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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1350

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen

    Wieso sollte ein AKW eine Versicherung haben, wenn von Haus aus
    VOR dem Bau klar war das es eine gesellschaftliche Frage ist?
    Nun stellt sich die gesellchaftliche Frage nicht mehr, weil der Ausstieg beschlossene Sache ist.

    Und das ist auch gut so.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  2. #1351

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Ach so meinten Sie das. Ja, ein Ausstieg aus Kernkraft und Kohleverstromung wäre meiner Meinung nach richtig. Aus ethischer und aus volkswirtschaftlicher Sicht.

    Ich meine nebenbei: Ein gleichzeitiger! Ausstieg

    Nicht erst die Atomkraft und dann die Kohle
    sondern parallel-dann läuft die Atomkraft zwar länger, aber der Ausstieg geschieht dann nciht auf Kosten der anderen
  3. #1352

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Ich meine nebenbei: Ein gleichzeitiger! Ausstieg

    Nicht erst die Atomkraft und dann die Kohle
    sondern parallel-dann läuft die Atomkraft zwar länger, aber der Ausstieg geschieht dann nciht auf Kosten der anderen
    hätte man wohl einigermassen geordnet machen können . nur hatten damals wohl ein paar herrschaften kein interesse dran . und ihr zehnjährige untätigkeit , sogar weigerung zu konstruktiven massnahmen in dieser richtung , obwohl sie den ausstieg unterschrieben hatten kostet uns heute halt bitter .

    auf deren vorstandsgehälter hat sich das natürlich nicht ausgewirkt .
    wir haben zehn jahre verloren und die haben sich zehn jahre lang frisch gemacht . was kann es schöneres geben ......
  4. #1353

    ...

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    ...
    Was dem Einfältigen aber nicht gesagt wird, ist das der Schnellausstieg alleine dem Volk grob 10 MRD/Jahr entzieht
    ...
    Dochdoch, das wird ständig rauf und runter gebetet. Verschwiegen wird, dass damit höhere Sicherheit, Lebensqualität, Erhalt und Steigerungen der vorhandenen Werte, und mittel- und vor allem langfristige Einsparungen und Gewinne erkauft werden.

    Immobilien, Grundstücke, Land und die ganze Volkswirtschaft, die sicherer vor Kernkraftschäden sind, sind wertvoller als solche die weniger sicher davor sind, und in unserem Geldsystem bedeutet das einen tatsächlichen Geldwertgewinn für die Volkswirtschaft. Alles Geld, das existiert, ist nämlich Kredit, und wenn die Sicherheiten, auf die diese Kredite gezahlt werden, weniger wert sind, dann wird auch das Geld weniger oder weniger wert.

    Durch einen Umstieg auf nachhaltige und umweltschonende Energiegewinnungstechnologien wird ein enormer Gewinn erzeugt - allein dadurch dass die bereits vorhandenen Dinge mehr wert sind. Allein wenn sich der Wert der Behausungen um nur 1%, also etwa 250 Euro pro Deutschem, erhöht, ergibt sich ein volkswirtschaftlicher Gewinn von etwa 20 Milliarden Euro. Wenn sich der Wert des Bodens Deutschlands nur um 1% erhöht dann ergibt das einen volkswirtschaftlichen Gewinn von etwa 40 Milliarden Euro.


    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    ...
    Das deswegen Kohle länger läuft--mit ganz direkten Todeszahlen
    Und das deswegen woanders Hunger herrscht und Lebensmittelpreise steigen

    3 kleine Beispiele dazu

    A: Deutschland muss das erste mal seit Jahrzehnten wieder Weizen importieren
    B: Auf 8% unserer Ackerflächen wächst Bioenergie, keine Lebensmittel
    C: auf 18% des deutschen Ackerlandes wächst mittlerweile Mais, und da wir zuwenig haben importieren wir obendrein noch so viel Mais, das dafür indirekt Regenwald abgeholzt wird

    Ist das nicht etwas viel dafür, das wir hier keine abstrakte Gefahrenquelle mehr haben (aber dafür 10 km weiter neue entstehen)
    Sie argumentieren damit aber nicht gegen den Ausbau von nachhaltigen und umweltschonenden Energiegewinnungstechnologien, sondern gegen die korrupte Umsetzung der Energiewirtschaft bzw ihrer Umstrukturierung.
  5. #1354

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Sie führen sich hier vor.
    Da befinde ich mich mit Ihnen in hervorragender Gesellschaft.

    :-)

    (1) Die Verwaltungsbehörde hat im Genehmigungsverfahren Art, Umfang und Höhe der Vorsorge für die Erfüllung gesetzlicher Schadensersatzverpflichtungen (Deckungsvorsorge) festzusetzen, die der Antragsteller zu treffen hat. Die Festsetzung ist im Abstand von jeweils zwei Jahren sowie bei erheblicher Änderung der Verhältnisse erneut vorzunehmen;..
    Sooft Sie diesen Link einstellen, gebetsmühlenartig wiederholen - diese Rechtsquelle liefert keine konkreten Daten, Höhe und Umfang betreffend.

    Ihre Fähigkeit zur Projektion ist beachtlich. Sie sind es, der sich hier blamiert, sei es bei den quecksilberdampffreien ...
    ..wer Atome mit Dampf verwechselt und den Unterschied zwischen elektronischen Lichtsteuergeräten und regelbaren Widerständen - natürlich mit einem Mindestmaß an Regelelektronik und Verlustwärme nicht versteht, sollte anderen nicht die eigene Blamabilität vorhalten.

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Und Sie meinen, das Sie nicht persönlich werden?
    Nicht persönlicher als Sie.

    Dann zeigen Sie mal den Post, wo ich das behaupte.
    Nochmal. Die Höhe der Versicherungssumme sagt NIchts über die Haftungshöhe aus. Wenn Ihr KFZ einen Schaden verursacht, der über die Versicherungssumme hinausgeht (gestzlich 7.5 Mio. STandart 50-10Mio) haften Sie mit Ihrem vollen Vermögen..
    ..der Zeiger ist abgebrochen. Das ist Quatsch. Wenn ich aufgrund eines Lenkungsdefektes einen hochbrisanten Gefahrguttransporter zum Umkippen bringe, weil dessen Fahrer ausweichen muß, hafte ich mit keinem Cent meines Privatvermögens. Dafür steht die Versicherung ein, nicht der Staat.

    Etwas anderes ist es, wenn ich diesen Unfall aufgrund eines riskanten Fahrmanövers verursache. Dann besteht Haftungsausschluß.

    Wenn Ihr Vermögen nicht ausreicht, wird an vielen Stellen der Staat (Krankenkassen, Personenschäden, Umweltschäden usw.) einspringen.
    Das ist Unfug, sooft Sie es auch wiederholen.

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Sie behaupten das nur bewegliche Sachen, die auch gerade in Bewegung (Betrieb) sind, der Gefährdungshaftung unterliegen.
    SIe haben selber angegeben, das der defekte Heizöltank, der Gefährdunghaftung unterliegt.
    SIE haben das behauptet, nicht ICH. Versuchen Sie doch bitte nicht, Ihre eigene Unfähigkeit anderen Diskutanten unterzujubeln. Das ist doch lächerlich.

    Wie oft muß man es Ihnen noch erklären, Sie haben den Begriff, den Sie inflationär nachbeten, nicht verstanden. Noch nicht einmal ansatzweise, ich erwähnte es bereits.

    Der Hauseigentümer haftet, wenn der Öltank undicht wird, nicht der Öltank.

    Kann ein Atomkraftwerk auch nicht. Dennoch behaupten Sie hier (richtigerweise) das das AKW der Gefährdungshaftung unterliegt..
    Das behaupten SIE - ich nicht. Ein KKW ist eine gefährliche Einrichtung, deren Risiko von kommerziellen Versicherungskonzernen - den ursächlichen Betrieb betreffen, nicht die Begleiteinrichtungen - nicht versicherbar ist und nicht versichert ist.

    Aber Sie können sich auch weiter einreden, das Alle anderen Doof sind und sich hier blamieren, die nicht Ihre Ansichten teilen....
    - stimmt. Es wird an der Tatsache nichts ändern, daß es sich hier um Fakten handelt - und nicht um Ansichten.

    Blamieren Sie sich ruhig weiter.
  6. #1355

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Wieso? Wurde von den AKW nicht zuverlässig bzw. kontinuierlich Grundlast gedeckt?
    Extrem unzuverlässig:
    : Stromausfälle in Hamburg nach Panne im AKW Krümmel - Nachrichten Print (WAMS) - WELT ONLINE

    Und viel zu teuer in der Bilanz:
    Atomstrom - mit 304 Milliarden Euro subventioniert - Greenpeace, Nachrichten zum Thema Atomkraft
  7. #1356

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Dochdoch, das wird ständig rauf und runter gebetet. Verschwiegen wird, dass damit höhere Sicherheit, Lebensqualität, Erhalt und Steigerungen der vorhandenen Werte, und mittel- und vor allem langfristige Einsparungen und Gewinne erkauft werden.

    Immobilien, Grundstücke, Land und die ganze Volkswirtschaft, die sicherer vor Kernkraftschäden sind, sind wertvoller als solche die weniger sicher davor sind, und in unserem Geldsystem bedeutet das einen tatsächlichen Geldwertgewinn für die Volkswirtschaft. Alles Geld, das existiert, ist nämlich Kredit, und wenn die Sicherheiten, auf die diese Kredite gezahlt werden, weniger wert sind, dann wird auch das Geld weniger oder weniger wert.

    Durch einen Umstieg auf nachhaltige und umweltschonende Energiegewinnungstechnologien wird ein enormer Gewinn erzeugt - allein dadurch dass die bereits vorhandenen Dinge mehr wert sind. Allein wenn sich der Wert der Behausungen um nur 1%, also etwa 250 Euro pro Deutschem, erhöht, ergibt sich ein volkswirtschaftlicher Gewinn von etwa 20 Milliarden Euro. Wenn sich der Wert des Bodens Deutschlands nur um 1% erhöht dann ergibt das einen volkswirtschaftlichen Gewinn von etwa 40 Milliarden Euro.
    All das wirkt sich erst aus wenn die Kraftwerke abgebaut sind
    Und sorgen die nächsten 15 Jahre nicht für Binnenmarktimpulse-im Gegenteil
    Es gibt nebenbei immer mehr Studien die von einem Nullsummenspiel bei Arbeitsplätzen ausgehen-hintergrund sind die wegfallenden Arbeitspltze bei herkömmlichen Kraftwerken und Kaufkraftverlust
    Sie argumentieren damit aber nicht gegen den Ausbau von nachhaltigen und umweltschonenden Energiegewinnungstechnologien, sondern gegen die korrupte Umsetzung der Energiewirtschaft bzw ihrer Umstrukturierung.[/QUOTE]

    Wieso sollte ich von Prinzip gegen den Ausbau von EE sein?

    An EE führt über kurz oder lang gar kein Weg vorbei, prinzipiell je früher desto besser

    Allerdings-das will ich auch erwähnen-die Atomkraft wird nicht so schnell verzichtbar sein-wenn es eben sozial und human zugehen soll
  8. #1357

    Wie immer, nur die Überschrift gelesen

    Wenn Sie den Greenpeaceansatz auf die EE umrechnen dann wären wir bereits heute bei 500 MRD für PV
  9. #1358

    Die externen Kosten der Kernenergie werden spätestens seit Einführung der Kernbrennstoffsteuer in angemessener Weise berücksichtigt. Was man vom Braunkohlestrom nicht unbedingt sagen kann.
    Die einzige erneuerbare Energie die in Deutschland auf absehbare Zeit auf die kWh gerechnet wirtschaftlich zur konventionellen Stromerzeugeung konkurrenzfähig ist, ist die Onshore Windkraft. Als externe Kosten muss man bei der Windkraft und anderen EE noch die Kosten für die Speicherung bzw. Backupkraftwerke berücksichtigen. Ein funktionierendes Stromnetz ist halt mehr als der bilanzielle Ausgleich von Bedarf und Erzeugung übers Jahr gesehen. Da die mögliche Onshore-Windkraftleistung in Deutschland begrenzt und die Kombination mit anderen EE die spezifischen Kosten für die Speicherung senken, hat u.a. auch die Photovoltaik in Deutschland ihre Berechtigung. Das Verhältnis läuft aber seit ein paar Jahren aus dem Ruder. Es gibt keinen vernünftigen Grund die PV-Blase, die in den letzten Jahren entstanden ist, künstlich am Leben zu erhalten.
  10. #1359

    Kosten

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Der reine Atom-Gau in Fukushima hat bislang 7-8Mrd gekostet.
    85Mrd sind eine Schätzung, was das in Zukunft noch kosten kann.
    So habe ich es jedenfalls gelesen. Was da Alles reingerechnet wird, habe ich nicht gelesen.
    Hitachi (und die sind kein Anhängsel von Greenpeace) hat vor ca. einem halben Jahr die voraussichtlichen Kosten zwischen 85 (Minimum) bis zu ca. 175 Mrd Euro beziffert. Darin enthalten sind Entschädigungszahlungen für die Gebiete im 20 km-umkreis sowie der Rückbau der Reaktoren. Nimmt man Hanford/USA als Vergleich, so kann man sich durchaus vorstellen dass der Betrag in den nächsten 30-40 Jahren (diesen Zeitraum gab ebenfalls Hitachi an) sich entsprechend "entwickeln" kann. Bei Hanford kalkuliert man inzwischen auch ca. 100 Mrd US$, obwohl man mal der Meinung war das könnte man aus der Portokasse bezahlen.
    Das Geld, das TEPCO bzw. der japanische Staat bisher ausgegen hat war sozusagen die "Soforthilfe".


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