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Eu und IWF schnüren Hilfspaket

Die Europäische Union stellt zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds 750 Milliarden Euro für klamme Euro-Staaten zur Verfügung. Rettet das gigantische Hilfspaket die Gemeinschaftswährung?
  1. #610

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Jetzt ist die Rede von "Konsolidierung der Haushalte" und "Eisernem Sparen".
    Dahinter verbirgt sich jedoch:
    Der Lebensstandard der Normalbürger wird durch verschlechterte Infrastruktur, höhere Gebühren, Steuern und Abgaben .....
    Sie haben sicherlich eine Quelle für ihre Aussage:

    Transferzahlungen=Staatsverschuldung.
  2. #611

    ...

    Zitat von diaphoros Beitrag anzeigen
    Meine, da war unsere Verschuldung wegen der Wiedervereinigung im Spiel. Weshalb denn 700 Milliarden für "national-bailout" ?
    Nein, das war da schon 10 Jahre her, auch wenn man es noch als Argument genommen hat. Und wir hatten es vorher schließlich schonmal ein Weilchen geschafft die Neuverschuldung kleiner zu halten. Soweit ich das verstanden habe sind 700 Milliarden das was das deutsche Finanzsystem als (wertlose) Zahlungsversprechen aus Südeuropa hält, und was dementsprechend die Zinsen auf deutschen Sparbüchern zahlt. Daher auch die ständigen Vergleiche des griechischen Ministerpräsidenten mit Lehman-Brothers. Französische Banken würden mit 900 Milliarden getroffen, aber das wären dann schon eher theoretische Überlegungen.
  3. #612

    Zitat von henningr Beitrag anzeigen
    ... habe ich den Eindruck dass sie politische Komponenten völlig außer Acht lassen.
    Warum diskutieren wir hier eigentlich über Griechenland? Warum reden wir über den Euro? Sicher, die Staatsverschuldung ist besorgniserregend, aber:

    Warum reden wir hier nicht über die USA?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...694153,00.html
    Hier ist das Problem doch viel größer? Also rein von den fundamentalen Daten? ...
    Ich glaube, ich hatte am Samstag ein paar mal darauf hingewiesen.

    Wichtig für die sogenannte Euro-Krise ist, dass "die Märkte" einzelne Staaten gegeneinander ausspielen können. Sobald das nicht mehr geht, ist Schicht im Schacht und natürlich werden die Zinsen für Staatsanleihen dadurch nicht steigen.

    Weil es keine bessere Alternative gibt.

    Und mit den Niedrigzinsen ließe sich auch eine vernünftige Strategie entwickeln, wie die Griechen aus dem Problem herauswachsen könnten, statt die Krise dort mit ungeeigneten Maßnahmen noch zu verschärfen.

    Mit etwas zeitlichem Verzug wird das ja außerdem voll auf die deutschen Exportmärkte durchschlagen.

    Es ist ja wirklich bemerkenswert, dass sich die Chinesen überaus kooperativ verhalten und ihre Überschüsse fast auf Null reduziert haben und Deutschland macht weiter, als sei nichts geschehen.

    Wahnsinn.

    Übringens erinnern Sie sich mal an die grandiose öffentlich geäußerte Idee von Steinbrück: "Die Deutschen sollen mal weniger in den Urlaub fahren und besser 'ne Mark mehr für Rente zurücklegen".

    Und das von einem Volkswirt mit Diplom.

    Welchen Effekt hat das in toto auf dem Markt ?

    U.a. vorgehaltenes griechisches Potential an Tourismusdienstleistung wird nicht abgerufen, verfällt also sinnlos, gleichzeitig inflationiert der Spargroschen aber den gegenwert der unverändert gebliebenen Geldmenge und reduziert (ganz neoklassisch) die Zinsen, womit die Griechen das hervorgerufene Dienstleistungsdefizit erstmal überbrücken können.
  4. #613

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Historisch gesehen waren die Repräsentanten totalitärer Ideologien die größten Verbrecher.
    Auch Marktradikalismus ist eine totalitäre Ideologie. "Der Markt hat immer recht" ist nicht besser als "Die Partei hat immer recht".
  5. #614

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Nun werden Sie nicht albern. Dafür fehlt noch die Technologie. Wir machen das mit dem Meeresgrund, da muss man auch die Titelbilder mit den Containern nicht ändern ;-)
    Einverstanden. Alles besser als die Alternative Weltkrieg. Die hat zwar historich bewiesen, dass sie ökonomisch effizient zu einer Marktbereinigung führt, aber nur zu hohen menschlichen Kosten
  6. #615

    Übrigens Glückwunsch Herr Heil

    Sie haben gewonnen! :)
    (Ich zwar auch, wenn ich meine Depot-Auszüge angucke, aber das ist eine andere Geschichte....)
    Der Euro-Bond ist nun Realität. Der Geist ist aus der Flasche, und er wird nicht wieder hineinkommen.

    Die Zinsen für langlaufende Bonds steigen. Für Industrie-Bonds bzw. Anleihen, welche von Emittenten im Nicht-EU-Raum begeben wurden. Der Rendite-Anstieg liegt bei ca. 1%, was bei 7 Jahren Laufzeit Kursverluste von ca. 7% bewirkt. (Meine Anleihen habe ich noch vor Ostern geschmissen.)
    Gold steigt auch.
    Dennoch sehe ich nicht die Inflation, die hier viele beschwören. Sondern tendenziell Japans Weg (Deflation), aufgrund der Euro-Schwäche mit teilweise inflationären Komponenten, also eine Mischung aus Deflation und Stagflation (letzteres trifft besser als in den 70er Jahren zu, weil damals das Potenzialwachstum noch eine ganz andere Dynamik zeigte). Vor allem eine große Rezession in den PIIGS -Staaten, mit verursacht durch die nun stattfindende Alimentierung durch die EZB mit Ankauf von Anleihen, welche aufgrund der Solvenzprobleme sonst keine Käufer mehr finden werden.

    Die Gretchenfrage ist: Wer kauft überhaupt noch langlaufende Bonds im Unternehmensbereich, wenn die EZB Staatsanleihen mit gedrucktem Geld kauft?

    Bemerkenswert: Von der allgemeinen Bondschwäche ist der Bund-Future relativ unberührt (noch), und das ist interpretationsbedürftig. Eine Interpretation wäre: Die Käufer von Bund-Anleihen wetten auf eine Abspaltung von D. aus dem Euro.
  7. #616

    Zitat von ACroonen Beitrag anzeigen
    Ich habe da so ein Gefühl:

    Am diesem Freitag kommt es zum größen Börsencrash!

    Das System ist am Ende! Nichteinmal mehr 0,75 Billionen können verhindern, dass gehgen ganze Währungsgemeinschaften spekuliert wird. Der DOW und der Dax zittern wie das EKG eines Infarktpatienten. Es hat sich aus spekuliert und die Subprimekirese der Gewerbeimobilien in den USA und die Dollarschwemme tun ihr übriges.Spätestens am Montag wissen wir mehr......
    Also wenn, dann kommt es viel schlimmer....es kommt zum Bondcrash. Der geht innerhalb von Stunden um die Welt.
  8. #617

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Und das Wunder (ausgeglichene Leistungsbilanzen im Süden und Frankreich) kann nicht eintreten, wenn Deutschland weiter fiskal-, geld- und lohnpolitisch einer vernünftigen Entwicklung im Wege steht.
    Dieses ist sicherlich eine Debatte wert. Mein Vorschlag für Griechenland, Portugal und Irland.

    Vorbild Dänemark:

    Einführung einer 180% Gewichtsabgabe (Binnenmarktabgabe) auf Autos.
    Wirkung:
    -Keine negative Beschäftigungsauswirkung, da keine Autoindustrie vorhanden.
    -Autos und insbesondere Luxusautos würden extrem verteuert.
    -Erheblicher Importrückgang.
    -Entlastung der Umwelt, besonders in Athen dringend erforderlich.
    -Mehreinnahmen zur Deckung der Defizite.
  9. #618

    Zitat von siamkat Beitrag anzeigen
    Es dürfen 1000 Milliarden an Banken gegeben werden, aber nicht ein Promille dieser Summe darf ins Sozialsystem fliessen. Niemals.
    Das ist doch einfach dummes Zeug.
    1. sind die Mittel die man an die Banken gegeben hat
    Kredite und es besteht zumindest die Aussicht das die auch wieder zurückkommen.
    und
    2. vernichtet wohl kein Land soviel Geld in seinen Sozialsystemen wie D, und der Anteil wird gemessen am BIP noch jedes Jahr größer.
    Zitat von siamkat Beitrag anzeigen
    Was über dieser Linie mit dem Geld passiert ist völlig irrelevant, ...
    Ich habe in diesem Forum ja schon viel Käse gelesen, aber Sie toppen alles!
  10. #619

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen

    Übringens erinnern Sie sich mal an die grandiose öffentlich geäußerte Idee von Steinbrück: "Die Deutschen sollen mal weniger in den Urlaub fahren und besser 'ne Mark mehr für Rente zurücklegen"..
    Soetwas hört man im calvinistischen Schwaben, dort wo die Exportweltmeister wohnen, immer gerne. "Mir gäbäd näx", ist dann die Konsequenz aus all dem guten Gewissen und schon ist die Krise fertig.








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