Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
Fundamentalisten sind Menschen, deren Weltbild auf reinen Überzeugungen fussen und die Realität vollkommen ausblenden. Dadurch kommen sie regelmäßig zu falschen Erkenntnissen (bspw. Es gäbe einen Sinneswandel bei denn Unternehmenslenkern) ohne diese an der Realität zu überprüfen.
Hinzu kommt eine sehr subjektive selektive Wahrnehmung der Wirklichkeit, die aber auf gar keinen Fall in Zweifel gezogen wird. Im Zweifelsfalle werden selbst Quellen wie destatis, eurostat, o.ä. als dubios bezeichnet, um die eigene Weltsicht zu schützen. Leider gibt es hier im Forum sehr viele Fundamentalisen, so dass ein fruchtbarer Ausstausch selten stattfindet. Man kann ja vieles wollen, aber man muss schnarch mit der Umsetzbarkeit auseinandersetzen.
Ich bin nicht Marktkapitalisierung, und zum "Mob" zähle ich mich schon gar nicht. Ich bin aber davon überzeugt, dass alle besser wissen, was alle wollen, als einzelne. Grade was die Güterwelt angeht, hat sich der Preismechanismus als äußerst effizient herausgestellt, daher befürworte ich ihn. Da wir nicht in einer perfekten Welt leben, gibt es auch keinen perfekten Markt, und deshalb Bedarf es eines Korrektivs, dass Fehlfunktionen entgegenwirkt, das ist nach heutiger Anschauung überwiegend der Staat. Dieser funktioniert allerdings nicht richtig, weshalb er seiner Aufgabe nicht nachkommen kann.Wohl kaum, sondern es sind Stimmen der Vernunft, die im Getröte und Gejaule des Hurra-wir-sind- Exportweltmeister-Mobs leicht zu überhören sind, das gebe ich zu. Gehören Sie eigentlich auch zu diesem marktradikalen Mob, das haben Sie gar nicht erwähnt?
Ich bin also grundsätzlich dafür, dass der Markt die Güterwelt regelt, und der Staat dort Grenzen setzt, wo der Markt dysfunktionen ist. Das ist aber keine leichte Aufgabe, und ich halte unserer aktuelles politisches System und Personal mit dieser Aufgabe für überfordert.
apropos: Erweiterung der Euro-Zone - Polen will in vier Jahren den Euro einführen
Mit Polen könnte in naher Zukunft ein weiteres Land der Euro-Zone beitreten. So sieht es jedenfalls die polnische Regierung. Skepsis vor der neuen Währung gibt es in der polnischen Bevölkerung offenbar kaum.
Das habe ich auch gelesen, dem steht aber entgegen, dass laut destatis für 82% der Unternehmen Kostenersparnisse mit der Markterschließung gleichbedeutend sind, und diese Ergebnisse von Eurostat bestätigt werden. Ich kann es mir nur so erklären, dass bei letzteren Mehrfachnennungen bzgl. der Wichtigkeit von Zielen möglich waren, während bei der DIHK vielleicht nur eine Rangliste angegeben werden konnte, und natürlich die strategischen Erwägungen dabei als wichtiger erachtet wurden.
Das stimmt, das habe ich auch nie in Abrede gestellt. Ich bin doch derjenige hier, der die aktuelle Strategie verteidigt, weil ich eben NICHT der Meinung bin, dass die internationale Arbeitsteilung und unsere Exportorientierung problematisch sind, ganz im Gegenteil. Man muss aber differenzieren; hochqualifizierte Stellen, grade in der Wissensindustrie, werden bei uns aufgebaut (siehe destatis), bei den geringqualifizierten ist aber das Gegenteil der Fall.Der insgesamt starke Internationalisierungskurs der deutschen Industrie gehe allerdings nicht zu Lasten des Standortes Deutschland, betonte der DIHK-Außenwirtschafts-Chef: "Ganz im Gegenteil: Unternehmen, die sich im Ausland engagieren, weisen deutlich höhere Beschäftigungspläne auf als die Gesamtindustrie." Damit trage die internationalisierte Industrie einen Gutteil des Beschäftigungsaufbaus hierzulande.
Keineswegs, wir sprachen von der Problematik der geringqualifizierten manuellen Arbeit und ob es hier eine Trendumkehr hinsichtlich der Verlagerung gibt - und die gibt es nicht! Diese Stellen werden in Deutschland weiter abgebaut und je teurer sie sind, desto schneller wird es gehen. Unser Problem ist der Fachkräftemangel und nicht die Verfügbarkeit von Geringqualifizierten, davon haben wir zuviel.Also genau das Gegenteil von dem was sie hier behaupten. Kein Arbeitsplatzabbau in D. und auch nicht wegen den Lohnkosten. Wen wollen sie denn hier eigentlich überzeugen, mit ihrer Angstmache und Überzeugungen? Kleinkinder oder debile Senioren?
Wusste ich doch das sie heimlich noch hier mitlesen. Deswegen habe ich ihnen mal einen Knochen hingeworfen, den sie natürlich begeistert aufgefangen haben und nicht wiederstehen konnten.
Aber sie wissen doch, es gibt nichts Bildungsferneres als Manukuns, oder haben sie ein paar Fakten zum Thema hier? Gähn.
Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”
Hört sich doch so simpel an, oder? Aber statt vom toten Pferd abzusteigen wurden in unserem beruflichen Leben viele Methoden und Strategien - zum Teil bis zur Perfektion - entwickelt, um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Kommt Dir die eine oder andere der folgenden Strategien vielleicht bekannt vor?
Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
...
Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
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Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
...
Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist.
Wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.
Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
...
Kommt ihnen das im Zusammenhang der Euro-Rettung bekannt vor? Insofern stimme ich der (pessimistischen) Prognose der CS zu:
Und wenn man feststellt, dass das Pferd wirklich nicht mehr zu reiten ist, dann kann man ja immer noch Gulasch oder Salami daraus machen. Degutant!Auch die Banken lassen sich nicht in die Karten blicken. Man überlege sich Eventualitäten. «Allfällige Szenarien diskutieren wir aber nicht öffentlich», teilt die Credit Suisse mit. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Ökonomen im CS-Research einen Bruch in der Eurofront als «extrem unwahrscheinlich» taxieren, wie sie in einem Papier von Mitte November festhalten.
nicht ganz richtig " Das Land werde der Euro-Zone aber nur beitreten, wenn die Schuldenkrise bis dahin gelöst sei, sagte Tusk in einem Interview mit dem polnischen Staatsfernsehen. Polen müsse sich hundert Prozent sicher sein, dass die Euro-Zone dann gesund sei und über strenge Regeln verfüge."
Nehmen Sie da die Politiker nicht etwas in Schutz? Es ist nicht ihre Aufgabe sich von Gruppen mit Partikuarinteressen korumpieren zu lassen, sondern einen gesetzlichen Rahmen zum Wohle des Volkes zu machen. Ich weiß ja, dass es heutzutage schon normal ist, den Gläubiger für die Inanspruchnahme eines Kredites verantwortlich zu machen, aber die Politiker von der Verantwortung ihrer eigenen Gesetze freizusprechen, finde ich schon bemerkenswert!
Wollen sie jetzt die Banker als "Ärzte" der Politiker bezeichnen? So weit würde ja selbst ich nicht gehen - und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich die meisten Politiker für sachlich inkompetent halte. Wer sich auf "Heilsbringer" verlässt, der ist verloren.Wer auf Fragen wie: "Stellen sie sich vor ihr Arzt empfiehlt ihnen ein Medikament (als Super-Toll, Heilsbringer), verschweigt ihnen aber, dass er vom Hersteller des Medikaments (dafür) bezahlt wird. Hätten sie damit ein Problem?" mit NEIN antwortet, der ist doch nicht mehr normal ... sondern korrupt hoch 10.
Wie bescheuert müsste ein Politiker eigentlich sein, sich von der Tabakindustrie zum Thema Lungenkrebs beraten zu lassen, oder von der Atomlobby zum Thema Sichereit von Atomkraftwerken und Lagerstätten, oder von der Lebensmittelindustrie zum Thema Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln, oder von der Autoindustrie zum Thema CO2-Reduktion...
Moment, fällt ihnen da was auf, gibt es ein Muster? Die Politik fragt regelmäßig die Frösche, wie sie die Tümpel am besten trockenlegen soll, und wundert sich dann am Ende über den Sumpf.
Nein, das Hauptproblem sind nicht die vielen Frösche, sondern die Unfähigkeit der Dünnbrettbohrer im Parlament.
Mit ihren Argumenten kann man sich natürlich jeglicher Verantwortung entziehen. Komisch, dass das nur dann funktioniert, wenn lukrative Pöstchen und viel Geld im Spiel ist. Diejenigen die Bestechen und korrupte Netzwerke aufbauen sind nur Opfer quasi, weil Politiker so rückgratlos sind. Seit 30 Jahren übernimmt die Finanzmafia ganz langsam die Macht. Verschließen sich ruhig weiterhin die Augen. Warum Sie das machen, weiß ich nicht ...