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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1540

    Der technische Fortschritt

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    ......
    Die gleiche Baureihe, wie in Deutschland? Nein! Die gleichen technischen Hilfsmittel vor 26Jahren in der UDSSR? Nein!

    ...
    Sorry, aber bei dem Beitrag musste ich sofort an unsere Bahn denken.
    Wann wurde die Klimaanlage erfunden?
    Bei den Fahrkartenautomaten hier bei uns funktioniert wenigstens immer EINER von DREIEN. Wenn die es jetzt per technischem Fortschritt noch erreichen dass man informiert wird welcher funktioniert, dann ist alles perfekt.
  2. #1541

    Haftung und Haftungsausschluss

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Bei einem Erdbeben von 9,5 auf der Richterskala in Deutschland würde die Haftungsbeschränkung voll greifen und es wäre nur die Deckungsvorsorge fällig.
    Also jetzt sagen Sie, wieder ohne jeglichen Beleg, bei einem Erdbeben, das mehrmals die Stärke des Fukushima-Erdbebens habe, würde die Haftungsbeschränkung auf 2,5 Milliarden greifen. Also nicht mehr bei einem der Stärke des Bebens in Fukushima, wie Sie bisher forsch behauptet hatten.

    Bei einem solchen Beben in Deutschland wäre die Frage der Haftungsbeschränkung ganz weit hinten auf der Prioritätenliste.
  3. #1542

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Also jetzt sagen Sie, wieder ohne jeglichen Beleg, bei einem Erdbeben, das mehrmals die Stärke des Fukushima-Erdbebens habe, würde die Haftungsbeschränkung auf 2,5 Milliarden greifen. Also nicht mehr bei einem der Stärke des Bebens in Fukushima, wie Sie bisher forsch behauptet hatten.

    Bei einem solchen Beben in Deutschland wäre die Frage der Haftungsbeschränkung ganz weit hinten auf der Prioritätenliste.
    Egal wie auch immer wer haftet oder wer zahlt entscheidend ist, was mit dem Atommüll geschieht.

    Haben Sie darauf auch solche nassforschen Antworten? ( als Amateurjurist ? )

    Kraftwerk - Radioaktivität ( William Orbit 12" remix) - YouTube
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  4. #1543

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Tepco haftet nur noch auf dem Papier:
    Japans Regierung verstaatlicht Fukushima-Betreiber Tepco

    Damit haftet der Staat unter dem Deckmäntelchen eines verstaatlichten, aber längst nicht mehr unabhängigem Unternehmen. Alles andere ist nur Augenwischerei. In Deutschland würde es nicht anders laufen.
    Das ist richtig. Ich habe Nie was Anderes behauptet. Über die Zusammenhänge haben wir uns nun mehrere Seiten unterhalten.
  5. #1544

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich ein Erlebnis mit Ihnen zu diskutieren. Zumindestens es zu versuchen. Mehr kann man dazu nicht mehr sagen. Wenn hier Jemand Bahnhof versteht, sind Sie das.
    Also eins muss man Ihnen zubilligen wie Sie hier die Rolle des "Unverstandenen" durchziehen, erhöht den Spaßfaktor hier im Forum.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  6. #1545

    Haftung und Haftungsausschluss

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Bei einem Erdbeben von 9,5 auf der Richterskala in Deutschland würde die Haftungsbeschränkung voll greifen und es wäre nur die Deckungsvorsorge fällig.
    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Ja, das ist die Gesetzeslage; je nach KKW ist in den relevantesten Fällen bei maximal €2,5 Mrd. vermögensunabhängig Schluss.In einem analogen Fall zu Fukushima müsste ein Betreiber bis max. €2,5 Mrd. entschädigen. €500 Mio. garantiert noch einmal der Staat. Danach bleibt jeder Geschädigte auf seinem Schaden sitzen.
    Wie man gerade in Japan gesehen hat wurde dort trotz analoger gesetzlicher Regelung zur Haftung bei 'schweren Naturkatastrophen ungewöhnlicher Art' für das Fukushima Beben und den Tsunami festgestellt, dass selbst dieses Jahrtausendbeben keinen Haftungsausschluss (in Deutschland wäre es analog eine Deckelung der Haftung auf 2,5 Milliarden) rechtfertigt.

    Wenn allerdings Beben der Stärke 9,5 (das ist kurz vor dem Aufbrechen der Erdkruste) in Deutschland die 'relevantesten Fälle' einer Havarie in einem Kernkraftwerk darstellen, dann wäre Ihre Einschätzung vielleicht berechtigt.
    In Japan hat man die Hürden für solche Naturkatastrophen eher noch höher dargestellt und es ist unschwer anzunehmen, dass dies auch im Kontext des ATG so eingeschätzt werden würde:
    Die Naturkatastrophen von außergewöhnlicher Stärke seien Katastrophen, an die die höchsten Maßstäbe von Schwere und Außergewöhnlichkeit zu legen seien, und "dass die von der Vorschrift gemeinten Katastrophen „Erdbeben und Vulkanausbrüche, die bislang in Japan aufgetreten sind, nicht umfassen“ würden. Stattdessen gehe es um „solche, die wenigstens zwei Mal so desaströs“ seien und von der Außergewöhnlichkeit her sogar „jenseits jeglicher möglicher“ seismologischer Vorhersage lägen. etc etc" Auch der Meteoriteneinschlag wird genannt.
  7. #1546

    [QUOTE=peterw8s;10124094...
    Bei einem solchen Beben in Deutschland wäre die Frage der Haftungsbeschränkung ganz weit hinten auf der Prioritätenliste.[/QUOTE]

    Dass alles mit jedem zusammenhängt,pfeifen heute die Elephanten von den Regenrinnen.-
    Aber welche Nutzanwendung ist daraus zu ziehen?
    Zuerst sind die Ereignisse zu beachten,die globale katastrophale Folgen haben könnten.
    Das wäre ein Klimakollaps,der tausende von qkm unbewohnbar macht- oder sogar den ganzen Planeten.-
    Danach wären die Ereignisse zu beachten,die für Deutschland verheerend wären.-

    Das war nach Fukushima subjektiv in Deutschland ein Super-Gau in Deutschland
    Das wäre ein Krieg im Iran.
    Ein Krieg in Korea,Pakistan oder sonstwo.
    Ein Terror-Anschlag von grossen Dimensionen- etwa mit schmutziger Bombe oder
    Atom-Bombe.-
    Von diesen Eriegnissen hat das unwahrscheinlichste die deutsche Politik beeinflusst-
    die anderen- weit wahrscheinlicheren-wurden als nicht beachtenswert eingestuft.-

    Sieht man es aus Merkels Sicht,hätte ein Beharren auf der Laufzeitverlängerung ihre Chancen auf eine weitere Kanzlerschaft vernichtet.Da Sie in allen Dingen die richtige Position hat-so muss sie selbst es sehen,denn sonst müsste sie ihre Position ja ändern,musste für Deutschland
    in jedem Fall verhindert werden,dass jemand anderer Kanzler werden könnte.
    Insoweit ist ihre Entscheidung
    zum Salto rückwärts richtig- und das hat die übrige CDU ja auch- tw unter Murren-begriffen.-

    Sie wird nach der Wahl vermutlich die Energiewende nachjustieren.-

    Trotzdem hätte in einer Demokratie sehr offen diskutiert werden müssen über die anderen-weit wahrscheinlicheren-Grossergeignisse-mit der Folge eines Zusammenbruchs der Ölversorgung-und der Folge eines Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft.-

    Und aus diesem Szenario war unausweichlich die Folgerung zu ziehen,dass es nötig gewesen wäre,
    die Herstellung von Treibstoffen in Deutschland selbst vorzubereiten.-
    Hierzu kämen faktisch nur AKW in Frage- ich weiss,dass es nun grosses grünes Geheul und Gewimmer geben wird-
    aber die Dinge sind ausführlich diskutiert im Spiegel-Online-Forum-

    Die Behauptung,dies sei mit EE annähernd wirtschaftlich zu verkraften ist eine ökologische Selbstbefriedigung-
    und hat mit wirtschaftlichen Fakten nichts zu tun.
  8. #1547

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    ...
    Trotzdem hätte in einer Demokratie sehr offen diskutiert werden müssen über die anderen-weit wahrscheinlicheren-Grossergeignisse-mit der Folge eines Zusammenbruchs der Ölversorgung-und der Folge eines Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft.-

    Und aus diesem Szenario war unausweichlich die Folgerung zu ziehen,dass es nötig gewesen wäre,
    die Herstellung von Treibstoffen in Deutschland selbst vorzubereiten.-
    Hierzu kämen faktisch nur AKW in Frage....
    ich muss das etwas korrigieren- es gibt noch die möglichkeit,
    aus bio-masse direkt treibstoff herzustellen- statt diese blöd zu verbrennen.-

    da gibt es mw sehr hoffnungsvolle ansätze.

    dann fällt das einzige grundlastfähige ee-kraftwerk allerdings auch noch weg-
  9. #1548

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Wenn allerdings Beben der Stärke 9,5 (das ist kurz vor dem Aufbrechen der Erdkruste) in Deutschland die 'relevantesten Fälle' einer Havarie in einem Kernkraftwerk darstellen, dann wäre Ihre Einschätzung vielleicht berechtigt.
    Nicht vielleicht - sicher gerechtfertigt.
    Dann betrachten wir uns noch terroristische Anschläge ("innere Unruhen" und "krigerische Handlungen") und wir sind beim selben Thema. Und wenn Sie glauben, dass es an der deutschen Nordseeküste keine 30 Meter hohen Tsunamis geben könnte, dann irren Sie sich gewaltig. Und wieder wäre die Haftung beschränkt.

    Ihre Haftung wesentlich über 2,5 Milliarden Euro ist in jeder Beziehung eher theoretischer Natur.

    Und auf Ihre absurde Behauptung, dass ein Erdbeben von 9.0 auf der Richterskala eine in Japan "normale Naturkatastrophe" darstellen würde, für welche die Anlagen ja dann auszulegen wären, gehe ich erst gar nicht ein.
    Aber ich will Ihnen in Deutschland noch den Hintergrund der Haftungsbeschränkung erläutern: Für eine nicht außergewöhnliche Naturkatastrophe ist ein Kernkraftwerk auszulegen; dies gilt sogar für noch Naturkatatrophen, die deutlich über der zu erwartetenden Norm liegen. Dafür auszulegen bedeutet, dass das Ereignis ohne jede Wirkung für die Umwelt verkraftet werden muss.

    Wäre eine Naturkatastrophe nicht außergewöhnlich und würde trotzdem einen fatalen Unfall mit massiven Schäden verursachen, dann hätte dem Kernkraftwerk niemals die Betriebserlaubnis erteilt werden dürfen; insofern träfe den Staat eine Mitschuld. Deswegen sagt der Staat für diesen Fall auch zu mitzuhaften; dies wäre aber vermutlich auch ohne diese Klausel einklagbar.
  10. #1549

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen

    Bei einem solchen Beben in Deutschland wäre die Frage der Haftungsbeschränkung ganz weit hinten auf der Prioritätenliste.
    Auch an Sie - ein Erdbeben ist ein Naturereignis, das bei allen Versicherungen qua Vertragsbedingung als Haftungsausschluß gewertet wird.
    Stichwort "höhere Gewalt" - aber Sie sind nicht der einzige, der das nicht kapiert:

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich ein Erlebnis mit Ihnen zu diskutieren. ....
    Das ist schön, daß Sie das so erfreut. Ich habe allenfalls noch Mitleid mit Ihnen und fürchte, ich bin damit nicht so ganz alleine.
    Sie haben ja zum Thema - außer persönlichen Anfeindungen - nun wirklich nichts mehr beizutragen.
    Sie können von Glück sagen, daß die Moderation so gnädig ist und die Beiträge nicht genauer prüft.
    "Full-Quotes" = "Vollzitate" die allenfalls nur noch mit indirekt beleidigenden Kommentaren, ohne jeglichen Sachbezug eingestellt werden, finden üblicherweise vor der Moderation keine Gnade - und werden gar nicht erst veröffentlicht.

    Aber ich mutmaße, die Moderation hat an Ihrem Gebahren hier genausoviel "Vergnügen" wie andere. Wer sich unbedingt selbst blamieren will und das nicht merkt... ...


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