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Droht eine neue Finanzkrise?

Die Börsenkurse in den wichtigen Industriestaaten stürzen ab, Währungen bröckeln, ehemals stabile Nationen stehen vor dem Ruin: Die Welt gerät ins wirtschaftliche Wanken. Droht uns eine neue, schlimmere Finanzkrise als je zuvor?
  1. #1200

    Jeder Weg beginnt mit einem Schritt

    Zitat von susie.sunshine Beitrag anzeigen
    "einen Europaweiten Generalstreik, um den Politikern zu zeigen, wer wichtig ist in dieser Gesellschaft."

    Das ist wünschenswert, jedoch von Deutschen eher zweifelhaft.
    Bevor wir einen Generalstreik ausrufen, könnte man ja mal klein anfangen und Protestieren.
    Zum Beispiel Montagsdemonstrationen jeder in seiner Stadt, mit Forderungen wie: keine neue Bankenrettung, Griechenlandrettung-Bankenrettung, Eurorettung-Bankenrettung, Finanzmarktregulierung, etc.

    Wenn wir alle mitmachen und eine kritische Masse erreichen, damit die Presse darüber berichtet, könnte man das Merkel eventuell dazu überreden, in ihrer Politik eine 180° Wende zu machen. In der Atompolitik ging das ja auch,
  2. #1201

    Die Wellen der Finanzmärkte

    Zitat von Taixinomee Beitrag anzeigen
    Hilft nur Militärausgaben, Entwicklungshilfe und Doppelmoral kürzen!

    Militär kürzen: Wozu brauchen wir eigentlich eine Bundeswehr? Wenn wir von Aliens angegriffen werden, kämpfen sowie so die Amis für uns. Stattdessen werden wir beim Afghanistaneinsatz jetzt in die Pflicht genommen, weil .....
    Welle auf Welle wird rollen, solange kein ehrlicher Umschwung geschieht. Solange wir gegeneinander aufrechnen, werden wir keinen Fortschritt, keinen Vorausgang haben.
    Die Doppelmoral der Entwicklungshilfe bezieht sich wohl eher auf die mangelnde Unterstützung aus den Entwicklungshilfe-Töpfen, gegenüber den Ländern, die "wir" einst ausgebeutet haben und zum Teil -wenn auch anders- noch. Die Doppelmoral besteht darin, dass ausser diesen Steuergeldern, die gegeben werden sollten, allerdings unter fachmännischer Anleitung in den verschiedenen Fachbereichen - und nicht um noch eine goldene Badewanne irgendeines Despoten mit seinen dames zu zahlen-, noch immer die Menschen über das von ihnen bereits bereitgestellte Steueraufkommen abgezocket werden. Dabei ist es doch so, dass auch in den europäischen Ländern viel zu viele darben. Die werden aber obendrein noch beschimpft, weil es eine absulute Fehlpolitik in der Meinungsmache gibt, wobei die Mentalitäten besonders der Angsthasen, die aus Existenzangst in das gleiche Horn tuten, äusserst hilfreich sind. Wer hat denn das Lohn- und Rentendumping verursacht und wer glaubt eigentlich die fairytale, dass die Rententöpfe leer seien? Ja schon, aber nicht durch die Alten, sondern durch die Nicht-Einzahler aber Profiteure. Hier ist doch einiges lauwarm und wird deshalb ausgespuckt werden.
    Einschliesslich der falsch betriebenen Basel-Richtlinien sowie der Doppelmoral betrieben mit Verbraucher:Hersteller. Siehe dazu mal die Petrol- und allgemein Energiepolitik.
  3. #1202

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Zulassen von Rezessionen wäre ein erster Weg zu Ihrem Ansatz.
    Aber erklären Sie das mal Ihrem schuldensüchtigen Politiker.
    Man darf das Ganze nicht Rezession nennen. Man muss einen anderen Erklaerungsansatz finden.
    Zum Beispiel koennte man BIP in Gutes Nachhaltiges BIP und in Schlechtes nicht-Nachhaltiges BIP aufteilen. Und dann die Wirtschaft nur nach dem Wachstum des Nachhaltigen BIP beurteilen. Das Schlechte nicht-Nachhaltige BIP wird dann wie die Arbeitslosigkeit, die Verschuldung und andere negative Dinge betrachtet. Da freut man sich doch dann auch, wenn das Wachstum negativ ist.
    Die Banker werden das schon verstehen, die haben die Banken ja auch in Gute Banken und Bad Banks aufgeteilt.
  4. #1203

    Wie bitteschön ...

    Zitat von back_toa_future Beitrag anzeigen
    Man darf das Ganze nicht Rezession nennen. Man muss einen anderen Erklaerungsansatz finden.
    Zum Beispiel koennte man BIP in Gutes Nachhaltiges BIP und in Schlechtes nicht-Nachhaltiges BIP aufteilen. Und dann die Wirtschaft nur nach dem Wachstum des Nachhaltigen BIP beurteilen. Das Schlechte nicht-Nachhaltige BIP wird dann wie die Arbeitslosigkeit, die Verschuldung und andere negative Dinge betrachtet. Da freut man sich doch dann auch, wenn das Wachstum negativ ist.
    Die Banker werden das schon verstehen, die haben die Banken ja auch in Gute Banken und Bad Banks aufgeteilt.
    ... wollen Sie das abgrenzen?

    Schauen Sie sich doch nur mal unsere deutsche Mehrwertsteuerregelung an!

    In der "Theorie" einfach und logisch - in der "Praxis" ein Graus!!!

    Bei Einführung des Systems (1968) gab es drei Stufen:

    - "Gebühren" für "staatlich" erbrachte Leistungen 0 % (=mehrwertsteuerfrei)
    - "lebensnotwendige" - aber von "Privaten Anbietern" erbrachte Leistungen (damals) 5 % (= war die Hälfte des "Normalsatzes)
    - alles andere voller Satz (ursprünglich 10 %) - dieses System blieb bis der "Normalsatz" 14 % erreichte!

    Danach sollte "sozial" abgestuft werden, also wurde nur noch der "volle" Satz erhöht (heute unverändert 7 % zu 19 %).

    Die "Abstufung" selbst wäre nicht das Problem - Probleme gibt es an zwei Punkten:

    1.) Durch die "Privatisierung" sind viele früher staatlich erbrachte Leistungen nicht mehr "staatlich" - also mehrwertsteuerpflichtig (das geht zu Lasten der ehemals staatlichen Anbieter) - vor allem Post und Bahn (die Telefonsparte hat schon früher so gut verdiente, ist weniger betroffen), führte aber auch zu Kostenüberwälzung auf den Endverbraucher!

    2.) "Tierfutter" - weil damit im Wesentlichen Nutztiere gemästet werden sollen, die letztlich als "Fleisch- und Wurstware" mit dem ermäßigten Satz als "Lebensmittel" belegt sind, unterliegt auch dem ermäßigten Satz - warum aber auch das "Futter" für reine Haustiere (Hunde, Katzen, Nager und Vögel)?

    Andererseits ist "Mineralwasser" mit dem "vollen" Satz belegt - das "Lebensmittel Leitungswasser" wurde schließlich damals mehrwertsteuerfrei (und wird heute zu 7%) von ehemals staatlichen Wasserwerken angeboten!

    Noch Fragen zur "Abgrenzung"?
  5. #1204

    Zitat von back_toa_future Beitrag anzeigen
    Man darf das Ganze nicht Rezession nennen. Man muss einen anderen Erklaerungsansatz finden.
    Zum Beispiel koennte man BIP in Gutes Nachhaltiges BIP und in Schlechtes nicht-Nachhaltiges BIP aufteilen. Und dann die Wirtschaft nur nach dem Wachstum des Nachhaltigen BIP beurteilen. Das Schlechte nicht-Nachhaltige BIP wird dann wie die Arbeitslosigkeit, die Verschuldung und andere negative Dinge betrachtet. Da freut man sich doch dann auch, wenn das Wachstum negativ ist.
    Die Banker werden das schon verstehen, die haben die Banken ja auch in Gute Banken und Bad Banks aufgeteilt.
    Gutes und schlechtes BIP.
    Scharfer Vorschlag. Sie sollten sich mit Volker Pispers in Verbindung setzen, er ist sicherlich dankbar für seine Kabaretaufführungen.

    Das ist so wie Wasser und nasses Wasser. Oder Kapitalismus und Raubtierkapitalismus.

    Aber Sie haben das Problem genauso erkannt, wie die neue IWF Chefin.

    Was nützt es, wenn das BIP dadurch steigt, dass eine Bank ihre Assets anders bewertet?
  6. #1205

    Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.

    Zitat von Ökopit Beitrag anzeigen
    (...) "Schwarmintelligenz" schlägt meines Wissens immer die Individualintelligenz (...)
    Finde ich jetzt auch keinen historischen oder wissenschaftlichen Beleg für ihre Aussage. Als der BGS, äh die Bundespolizei mal am Rande einer Demo ohne Ankündigung eine proppevolle Budengasse von einer, zeitgleich veranstalteten, Kirmes geräumt hat, wissen sie, was ich mir zu Recht gedacht habe, als die übereinander wegtrampelnde Masse wie eine kreischende Woge durch die schmale Gassse auf mich zubrandete, während die Staatsdiener (die dahinter zwar nicht zu sehen, aber für mich zweifelsohne Urheber dieses panischen Aufruhrs waren) ihnen knüppelschwingend Beine machten?
    "Die trampeln dich schlimmstenfalls tot und wenn du das unbeschadet überlebst schlagen dir die Bundespolizeibeamten dafür eben hinterher den Schädel ein." Ich habe nicht getan was der "Schwarm" getan hat, ich bin nicht geflohen, auch weil ich ja keine zehn Meter weit gekommen wäre, soviele Schaulustige standen da plötzlich wie verwurzelt und nicht ahnend wie groß die Gefahr war, der sie sich damit aussetzten, herausfinden zu wollen, was da vorne vor sich ging. Ich bin also in den Schatten zwischen zwei Buden getreten und habe mit geweiteten Augen und voller Fassungslosigkeit über soviel Brutalität mitangesehen wie sich die Menschen gegenseitig über den Haufen getreten haben, um den Schlagstöcken zu entrinnen, während von der anderen Seite noch Menschen herandrängten, die gaffen wollten und dafür ebenfalls niedergetrampelt und dann mit Schlagstöcken traktiert wurden. Soviel völlig enthemmte Gewalt hatte ich noch nie auf einem Haufen erleben müssen, da waren vor allem Ältere, Behinderte und auch einige Kinder, die sichtbar ganz schön schwere Verletzungen davongetragen haben, weil sie erst achtlos zu Boden gestossen, dann getreten wurden und dann nicht selten auch noch mit den Schlagstöcken gekiegt hatten. Wenn sie mir das jetzt nicht glauben wollen, dann denken sie zum Vergleich doch nur mal an die loveparade.
    Ihr Wissen ist in dieser Sache absolut unzutreffend, Ökopit.
    Auf eine Widerlegung ihrerseits bin ich daher echt gespannt. Schere schlägt übrigens immer Papier, weil es doch nur ein Spiel ist. Im richtigen Leben stumpfen Scheren ab und müssen geschliffen werden, bis da auch nicht mehr genug zum Schleifen ist, die Schere also durchs Papier "geschlagen" wurde.
  7. #1206

    Am Thema vorbei ...

    Zitat von dandelion13 Beitrag anzeigen
    Finde ich jetzt auch keinen historischen oder wissenschaftlichen Beleg für ihre Aussage. Als der BGS, äh die Bundespolizei mal am Rande einer Demo ohne Ankündigung eine proppevolle Budengasse von einer, zeitgleich veranstalteten, Kirmes geräumt hat, wissen sie, was ich mir zu Recht gedacht habe, als die übereinander wegtrampelnde Masse wie eine kreischende Woge durch die schmale Gassse auf mich zubrandete, während die Staatsdiener (die dahinter zwar nicht zu sehen, aber für mich zweifelsohne Urheber dieses panischen Aufruhrs waren) ihnen knüppelschwingend Beine machten?
    "Die trampeln dich schlimmstenfalls tot und wenn du das unbeschadet überlebst schlagen dir die Bundespolizeibeamten dafür eben hinterher den Schädel ein." Ich habe nicht getan was der "Schwarm" getan hat, ich bin nicht geflohen, auch weil ich ja keine zehn Meter weit gekommen wäre, soviele Schaulustige standen da plötzlich wie verwurzelt und nicht ahnend wie groß die Gefahr war, der sie sich damit aussetzten, herausfinden zu wollen, was da vorne vor sich ging. Ich bin also in den Schatten zwischen zwei Buden getreten und habe mit geweiteten Augen und voller Fassungslosigkeit über soviel Brutalität mitangesehen wie sich die Menschen gegenseitig über den Haufen getreten haben, um den Schlagstöcken zu entrinnen, während von der anderen Seite noch Menschen herandrängten, die gaffen wollten und dafür ebenfalls niedergetrampelt und dann mit Schlagstöcken traktiert wurden. Soviel völlig enthemmte Gewalt hatte ich noch nie auf einem Haufen erleben müssen, da waren vor allem Ältere, Behinderte und auch einige Kinder, die sichtbar ganz schön schwere Verletzungen davongetragen haben, weil sie erst achtlos zu Boden gestossen, dann getreten wurden und dann nicht selten auch noch mit den Schlagstöcken gekiegt hatten. Wenn sie mir das jetzt nicht glauben wollen, dann denken sie zum Vergleich doch nur mal an die loveparade.
    Ihr Wissen ist in dieser Sache absolut unzutreffend, Ökopit.
    Auf eine Widerlegung ihrerseits bin ich daher echt gespannt. Schere schlägt übrigens immer Papier, weil es doch nur ein Spiel ist. Im richtigen Leben stumpfen Scheren ab und müssen geschliffen werden, bis da auch nicht mehr genug zum Schleifen ist, die Schere also durchs Papier "geschlagen" wurde.
    ... denn was Sie beschreiben, sieht zwar aus, wie "Schwarmverhalten" ist aber keines!

    Die Bundespolizei ist kein Schwarm, weil sie sich "im Einsatz" befindet - die Polizisten handeln nach den Regeln von "Befehl und Gehorsam", die Einsatzleiter entscheiden (hoffentlich) bevor sie ihre Befehle erteilen, aber diese Entscheidungen sind Individualentscheidungen!

    Die (eigentlich unbeteiligten) Kirmesbesucher sind auch kein Schwarm (der brauchte für die Entfaltung seiner "Intelligenz" ein Feedback - für dieses Feedback ist hier aber einfach keine Zeit)!

    Was wie ein "gehetzter Schwarm" aussieht, ist schlicht der "Überlebenskampf" vieler Einzelindividuen! Nur weil es hier außer Flucht und rette sich, wer kann keine logisch sinnvolle Alternative gibt, reagieren alle "scheinbar gleich"!

    Sehr schlechtes Beispiel - sechs setzen!
  8. #1207

    ...

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Nun, versuchen können es die Mitarbeiter sehr wohl.
    Wenn aber alle anderen Aktionäre dagegen halten, dürfte es für die Spekulanten ein verdammt kostspieliger Spaß werden.
    Wenn die Firma ohnehin nur Verluste erwirtschaftet, und man z.B. die Mitarbeiteraktien wegen Haltefristen nicht verkaufen darf, dann wären Turbo-Short bzw. Put-OS wie eine Versicherung. Als Emittent bietet z.B. die Dt.Bank sogar hunderte Derivate auf die eigene Aktie an.
  9. #1208

    Wow, wer regiert hier eigentlich wen?

    Zitat von Frankenfurter Beitrag anzeigen
    Wow, unter diesem Gesichtspunkt habe ich die Bankenrettung 2008 noch gar nicht betrachtet.
    Man müßte mal unserem fabelhaften Herrn Steinbrück die Frage stellen, ob er sich die Kundendaten der Kreditinstitute hat vorlegen lassen, bevor er die Bestandsgarantie für die dt. Finanzwirtschaft gegeben hat? Betroffen waren ja viele Länderbanken, wenn nicht alle.
    Wieder so ein Ablenker von der Krise im Kapitalsystem, "man müsste den Steinbrücks Fragen stellen" und vom Zwang der Verwertung von Kapital und Geld und dem folgerichtigen Zwang ihrer politischen Vertreter des Zwangs im Parlament, also vom Zwang aus Kapital und Geld mehr Kapital und Geld zu machen keine Rede.
  10. #1209

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Gutes und schlechtes BIP.
    Scharfer Vorschlag. Sie sollten sich mit Volker Pispers in Verbindung setzen, er ist sicherlich dankbar für seine Kabaretaufführungen.
    Das ist so wie Wasser und nasses Wasser. Oder Kapitalismus und Raubtierkapitalismus.

    Aber Sie haben das Problem genauso erkannt, wie die neue IWF Chefin.

    Was nützt es, wenn das BIP dadurch steigt, dass eine Bank ihre Assets anders bewertet?
    Nur so am Rande:

    "Hundreds of angry pickets belonging to the International Longshore and Warehouse Union converged on a rail crossing Wednesday morning to block a 107-car grain train from its destination: a $200 million export terminal about to open in Longview with workers from a rival union.

    Workers began assembling at dawn, after learning the Burlington Northern Santa Fe train was en route. It was the second attempt by the owner of the new terminal, EGT LLC, to bring cargo to the facility, which is 30 miles downstream from Vancouver on the Columbia River."

    Erfreulich, dass es das auch noch gibt.

    rolli








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