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Gesundheitspläne der Koalition - nötig oder zu teuer?

Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Reform ist nötig, jedoch nicht so.
    Ein Schritt wäre, den Pharmakonzernen auf die Finger zu sehen.
  2. #2

    Unsere "Experten"

    Die sollten sich lieber mal Gedanken machen warum Deutschland 350 Krankenkassen (Vorstände, Aufsichtsräte, Geschäftsführer, Verwaltungsapparate) mit gleichem Satz braucht und finanziert. Da kann man zwar komödiendramatisch lachen oder weinen. Aber man muss sich keine Gedanken mehr über Korruption und maffiöse Zustände in u.a. Italien machen. ich bin fertig mit unserer, wie wurde es genannt?, ach ja, "Demokratie". Das Wort ist genauso auf den Sinn anwendbar wie "Diät" für Abgeordnetengehälter.
  3. #3

    Einseitige Reformen sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    immer nur wird an der Einnahmenseite geschraubt und dort auch nur bei Lohnempfängern.
    Ein Unternehmen, dass nur durch Steigern der Produktpreise versucht, sich zu sanieren, geht Pleite.
    Betriebswirtschaftliches Denken ist Lobbyisten wie Rösler eben fremd.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Es wird nicht dem Staat 22 Milliarden kosten. denn das Geld wird er sich von den Steuerzahlern holen... natürlich nicht von den einkommen starken Bürgern.
    Ich mache mir aber noch keine Gedanken darüber, denn das Gesetz wird nicht kommen, auch nicht nach der NRW Wahl.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Wenn, wie von der Regierung geplant, der Arbeitgeberanteil eingefroren wird und es ein Beitragssystem geben sollte wo ein gering Verdiener mit monatlich ca. 800 € Netto genauso viel bezahlen soll wie ein Angestellter mit ca. 2000 € Netto ist dass von dieser Regierung nur asozial.
  6. #6

    Das hört sich an

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen. Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Das hört sich an wie...weniger Lohn und mehr Ausgabe. Coole Sache das......
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Natürlich ist die Reform sinnvoll und auf Dauer billiger als der bisherige Käse.

    Im Vergleich zu Österreich haben wir doppelte Beitragssätze weil die besser verdienendenden längst in die Privatkassen abgewandert sind.
    Daher bracht auch der Gesundheitsfond keine Beitragssenkung mehr. Das bisherige System der prozentualen Abrechnung ist am Ende und die Kassen haben ja fleißig mitbeerdigt.

    Die Kopfpauschale bzgl. AN-Anteil OHNE Mitversicherung der Ehepartner aber MIT Kinderstütung per Staat bzw. AG-Anteil wird die Kosten auf rund 100€/ Nase und Monat drücken.
    Das wars dann mit den Privatkassen und die gesetzliche Versicherung wird sich im Laufe der nächste erholen können vom Murks der Vergangenheit.
    Ebenso kann der öffentliche Dienst dann endlich mit in jene Versicherung integriert werden.

    Experten die nur Zahlen raus werfen ohne eine ehrliche Bestandausfnahme der IsT-Situation und absehbarer Weiterentwicklung der gesetzliche Beitragszahler sind unseriös. Schon die Jugend versucht die Gesetzlichen zu meiden und der Exodus wird jene in wenigen Jahren völlig zu Arme-Leute Kassen machen.
    In Kanada liegt die Kopfpauschale bei typ. §50-60 je Monat. Da wäre bei uns und 100% gesetzliche Krankenversicherung auch der Bedarfswert AN-Kopfpauschale - mehr nicht.
  8. #8

    Zitat von classico Beitrag anzeigen
    Es wird nicht dem Staat 22 Milliarden kosten. denn das Geld wird er sich von den Steuerzahlern holen... natürlich nicht von den einkommen starken Bürgern.
    Ich mache mir aber noch keine Gedanken darüber, denn das Gesetz wird nicht kommen, auch nicht nach der NRW Wahl.
    Man sollte sich vor Augen halten, dass die genannten 22 Mrd. Euro ja hauptsächlich anders finanziert werden sollen - in dem geplanten Falle durch Steuern - allerdings inklusive eines sozialen Ausgleichs, so dass niemand unzumutbar belastet wird.
    Da stellt sich die Frage, "Was ist unzumutbar?".
    Heute werden die SV-Abzüge auch dann verlangt, wenn der Arbeitnehmer anschließend zum Hartz-IV-Bezieher wird.
    Wenn das nach der Reform unzumutbar wäre, dann wäre schon etwas Absurdität im SV-System reduziert.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem durch Prämien finanzieren, die Versicherte unabhängig von den Löhnen zahlen sollen.
    Die grundsätzliche Entkoppelung vom Einkommen ist dringend geboten. Jeder hat nur einen Körper. Die Brötchen werden ja auch nicht einkommensabhängig bezahlt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt haben Experten ausgerechnet, dass die Reform den Staat zusätzlich 22 Milliarden kosten würde. Eine nötige Reform? Oder viel zu teuer?
    Das ist die Krux mit den Experten. Sie schauen nur auf die Einnahmenseite. Es ist längsts viel zu viel Geld im System. Ein großer Teil verschwindet in zuviel Bürokratie, extrem häufigen Mehrfachuntersuchungen und einer ungeheuren Verschwendung von Arzneimitteln. Es kann nicht sinnvoll sein, dass ältere Mitbürger über Jahre eine Mixtur aus mehreren Medikamenten zu sich nehmen.

    Im Durchschnitt gehen wir viel zu häufig zum Arzt. Einmal in dessen Einflussbereich kommt man da so schnell nicht wieder raus. Es gibt immer einen Grund, nochmals eine Kontrolle zu machen. Ich habe bisher viel Glück mit meiner Gesundheit gemacht und mich diesem System bis auf Zahn- und Augenarzt entzogen. Mir ist auch klar, dass dies nicht übertragbar ist. Aber ein bisschen Nachdenken, ob die Natur mit einem kleinen Zipperlein nicht auch selber zurechtkommt, ist schon angebracht.

    Was die Solidarität angeht: Ich bin nicht mehr bereit, einen immer größeren Teil meines Einkommens auch für Menschen auszugeben, die absolut unbelehrbar durch Vernachlässigung ihres Körpers und ungesunde Lebensweise zu einer weiteren Kostenexplosion beitragen. Dagegen gebe ich gerne für die wirklichen Schicksalsschläge.

    Aber dafür wäre auch genug Geld da, wenn... siehe oben.


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