Forum


 

Ist der Euro noch zu retten?

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
  1. #3300

    Ist der Europäer noch zu retten?

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den sehr guten Link. Das oben gesagte ist absolut richtig. Ich habe das ganze mal anschaulich als Umverteilungspumpe bezeichnet.
    Der zweite Absatz ist auch nett:
    Darüber ist eine Debatte zu führen. Aber es gibt keinen Grund, von der Höhe der Staatsverschuldung besessen zu sein. Die Regierung kann immer den öffentlichen Schuldenstand begleichen. Ein Staat kann niemals Bankrott gehen. Öffentliche Schuldverschreibungen werden fraglos immer erfüllt. Es gibt kein Risiko. [Die Situation in einer Währungsunion ist eine andere, wenn es keine gemeinsamen Anleihen gibt. Dann wird nämlich die gemeinsame Währung zu einer Fremdwährung für die einzelnen Mitgliedsländer, auf deren Staatsanleihen zu spekulieren sich lohnen kann {so man ein spekulationsgetriebenes Bewußtsein hat}, und dies ist in der EWU der Fall. Keinen öffentlichen EWU-Anleihenmarkt eingerichtet zu haben, ist somit einer der Konstruktionsfehler der EWU.] Weit wichtiger ist hingegen der Sachverhalt, daß diese öffentlichen Schulden, Firmen, privaten Haushalten und anderen in der Privatwirtschaft eine Möglichkeit bieten, ihren Reichtum in risikofreier Form zu parken.
  2. #3301

    Und nicht nur das..

    Zitat von Rums Beitrag anzeigen
    Eine Volksabstimmung in Deutschland über Rettungsschirme würde der politischen Kultur guttun.-
    Sie würde dem Wahnsinn auch ad hoc ein Ende bereiten.
  3. #3302

    die Rettung

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    *
    *
    Anhebung der Eigenkapitalquote für Finanzinstitute
    Anhebung der Leitzinsen
    Einführung einer Geldvermögenssteuer bei Absenkung der Einkommenssteuer
    Verschuldungsverbot für Staaten
    *
    Völlig abwegig, ich weiss. Obige Vorschläge sind natürlich viel "realitätsnäher".
    *
    Mag ja jeder sehen, wie er will.
    Dann müssen Sie aber private Kredite auch verbieten.

    Wie wäre es ganz OHNE Geld, ein rein kommunistisches System,

    oder die reine Tauschwirtschaft unter Edlen und Gesunden ?
  4. #3303

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen


    Auch dies ist absolut richtig. Der Staat leiht sich das Geld natürlich primär von denen, die bereits viel davon haben (woher auch sonst). Damit saugt der Staat der Öffentlichkeit massiv Gelder ab und leitet sie in Form von Zins und Tilgung den reichen zu. DIES ist die eigentliche Ursache für das Auseinanderdriften der Einkommen. Will man die Einkommensunterschiede verringern, muss man die Umverteilungspumpe runterfahren, sprich die Staatsverschuldung reduzieren.
    Ihr neoliberale Schmarrn kann einen wirklich auf den Geist gehen. Die eigentliche Ursache ist die klientelorientierte Steuerpolitik. Die hohe Staatsverschuldung besteht nicht weil zu viel ausgegeben sondern weil zu wenig eingenommen wird. Als Hebel für die immer rasanter werdende Umverteilung fungiert der Zins und Zinseszins.
  5. #3304

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Verlangt? Als Ausgleich wofür? Dass wir noch mehr zahlen dürfen? Auf welcher Grundlage sollten denn "die Südeuropäer" Forderungen aufstellen? Euroaustritt? Ja, bitte! Eurorauswurf?
    Glauben sie den Mist, wenn in den Medien heißt Gipfel soundso und Frau Merkel hat wieder mal Deutsche Interessen durchgesetzt blablabla? Das sind doch nur Huldigungen der Presse, wie ehemals das Honecker auch bekommen hat. In Wirklichkeit nimmt die Frau in der EU niemand Ernst, außer wenn es um das Zahlen geht. Dabei bekommt die auch mal auf die Füße getreten, mit ihrem alleinigen Dumpinglöhnen ohne Mindestlohn in der EU. Wer so aus der Reihe tanzt und den anderen Ökonomie beibringen will, der bekommt das schon zu spüren. Auch wenn sie nach außen das verheimlicht.

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Klingt ein bißchen weit hergeholt, finden sie nicht? "Die Südeuropäer" sind im Moment wirklich nicht in der Position irgendetwas zu "verlangen", die können froh sein, wenn sie überhaupt was kriegen.
    Ach nee. Und warum haben alle auf einmal Schiss wegen dem Volksentschied der Griechen? Die Gläubiger können froh sein von ihren Wucherzinsen überhaupt etwas wieder zu sehen.

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Ist einfach Fakt, dass die Sockelarbeitslosigkeit nach der Einführung der Agenda 2010 erstmals seit den 70ern gesunken ist.
    Das ist der großen Statistikmogelei und der Zwangsarbeit zu verdanken. Wenn ich sie anstelle für in meinen Garten das Unkraut zu rupfen für 1 Euro, dann sind sie auch aus der Statistik erstmal draußen und wir haben einen Faulenzer weniger.

    Die Arbeitslosigkeit kann nur mit Arbeitzeitverkürzung beseitigt werden. Das ist die einzigste Möglichkeit und zugleich auch die einzigste Ursache.

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Wenn wir jetzt die Löhne wieder fixieren (und natürlich ab jetzt jedes Jahr steigen lassen, wegen der Inflation, die von der angehobenen Löhnen ausgelöst wird, etc.), dann sind wir wieder genau da wo wir vorher waren.
    Sie wollen nur dafür Sorgen, das die Kapitalseite noch mehr von dem erarbeiteten Kuchen abbeißt. Es wird aber jetzt mal Zeit das die Krümel jetzt mal größer werden müssen, am besten das der Platz mal getauscht wird und der Kapitalist sich mal mit den Krümel zufrieden geben muss, denn schließlich erarbeiten alle AN den Kuchen und nicht die leistungslosen Kapitalisten.

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    Wie kommen sie darauf, dass ich überhaupt arbeite. Ich lebe von den Zinsen meines geerbten Geldvermögens und verlagere aus reiner Boshaftigkeit jedes Jahr 1000 Arbeitsplätze nach China. Sie haben Vorstellungen...
    Nee ich weiß, das sie noch nie im Leben für ihren Lebensunterhalt sorgen mussten. Deswegen wollte ich sie mal auffordern etwas zu tun, am besten das was sie immer von anderen verlangen, nämlich für einen Hungerlohn zu arbeiten.

    Aber nein das haben sie ja nicht nötig, der Papi gehört zu der Bourgoisie. Ja von den Zinsen wollen sie bald Leben wenn der Papi nicht mehr ist, deswegen plädieren sie ja auch unaufhörlich für höhere Zinsen.

    Tja mit den Kommunisten drohen (China) und mit der Verlagerung der Arbeitsplätze. Das zieht nicht mehr. Gehen sie besser gleich. Nur die Kommunisten kennen den Kapitalismus besser als wie sie, ansonsten würden die nicht den Kapitalisten den Zugang zur Direktinvestition versperren. Höchsten 49%. Das reicht nicht um das Sagen über die Kommunisten zu bekommen. Ansonsten wären die ganzen Kapitalisten schon längst dort.
  6. #3305

    Zitat von lateral Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass das der wahre Grund für das blanke Entsetzen ist, mit dem die Politkaste auf das Vorhaben von Papandreou reagiert. Wenn Papandreou auf diese Weise für seinen Machterhalt sorgen kann, ist das der Mühlstein um den Hals des Euro und der EU mitsamt ihrer überbezahlten nichtsnutzigen Bürokraten.

    Ich weiß dann, welche Flagge ich als nächstes an meinem Auto hissen werde.
    Ich habe gerade wieder einen neue blauweisse Fahne gekauft.
  7. #3306

    seriöse Quelle?

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Nein, ein Beweis ist es nicht, aber es ist sehr sehr lästig, wenn man jedesmal erst den gesamten Beitrag in Bezug auf Wahr/Unwahr auseinandernehmen muss.

    Finden Sie es nicht lästig, dass man bei diversen Autoren jeden genannten Fakt erstmal auf seinen Wahrheitsgehalt nachprüfen muss? Ist das der Sinn einer Quelle? Wäre es nicht sinnvoller gleich eine seriöse Quelle zu nennen?
    Sollten nicht diejenigen gemieden werden, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen?

    Oder geht es gar nicht um die Fakten, sondern nur um die richtige Ideologie?
    Was sind denn für sie seriöse Quellen?
    Doch nicht etwa die INSM?
    Wissen sie wie man Propaganda macht?
    Können sie sehr anschaulich sehen an Beispielen von Reden bzw Veröffentlichungen im dritten Reich UND in nahezu jeder anderen ideologischen Veröffentlichung z.b. Der Wachturm von den Zeugen oder auch den Veröffentlichungen der INSM.
    Die Parallelen sind so offensichtlich, dass man das wirklich nicht noch erklären muss. Parteien tun dies ebenso, allen voran die FDP.

    Jede Quelle ist fraglich, wenn sie der eigenen Meinung nicht entspricht ;-)
  8. #3307

    Fraglich

    Zitat von ++arthur Beitrag anzeigen
    Der zweite Absatz ist auch nett:
    Darüber ist eine Debatte zu führen. Aber es gibt keinen Grund, von der Höhe der Staatsverschuldung besessen zu sein.
    Richtig, so lange der öffentliche Schuldenstand in einem Rahmen bleibt, der den Schuldendienst auf eine Nebenstelle im Staatshaushalt reduziert, ist nichts dagegen einzuwenden - insbesondere dann, wenn diese Schulden dazu verwendet Investitionen zu finanzieren, so wie es ja die Verfassung auch vorsieht. Es werden aber heutzutage hauptsächlich Subventionen und Transfers finanziert, die zukünftig kein zusätzliches Einkommen generieren, ergo müssen die Staatseinnahmen in absoluten Zahlen immer weiter steigen, um die immer weiter wachsenden Schulden zu bedienen. Bekloppt!

    Wir haben mittlerweile die Schallgrenze erreicht, an der empirisch das Wirtschaftswachstum durch den öffentlichen Schuldenstand gesenkt wird. Willkommen in der Schuldenspirale, wir haben es geschafft!

    Die Regierung kann immer den öffentlichen Schuldenstand begleichen. Ein Staat kann niemals Bankrott gehen. Öffentliche Schuldverschreibungen werden fraglos immer erfüllt. Es gibt kein Risiko.
    Klar, im Zweifelsfall wird die Geldpresse angeworfen und man bekommt sein Geld nominal wieder ausgezahlt, leider ist es dann nichts mehr wert. Aber das sagt sie ja selbst.

    Der entscheidende Punkt, den die ursprünglichen Entwickler der Modernen Geldtheorie anmerken würden – ich selbst oder Randall Wray oder Warren Mosler – ist aber der, daß das Risiko des Haushaltsdefizits nicht Insolvenz, sondern Inflation ist.
    Dann wird es allerdings bizarr:

    [Die Situation in einer Währungsunion ist eine andere, wenn es keine gemeinsamen Anleihen gibt. Dann wird nämlich die gemeinsame Währung zu einer Fremdwährung für die einzelnen Mitgliedsländer, auf deren Staatsanleihen zu spekulieren sich lohnen kann {so man ein spekulationsgetriebenes Bewußtsein hat}, und dies ist in der EWU der Fall. Keinen öffentlichen EWU-Anleihenmarkt eingerichtet zu haben, ist somit einer der Konstruktionsfehler der EWU.]
    Bitte, was?

    Weit wichtiger ist hingegen der Sachverhalt, daß diese öffentlichen Schulden, Firmen, privaten Haushalten und anderen in der Privatwirtschaft eine Möglichkeit bieten, ihren Reichtum in risikofreier Form zu parken.
    Ich habe den Eindruck, hier verrennt sich die gute Dame; dass Staatsanleihen "risikofrei" wären, ist ja nun durch zahlreiche Staatsbankrotte faktisch widerlegt. Vielleicht sind sie im Allgemeinen risikoärmer, aber das auch nur, solange die öffentliche Verschuldung in einem Rahmen bleibt, der "auf jeden Fall" bedient werden kann - ohne Inflation.
  9. #3308

    Hatten Sie mir nicht versprochen...

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Hatten wir doch schon. Sie können keine einzige Quelle benennen die Ihren eigenen Ansprüchen entspricht. Wer Wikipedia oder die deutsche Bank oder Kohl oder allgemein gesprochen die jeweiligen Interessenverstreter für seriöse Quellen hält, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Fällt Ihnen denn nicht auf, dass Sie bei sich ein Weltbild züchten, das einfältiger und ärmer nicht sein kann? Sie sind ein Quelleninquisator, der alle Quellen ausserhalb Ihrer Religion verbrennt.

    rolli

    rolli
    Hatten Sie mir nicht versprochen mich auf Ihre Ignorliste für diesen Thread zu setzen?

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Diese Quelle habe ich Ihnen bereits zum 4. mal benannt. Sie sind intellektuell überfordert und deswegen setze ich Sie für diesen thread aus meine Ignorliste. Vielleicht haben Sie ja zu anderen Sachverhalten bessere Kenntnisse.Bye Donald.


    rolli
    Da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Wäre ja auch noch schöner, wenn man sich auf das Wort eines anderen verlassen könnte.

    Sehen Sie, genauso ist es mit den Quellen. Manche bemühen sich immer die wahren Fakten zu publizieren und belegen diese zusätzlich mit weiteren Quellen. Andere dagegen kümmern die Fakten nur solange, wie sie ihnen dienlich sind und ihre Ideologie, nein, das ist zu anspruchsvoll, ihre Ideen stützen. Der Rest der Fakten wird unter den Teppich gekehrt und durch frisch und frei erfundene ersetzt.

    Woher ich das weiß? Ich lese, meist überfliege ich nur, diese tollen Quellen. Und wenn mir schon beim überfliegen soviel Unlogik, verdrehte Tatsachen, Unterstellungen etc. in Gesicht springen, habe ich nicht die geringste Lust mich mit diesen Pamphleten weiter zu beschäftigen.

    Und was mich am meisten an diesen Seiten ärgert, sie tun dies so erbärmlich schlecht, dass man sich schon fragt, für wie dumm halten diejenigen die Leser.

    Bezüglich der Frage welche Quellen meine Ansprüche genügen, ist die Antwort ziemlich simpel: Diejenigen, die versuchen alle Fakten unabhängig von eigener Ideologie oder eigenen Ideen zu präsentieren. Aber das verstehen Sie wieder nicht. Daher: Das heißt nicht das die Quelle keine Ideen oder eine Ideologie vertritt, sondern dass sie sich trotzdem bemüht auch Fakten zu nennen, die gegen Ihre Idee/Ideologie sprechen.

    Im übrigen: Wenn man schon meint, Quellen á la Erich von Däniken präsentieren zu müssen, sollte man diese so zitieren, das der Leser sich nicht durch den gesamten Text quälen muss um die entsprechende Stelle zu finden.
  10. #3309

    nene

    Zitat von lateral Beitrag anzeigen
    Haha! Jetzt wird schon gedroht:
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...795413,00.html

    Ist ja auch eine Unverschämtheit, das Volk nach seiner Meinung zu fragen und sich dann auch noch daran zu halten! So etwas hat es in der EU noch nie gegeben! Wer auf das Volk hört, hat in der EU nichts zu suchen!
    ..

    Genau, erlaub wäre höchstens eine Volksbefragung unter Bankern!
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....


TOP



TOP