Forum: Wirtschaft
Europäischer Währungsfonds - ja oder nein?
Die Idee klingt einleuchtend: Weil die EU völlig hilflos wirkte, als die Finanzkrise in Griechenland ausbrach, soll jetzt für ähnliche Situationen vorgesorgt werden. Die Gemeinschaft denkt über einen Stützungsfonds für klamme Euro-Staaten nache. Experten warnen vor dieser Idee - was ist Ihre Meinung?
- #1 08.03.2010 15:52 von
Schluß mit Brüssel - jagt sie davon
Sollte nicht mit dem Maastrixht-Vertrag die ökonomische Zukunft des Euros für alle Ewigkeiten fixiert werden: Dreikommanull ist dreikommanull? Sollte nicht der Euro in der Geleitzugtheorie die ökonomische Zukunft der Länder sichern: Erweiterung und Vertiefung der EU geht gemeinsam? Soll nun eine neuer Insitution die Mängel des Maastricht-Vertrages ausgleichen: Wir haben zwar Mist gebaut, aber das wissen wir nicht und wollen wir auch nicht wissen, schon gar nicht öffentlich und außerdem gibt es dann wieder einige fette Posten zu besetzen und wir wursteln weiter wie eh und der Sonne Barronesiens?
- #2 08.03.2010 16:27 von
Dumm Schäuble
Ich gehöre nicht zu den heftigsten Kritiker von Schäuble, wie man vielfach nachlesen kann. Aber die IDee des Europäischen Währungsfonds (EWF)ist Dumm, denn die ist absolut unökonomisch. 1. wir haben den IWF, warum noch eine weitere Organisation aufbauen, die das gleiche Tut. 2. Der IWF ist unbeliebt aber nichts desto trotz Notwendig, der EWF wäre nicht nur unbeliebt er würde auch wenig leisten können, denn hier wäre Hauptsächlich Deutschland in der Verantwortung. 3. Statt darauf zu dringen im IWF mehr Einfluss zu gewinnen verzettelt man sich 4. Der Präsident des IWF ist immer noch ein Franzose und ein Linker noch dazu, es ist wahr das die wirklichen Fachleute von den USA gestellt werden, doch welche Deutschen Ökonomen wollen wir denn in den EWF entsenden?
- #3 08.03.2010 17:14 von
Ich glaube Schäuble versteht unter einem gemeinsamen europäischen Währungsfonds, die Überwachung und Kontrolle aller Geldströme in Europa und Ausstattung des Fonds mit Millionen für den Einkauf von dubiosen Datenträgern...?
Spaß beiseite: ich glaube S. will einen Rettungsanker für D installieren, wenn es soweit ist...(was ich wirklich nie hoffe!!) - #4 08.03.2010 17:16 von
Erst mal darüber nachdenken !
Ich bin eher ein Gegner von Schäuble. Aber,man sollte das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschütten und über seinen Vorschlag besser nachdenken. Wir Europäer sollten uns aus der Umklammerung der USA herauslösen. Der IWF ist ja schön und gut,nur hat die USA immer ein Veto-Recht und kann dabei mit seinen "EXPERTEN" auf die Finazpolitik Europas Einfluß ausüben,und die machen das auch.Das der derzeitige Präsident ein Franzose ist spielt keine Rolle,das ist nur Makulatur. Die Europäer haben bei der Währungseinheit geschlamt,nun müssen sie das auch selbst ausbaden. Die Fehler die der IWF hat muß man ja nicht bei einem EWF einbauen. Finanzfachleute aus Europa sollten langsam einmal aufwachen und ihre Hausaufgaben machen. Jetzt kann sich zeigen was dieses Europa mit der Bewältigung der Finanzkrise Griechenlands eigentlich Wert ist. Der IWF ist viel zu suspect.
- #5 08.03.2010 17:18 von
Schäubles Resterampe
Schäuble will doch nur neue Pfründe oder ein Endlager für die Landesbankversager aufbauen - sozusagen Schäubles Resterampe
Ganz davon abgesehen erinnern mich alle Politiker an die einem Ertrinkenen zurufen 'du mußt schwimmen lernen' . auf deutsch, jede Aktion kommt viel zu spät oder wie wir sagen 'Operative Hektik ersetzt geistige Windstille' - #6 08.03.2010 17:29 von
Zocker
Was aber immer nur am Rande erwähnt wird: Spekulanten verschärfen diese Krise. Wenn hier aber auf dem Rücken von Ländern und Währungen spekuliert wird und direkt zu Lasten der Bürger eines Landes (und der ganzen Eurozone) spekuliert wird, sollte die Politik schnellstens handeln und dem einen Riegel vorschieben. Aber nein, den Spekulanten wird weiterhin freie Hand gelassen. In Griechenland (bei dem Korruption und Vetternwirtschaft maßgeblich an der Krise beteiligt waren) werden ja auch nur die kleinen bestraft (MWSt. erhöht, Renten eingefroren, etc.). Warum soll das dann in der EU anders sein?
- #7 08.03.2010 17:41 von
wieder ohne ökonomischen Sachverstand
Mit dem EWF wird eine weitere teure EU-Bürokratie aufgebaut, in die Milliarden an Steuergelder fließt.
Ziel ist es, den Euro zu retten. Dabei wird nicht an der Wurzel reformiert. Der Euro in seiner jetzigen Form ist eine Fehlkonstruktion. Um die zu retten, kommt jetzt eine neue Fehlkonstruktion, nämlich das bail out durch die Hintertür.
Neben der Frage, wie das finanziert werden soll, stellt sich auch noch die Frage, wie ein EWF wirklich eine Austeritypolitik durchsetzen will. Er ist viel zu abhängig von den Ländern, die ihn in Anspruch nehmen. Unabhängig ist nur die IWF, Gegen wen sollen sich da die Proteste richten? Da sitzen Fachleute, die im Hintergrund die Sanierungsmaßnahmen einleiten können. Was für Figuren in der EU die Fäden ziehen, wissen wir.
Also bitte nicht in der Griechenlandpanik jetzt völlig den Kopf und Verstand verlieren. Mit Schäuble haben wir leider wieder einen Juristen sitzen, der das Primat der Politik über ökonomische Vernunft stellt, wie der "Vater" des Euro Waigel. Schäuble war im Innernministerium am richtigen Platz, als Finanzminister ist er völlig überfordert. - #8 08.03.2010 17:44 von
- #9 08.03.2010 18:04 von
Währungsfonds
Die ganze Diskussion über Hilfe für Griechenland erscheint mir abwegig. Es müssen doch die Griechen für ihre eigene Wirtschaft sorgen können.
Eine neue EU-Bürokratie in form eines Euro-Währungsfonds finde ich auch überflüssig.
Weil ich kein Währungsspezialist bin, möchte ich gern aus berufenem Munde eine Antwort auf die folgende Frage haben: Man stelle sich vor, ein Bundesstatt der USA, Montana z.B., habe sich bei Bankern in London und Zürich tief verschuldet, und stehe dem Konkurs nahe. Springt dann Washington ein? Besteht ein Risiko des Ausscherens Montanas aus dem Dollargebiet? Die Bundesstaaten der USA haben bekanntlich weitgehende fiskalische und finanzielle Unabhängigkeit, wie auch die Euro-Staaten.
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