Hat die Politik noch Einfluss auf die Finanzmärkte?

Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
  1. #1320

    Hmm, also Sie glauben an den Markt...

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Zins ist der Preis für das Tauschmittel, hat nichts mit Diktatur zu tun.
    Seihen Sie mir bitte nicht böse, aber wenn mir jemand erzählt, er hätte das Allheilmittel, kann ich nur sehr müde lächeln über diese schier unendliche Naivität. Nur eins, Kriege dürften erheblich älter sein als Geld, aber jedenfalls deutlich älter als der Zins. Damit sollte jedermann klar sein, das Geldsystem hat nichts mit Kriegen, Machtgier, Unrecht etc. zu tun. Hierfür ist alleine der Mensch verantwortlich, er Bedarf hierzu keinerlei Hilfe durch ein bestimmtes Geldsystem.
    ...oder wie darf man Ihre Aussage verstehen?
    Sprechen Sie jetzt von Krieg oder von Zins?
  2. #1321

    Rumpelstilzchen

    Zitat von velkoryn Beitrag anzeigen
    ... ja die Politiker sind in diesem Bereich ungefähr so mächtig wie Rumpelstilzchen - Nee da gibt es doch gar keine Gegensätze, dieser Verein der Mächtigen (Billionäre) hat das schon sehr gut im Griff - und schickt dem dummen Wahlvolk Pappfiguren & kernige Worte zum Wahlkampf, damit der Bürger denkt, er könne mit seiner Stimme etwas ändern - alles Nonsense!
    Die Politik hat zusammen mit den etablierten Kirchen und Religionen den ausschlaggebenden Einfluss auf das breite Volk:
    Sie verteidigen, garantieren und optimieren das Finanzsystem, das zinsbasierte Geldsystem,
    damit die Geldelite schon hier auf Erden ihren Himmel haben können.
  3. #1322

    Zitat von enwaja Beitrag anzeigen
    ...oder wie darf man Ihre Aussage verstehen?
    Sprechen Sie jetzt von Krieg oder von Zins?
    Joop, aber Glauben ist nicht das richtige Wort. Die Marktwirtschaft ist dafür verantwortlich, dass es es den Menschen in DE besser geht als rund 90 % der Menschheit.
    Kennen Sie ein Land ohne marktwirtschaftliches System, indem es den Menschen besser geht?
  4. #1323

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Joop, aber Glauben ist nicht das richtige Wort. Die Marktwirtschaft ist dafür verantwortlich, dass es es den Menschen in DE besser geht als rund 90 % der Menschheit.
    Kennen Sie ein Land ohne marktwirtschaftliches System, indem es den Menschen besser geht?
    Nein, die arbeitenden Menschen machen den Vorteil aus, deren Leistungswillen, bzw. Leidensfähigkeit unter dem abgepressten Leistungsdruck. Und da sind die Deutschen die besten Pferde als AN, gefolgt von Japaner und Chinesen und Koreaner.

    Und der Satz den Menschen geht es besser ist relativ. Die sich mit 50 verschlissen haben oder frühzeitig aussortiert werden, die gehören nicht zu den Profiteueren des Systems. Nein die Steuermänner und Taktgeber und dergleichen, denen geht es wesentlich besser als dem Rest. Aber deswegen muß nicht jeder gleich mitjubeln der in diesem Land lebt, auch wenn er das ständig von den Donalds dieser Welt eingeredet bekommt.
  5. #1324

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Nein, die arbeitenden Menschen machen den Vorteil aus, deren Leistungswillen, bzw. Leidensfähigkeit unter dem abgepressten Leistungsdruck. Und da sind die Deutschen die besten Pferde als AN, gefolgt von Japaner und Chinesen und Koreaner.
    Aha. Also z.B. die Menschen in Nordkorea machen den Unterschied (im Vergleich zu Südkorea) aus. Diese sind also selbst für ihre Armut verantwortlich. Und ich dachte, das läge am System. ;)

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Und der Satz den Menschen geht es besser ist relativ. Die sich mit 50 verschlissen haben oder frühzeitig aussortiert werden, die gehören nicht zu den Profiteueren des Systems. Nein die Steuermänner und Taktgeber und dergleichen, denen geht es wesentlich besser als dem Rest. Aber deswegen muß nicht jeder gleich mitjubeln der in diesem Land lebt, auch wenn er das ständig von den Donalds dieser Welt eingeredet bekommt.
    Ja, ich finde schon, dass es ein Grund zum Jubeln ist, wenn man in ein Land hineingeboren wird, indem es einen besser geht als 90 % der anderen Menschen.
    Ja, ein marktwirtschaftliches System ist ungerecht, aber das leistungsfähigste.
    Diese systemimmanente Ungerechtigkeit kann durch die Politik bis zu einem gewissen Grad gemildert werden.
    Ja, die Politik hätte Einfluß auf die Finanzmärkte. Die Politik nutzt aber diese Möglichkeiten nicht aus, da sich die Regierungen der verschiedenen Länder nicht einig sind.
    Nationale Alleingänge sind in der globalisierten Welt nur bedingt sinnvoll.
  6. #1325

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Aha. Also z.B. die Menschen in Nordkorea machen den Unterschied (im Vergleich zu Südkorea) aus. Diese sind also selbst für ihre Armut verantwortlich. Und ich dachte, das läge am System. ;)
    Jetzt kommen sie mir mit einem sogenannten "Schurkenstaat", der von der restlichen Welt bei Androhung von Strafe, boykottiert werden muß. Finden sie ihre Argumente nicht selbst als zu "Billig"?

    Jetzt kommen die Vergleiche von Boxer "Tyson" und einem "Phillipino", oder "Schuhmacher" und einem "Seifenkistenrennfahrer", auf die blöde Art. Natürlich waren in der Geschichte diejenigen Länder die besonders kriegerisch und hierachische Strukturen aufwiesen die wohlhabendsten auf der Welt. Das war bei den Römern, Ägyptern, Kolonialstaaten, usw. auch immer der Fall. Trotzdem, wenn sie damals Legionär, Pyramidenbauer, Sklave waren und in diesem Land gelebt haben, fühlten die sich sicher auch nicht gerade Priviligiert.

    Aber was soll man denn von einem Nutznießer oder Lakai dieses Systems auch anderes erwarten, als "Hoch, Hoch, Hoch", "Hurra, Hurra" und sonstige Jubelrufe.

    Ob es einem gut geht oder nicht mache ich z.B. an der persönlichen Freiheit, fürsorglichkeit des Staates und selbstbestimmenden Handeln der Bürger fest und nicht an dem Bruttosozialprodukt oder Gewinnen der Konzernen. Aber dies ist für sie natürlich kein Kriterium.

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Ja, ich finde schon, dass es ein Grund zum Jubeln ist, wenn man in ein Land hineingeboren wird, indem es einen besser geht als 90 % der anderen Menschen.
    Ja, ein marktwirtschaftliches System ist ungerecht, aber das leistungsfähigste.
    Diese systemimmanente Ungerechtigkeit kann durch die Politik bis zu einem gewissen Grad gemildert werden.
    Ja, die Politik hätte Einfluß auf die Finanzmärkte. Die Politik nutzt aber diese Möglichkeiten nicht aus, da sich die Regierungen der verschiedenen Länder nicht einig sind.
    Nationale Alleingänge sind in der globalisierten Welt nur bedingt sinnvoll.
    Sie meinen natürlich in eine reiche Familie reingeboren zu werden und nicht Land.

    Die Politik hat sich von Einflußnahme für Gerechtigkeit schon lange verabschiedet und die Lobbypolitik verhindert ein zurückrudern.

    "Geld regiert die Welt", das ist und bleibt auch so und die sogenannte Demokratie ist nur eine Farce. Die Regierungen kann niemals die Finanzmärkte beeinflussen, im Gegenteil sie wird von den Finanzmärkten gesteuert. Auch wenn sie das oder die meisten Leugnen mögen.
  7. #1326

    ?

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Jetzt kommen sie mir mit einem sogenannten "Schurkenstaat", der von der restlichen Welt bei Androhung von Strafe, boykottiert werden muß. Finden sie ihre Argumente nicht selbst als zu "Billig"?

    Jetzt kommen die Vergleiche von Boxer "Tyson" und einem "Phillipino", oder "Schuhmacher" und einem "Seifenkistenrennfahrer", auf die blöde Art. Natürlich waren in der Geschichte diejenigen Länder die besonders kriegerisch und hierachische Strukturen aufwiesen die wohlhabendsten auf der Welt. Das war bei den Römern, Ägyptern, Kolonialstaaten, usw. auch immer der Fall. Trotzdem, wenn sie damals Legionär, Pyramidenbauer, Sklave waren und in diesem Land gelebt haben, fühlten die sich sicher auch nicht gerade Priviligiert.

    Aber was soll man denn von einem Nutznießer oder Lakai dieses Systems auch anderes erwarten, als "Hoch, Hoch, Hoch", "Hurra, Hurra" und sonstige Jubelrufe.

    Ob es einem gut geht oder nicht mache ich z.B. an der persönlichen Freiheit, fürsorglichkeit des Staates und selbstbestimmenden Handeln der Bürger fest und nicht an dem Bruttosozialprodukt oder Gewinnen der Konzernen. Aber dies ist für sie natürlich kein Kriterium.



    Sie meinen natürlich in eine reiche Familie reingeboren zu werden und nicht Land.

    Die Politik hat sich von Einflußnahme für Gerechtigkeit schon lange verabschiedet und die Lobbypolitik verhindert ein zurückrudern.

    "Geld regiert die Welt", das ist und bleibt auch so und die sogenannte Demokratie ist nur eine Farce. Die Regierungen kann niemals die Finanzmärkte beeinflussen, im Gegenteil sie wird von den Finanzmärkten gesteuert. Auch wenn sie das oder die meisten Leugnen mögen.
    Sorry, was haben Ihre an den Haaren herangezogene Vermutungen und Unterstellungen mit meinem Beitrag zu tun? Vielleicht sollten Sie sich erstmal mit den ganz einfachen Dingen beschäftigen - Lesen und versuchen das Geschriebene zu verstehen, anstatt irgendwas hinein zu interpretieren (= hinein zu deuten) oder gar von dem Geschriebenen auf die Lebensumstände des Verfassers zu schließen.

    Im übrigen schreibe ich, was ich meine. Ihre Deutungshilfen sind daher nicht nur überflüssig, sondern verfälschen das Geschriebene. Bitte lassen Sie das.
  8. #1327

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Jetzt kommen sie mir mit einem sogenannten "Schurkenstaat", der von der restlichen Welt bei Androhung von Strafe, boykottiert werden muß. Finden sie ihre Argumente nicht selbst als zu "Billig"?
    ...
    "Geld regiert die Welt", das ist und bleibt auch so und die sogenannte Demokratie ist nur eine Farce. Die Regierungen kann niemals die Finanzmärkte beeinflussen, im Gegenteil sie wird von den Finanzmärkten gesteuert. Auch wenn sie das oder die meisten Leugnen mögen.
    Kurze Zwischenfrage.....natürlich haben Sie mit dem Post recht, aber was braucht das Finanzsystem?

    Wer hat das Geld, das das Finanzsystem braucht?
    Wo können die Investoren aus der Realwirtschaft mehr Rendite erwirtschaften? In der Schaffung von Arbeitsplätzen oder in der Spekulation? Ist dafür Porsche ein gutes Beispiel, oder VW, die 1 Mrd. DM bei Währungsspekulationen verloren haben?
    Wer hat die Politik bekniet die Spekulationspapiere zuzulassen? Kommt unten in einem System etwas raus, wenn man oben nix mehr reinschmeisst?
    Könnte man Gewinne, die nicht in die Realwirtschaft investiert werden einfach wegbesteuern?

    Nein, das Finanzsystem ist ein erwachsen gewordenes Kind der Realwirtschaft.


    rolli
  9. #1328

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Wer hat das Geld, das das Finanzsystem braucht?
    Wo können die Investoren aus der Realwirtschaft mehr Rendite erwirtschaften? In der Schaffung von Arbeitsplätzen oder in der Spekulation? Ist dafür Porsche ein gutes Beispiel, oder VW, die 1 Mrd. DM bei Währungsspekulationen verloren haben?
    Wer hat die Politik bekniet die Spekulationspapiere zuzulassen? Kommt unten in einem System etwas raus, wenn man oben nix mehr reinschmeisst?
    Könnte man Gewinne, die nicht in die Realwirtschaft investiert werden einfach wegbesteuern?

    Nein, das Finanzsystem ist ein erwachsen gewordenes Kind der Realwirtschaft.

    rolli
    Also das Geld sollte von der Allgemeinheit geschaffen werden und nicht von Privaten. Dies könnte wie unter dem Stichwort Monetative beschrieben wird geschehen.

    Dadurch würden sich sämtliche Spekulationen erschweren. Natürlich versuchen Marktteilnehmer nicht nur mit der Realwirtschaft Geld zu machen, sondern auch mittels Spekulation. Der Anreiz ist dafür viel zu hoch. Wenn der Porschechef der Meinung ist das ein neues Werk höheren Absatz und Gewinnchancen ergibt, dann wir er dies bauen. Aber der Markt ist gesättigt und der Finanzmarkt ist verlockend, also wird er dort sein Glück versuchen, bzw. sich höhere Gewinnaussichten ausrechnen. Er erhält schließlich keine wertlose Chips für, sondern genau so harte Euros wie im Stammgeschäft, wenn es gut geht.

    Wenn es aber schief geht dann wird einen Dummen gesucht der den Schaden übernimmt. Wie gut das da die Bürger ihre Geschicke an ein paar käufliche Politiker übertragen haben. Die kann man leicht überzeugen, Steuergelder locker zu machen oder Haftungsrisiken zu übernehmen.
  10. #1329

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Also das Geld sollte von der Allgemeinheit geschaffen werden und nicht von Privaten. Dies könnte wie unter dem Stichwort Monetative beschrieben wird geschehen.

    Dadurch würden sich sämtliche Spekulationen erschweren. Natürlich versuchen Marktteilnehmer nicht nur mit der Realwirtschaft Geld zu machen, sondern auch mittels Spekulation. Der Anreiz ist dafür viel zu hoch. Wenn der Porschechef der Meinung ist das ein neues Werk höheren Absatz und Gewinnchancen ergibt, dann wir er dies bauen. Aber der Markt ist gesättigt und der Finanzmarkt ist verlockend, also wird er dort sein Glück versuchen, bzw. sich höhere Gewinnaussichten ausrechnen. Er erhält schließlich keine wertlose Chips für, sondern genau so harte Euros wie im Stammgeschäft, wenn es gut geht.

    Wenn es aber schief geht dann wird einen Dummen gesucht der den Schaden übernimmt. Wie gut das da die Bürger ihre Geschicke an ein paar käufliche Politiker übertragen haben. Die kann man leicht überzeugen, Steuergelder locker zu machen oder Haftungsrisiken zu übernehmen.
    Die Gewinne der Realwirtschaft, das ist das Geld, das das Casino am laufen hält, unterstützt durch Steuervergünstigungen für Casinogeschäfte durch die Politik.

    rolli