiker des Liberalismus hatten kein Problem, das hohe Lied der Freiheit zu singen und gleichzeitig die Unfreiheit und Unterdrückung ganzer Völker und benachteiligter Gesellschaftsschichten zu rechtfertigen.

    So schrieb der Aufklärer Condorcet im 18. Jahrhundert über das Amerika der liberalen Sklavenhalter George Washington, Thomas Jefferson und James Madison: „Der Amerikaner vergisst, dass die Neger Menschen sind; er hat zu ihnen keinerlei moralische Beziehung; sie sind für ihn lediglich Objekte des Profits.“

    Diese Zeiten sind doch längst vorbei, wird man einwenden. Aber ist das wirklich so? Heute bezeichnen viele die Leiharbeit als moderne Form der Sklaverei. Wäre das Urteil: „Der Neoliberale vergisst, dass Leiharbeiter, Aufstocker oder 1-Euro-Jobber Menschen sind. Er hat zu ihnen keinerlei moralische Beziehungen; sie sind für ihn lediglich Objekte des Profits“ eine unzulässige Polemik? (Aus einem Artikel von Lafontaine


    Zur genialen "wirtschaftstheoretischen Logik" Sahras in ihrem FAZ Artikel habe ich mir erlaubt, zwei dicht aufeinanderfolgende Aussagen ihres krausen Elaborats gegenüber zu stellen.
    Darf man erfahren, welche Wirtschaftstheorie Sie auf Ihren „Feldherrnhügel“ mitgenommen haben?

    "Wenn ein Markt ein Gut in größerer Menge produziert, als es Abnehmer dafür gibt, wird dieses Gut irgendwann entwertet. Der Finanzmarkt hat weit mehr Schulden produziert, als wirtschaftlich tragbar sind und sich aktuell refinanzieren lassen. Eine Politik, die sich mit allen Mitteln gegen eine Entwertung der Schulden stemmt, kann also bestenfalls Zeit kaufen. Am Ende müssen Schulden – und damit auch Vermögen – entwertet werden..."
    Das betrifft den Hype der Vergangenheit, als man noch an die „Weisheit der Märkte“ glaubte.

    (etwas weiter hinten folgt dann)
    "... Der europäische Rettungsschirm EFSF müsste eine Banklizenz erhalten, was ihm ermöglichen würde, sich zinsgünstig Liquidität bei der EZB zu verschaffen. Mit diesem Geld sollten ... niedrig verzinste Kredite direkt an die Euro-Staaten vergeben werden. Inflationstreibend wäre das nicht... "
    Das ist ein Vorschlag für die Zukunft, um für Wachstum, Wohlstand und sozialen Ausgleich zu sorgen.

    Ach so ist das!
    Genau! Im Unterschied zu 1923 und 1948 haben wir gerade keinen Weltkrieg verloren und von Warenknappheit kann auch keine Rede sein.
    Bei einem Überangebot an Geld ist Geld als Geldanlage nichts mehr wert. Nicht der Preis für die Konsumgüter steigt, sondern der Preis für das Geld - die Rendite – sinkt. Das wird es sein, was Sie umtreibt!
  9. #4718

    Einige Konservative beginnen zu glauben, dass die Linken Recht haben

    Zitat von perlhuhn. Beitrag anzeigen
    Ja - danke für die "Plakate".

    und natürlich auch für das im FEUILLETON der Frankfurter Allgemeinen Geschriebene.
    Gott sei Dank weist das Blatt immer wieder darauf hin, dass es sich inhaltlich, nicht beteiligt sieht.
    Da ist Feuilleton-Chef Schirrmacher aber anderer Meinung:

    „Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarktökonomie entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik.“
  10. #4719

    unverdächtige Zeugen?

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Da ist Feuilleton-Chef Schirrmacher aber anderer Meinung:

    „Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarktökonomie entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik.“
    Ach und deshalb denken Sie, würde Schirrmacher auch gleich am Wagenknechtschen Beitrag kleben bleiben wie jene die sich intellektuell nicht ausreichend zur Wehr setzen konnten oder wollten, um sich auf der linken Leimrute fordernd zu versammeln.
    Hat ja bis dato ganz gut geklappt, - mussten ja noch nie den Beweis für das Funktionieren ihren kruden Theorien antreten.
    Ich spreche hier nicht von den wenigen eingängigen Forderungen, die der Partei als Akquisitionsmittel dienen, sondern von den "großen Linien" in der Partei, die, wenn zu ungeschminkt präsentiert, mal eben und vorübergehend, wieder kassiert werden.