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Hat die Politik noch Einfluss auf die Finanzmärkte?

Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
  1. #1280

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    dann gehen wir doch noch etwas weiter zurück. Die Höhlen, in denen die Menschen einst wohnten, die kosteten gar nichts. Ein 100jähriges Haus dagegen kostete unendlich viel (Baukosten/0). Ein Esel kostete einige Fuder Heu pro Jahr, mit dem Kaufpreis eines Autos könnte man einige tausend Fuder Heu kaufen, Warum also nicht in Höhlen wohnen und auf dem Rücken eines Esels nach Mallorca (oder Griechenland) reisen?

    Wo wollen Sie denn "Ihre Milchmädchenrechnung" beginnen lassen? 2000 AD??
    Ob Sie es mir glauben oder nicht, ich lebe lieber in einem Steinhaus als in einem Pappmacheehaus, wie in den USA oder Japan Menschen leben. Das mit dem Esel überlege ich mir noch, vielleicht wird mir in Kürze in GR auch gar nichts anderes übrig bleiben, schliesslich will man mobil bleiben.
  2. #1281

    Souverän

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    ...und die Industrie un-be-dingt verkaufen will, obwohl sie weiss, dass es sich viele Leute nicht leisten können.
    Sehen Sie, DAS ist der Unterschied. Ich gehe von gleichberechtigten Geschäftspartnern aus, während Sie meinen die einfältigen, entscheidungsschwachen und willenlosen Menschen werden von der der bösen, bösen Indutrie genötigt ihre Waren zu kaufen.

    Was sollte denn Ihrer Meinung nach die Indstrie machen? Bevor sie einen Fernseher verkauft prüfen lassen, ob der kleine Mann sich das auch leisten kann? Das ist doch aberwitzig.
    Wer kauft, kauft auf eigene Rechnung und eigenes Risiko (das stimmt heute leider nicht mehr, weil man, wenn's klamm wird, schließlich immer noch in die Privatinsolvenz gehen kann)
  3. #1282

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, DAS ist der Unterschied. Ich gehe von gleichberechtigten Geschäftspartnern aus, während Sie meinen die einfältigen, entscheidungsschwachen und willenlosen Menschen werden von der der bösen, bösen Indutrie genötigt ihre Waren zu kaufen.

    Was sollte denn Ihrer Meinung nach die Indstrie machen? Bevor sie einen Fernseher verkauft prüfen lassen, ob der kleine Mann sich das auch leisten kann? Das ist doch aberwitzig.
    Das muss sie doch gar nicht.
    Die Finanzmafia finanziert doch alles, egal ob der Käufer solide ist oder ein Ninja. Das wissen wir doch mittlerweile und damit sind wir wieder am Anfang der Diskussion.
    Schliesslich gibt es noch den Steuerzahler.
  4. #1283

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    Alle Seiten entscheiden selbst was sie tun. Auch die Politik. Dass diese durch wirtschaftliche Sachzwänge in ihren Optionen eingeschränkt ist, ist eine ganz andere Frage.
    Davon abgesehen ist man ja in Europa auf politischer Seite eifrig darum bemüht wirtschaftliche Sachzwänge zu umgehen. Mit vorhersehbaren fragwürdigen Ergebnissen.

    Nebenbei erwähnt, die Politik ist Teil des Finanzmarktes bzw. ein Akteur an diesem Markt. Dass sie die Bedingungen an diesem Markt nicht einseitig diktieren kann bzw. nicht allzuviel Einfluss nehmen kann, ist außerordentlich wünschenswert, auch wenn sie das selbst natürlich vollkommen anders sieht.

    Die Krisen haben meiner Meinung auch etwas Positives: Man darf erstens beobachten wie sehr es die Poltik anstinkt, nicht die gewohnte Macht ausüben zu können und zweitens, lässt sich sehr schön beobachten, ob und wieviel ökonomischer Sachverstand bei den politisch Verantwortlichen vorhanden ist.
    Ergebnis dieser Beobachtungen der letzten Jahre: unzureichend, von rechts nach links im Bundestag wird es immer weniger
  5. #1284

    Zitat von finnegan Beitrag anzeigen
    Merke: Man sollte wenigstens den Titel des Zertifikats lesen können, wenn der Banker es einem andrehen will.
    Ich war bis zur Übernahme durch die Targobank jahrelang Kunde der Citibank. Und glauben Sie mir, man hat mir nicht nur einmal Lehmann Zertifikate ans Herz gelegt. Immer habe ich instinktiv abgelehnt. Offensichtlich habe ich eine sechsten Sinn für schlechte Geschäfte.
    Hunderttausende habe ich, anders als Sie also noch nicht verloren.
    Der grösste Totalverlust belief sich mit Escom Aktien auf ca.
    DM 7000,00.
  6. #1285

    "Wer ein bischen wohlhabend ist, steht schon unter Anfangsverdacht".
    Ihnen scheint entgangen zu sein, dass sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der Kapitalismus wie eine Wildsau in der Fichtenschonung geriert. Dass die Schere zwischen arm und reich, statistisch nachweisbar immer weiter auseinander geht.
    Dass der Mittelstand erodiert und, dass es immer mehr Millionäre gibt, weil die so schlau sind wie Sie.
    Dass Sie finanzielle gut dastehen, liegt eher am Finanzsystem. Allerdings, wenn das alles stimmt was Sie bisher schrieben, hätten sie es wahrscheinlich selbst in der DDR zu Wohlstand und Ansehen geschafft und das alles OHNE Aktien.
    In einer Gesellschaft können nicht alle Millionäre sein, es sei denn ein Brot kostet eine Million.
  7. #1286

    der Einfluss der Politik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    Die Politik hat immer noch einen wichtigen Einfluss auf die Finanzmärkte:
    sie ist Diener und Antreiber der Finanzmärkte:
    sie setzt die Anforderungen der Finanzmärkte alternativlos im Volke um, bereitet den Boden vor für das fruchtbare Wirken der Finanzmärkte und wirbt so für Fortschritt und Gedeihen im Volke,
    indem sie die Finanzmärkte zu weiteren alternativlosen Invevstitionen im Volke antreibt.
  8. #1287

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    Ob die Politik noch Einfluss hat, oder ob sie mit den Finanzmärkten im Bett ist, ist völlig nebensächlich. Wie ich seit langem denke, und auc hier geschrieben habe, werden es sich die Menschen nicht gefallen lassen. Es wird immer mehr und immer härtere Auseinandersetzungen zwischen banken und den menschen geben, weil diese nicht mehr zusehen werden, wie sie ausgenommen werden.
    In Holland steht derzeit ein Prozess einer Familie auf der Tagesordnung, in der diese Familie, die sich mit Kredit ein Haus gebaut hat, die Banke des Vertragsbruches anklagt, denn die Bank hat der Familie einen Kredit zugesagt, der aber zu 93% nicht aus dem Kapital der Bank gezogen ist, sondern als Giralgeld aufgenommen. Aus dem Eigenkapital der Bank, das nur 7% betrug, kann die Bank eigenes Kapital anmelden, und auch nur für dieses Zinsen kassieren. Die Rechtsmeinungen darüber sind eindeutig. Wenn eine Bank Geld gibt, dann muss sie dies aus Eigenkapital machen, wenn sie alles an Zinsen haben will. Es gibt zudem auch in D. aber wieder in Holland als Vorreiter, Anklagen gegen Parlamentarier, die für die Rettungsaktionen gestimmt haben und, weil Sie Aktien und Staatspapiere besassen, direkt von einem Ja profitiert haben, zudem haben diese Parlamentarier direkt Geld aus den Rettungsfonds bezogen, weil ihre Staatsanleihen davon bedient wurden.


    exilator
  9. #1288

    Zitat von exilator_ Beitrag anzeigen
    Ob die Politik noch Einfluss hat, oder ob sie mit den Finanzmärkten im Bett ist, ist völlig nebensächlich. Wie ich seit langem denke, und auc hier geschrieben habe, werden es sich die Menschen nicht gefallen lassen. Es wird immer mehr und immer härtere Auseinandersetzungen zwischen banken und den menschen geben, weil diese nicht mehr zusehen werden, wie sie ausgenommen werden.
    In Holland steht derzeit ein Prozess einer Familie auf der Tagesordnung, in der diese Familie, die sich mit Kredit ein Haus gebaut hat, die Banke des Vertragsbruches anklagt, denn die Bank hat der Familie einen Kredit zugesagt, der aber zu 93% nicht aus dem Kapital der Bank gezogen ist, sondern als Giralgeld aufgenommen. Aus dem Eigenkapital der Bank, das nur 7% betrug, kann die Bank eigenes Kapital anmelden, und auch nur für dieses Zinsen kassieren. Die Rechtsmeinungen darüber sind eindeutig. Wenn eine Bank Geld gibt, dann muss sie dies aus Eigenkapital machen, wenn sie alles an Zinsen haben will. Es gibt zudem auch in D. aber wieder in Holland als Vorreiter, Anklagen gegen Parlamentarier, die für die Rettungsaktionen gestimmt haben und, weil Sie Aktien und Staatspapiere besassen, direkt von einem Ja profitiert haben, zudem haben diese Parlamentarier direkt Geld aus den Rettungsfonds bezogen, weil ihre Staatsanleihen davon bedient wurden.


    exilator
    Der Kredit setzt sich also aus 7% Eigenkapital und der Rest ist weitgehend frisch geschöpftes Giralgeld, was aber je nach Bank variieren kann.
    Die Bank steht aber mit 100% im Risiko und hat natürlich Anspruch auf Bezahlung.
    Wenn die Banken nur auf das Eigenkapital Zinsen kassieren könnten, werden sie auch keinen Cent mehr als Kredit vergeben. Der Häuslebauer muss also erstmal 20 Jahre sparen bevor er sein Projekt in Angriff nehmen kann.
    Ihr Beitrag zeigt aber sehr deutlich, wie schlecht es um das Allgemeinwissn wirtschaftlicher Zusammenhänge bestellt ist. Wirtschaft ist nicht Voodoo. Und mit ein bisschen Logik käme man schon ein Stück weiter.
  10. #1289

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Die Bank steht aber mit 100% im Risiko und hat natürlich Anspruch auf Bezahlung.
    Sie haben doch selbst gelesen, das es sich um einen Häuslebauer und nicht um Griechenland handelt. Also was faseln sie denn von 100% Risiko wenn die Grundschuld zugunsten der Bank im ersten Rang eingetragen ist. Die Bank hat doch Zugriff auf das Haus mit Grundstück mit Mann und Maus, und dabei hat sie doch fast kein eigenes Geld auf den Spieltisch gelegt. Das 200% Risiko hat doch eindeutig der Schuldner, denn wenn er es nicht schafft die Zinsen anzukarren.........dann schwuppsdiwupps hastdunichtgesehen ist die Hütte weg unter dem Hammer oder ein guter Freund des Bankdirektors hat es "günstig" übertragen bekommen. Natürlich muß der ehemalige Häuslebauer für die Differenz noch sein Leben lang zahlen und hat nix mehr davon. Und das es ein Schuldner nicht schafft seinen Kredit zu bedienen, kommt häufiger vor als es die Allgemeinheit zu Glauben bekommt. So viel kann passieren im Leben, und obwohl gut versichert hauen einem die Wechselfälle total um und schnell vom Hocker. Die Bank hat doch da kein Mitleid, wenn der Hauseigentümer die Scheidung nicht stemmen kann, oder Arbeitslos wird, oder krank, oder bekommt weniger von seinem Chef als Gehalt, oder muß in einer Sklavenleiharbeitsfirma anheuern, oder oder oder.....

    Aber für Manukun ist ja alles klar.......das Risiko trägt die Bank, weil die muß ja auf den Wucher verzichten. Ist genauso als wenn ein Kind auf Schokolade verzichten muß, obwohl es sonst alles hat. Einfach Unmöglich, Skandal.


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