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Eu und IWF schnüren Hilfspaket

Die Europäische Union stellt zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds 750 Milliarden Euro für klamme Euro-Staaten zur Verfügung. Rettet das gigantische Hilfspaket die Gemeinschaftswährung?
  1. #630

    Zitat von Andreko Beitrag anzeigen
    2. vernichtet wohl kein Land soviel Geld in seinen Sozialsystemen wie D, und der Anteil wird gemessen am BIP noch jedes Jahr größer.


    Ich habe in diesem Forum ja schon viel Käse gelesen, aber Sie toppen alles!
    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
  2. #631

    Zitat von National-Oekonom Beitrag anzeigen
    Sie haben gewonnen! :)
    (Ich zwar auch, wenn ich meine Depot-Auszüge angucke, aber das ist eine andere Geschichte....)
    Der Euro-Bond ist nun Realität. Der Geist ist aus der Flasche, und er wird nicht wieder hineinkommen.

    Die Zinsen für langlaufende Bonds steigen. Für Industrie-Bonds bzw. Anleihen, welche von Emittenten im Nicht-EU-Raum begeben wurden. Der Rendite-Anstieg liegt bei ca. 1%, was bei 7 Jahren Laufzeit Kursverluste von ca. 7% bewirkt. (Meine Anleihen habe ich noch vor Ostern geschmissen.)
    Gold steigt auch.
    Dennoch sehe ich nicht die Inflation, die hier viele beschwören. Sondern tendenziell Japans Weg (Deflation), aufgrund der Euro-Schwäche mit teilweise inflationären Komponenten, also eine Mischung aus Deflation und Stagflation (letzteres trifft besser als in den 70er Jahren zu, weil damals das Potenzialwachstum noch eine ganz andere Dynamik zeigte). Vor allem eine große Rezession in den PIIGS -Staaten, mit verursacht durch die nun stattfindende Alimentierung durch die EZB mit Ankauf von Anleihen, welche aufgrund der Solvenzprobleme sonst keine Käufer mehr finden werden.

    Die Gretchenfrage ist: Wer kauft überhaupt noch langlaufende Bonds im Unternehmensbereich, wenn die EZB Staatsanleihen mit gedrucktem Geld kauft?

    Bemerkenswert: Von der allgemeinen Bondschwäche ist der Bund-Future relativ unberührt (noch), und das ist interpretationsbedürftig. Eine Interpretation wäre: Die Käufer von Bund-Anleihen wetten auf eine Abspaltung von D. aus dem Euro.
    Der Euro-Bond ist noch nicht Realität. Man macht es nach "amerikanischer" Art, probiert erst alle falschen Möglichkeiten durch und lässt weiter lauter verschiedene Töpfe zum Spielen für "das Publikum". Am Ende macht man es dann vielleicht richtig, weil man nicht mehr anders kann.

    :)

    Ich lege vor allem Wert darauf, dass meine Erklärung dazu stimmt.

    Bei "Japans Weg" sind wir uns einig. "Stagflation" halte ich dagegen für völlig deplaziert.

    Wenn es mit Unternehmesbonds Probleme gibt, dann nur durch den gewollten (wie soll man es sonst nennen ?) Nachfragezusammenbruch, der über die sogenannte "Konsolidierung" selbst gemacht wird. Logisch dass es dann nicht auf eine "Kreditklemme" hinausläuft, sondern auf einen (betriebswirtschaftlich berechtigten) starken Risikoaufschlag auf die Refinanzierung von Unternehmen bei katastrophalen Absatzaussichten.
  3. #632

    Alles halb so wild jedenfalls vorerst

    Vorerst wird erst einmal nichts Schlimmes passieren.

    Die 750 Mrd. sollen ja lediglich Kredite notleidender Eu-Kollegen absichern. Vielleicht können die ja diese zurückzahlen.
    Vorausgesetzt alle EU-Mitglieder schaffen kurzfristig ausgeglichene Haushalte plus kleiner Schuldentilgung.

    Ob der Euro abk.......oder nicht ist doch im schlimmsten Fall als Konjunkturprogramm zu betrachten.
    Und eine gute Beschäftigungslage führt höheren Steuereinnahmen/Schuldentilgung und zur Entlastung der Sozialhaushalte.
    Also alles nicht so wild.............

    Vorausgesetzt es werden wirklich die Haushalte sanniert.
  4. #633

    Zitat von tobaro Beitrag anzeigen
    ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der crash eintritt, da er aus rein mathematischen Berechnungen eintreten MUSS. Nach dem Kommunismus bricht nun auch der Kasino Kapitalismus zusammen. Das ist natürlich, denn nur so kann Neues entstehen.
    Wer allerdings immer noch glaubt, mit einem blauen Auge davon zu kommen, dem rate ich, mal die Seite http://www.euro-desaster.com zu besuchen. Wer´s dann noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen!
    ums geld mach ich mir keine sorgen, habe kein vermögen. eher um grundlegendes.

    ausserdem wird mir echt übel wenn ich sehe wie diese internetseite und auch die von hannich aussehen, schlimmer geht´s nicht. das hinterlässt ein gefühl schnell und ohne irgentwelche mittel (zudem unglaubwürdig aussehend weil schlecht und billig) noch schnell an der angst mitzuverdienen...
  5. #634

    Zitat von Andreko Beitrag anzeigen
    ... vernichtet wohl kein Land soviel Geld in seinen Sozialsystemen wie D, und der Anteil wird gemessen am BIP noch jedes Jahr größer. ...
    In vielen Teilen der Welt wird das lieber privat gemacht, was dann genauso ineffektiv ist, wie die anderen Aktivitäten des FIRE-Sektors.
  6. #635

    Sparen ?

    Die Kochmütze aus Hessen hat sich gemeldet und meint, dass man bei Kindern und Bildung sparen könne.
    Die zu weich gekochte Aubergine muss doch erkennen, was dabei rauskommt, wenn man an Bildung und guter Erziehung spart: "Unsere" Politiker.
  7. #636

    Zitat von Andreko Beitrag anzeigen
    Die einfachste Lösung wäre die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit über die Abwertung der eigenen Währung.
    Diese Ansatz mag theoretisch richtig sein. Bitte erklären Sie mir womit Griechenland überhaupt wettbewerbsfähiger sein kann?
    Meinen Sie, die Griechen werden sich über landwirtschaftliche Exporte wieder erholen? Über den Tourismus? Griechenland hat keine oder nur eine kleine Exportindustrie, keine grossartigen Rohstoffvorkommen.

    Um es kurz zu sagen und ein wenig drastisch zu formulieren: Wo nichts ist, kann auch nichts wettbewerbsfähig gemacht werden.

    Was soll also mit einer Währungsabwertung angekurbelt werden?
  8. #637

    -

    Zitat von suum.cuique Beitrag anzeigen
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...694143,00.html

    Wie gigantisch wuerde denn erst die Zahl 750 Milliarden Euro in D-Mark aussehen? Rund das doppelte. Das haette dann auch eine enorme psychologische Wirkung.
    In Rumaenien wurden gerade erst die staatlichen Renten um 50% gekuerzt. Als Sparmassnahme. Es kann sich nur noch um eine Frage der Zeit handeln, bisauch der deutsche Rentner fuer den Lebensstil der Griechen zahlen muss. Das Gute ist, dass der deutsche Michel zwar murrt, aber nicht aufsteht. Also kann man die Daumenschrauben weiter festziehen.
    Sicherlich glaubt keiner ersthaft ans Veraenderungen in GR, das waere sehr naiv. Die Versprechungen bleiben Versprechungen -und dann? Was machen wir beim naechsten Fast-Kollaps? Wieder zahlen?
    Nicht der griechische Bürger knappert an meinen Renten, sondern der internationale "Finanzmoloch".
    Warum lasst Ihr Euch immer wieder das Märchen erzählen, daß die, die schon mehr verloren haben, auch noch daran schuld seien, daß auch Ihr verliert?
  9. #638

    -

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Tja. Und wie lange macht der Equity-Fonds noch, dem die Immobilien gehören ? - Soll ja britisch sein.

    Übrigens hat Cerberus (Höllenhund der griechischen Mythologie), mit Sitz in NYC gerade nach brasilianischen Recht einige Anleihezeichner zum Forderungsteilverzicht in seine Räume in der City of London bewegen wollen.

    :)
    Ein paar tausend "Geldhändler" tanzen der Welt auf der Nase herum, und diese lässt sich das gefallen.
  10. #639

    Repräsentanten totalitärer Ideologien...

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Historisch gesehen waren die Repräsentanten totalitärer Ideologien die größten Verbrecher. Den Gipfel hat Pol Pot in Kambodscha erreicht, der ca. 1/3 des eigenen Volkes umgebracht hat --- und zwar gerade nicht im Namen des "Marktes", sondern als dessen Gegner.
    40000 tote Amis pro Jahr, die leben wuerden, wenn sie eine Krankenversicherung haetten.
    Ca. 24000 tote Kinder am Tag, die leben wuerden, wenn wir die armen Laender nicht bis aufs Blut ausbeuten und gegeneinander ausspielen wuerden.

    Hauptsache die Bananen sind billig.








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