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Europäischer Währungsfonds - ja oder nein?

Die Idee klingt einleuchtend: Weil die EU völlig hilflos wirkte, als die Finanzkrise in Griechenland ausbrach, soll jetzt für ähnliche Situationen vorgesorgt werden. Die Gemeinschaft denkt über einen Stützungsfonds für klamme Euro-Staaten nache. Experten warnen vor dieser Idee - was ist Ihre Meinung?
  1. #100

    Zitat von MJM1605 Beitrag anzeigen
    ...
    Ähnliches passiert übrigens zwischen China und den USA. Auch China finanziert die USA mit der Absicht dort seine Wahren zu verkaufen.
    Aber auch China wird die bittere Erfahrung machen (wenn der westliche Markt zusammengebrochen ist) das es einen eigenen internen Markt schaffen muss. Dies geht nur über Lohnerhöhungen und damit längerfristig zu Lasten der sehr günstigen Produktionskosten.
    Das macht China doch schon Länger. Die Chin. KP ist nicht dumm - sie haben schon lange angefangen den Binnenmarkt massiv aufzubauen - das "Geld über die Menschen schütten" regelrecht bis ins Extrem getrieben weil sie wissen das nur Massiver Konsum eine Wirtschaft nach oben bringen kann!

    China brauchte Geld um eine Menge an Rohstoffen einzukaufen - das Geld lieferten die Amis und Europa indem sie billigprodukte aus China kauften, und ihre eigenen "Binnenwirtschaften runter gewirtschaftet haben".

    Inzwischen haben sie mehr Dollar als sie jemals noch brauchen würden - und der Dollar ist dadurch dünn wie ein transparentblatt geworden!

    Die USA wollen sowiso jetzt "Exportnation werden" die Chinesen sind es noch - bleibt letztlich für die EU und Deutschland wohl das Importieren :)) also das Verluste schieben übrig!

    Irgendwie haben wohl die meisten Kapitalisten ihr "Handbuch" des Kapitalismus nicht richtig gelesen. Da steht nämlich nichts davon drin das Gewinne "eine Seite unendlich reich machen können" - da steht drin das man mit "Handel" auf Kooperativer und eben "nicht ausbeuterischen Ebene" den Wohlstand schaffen kann für alle!

    Egoismus verträgt sich nicht mit "Handel" - und Handel verträgt sich nicht mit Horten von Geld -egal ob bei den Konsumenten oder den Produzenten...
    Immer schön in der Mitte und fair bleiben ist da die Devise - sonst ist man ganz schnell als "Reicher" so arm wie der Ärmste.
  2. #101

    Zitat von rhs Beitrag anzeigen
    Man muss sich einmal vorstellen, was das für eine kranke Konstruktion ist. D.h. letztendlich werden über die Steuergelder der Mitlgliedsländer (wahrscheinlich nur der Nettozahler) letztendlich wertlose Staatsanleihen gekauft. Was soll das bringen? Da ist es aufregender und farbenfroher das Geld direkt zu verbrennen.

    Reicht es nicht aus, dass sich unsere Landesbanken von Joe über den Tisch haben ziehen lassen um wertlose Schrottpapiere zu kaufen? Brauchen wir das ganze jetzt nochmal, nur eine Nummer größer, und mit gut dotierten Posten für unseren Politikadel?
    Sicherlich werden es nur die "Gewinner" des Handels sein - also alle die "Export-Überschüsse" gefahren haben.
    Sie vergessen das D. daran gewaltig Gewinne gefahren hat das sich Gr und andere Staaten verschuldet haben!

    Gr hat jahrelang dt. Produkte gekauft - und D. hat jahrelang keinen "Feta" und Griechische Produkte gekauft - sondern sich dafür verschuldet!

    Gier und Gewinne zahlen sich langfristig nicht aus - nicht im Handel - irgendwann wird der Gewinner immer die Verluste der Verlierer ausgleichen müssen - oder auf jeden Handel und "Einkommen" verzichten müssen!
  3. #102

    Zitat von MJM1605 Beitrag anzeigen
    Bitte berichtigen Sie mich wenn ich Sie falsch verstanden habe.
    A) Um einen Fond anzulegen muss doch jedes Mitglied erst einmal darin einbezahlen, oder sehe ich das falsch?
    B) Sie schreiben - Für jeden Staat Gilt "die einnahmen sind genauso hoch wie die Ausgaben" -. Dies währe der Idealfall, würde er doch bedeuten dass ein Staat niemals mehr ausgibt als es, dank seiner wirtschaftlichen Leistung, an Steuern einnimmt. Die Realität ist aber eine andere. Alle Staaten leben über ihren Verhältnissen da es ihnen fatalerweise erlaubt ist sich zu verschulden.
    Das Ergebnis ist gerade unter den Augen aller.
    Was Sie darstellen ist der Idealfall der on der Realität aber Lichtjahreentfernt ist.
    B:
    Handbuch Bilanzen: Im BINNENMarkt sind immer die Einnahmen gleich den Ausgaben - das liegt schlicht daran da ja eine Transaktion von Geld nicht die Geldmenge verändert!

    Gegenüber einem "Aussen" also Import /Export gibt es ein Handelsdefizit oder Überschuss - aber auch der Gleicht sich auf der nächsthöheren Ebene - in diesem Falle der EU immer aus. Auch die EU hat natürlich Import/Export differenzen gegenüber anderen - aber Weltweit ist die Summe aller Import/Exporte ebenso genau null!

    Neues Geld entsteht immer nur wenn etwas produziert wird - dann drucken die Zentralbanken für diesen "überschuss" Geld!
    (Wir lassen mal das Scheingeld der Finanzwirtschaft aus der Betrachtung aussen vor).

    Die Steuern ändern da nichts - sie verschieben nur Geld vom "Steuerzahler zum Staat - und der wieder zu den Steuerzahlern = Bürger".

    Es geht dabei kein einziger Cent verlohren oder kommt hinzu!

    Das Verschulden was sie meinen - das sind alle "Renditen" die oberhalb der Wirtschaftlichen Wertschöpfung liegen - also für Zinsen die über dem Real-Wachstum gefordert werden.
    Da die nicht bedienbar sind ohne "Gelddrucken" - also Inflation stellt man letztlich einfach wertlose "Schuldscheine" aus!

    Wenn ein Staat zuwenig Steuern "einnimmt" zb: weil er einige bevorzugt dann nimmt er auf einem anderen Weg eben das fehlende ein. Er gibt Anleihen aus - die dann die Bürger!!! kaufen - letztlich zahlen sie damit gegenüber dem Staat ihre "nichtgezahlten Steuern" nur auf andere art und Weise - auch da bleibt letztlich die Geldmenge die gleiche!

    Wer allerdings glaubt er würde damit letztlich besser fahren der dürfte sich irren. Für alle "Zinsen/Renditen" die oberhalb der Wertschöpfung liegen existiert ja keine Deckung - darüber kann man Billionen und Aberbillionen an Schuldscheinen austellen - die aber alle nicht gedeckt sind!

    Über 600 Bio USD an solchen nicht gedeckten Schuldscheinen existieren zur zeit - gegenüber einem Handelsvolumen weltweit von 50 Bio USD..
    Sobald Zahltag ist werden diese also schlichtweg nicht auszuzahlen sein .. und Zahltag kann ganz schnell kommen.
    Finanzmarkt analysten sagen das schon ein Betrag von 100 Mrd. USD den China an der Börse platzieren würde den Totalcrash auslösen würde ...

    A) Fonds können sie ganz verschieden konstruieren - mal mit einmalzahlung - mit ratenzahlungen .. ? Ich versteh da ihre Frage nicht?
  4. #103

    Zitat von MJM1605 Beitrag anzeigen
    Also mit anderen Worten “Geld drucken”. Die galoppierende Inflation ist dann nicht mehr weit.
    Wie ich schon sagte: Es wird immer schlimmer.
    Dieser Europäische Währungsfonds ist nur noch eine Verzögerungsmaßnahme. Nicht benötigtes Kapital hat kein EU-Land mehr, würde das aber auch nicht verbraten.

    Jede Lösung basiert auf Inflation, die Initiierung eines "Währungsfonds" soll nur den Währungscrash verschieben.
  5. #104

    Ewf

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    B:
    Handbuch Bilanzen: Im BINNENMarkt sind immer die Einnahmen gleich den Ausgaben - das liegt schlicht daran da ja eine Transaktion von Geld nicht die Geldmenge verändert!


    A) Fonds können sie ganz verschieden konstruieren - mal mit einmalzahlung - mit ratenzahlungen .. ? Ich versteh da ihre Frage nicht?
    Sehr geehrter Silverhair,

    Viele Dank für ihre so ausführliche Darstellung.
    Zu A) hat "Arkor" mir schon eine gute Antwort geliefert.
  6. #105

    Er soll seinen Beamten ein Sprechverbot gegenüber Kanzlerin Merkel verordnet haben. "Unsinn", wiegelt das Ministerium offiziell ab.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...684763,00.html

    Hallo,

    was geht eigentlich hier ab ? Sind wir hier im sandkasten oder was soll das gehabe. Von 085 abteilungen in der kunduz affaire wo angeblich keiner was weiß bis hin zu denkverbote in der FDP* bis hin zu steuersenkungen light**. Ja sorry di ehaben aus meine rsicht da in berlin nichts im griff und jeder tut was er will. ODER will man hier frau merkel schaden ?

    * http://www.spiegel.de/politik/deutsc...677369,00.html
    ** http://www.spiegel.de/politik/deutsc...684368,00.html
  7. #106

    Deutschland benötigt keinen EWF

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Idee klingt einleuchtend: Weil die EU völlig hilflos wirkte, als die Finanzkrise in Griechenland ausbrach, soll jetzt für ähnliche Situationen vorgesorgt werden. Die Gemeinschaft denkt über einen Stützungsfonds für klamme Euro-Staaten nache. Experten warnen vor dieser Idee - was ist Ihre Meinung?
    nach Modell Schäuble. Schmeißt unfähige Mitgliedsländer aus dem €-Verbund, noch besser, nehmt Wackelkandidaten gar nicht erst auf.
  8. #107

    'Das geht auf keine Kuhhaut'

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    B:
    Handbuch Bilanzen: Im BINNENMarkt sind immer die Einnahmen gleich den Ausgaben - das liegt schlicht daran da ja eine Transaktion von Geld nicht die Geldmenge verändert!

    Gegenüber einem "Aussen" also Import /Export gibt es ein Handelsdefizit oder Überschuss - aber auch der Gleicht sich auf der nächsthöheren Ebene - in diesem Falle der EU immer aus. Auch die EU hat natürlich Import/Export differenzen gegenüber anderen - aber Weltweit ist die Summe aller Import/Exporte ebenso genau null!

    Neues Geld entsteht immer nur wenn etwas produziert wird - dann drucken die Zentralbanken für diesen "überschuss" Geld!
    (Wir lassen mal das Scheingeld der Finanzwirtschaft aus der Betrachtung aussen vor).

    Die Steuern ändern da nichts - sie verschieben nur Geld vom "Steuerzahler zum Staat - und der wieder zu den Steuerzahlern = Bürger".

    Es geht dabei kein einziger Cent verlohren oder kommt hinzu!

    Das Verschulden was sie meinen - das sind alle "Renditen" die oberhalb der Wirtschaftlichen Wertschöpfung liegen - also für Zinsen die über dem Real-Wachstum gefordert werden.
    Da die nicht bedienbar sind ohne "Gelddrucken" - also Inflation stellt man letztlich einfach wertlose "Schuldscheine" aus!

    Wenn ein Staat zuwenig Steuern "einnimmt" zb: weil er einige bevorzugt dann nimmt er auf einem anderen Weg eben das fehlende ein. Er gibt Anleihen aus - die dann die Bürger!!! kaufen - letztlich zahlen sie damit gegenüber dem Staat ihre "nichtgezahlten Steuern" nur auf andere art und Weise - auch da bleibt letztlich die Geldmenge die gleiche!

    Wer allerdings glaubt er würde damit letztlich besser fahren der dürfte sich irren. Für alle "Zinsen/Renditen" die oberhalb der Wertschöpfung liegen existiert ja keine Deckung - darüber kann man Billionen und Aberbillionen an Schuldscheinen austellen - die aber alle nicht gedeckt sind!

    Über 600 Bio USD an solchen nicht gedeckten Schuldscheinen existieren zur zeit - gegenüber einem Handelsvolumen weltweit von 50 Bio USD..
    Sobald Zahltag ist werden diese also schlichtweg nicht auszuzahlen sein .. und Zahltag kann ganz schnell kommen.
    Finanzmarkt analysten sagen das schon ein Betrag von 100 Mrd. USD den China an der Börse platzieren würde den Totalcrash auslösen würde ...

    A) Fonds können sie ganz verschieden konstruieren - mal mit einmalzahlung - mit ratenzahlungen .. ? Ich versteh da ihre Frage nicht?
  9. #108

    Absoluter Nonsens

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Idee klingt einleuchtend: Weil die EU völlig hilflos wirkte, als die Finanzkrise in Griechenland ausbrach, soll jetzt für ähnliche Situationen vorgesorgt werden. Die Gemeinschaft denkt über einen Stützungsfonds für klamme Euro-Staaten nache. Experten warnen vor dieser Idee - was ist Ihre Meinung?
    aber die gezielte Desinformation geht halt weiter.
    Wenn es diesen Fonds gibt werden alle finanzpolitischen
    Dämme innerhalb der Euro-Zone brechen.
    Welchen Anreiz gibt es dann noch für einen Staat seine Schulden unter Kontrolle zu halten, wenn man sich zu jeder Zeit Liquidität aus diesem Fonds beschaffen kann (vorbei am Finanzmarkt)?
    Weiterhin verstößt dieser Fonds m.E. gegen die Auflage, dass keine Mitgliedsstaat für die Verbindlichkeiten eines anderen haftbar ist.
    Die ganze Diskussion soll nur von der Unfähigkeit der Politiker ablenken, wirksame Sanktionen gegen EURO-Sünder wie Griechenland zu verhängen und Spekulanten durch wirksame Gesetze das Handwerk zu legen.
    Da ist es halt wieder die bequemere Variante im Notfall in das Portmonai der Steuerzahler zu greifen.

    Der Schuldenwahnsinn geht in die nächste Runde und der Steuerzahler soll die Bürgschaft übernehmen.

    Gruß

    Gman


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