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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1330

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Der reine Atom-Gau in Fukushima hat bislang 7-8Mrd gekostet......
    tepco hat innerhalb eines jahres 7 trillionen yen verballert . es folgen nun die nächsten 30 - 40 jahre .

    schau mer mal .
  2. #1331

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    ... Und wem daran liegt, der kann sich z.B. der Energiewirtschaft in allen Facetten widmen, z.B. Kernkraftwerkstechnik studieren und am Abbau der KKWs mitarbeiten.
    und sie wollen im ernst junge menschen dafür begeistern-
    als lebensziel ? was für ein menschenbild
  3. #1332

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Die Diskussion hatten wir schon einmal, dass keiner unserer EVUs ein Unglück wie in Fukushima Daiichi stemmen kann. TEPCO war durchaus mit unseren EVUs vergleichbar und ist pleite (wer etwas anderes behauptet, der sollte sich mal intensiv mit Börse/Aktien beschäftigen).
    Selbst niedrige einstellige Milliardenbeträge kann TEPCO nicht mehr alleine stemmen. Bei einer erwarteten Schadenssumme von mindestens (wohl gemerkt mindestens) 85 Mrd Euro ist es ein Witz, wenn jemand glaubt das ginge auf. Lediglich die "Systemrelevanz" sichert das Überleben mit Hilfe des Staates. Und nichts anderes würde hier passieren. Das "Vermögen", das die EVUs haben benötigt man um weiter Geld zu verdienen um Zinsen für das Fremdkapital zu bezahlen. Ohne "Vermögen" gibt es nichts (aber auch gar nichts) mehr zu verdienen. Wer nun 1 und 1 zusammenzählt, der weiß nun wie er den Spruch "unbegrenzt haften"
    einzuordnen hat.
    Gut das Sie von erwarteten Summen von 85Mrd schreiben. Welchen Zeitraum und wofür? Bislang wurden 7-8Mrd dafür bezahlt und RWE hat ein Eigenkapital von 12Mrd.
    DIe Aktiva und Passiva können gerade bei einem EVU wesentlich mehr wert sein, als was man "auf der hoen Kante" hat.
  4. #1333

    Ihr Beispiel ist nicht schlecht...

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Da hat der Forist absolut Recht.

    Fragen Sie mal einen Passauer Bürger ob er sich ( noch ) gegen Hochwasser versichern kann.

    Nur Mut, fragen Sie.
    Brauche ich nicht frage. Brauche ich nur mit dem Kreisgemeindeschlüssel zu den einzelnen Versicherungen hingehen (ach die haben den ja auch). Aber was denken Sie, was Rückversicherungen so abdecken. Wieviele Mrd die für Unwetter und Überschwemmungsschäden ausgeben. Und dann steht noch die Frage, welches AKW an einem Hochwassergefährdeten Punkt steht. In Passau vielleicht.
    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ein AKW ist deshalb genauso nicht versicherbar für einen anzunehmenden "Gau" , wie ein Passauer Bürger der im Einzugsbereich der Donau ( und wenn es schlecht läuft , sogar noch etwas weiter weg ) nie in den Genuss einer Versicherung kommen, weil die Kosten für den Versicherer ( so traurig wie das ist ) unkalkulierbar sind.
    Erstens sind AKW versichert. Über einen Rückversicherer namens Atompool. Hier schon mehrfach verlinkt.
    Und Versicherungen verlangen im Allgemeinen Schutzmaßnahmen. Gerade im Gewerbebereich.
    Einem Bewohner eines Hauses in so einem Einzugsgebiet, wird man sicherlich schwer zumuten können, eigene Schutzbarrieren geben Hochwasser zu bauen. Einem AKW-Betreiber hingegen schon. Für den Fall, das er ein AKW in so ein gefährdetes Gebiet baut oder bauen darf.
    Bitte jetzt nicht mit Beispielen aus anderen Ländern kommen, wo das missachtet wurde. Das weiß ich selber.

    Der erste Fall wo der Atompool leisten musste war 1979 in Harrisburg.
  5. #1334

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    ....
    Wie die Ukraine mit Kernkraft umgeht kann ich nicht besser beurteilen als Sie auch. Es ist nicht unschwer anzunehmen, dass man als gebranntes Kind die Sicherheit ernst nimmt....
    kicher . man nimmt in der ukraine die sicherheit sogar so ernst , dass man die anderen dafür zahlen lässt , weil man es sich selbst nicht leisten will .

    "Die neue Schutzhülle wird schätzungsweise anderthalb Milliarden Euro kosten. Janukowitsch dankte am Reaktor ..... Geberländern, die bei der Finanzierung des Grossprojektes helfen."
    ooh , er ist sooo dankbar , der nette herr janukowitsch ..... ich lache nur noch .....

    "Bislang flossen aus dem Ausland rund 550 Millionen Euro in einen entsprechenden Fonds, den Rest steuert die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung bei."
    Ukraine baut Sarkophag um Tschernobyl-Reaktor - International - Tagesschau - Schweizer Fernsehen

    so wird´s gemacht : nix zahlen wollen , aber schon mal die nächste kiste hinstellen . weil , wenn´s wieder schiefgeht weiss man ja schon , wen man anruft , gelle ?????

    har har har
  6. #1335

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ja mag ja sein.

    Was nützt das Pfänden , wenn die Vermögenswerte der Verursacher in verstrahlten Gebieten liegen und für die nächsten 1000 Jahre für die Volkswirtschaft nicht nutzbar sind???
    Da nützt kein Geld der Welt. Das war nicht die Frage. Es ging um Haftung. Wenn wir uns über 1.000 JAhre unterhalten, kann NIemand sagen, was das kostet. Aber es ist so, wie es im allgemeinen Leben ist, wenn der Gläubiger nicht befriedigt werden kann, bekommt es das, was zu haben ist. Und das bei einem EVU nicht wenig.
    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Nun mal los Sie Volljurist.
    Den Mist können SIe sich sparen. Wenn Sie ne Kampfarena suchen, gehen Sie Paintball spielen wenn Feindbilder suchen. Ein Dsikussionsforum ist der verkehrte Ort.
    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Im übrigen ist der japanische Energiekonzern von der japanischen Regierung enteignet worden, oder ist irgend etwas gepfändet worden?
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich zitire mich mal aus dem Kopf.
    "Es wird gepfändet. Und da der Staat der der Gläubiger ist, heisst das Verstaatlichung"
  7. #1336

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    ....
    Erstens sind AKW versichert. Über einen Rückversicherer namens Atompool. Hier schon mehrfach verlinkt.
    „Die Folgen eines atomaren Unfalls, der unmittelbar auf eine außergewöhnlich Naturkatastrophe zurückgeht, sind nicht versichert", sagt Dirk Harbrücker, Geschäftsführer der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) in Köln ."

    und "aussergewöhnlich" ist natürlich alles , womit man nicht gerechnet hat . und wie gut man rechnen kann hat sich ja schon mehrfach gezeigt :
    nicht einmal die wahrscheinlichkeit , wie weit man sich verrechnen kann haben die herrschaften korrekt ermitteln können . das ist wahre kompetenz .....
  8. #1337

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Das market cap hat nichts damit zu tun was man als Entschädigung auszahlen kann. Wie kommen Sie auf diesen Fehlschluss?
    Ich verstehe einfach etwas von der Materie.

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Die englische Regierung hat schon lange in einem White Paper angekündigt wie die Sicherheit der Investition in die neuen Kernkraftwerke gewährleistet werden soll:
    Durch einen garantierten CO2 Preis (carbon floor price) und eine Garantie, dass bei einem Absinken unter einen verhandelten Strompreis die Differenz ausgeglichen werden soll.
    Einspeisevergütungen zu Mondpreisen in Verbindung mit massiven Subventionen. Ja, so baut man Atomkraftwerke. Sonst nicht ...

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Also nichts mit Mondpreisen a la deutsche Solarförderung, sondern eine Gleichstellung von CO2 armen Stromerzeugungsmethoden.
    Simmt keinerlei Gemeinsamkeit: Die Solarförderung hat in absehbares Ende in naher Zukunft; Kernenergie wird seit 7 Jahrzehnten weltweit mit Billionensummen gefördert - ohne die geringste Aussicht auf Erfolg der Subvention.

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Eminente englische Umweltschützer plädieren übrigens für den Neubau - wie auch die oppositionelle Labour.
    Die Frage ist nur, ob ich diese "eminenten" Umweltschützer "Umweltschützer" oder "Atomlobbyisten" nennen würde.
  9. #1338

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen
    tepco hat innerhalb eines jahres 7 trillionen yen verballert . es folgen nun die nächsten 30 - 40 jahre .

    schau mer mal .
    Ich würde eher 300-400 Jahre sagen.
  10. #1339

    Warum auch,

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Ganz billiges Beispiel: Kein einziges AKW hat freiwillig in eine Kuppel gegen Flugzeugabstürze investiert
    die Kuppeln sind stabiler als Flugzeuge.

    800 KM/H CRASH TEST. PLANE AGAINST WALL - YouTube

    Die nahezu 100 % Sicherheit bekommen Sie nie wenn es ein Privatunternehmen ist
    Die bekommen sie bei keinem Unternehmen, es gibt keine 100 % Sicherheit.
    Aber dass Fukushima, trotz 3 fachem Supergau, Kernschmelze inclusive, noch kein Todesopfer gefordert hat, zeigt die inhärente Sicherheit, selbst älterer Kernkraftwerke.
    Alle anderen Stromerzeugern fordern, trotz Tschernobyl, mehr Todesfälle, siehe Lancetstudie 370 S. 979.
    Ein Auszug.
    Deaths per TWh for all energy sources: Rooftop solar power is actually more dangerous than Chernobyl








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