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Hat die Politik noch Einfluss auf die Finanzmärkte?

Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
  1. #1080

    Zitat von algenib Beitrag anzeigen
    aha Sie gehören auch zu diesen Spekulanten welche auf den Franken setzen und die Schweiz als Exportland kaputt machen wollen.Es ist überall dasselbe ob auf Staaten oder Lebensmittel die einzigen Gewinner sind die Spekulanten es wird Zeit das die Politik das Primat über die Wirtschaft übernimmt.
    Dazu braucht es allardings einige Voraussetzungen. Die Mehrzahl der Leute müssen sich für ....
    Sie sind also auch der in linken und wirtschaftsfernen Kreisen üblichen Begriffsverwirrung aufgesessen. Ein Spekulant ist durchaus nicht immer ein Gewinner. Wenn ein Spekulant seine Analysen schlampig macht, kann er schnell vor der Pleite stehen.
    Ein wenig Sauberkeit in Sprache und Logik würde wesentlich zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.
  2. #1081

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Sie sind also auch der in linken und wirtschaftsfernen Kreisen üblichen Begriffsverwirrung aufgesessen. Ein Spekulant ist durchaus nicht immer ein Gewinner. Wenn ein Spekulant seine Analysen schlampig macht, kann er schnell vor der Pleite stehen.
    Ein wenig Sauberkeit in Sprache und Logik würde wesentlich zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.
    Sie lassen Beiträge löschen? Dann sollten Sie fixer sein. Beiträge löschen lassen, die schon 2 Tage veröffentlicht sind, kommt intellektuell nicht gut.

    exilator
  3. #1082

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Sie lassen Beiträge löschen? Dann sollten Sie fixer sein. Beiträge löschen lassen, die schon 2 Tage veröffentlicht sind, kommt intellektuell nicht gut.

    exilator
    Wie kommen Sie darauf? Ich habe noch nie etwas löschen lassen.
    Leiden Sie nun auch noch an Verfolgungswahn?
  4. #1083

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Sie sind also auch der in linken und wirtschaftsfernen Kreisen üblichen Begriffsverwirrung aufgesessen. Ein Spekulant ist durchaus nicht immer ein Gewinner. Wenn ein Spekulant seine Analysen schlampig macht, kann er schnell vor der Pleite stehen.
    Ein wenig Sauberkeit in Sprache und Logik würde wesentlich zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.
    erklären Sie mir doch den Nutzen eines Spekulanten für die Wirtschaft. Unter Spekulanten verstehe ich nicht diejenigen welche Aktien einige Jahre halten und Dividenden kassieren sondern wenn Termingeschäfte oder Devisen gedealt werden.
    Oder finden Sie es normal das das Weltfinanzvolumen das 70 Fache der Realweltwirtschaft ausmacht.
  5. #1084

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    Die Politik mach das mit den Finanzmärkten, was die Realwirtschaft von ihr verlangt. Und das ist derzeit sparen, sparen, sparen, und wenn einer zuviel spart, wird er arm und ärmer, denn vor dem Sparen kommt immer die Investition, die mich in die Lage versetzen soll etwas sparen zu können.Der IWF, der schlimmste Sparfanatiker warnt nun davo zuviel zu sparen. Was ist zuviel? Was ist sparen überhaupt?
  6. #1085

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    .........

    Zweifellos, schließlich stellen Regierungen und Notenbanken das Spielgeld zur Verfügung, mit dem an den Börsen dann gezockt und manipuliert werden kann...

    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #1086

    Zitat von algenib Beitrag anzeigen
    erklären Sie mir doch den Nutzen eines Spekulanten für die Wirtschaft. Unter Spekulanten verstehe ich nicht diejenigen welche Aktien einige Jahre halten und Dividenden kassieren sondern wenn Termingeschäfte oder Devisen gedealt werden.
    Oder finden Sie es normal das das Weltfinanzvolumen das 70 Fache der Realweltwirtschaft ausmacht.
    Sie operieren hier mit schwammigen Begriffen und Pauschalvermutungen. Leider ist die Welt etwas komplexer.
    Am Beispiel der Warenterminmärkte lässt sich das Geschehen vielleicht am anschaulichsten darstellen.
    Der Weizen, der beispielsweise dort gehandelt wird, ist nicht unbedingt die Weizensorte, die die meisten Bauern anbauen. Es handelt sich dabei um standardisierte Kontrakte einer bestimmten Sorte mit einer bestimmten Qualität. Ein Bauer, der den Ertrag aus einer zukünftigen Ernte absichern will, kann einen Kontrakt verkaufen, obwohl er eine andere Sorte anbaut, da die Preise sich wahrscheinlich parallel entwickeln, wohl wissend, dass er gar nicht liefern kann. Kurz vor dem Termin kauft er den Kontrakt zurück, um sich von der Lieferverpflichtung zu befreien.
    Er handelt also eigentlich genau wie ein Spekulant, allerdings mit der Motivation sich preislich abzusichern. Verwerflich?

    Ein Spekulant ohne diese Absicherungsmotivation kauft und verkauft munter drauflos und steht am Ende auch glatt da, da er jeden Kontrakt, den er gekauft hat wieder verkaufen muss. Für die Preisentwicklung ist dessen Aktion über die Zeit völlig neutral. Er trägt aber dazu bei, dass es einen liquiden Markt gibt, so dass der Bauer jederzeit sein Gegengeschäft tätigen kann.

    Die eigentliche preistreiberische Spekulation findet außerhalb dieser Märkte statt. Wenn irgendjemand die physische Ware zu horten beginnt in Erwartung höherer Preise. Höhere Preise werden durch Missernten oder stark steigender Nachfrage bedingt. Z.B. Wenn die Chinesen plötzlich mehr Weizen als Reis konsumieren, oder wenn Mais in die Spritproduktion abfließt.

    Bei den Finanzterminmärkten funktioniert es ähnlich. Es ist nur noch komplexer und würde den Rahmen hier sprengen.
  8. #1087

    Falsche Frage, das!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wirtschaftsmeldungen bestimmen derzeit die politische Agenda, Börsendaten machen Politik: Selten waren die Situation der internationalen Finanzen und der Unternehmen so bestimmend für die Erwartungen, die die Bürger an die Politik stellen. Aber hat die Politik überhaupt noch Einfluss auf die Finanzmärkte? Oder entscheiden ganz Andere?
    Die Frage müsste eher lauten: Will die Politik überhaupt Einfluss a. d. Finanzmärkte nehmen? Antwort: NEIN!
    Begründung: CDU/FDP wollten noch nie den freien Finanzhandel regulieren rsp. reglementieren. (PSST): Man setzt da auf freiwillige Selbstkontrolle-
    Das ist dann in etwa so, als wenn Sie Ihrem Fünfjährigen die Macht über die Macht(TV), Kühlschrank und das Aufräumgebot seines Zimmers erteilten.
    Wer keine Finanztransaktions-/Reichensteuer durchsetzen will, hat auch keine Chance bei Fünfjährigen.
  9. #1088

    Die Politik steckt unter einer Decke mit der Hochfinanz

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Die Frage müsste eher lauten: Will die Politik überhaupt Einfluss a. d. Finanzmärkte nehmen? Antwort: NEIN!
    Definitiv, der ESM soll jetzt missbraucht werden um Bankster zu retten. Der Staat leiht sich bei Banken (die das Geld für 1% von der EZB erhalten) für 3-6% Geld um damit den ESM zu versorgen, der damit wiederum Banken versorgt, damit diese dann wieder Staatsanleihen für 6% und mehr kaufen. Das Perpetuum Mobile der Hochfinanz wird durch die Politik am Leben gehalten.

    Lösung: Verschuldete Staaten erhalten von der EZB direkt das Geld für 0-1%, nicht systemrelevante Banken lässt man pleite gehen, die anderen werden verstaatlicht.

    Die Landeszentralbanken in den USA, England und Japan versorgen übrigens ihre Staaten direkt mit Geld und nicht über den Umweg der Privatbanken, deshalb sind dort die Zinsen, die der Staat zu zahlen hat auch niedriger.

    Das ESM-Geld für die Bankenrettung zahlt wen wundert es noch, der Steuerbürger, der mit seinen Steuern das Finanz-Perpetuum-Mobile am Laufen hält.
    Finanzkrise: So soll der Steuerzahler ausgetrickst werden - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE
  10. #1089

    Schwarmintelligenz

    Wenn man ein wenig provokant formuliert, dann sind die Finanzmärkte vergleichbar zu voll demokratischen Institutionen, ähnlich der sogen. "Schwarmintelligenz" bei den Piraten. Millionen von Sparern entscheiden mit der Auswahl ihrer Anleihen, Sparanlagen, Aktien, Fonds, Lebensversicherungen etc. darüber, welche Anlagen ihnen attraktiv und sicher erscheinen, und welche NICHT. Und auch die verteufelten Hedgefonds-Manager und Bankster, die manche Staaten derzeit (zu Recht!) in Verlegenheit bringen, arbeiten für Millionen Kunden. Diese Schwarmintelligenz entscheidet z.B. auch über die Verzinsung von Staatsanleihen in der Eurozone. Dies erscheint mir eine vernünftige Methode, die Politiker zu einem sorgsamen Umgang mit hart erarbeiteten Steuergeldern zu disziplinieren.

    Man stelle sich vor, die EZB würde den einzelnen Staaten das Geld direkt, z.B. zu 1% und ohne die Zwischenschaltung einer zinsentscheidenden Instanz, zukommen lassen, dann hätten wir einen Selbstbedienungsladen par excellence. Dann würde nur die Politik entscheiden, wieviel Geld in Umlauf kommt, Wohltaten für alle unabhängig von der Wirtschaftskraft des Landes wären an der Tagesordnung. Etwas ähnliches ist ja in Griechenland passiert: Die haben unendlich Wohltaten verteilt und das dazu notwendige Geld ohne Nachdenken einfach besorgt, bei der EU oder auf den Kapitalmärkten, bis zum Gehtnichtmehr. Wenn die EZB die Staatsfinanzierung übernähme, ginge das Spiel erst richtig los, in allen Euroländern, die Kaufkraft aller Euro-Spareinlagen oder Lebensversicherungsguthaben wäre dann schnell bei Null.

    Seit etwa 10 Jahren veröffentlichen die USA, die ihre Staatsfinanzierung ja über ihre Zentralbank organisieren, nicht mehr ihre umlaufende Geldmenge, also wie viele Dollar auf der Welt zirkulieren. Es ist stark zu vermuten, dass die US-Geldmenge solche Dimensionen angenommen hat, dass der reale Wert eines Dollar gegen Null tendiert. Das passiert, wenn die Politik die Kontrolle über die Finanzmärkte übernimmt. Da ist mir die "Schwarmintelligenz" lieber.








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