Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
@lateral
WAAAS????
Heißt das also, Verantwortung ist für Sie ein Zwang, durch Politik?
Ich bin absolut entsetzt!
Mit dem Geschwätz von "Verantwortung" verschiebt man doch nur die Maßstäbe. Zunächst einmal ist jeder für sich selbst verantwortlich. Wenn man nach einem Schicksalsschlag, einer Krankheit oder Arbeitslosigkeit sich nicht mehr selbst versorgen kann, dann kann die Allgemeinheit eingreifen, wenn sie das denn will.
Mit Griechenland verhält es sich anders: Die Griechen haben ihre Situation in vollem Bewusstsein selbst herbeigeführt. Sie sind seit 10 Jahren in der Eurozone, haben pro Jahr rund 30 Milliarden im Ausland an zusätzlichen Krediten aufgenommen. Dazu kamen die EU-Nettozahlungen von jährlich rund 10 Milliarden. In Summe hat jeder Grieche (incl. Säuglinge) über die letzten zehn Jahre von den anderen EU-Ländern jährlich rund 4000 Euro erhalten. Das entspricht dem deutschen Hartz4-Satz. Sämtliche Griechen wurden also die letzten 10 Jahre zusätzlich zu ihren eigenen Einkommen noch aus europäischen Kassen mit dem deutschen maximalen Sozialhilfesatz alimentiert. Kein einziges Euroland ist so hoch alimentiert worden, soviel "Verantwortung" gab es sonst nirgendwo.
Und was haben die Griechen mit dem ganzen Geld gemacht? Verjubelt! Jetzt reicht es langsam. Die Griechen sind nicht krank, und sie sind auch intelligent. Sie sollten nur ihre Intelligenz nicht allein dazu nutzen, den anderen hart arbeitenden Europäern immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Beim Wort "Verantwortung" sollten sie sich an die eigene Nase fassen.
Wenn alle immer nur in die Tasche des Nachbarn schielen und bei diesen immer mehr "Verantwortung" anmahnen (wie die Frau Doktor), und ein solches Gefühl hat man bei vielen Südländern, dann wird das mit dem Euro nichts mehr, dann können wir ihn auch gleich abschaffen.
Wäre noch schön von Ihnen, frau_doktor, zu erfahren, worüber Sie eigentlich entsetzt sind.
Dass die Mehrheit der Bevölkerung durch zwangsweise Enteignung ihres Eigentums (nichts anderes stellen milliardenschwere Rettungsschirme und -pakete dar) das Privatkapital vor seinem Zusammenbruch rettet oder dass die Politik vom herrschenden Privatkapital gezwungen wird mit frischem Geld durch neue frische Steuerschulden die Enteignung der Bevölkerung voranzutreiben, zur Insolvenzabwehr der Creme des Privatkapitals - der Finanzindustrie.
So oder so, in allen beiden, heute gängigen Fällen wird im gesamten Euroraum die Bevölkerung gezwungen Verantwortung für die 'unternehmerische Tätigkeit" der Creme des Privatkapitals zu übernehmen.
Ich wurde bei den Profiten dieser Creme in den vergangenen Jahrzehnten nicht beteiligt und werde jetzt ohne meine Zustimmung für deren desaströsen Endresultate in Verantwortung genommen und damit enteignet.
Welch eine Umkehrung von Verantwortung durch Zwang.
Aber frau_doctor, sie teilten ja mit, dass sie entsetzt sind über Mitforisten, die die Verantwortungsübernahme für das Schuldgeldsystem (in Einheit von privatkapitaler und staatlicher Geldschöpfung) durch die Bevölkerung als Zwang sehen.
Mir ist dabei immer noch nicht klar, sind Sie entsetzt über die Nichtverantwortung des Privatkapitals in der Welt für dessen Wirtschaften oder sind Sie entsetzt über die zwangsweise Verantwortungsnahme der Bevölkerung durch Politik für das vorliegende Endresultat des Wirtschaftens durch Privatkapital.
Oder sind Sie entsetzt über den Zwang, der mir auferlegt wird zur Rettung des Wirtschaftens durch Privatkapital?
Oder sind Sie entsetzt, dass ich und andere meine und die der anderen Enteignung als Zwang zur Verantwortung wahrnehmen und so auch bezeichnen?
Schöne Rede, Frau Doctor,
aber ihre Moralvorstellungen in Ehren, aber haben sie sich schon mal gefragt, warum denn Griechenland so viele Schulden hat und auch wir alle?
Nein? Dann setzen sie sich mal mit unserem Geldsystem auseinander. Das kann nuuur schiefgehen. Weil Private Banken erzeugen Geld aus dem nichts und verlangen Zinsen dafür, die auch noch nirgends geschaffen wurden. Das heißt in solch einem System kann es nuuur Verlierer geben, weil die Gewinner immer die Banken und die Kapitaleigner sind.
Also wir können selbst niemanden helfen, weil wir selbst auch die Opfer sind. Alle müssen für ihr Geld hart arbeiten, nuuur die Banken nicht und die Kapitaleigner. Denken sie mal darüber nach. Wir können höchstens uns aus Solidarität mit den Griechen auflehnen und dagegen angehen. Dazu müssen aber erst die Völker und die Menschen dieses Unrechtsgeldsystem verstehen lernen.
Also machen sie sich mal schlau, ich habe hier schon genug Sachen und Informationen in diesen Thread eingestellt um das Geldsystem zu lernen.
aber ich fürchte, sie verkennen die Lage.
Ich schätze ihre Einstellung, dass ein Mensch für einen anderen Verantwortung hat. Aber genau darum muss man den Griechen (damit meine ich die Menschen in Griechenland) die Möglichkeit geben aus dem Euro raus zu kommen.
Das wird für uns teuer, nicht für die Griechen.
Derzeit geben wir Griechenland Geld um seine Schulden zu bezahlen, d.h. das Geld bekommen nicht die Griechen, sondern deren Gläubiger, die Griechen haben nichts davon.
Im Gegenteil, die Griechen werden als Bedingung für die Gelder, die deren Gläubiger bekommen zu extremen Sparmaßnahmen gezwungen. D.h. der "Grieche" (der normale griechische Mann auf der Straße) wird mit Abbau der Sozialleistungen, Lohnkürzungen, Entlassungen usw. auf europäischen Zwang hin geknechtet.
Würden wir die Griechen aus dem Euro entlassen, könnten die im Inland den Euro 1:1 gegen Drachmen umtauschen. Die Regierung könnte ihre Währung dann abwerten und dadurch im Außenhandel den Export wieder konkurrenzfähig machen.
Sie könnten den Gläubigern die Pistole auf die Brust setzen und entweder einen massiven Schuldenschnitt aushandeln oder eben die Auslandszahlungen einstellen.
Im Inland müssten die Menschen nur auf Importgüter höhere Preise zahlen, aber der Binnenmarkt käme wieder in Gang und die Entlassungen und Kürzungen wären nicht nötig.
Die Euromafia hätte keine Handhabe mehr, dem griechischen demokratischen Staat seine Inlandspolitik zu diktieren, also keine Diktatur von außen mehr möglich.
Dieser Schritt hätte schon lange erfolgen müssen, statt dessen werden die Bürger anderer Länder von ihren Regierungen in eine Gesamtverschuldung getrieben gegenüber der Finanzmafia und den Griechen wird von einer nicht demokratisch gewählten europäischen Konstruktion die Politik aufgezwungen, die deren Bürger mit ihren Wahlen nicht befürwortet haben.
Helfen sie den Griechen und entlassen sie sie aus dieser Zwangslage, das dient den Menschen in Griechenland.
Der Mann hat absolut recht, ohne wenn und aber.
Guckst du hier:
Das ist auch alles den "Mächtigen" bekannt. Die Krise ist gewollt. Nur mit einer fetten Krise bekommen die die Änderungen durch, die ihre "Macht" weiter festigen.
Es geht nur um Macht, immer geht es nur um Macht.
Geld ist nur Mittel zum Zweck.
Sobald die Krise ihren Höhepunkt erreicht hat, werden die gewünschten Gesetze durchgepeitscht und das Volk wird die dankbar annehmen, weil "die" versprechen, dass das die Lösung wäre.
Leider sind wir dann alle nur noch stimmlose Sklaven, aber wen juckt das hier noch?
Als nächstes wird es einen Krieg im Iran geben, da arbeitet die U.. schon lange dran, nicht weil der eine Bombe hat oder nicht, es dient nur dazu, die Wirtschaft anzukurbeln und weitere Kontrolle über die Ölvorräte zu bekommen, nicht wegen dem Geld, wegen der Macht. Wer die Rohstoffe kontrolliert und deren Verteilung, der hat die Macht.
Nur um die geht und ging es schon immer.
Wirklich eine A-Bombe zu haben, wäre der einzige Schutz des Iran vor einem Angriff. Sieht man doch an Pakistan und an Nordkorea, warum marschiert da niemand ein? Weil das so lupenreine Demokraten sind?
Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wie weit er für die Gesamtheit verantwortlich ist, ist eine der umstittensten Fragen der Gesellschaft. De facto ist dieser Bereich durch sozialen Druck bestimmt. Man kann sich dem unterwerfen oder als Individualist den Umfang selbst bestimmen.
Wie weit er für andere eine (soziale) Verantwortung hat, muß jeder selbst entscheiden. Der eine hat religiöse Gründe, der andere hängt der Ideologie der Volksgemeinschaft an.
Dabei kann "das Volk" einen Umfang zwischen Familie und Menschheit (mit Zwischenstufen wie Dorfgemeinschaft, Land oder z.B. Europa. Kennzeichnend ist das Wörtchen "wir".
Etwas anderes ist der gesetzliche Zwang zur Haftung, der von Gesetzgeber definiert wird und sich meist nicht mit dem deckt, was der individuelle Mensch empfindet.
Ich habe den Eindruck, die eventuelle Haftung für die Schulden Griechenlands etc. soll zu einem festeren Verbund der europäischen Staaten führen, aber das ist mein persönlicher Eindruck. Ich begrüße das, wenn die Macht in der Europäischen Union (groß geschrieben) direkter vom Volk aus geht und nicht über den Umweg "Regierungen".
www.youtube.com/watch?v=TfwsGH7-0lk - zu dem Video passt folgender Artikel: http://www.handelsblatt.com/politik/...l?p3820264=all
- für Interessierte.
Die IWF-Volkswirte Michael Kumhof und Romain Rancière haben diese Argumentation mit einem theoretischen Modell untermauert. Darin zeigen sie: Steigende Einkommensungleichkeit kann dazu führen, dass ärmere Schichten versuchen, ihren Lebensstandard immer stärker über Kredite aufrechterhalten zu wollen – und dass sie sich zumindest eine Zeit lang immer leichter Geld leihen können.
Auf Dauer mache dies das Finanzsystem instabil und anfälliger für Krisen. Mehr traditionelle Sozialpolitik könne das Problem lösen, schreiben die IWF-Ökonomen. Wenn der Staat Einkommen umverteile, könne er die Wirtschaft damit womöglich stabiler machen.
Das ist ein Vortrag (8 Teile) auf dem 20. Pleisweiler Gespräch mit Dr. Heiner Flassbeck eine Veranstaltung von:
www.nachdenkseiten.de
Teil 1 (andere Teile sind dann rechts angezeigt)
http://www.youtube.com/watch?v=W4ED0o-mbjs
Diskussionsrunde dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=HZbmQ...eature=related