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Finanzplatz Schweiz in der Krise?

Einst galt die Schweiz in der Finanzwelt als unerschütterliche Bastion - jetzt geraten die beiden größten Banken des Landens, UBS und Credite Suisse, im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Ist der Finanzplatz Schweiz in seiner alten Form am Ende?
  1. #1030

    Zitat von seine_unermesslichkeit Beitrag anzeigen
    Dieses feige Volk hat es auch nicht besser verdient!
    Feige, na, ja.

    Verantwortlich ist wohl eher die obrigkeitsstaatliche Tradition in Deutschland.
    Adel und Klerus haben ihre Untertanen erfolgreich niedergedrückt, und die CDU ist der geistige Wurmfortsatz dieser unseligen Tradition.
  2. #1031

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    So macht meine Familie das auch. Keine Produkte von Müller.
    ...........
    Ich habs genauso gemacht. Müller ist mit Steuergeldern gross gemacht worden und seit er selber Steuern verweigert (mit schweizer Wohnsitz) kommt mir keine Müllermilch mehr auf den Tisch. Das war wie abgehackt.

    (Erasco kauf ich auch nicht mehr seit eine Heuschrecke den Laden übernommen hat).
  3. #1032

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Aber um zum Thema zu kommen. Ich sehe den Finanzplatz Schweiz schon in der Krise.
    Wo sehen Sie dann den Finanzplatz DE ??? Jo Ackermann sagte ja einmal, deutsche Banken müssten wegen der höheren Steuerquote - diese wird bestimmt in Zukunft eher höher als tiefer, denn all die Milliardenzusagen für HRE etc. müssen ja irgendwie bezahlt werden - höhere Risiken eingehen, um die gleiche Rendite zu erzielen wie schweizerische Banken.
  4. #1033

    Zitat von arkor Beitrag anzeigen
    Sehr richtig. Gehen Produktivitätssteigerungen und Überschüsse in eine steigende Kaufkraft, die breit in der Gesellschaft verteilt wird, entsteht eine Positivspirale der Wirtschaft, in der dann auch als Folge, Kapitalinteressen bedient werden können, ohne dass sie schaden. Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum setzt ein. Werden allerdings die Wirtschaftserträge erstrangig zum bedienen der Kapitalinteressen genommen, setzt es eine Spirale nach unten, aus sinkenden Einkommen, sinkender Kaufkraft, sinkender Binnennachfrage ein. Ein negative Wirtschaftspirale tritt ein, in der Kapitalinteressen zwingend zu einer weiteren Expolosion von Finanzblasen führen müssen, da sich das Kapital zwanghaft in jede Nische drängt und versucht Rendite zu erzielen, wo eigentlich keine da ist. Ein negatives Wirtschaftswachstum ohne Grundlage entsteht. Ein rigoroses Beispiel waren dann auch die gigantischen Preise am Rohstoffmarkt, vor ihrem platzen, an welchem Spekulanten (Finanzmarkt) den Rohstoffpreis bis zu 15 mal umgedreht haben, bis er beim Endkunden war. ein letztes Aufbäumen vor der dann schon längst überfälligen Finanzmarktexplosion.
    Wunderschön erklärt ! Vielen Dank !

    Die Schweiz hat zudem seit Jahrzehnten schmutziges Geld in der ganzen Welt eingesammelt, kaum Zinsen gezahlt und an die heimische Industrie billige Kredite vergeben. Dadurch wurden Dumpinsteuern ermöglicht, die die besten Kräfte Europas seit Jahren angelockt haben, welche der Schweizer Industrie eine beispiellose Erfolgsstory beschert haben.
    Mal sehen wie dies in der Zukunft aussieht, wenn die Schweiz nur noch "sauberes Geld" zur Verfügung hat, ob dann bei marktgerechten Lohn- und Einkommenssteuern und hohen Lebenshaltungskosten gute Kräfte zu halten sind ?
  5. #1034

    Zitat von mhenny Beitrag anzeigen
    Wo sehen Sie dann den Finanzplatz DE ??? Jo Ackermann sagte ja einmal, deutsche Banken müssten wegen der höheren Steuerquote - diese wird bestimmt in Zukunft eher höher als tiefer, denn all die Milliardenzusagen für HRE etc. müssen ja irgendwie bezahlt werden - höhere Risiken eingehen, um die gleiche Rendite zu erzielen wie schweizerische Banken.
    Dann solln die deutschen hald weniger Rendite machen, dafür beständig und verantwortungsbewusst wirtschaften....
  6. #1035

    Zitat von lucrecio2 Beitrag anzeigen
    Interessant. Wie haben diese Konzerne das eigentlich gemacht?
    Indem Sie die Staaten gegeneinander ausgespielt haben.
  7. #1036

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    So macht meine Familie das auch. Keine Produkte von Müller. Wir kaufen unsere Milcherzeugnisse nur von Molkereien aus näherer Umgebung, auch wenn die Supermarktregale bis zu 3/4 mit Müllermilchprodukten wie.....
    Der Finanzplatz Schweiz wird kleiner werden und dies ist auch gut so. Aber machen Sie sich nichts vor. Alle Finanzplätze werden in Zukunft kleiner werden, ganz einfach weil eine Überproduktion von Finanzprodukten herrscht, die jetzt zu Zeiten der Krise abgebaut werden. Aber der Finanzplatz Schweiz hat schon lange vor dem Bankgeheimnis bestanden und er wird auch noch lange nach dem Bankgeheimnis bestehen. Und die Superreichen werden auch nicht massiv ihre Gelder abziehen, weil das Bankgeheimnis nur ein Teilaspekt ist. Und wenn sie Geld abziehen, werden sie es sicher nicht nach Deutschland bringen. Ich würde mir langfristig eher Sorgen um den Finanzplatz Deustchland machen.
  8. #1037

    Genau so ist es

    Zitat von arkor Beitrag anzeigen
    ...Werden allerdings die Wirtschaftserträge erstrangig zum bedienen der Kapitalinteressen genommen, setzt es eine Spirale nach unten, aus sinkenden Einkommen, sinkender Kaufkraft, sinkender Binnennachfrage ein......
    Bleibt die Frage warum werden 'Wirtschaftserträge erstrangig zum bedienen der Kapitalinteressen genommen' (Sharholder Value)?
  9. #1038

    Zitat von rudolf.rauh Beitrag anzeigen
    Ich habs genauso gemacht. Müller ist mit Steuergeldern gross gemacht worden und seit er selber Steuern verweigert (mit schweizer Wohnsitz) kommt mir keine Müllermilch mehr auf den Tisch. Das war wie abgehackt.

    (Erasco kauf ich auch nicht mehr seit eine Heuschrecke den Laden übernommen hat).
    Da wir bei Wahlen keine wirkliche Macht haben, bleibt nur noch die des Konsumenten.
  10. #1039

    Zitat von rudolf.rauh Beitrag anzeigen
    Feige, na, ja.

    Verantwortlich ist wohl eher die obrigkeitsstaatliche Tradition in Deutschland.
    Adel und Klerus haben ihre Untertanen erfolgreich niedergedrückt, und die CDU ist der geistige Wurmfortsatz dieser unseligen Tradition.
    Ich will doch hoffen, dass der deutsche Untertan langsam mal verschwindet und der Tag kommt, wo über den Begriff "Vater Staat" nur noch gelächelt wird. Ein Staat als Vater, tss, tss.
    Zur Zeit ist er aber leider immer noch in so manchem Kopf verankert und wird von unseren, so demokratischen Parteien bei jedem Wahlkampf durch diverse Heilsversprechungen wieder aufgefrischt. Wehe aber, der Vater versagt: Dann holt man sich einen neuen und das kann bei dieser Art Wähler u.U. böse enden.
    Deshalb nochmal: Hoffentlich ist er bereits in der Minderheit und stirbt bald aus, der deutsche Untertan.








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