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Hat die Politik noch Einfluss auf die Finanzmärkte?

Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
  1. #1230

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Das leuchtet nun überhaupt nicht ein.
    Es ist ja nicht so als, dass sich nicht schon helle Köpfe darüber Gedanken gemacht hätten und irgendwann, in ferner Zukunft, wird der eine oder andere auch den Nobelpreis dafür bekommen.
    Wir reden hier über ein humaneres und gerechteres Finanzsystem und nicht über die Gegensätze von Kapitalismus und Kommunismus.
    Einzig und alleine der Zins und Zinseszins ist das Problem und diesbezüglich gibt es Vorschläge zuhauf, wie man damit umzugehen kann. Das jetzige System kann nur damit enden, dass alle Ressoucen der Erde in eine einige Hand landen und der Rest der Menschheit in die Röhre guckt. Soweit wird es aber nicht kommen, weil vorher Welt - und Bürgerkriege die Zivilisation weitgehend zerstört haben.
    Das Problem am Zins und Zinseszins festmachen zu wollen, ist schlicht naiv. Auch die unterstellte mathematische Notwendigkeit gilt wohl in der Theorie, aber nicht notwendigerweise in der Praxis. Der Zinseszinseffekt wäre ja ganz toll, wenn Jesus seinerzeit einen Cent zur Bank gebracht hätte und sich heute ein paar Welten davon kaufen könnte. In der Praxis hat jedoch noch nie ein auch nur annähernd vergleichbares Phänomen beobachtet werden können.
    Der einzig richtige Ansatz wäre, den Menschen rationales Verhalten beizubringen, zumindest ein besseres Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Zur Zeit wird in den Schulen doch nur weitgehend Voodooökonomie gelehrt, bei den vielen ideologisch verblendeten Lehrern auch kein Wunder.
    Und auch die Gier gehört zum Emotionsinventar des Menschen in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Diese führt aber zwangsweise zu Exzessen, die Probleme für uns alle verursachen können.
  2. #1231

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Auch die unterstellte mathematische Notwendigkeit gilt wohl in der Theorie, aber nicht notwendigerweise in der Praxis.
    Doch, in der Praxis ist festzustellen, dass in der Menschheitsgeschichte noch NIE ein Kredit/Papiergeld die Zeiten überlebt hatte und es hatte IMMER katastrophale Konsequenzen für die Bevölkerung, sei es durch Kriege oder anderweitige Vernichtung von Ressourcen und Vermögen.
    Die Tatsache, dass die allerwenigsten Länder sich jemals wieder von den Schulden befreien können, die sie heute haben, zeigt doch, dass wir auf dem besten Wege sind Unfrieden zu schaffen.
    Der Euroraum ist doch das beste Beispiel dafür.
  3. #1232

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Doch, in der Praxis ist festzustellen, dass in der Menschheitsgeschichte noch NIE ein Kredit/Papiergeld die Zeiten überlebt hatte und es hatte IMMER katastrophale Konsequenzen für die Bevölkerung, sei es durch Kriege oder anderweitige Vernichtung von Ressourcen und Vermögen.
    Die Tatsache, dass die allerwenigsten Länder sich jemals wieder von den Schulden befreien können, die sie heute haben, zeigt doch, dass wir auf dem besten Wege sind Unfrieden zu schaffen.
    Der Euroraum ist doch das beste Beispiel dafür.
    Sie haben insofern recht, dass es kein Sparbuch gibt, das noch nicht einmal 100 Jahre überlebt hat und somit der Zinseszins in seiner vollen Dramatik nicht empirisch belegt werden konnte.
    Die Ursache für Kriege und sonstige Vernichtung von Ressourcen aber bei dem Zinskonzept zu suchen, scheint mir aber ein ausgemachter Blödsinn zu sein.
    Die Tatsache, dass sich die allerwenigsten Länder von ihren Schulden befreien konnten, ist allenfalls der Beleg dafür, das die handelnden Personen (Politiker und Potentaten) unfähig und rücksichtslos waren, also rein menschliche Schwächen aufwiesen. Gezwungen wurde wohl niemand zum Schuldenmachen.
  4. #1233

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Die Ursache für Kriege und sonstige Vernichtung von Ressourcen aber bei dem Zinskonzept zu suchen, scheint mir aber ein ausgemachter Blödsinn zu sein.
    Das scheint aber eben nur so uns Sie werden es nie begreifen.
    Tatsache ist, dass z.B. die Zinsen und Zinseszinsen die Griechen radikalisiert, weil sie aus der Sch...... nicht mehr rauskommen und da ist es völlig uninteressant, dass sie für das Desaster selbst verantwortlich sind. Es gibt ja hier einige Foristen, die die Schuld nur bei den Kreditnehmern sehen, da sind Sie nicht alleine. Ich behaupte allerdings, das ist ausgemachter Blödsinn, das Problem liegt im System.
    Tatsachen sprechen und das nicht nur in Europa.
  5. #1234

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Der einzig richtige Ansatz wäre, den Menschen rationales Verhalten beizubringen, zumindest ein besseres Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge.
    Ein wirklich gutes bla, bla.
    Sie haben allerdings immer noch nicht erklärt, wie das derzeitige, kreditfinanzierte Finanzsystem funktionieren kann, wenn alle so leben, wie die legendäre "Schwäbische Hausfrau" und keine Schulden machen.
    Selbst wenn jedes Jahr nur die gleiche Menge an Schulden aufgenommen werden, hat das System keine Überlebenschancen.
    Warum?
    Weil Zins und Zinseszins wiederum Schulden kreieren, die das System aufblähen, so lange bis es auseinander fliegt.
  6. #1235

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Das Problem am Zins und Zinseszins festmachen zu wollen, ist schlicht naiv.
    Die Schwarmintelligenz unserer Altvorderen war sehr gut ausgeprägt.
    Wer hier naiv ist, werden Sie auch noch erkennen.
    Zinsverbot

    Im Übrigen, ich bin weder besonders religiös, Kirchenaustritt 1969 noch habe ich jemals einen Kredit in Anspruch genommen, wenn man von der Olympia - Reiseschreibmaschine mal absieht, die ich in der Jugend auf Raten gekauft hatte.
    Aber, manchmal hat eben auch die Bibel recht.
  7. #1236

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Ein wirklich gutes bla, bla.
    Sie haben allerdings immer noch nicht erklärt, wie das derzeitige, kreditfinanzierte Finanzsystem funktionieren kann, wenn alle so leben, wie die legendäre "Schwäbische Hausfrau" und keine Schulden machen.
    Selbst wenn jedes Jahr nur die gleiche Menge an Schulden aufgenommen werden, hat das System keine Überlebenschancen.
    Warum?
    Weil Zins und Zinseszins wiederum Schulden kreieren, die das System aufblähen, so lange bis es auseinander fliegt.
    Mit den Krediten ist es wie mit dem Alkohol, in Massen genossen ist alles ok.
    Wenn ich einen Kredit aufnehme um eine Maschine zu kaufen und jedes Jahr die Zinsen aus den Erlösen meiner Produkte bezahle, wo ist da der Zinseszins?
    Der Zinseszins kommt doch erst in Anwendung, wenn ich die fälligen Zinsen nicht begleiche und einfach stehen lasse. Dann ist doch völlig klar, dass sich meine Schulden erhöhen und auf den erhöhten Betrag Zinsen bezahlen muss. So etwas nennt man auch unsolides Wirtschaften. Zinseszins ist also durchaus kein Teufelszeug und Ihre Bibel sollten Sie lieber gleich verfeuern. Und neben der Schwarmintelligenz der Altvorderen gibt es auch den recht häufig in der Geschichte aufgetretenen Schwarmschwachsinn.
    Es gibt aber auch Leute, die sich über den Zinseszins freuen, nämlich die Sparer, die einmal im Jahr einen Blick ins Sparbuch werfen. Zugegebenermaßen wird die Freude durch den gegenwärtig niedrigen Zins deutlich geschmälert.
  8. #1237

    Genau so ist es!!

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Das Problem am Zins und Zinseszins festmachen zu wollen, ist schlicht naiv. Auch die unterstellte mathematische Notwendigkeit gilt wohl in der Theorie, aber nicht notwendigerweise in der Praxis. Der Zinseszinseffekt wäre ja ganz toll, wenn Jesus seinerzeit einen Cent zur Bank gebracht hätte und sich heute ein paar Welten davon kaufen könnte. In der Praxis hat jedoch noch nie ein auch nur annähernd vergleichbares Phänomen beobachtet werden können.
    Der einzig richtige Ansatz wäre, den Menschen rationales Verhalten beizubringen, zumindest ein besseres Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Zur Zeit wird in den Schulen doch nur weitgehend Voodooökonomie gelehrt, bei den vielen ideologisch verblendeten Lehrern auch kein Wunder.
    Und auch die Gier gehört zum Emotionsinventar des Menschen in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Diese führt aber zwangsweise zu Exzessen, die Probleme für uns alle verursachen können.
    Dieses dumme Jesus- oder Jakobus- Beispiel hört man immer wieder.

    Jesus, hätte bis heute einige Währungsumstellungen und Geldentwertungen mitgemacht, er hätte Inflation und Krisen mitgemacht. Kurz, er hätte heute vermutlich überhaupt kein Kapital.

    Der Mensch sollte nicht an die Regeln angepasst werden, sondern die Regeln an den Menschen.

    Und es ist immer eine schlechte Idee, die Schuld am eigenen Versagen ständig auf andere abzuwälzen. Wenn ich mein Geld falsch investiere, dann ist nicht der Ratgeber daran schuld, sondern ich, der ich auf ihn gehört hat.
  9. #1238

    Schade für Sie

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Das leuchtet nun überhaupt nicht ein.
    Es ist ja nicht so als, dass sich nicht schon helle Köpfe darüber Gedanken gemacht hätten und irgendwann, in ferner Zukunft, wird der eine oder andere auch den Nobelpreis dafür bekommen.
    Wir reden hier über ein humaneres und gerechteres Finanzsystem und nicht über die Gegensätze von Kapitalismus und Kommunismus.
    Einzig und alleine der Zins und Zinseszins ist das Problem und diesbezüglich gibt es Vorschläge zuhauf, wie man damit umzugehen kann. Das jetzige System kann nur damit enden, dass alle Ressoucen der Erde in eine einige Hand landen und der Rest der Menschheit in die Röhre guckt. Soweit wird es aber nicht kommen, weil vorher Welt - und Bürgerkriege die Zivilisation weitgehend zerstört haben.
    Der Zins legt den Wert des Geldes fest, denn er bestimmt den Preis den ich zahlen muss, will ich einen Kredit bekommen. Und Geld ist nur eine Ware, die den Austausch zwischen den Waren von (n-1)² auf (n-1) reduziert, was äußerst praktisch ist, wenn der Gegenwert der eigenen Ware nur eine halbe Kuh wert ist.
  10. #1239

    die Sparer

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Mit den Krediten ist es wie mit dem Alkohol, in Massen genossen ist alles ok.
    Wenn ich einen Kredit aufnehme um eine Maschine zu kaufen und jedes Jahr die Zinsen aus den Erlösen meiner Produkte bezahle, wo ist da der Zinseszins?
    Der Zinseszins kommt doch erst in Anwendung, wenn ich die fälligen Zinsen nicht begleiche und einfach stehen lasse. Dann ist doch völlig klar, dass sich meine Schulden erhöhen und auf den erhöhten Betrag Zinsen bezahlen muss. So etwas nennt man auch unsolides Wirtschaften. Zinseszins ist also durchaus kein Teufelszeug und Ihre Bibel sollten Sie lieber gleich verfeuern. Und neben der Schwarmintelligenz der Altvorderen gibt es auch den recht häufig in der Geschichte aufgetretenen Schwarmschwachsinn.
    Es gibt aber auch Leute, die sich über den Zinseszins freuen, nämlich die Sparer, die einmal im Jahr einen Blick ins Sparbuch werfen. Zugegebenermaßen wird die Freude durch den gegenwärtig niedrigen Zins deutlich geschmälert.
    Über den Zinseszins freuen sich die Geld-Oligarchen, die bekommen so ihr leistungsloses Einkommen. Die Reichtums-Uhr in Deutschland dreht sich über dreimal so schnell wie die staatliche Schuldenuhr.
    Nur diejenigen, die vom System profitieren, ignorieren und verleugnen die geballte Zerstörungs- und Vernichtungskraft des privaten Zins-Kapitalismus. Er zerstört nicht nur die Grundlagen des Lebens innerhalb eines Staates, sondern speziell auch die Grundlagen des Zusammenlebens zwischen den Staaten.
    Er wird auch die EU zerstören.


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