Zitat von
National-Oekonom
Sie haben gewonnen! :)
(Ich zwar auch, wenn ich meine Depot-Auszüge angucke, aber das ist eine andere Geschichte....)
Der Euro-Bond ist nun Realität. Der Geist ist aus der Flasche, und er wird nicht wieder hineinkommen.
Die Zinsen für langlaufende Bonds steigen. Für Industrie-Bonds bzw. Anleihen, welche von Emittenten im Nicht-EU-Raum begeben wurden. Der Rendite-Anstieg liegt bei ca. 1%, was bei 7 Jahren Laufzeit Kursverluste von ca. 7% bewirkt. (Meine Anleihen habe ich noch vor Ostern geschmissen.)
Gold steigt auch.
Dennoch sehe ich nicht die Inflation, die hier viele beschwören. Sondern tendenziell Japans Weg (Deflation), aufgrund der Euro-Schwäche mit teilweise inflationären Komponenten, also eine Mischung aus Deflation und Stagflation (letzteres trifft besser als in den 70er Jahren zu, weil damals das Potenzialwachstum noch eine ganz andere Dynamik zeigte). Vor allem eine große Rezession in den PIIGS -Staaten, mit verursacht durch die nun stattfindende Alimentierung durch die EZB mit Ankauf von Anleihen, welche aufgrund der Solvenzprobleme sonst keine Käufer mehr finden werden.
Die Gretchenfrage ist: Wer kauft überhaupt noch langlaufende Bonds im Unternehmensbereich, wenn die EZB Staatsanleihen mit gedrucktem Geld kauft?
Bemerkenswert: Von der allgemeinen Bondschwäche ist der Bund-Future relativ unberührt (noch), und das ist interpretationsbedürftig. Eine Interpretation wäre: Die Käufer von Bund-Anleihen wetten auf eine Abspaltung von D. aus dem Euro.