Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1280

    Es gibt...

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Es gibt Schätzungen und auch Erfahrungswerte, was der Rückbau von AKW kostet.
    Was man naturgemäß nicht einschätzen kann, sind die Kosten der Endlagerung. Logisch. Es gibt ja noch keine Endlagerstätte. Außerdem weiß NIemand wie sich Technik und Kosten über längere Zeit entwickeln. Wieviele Währungsunionen es da geben wird.
    Ich empfinde allein aus der Endlagerungsfrage Kernkraft als nicht erstrebenswert. Das vielleicht noch Generationen nach uns damit beschäftigt sein können, auf unseren Müll aufzupassen, halt ich für äusserst unschön.
    Wobei man aber auch bedenken muß das die Stromproduktion der AKW auch Anteil an der Entwicklung unserer Zivilisation hat und es unseren Wäldern mit sicherheit ohne AKW um Einiges schlechter ergangen wäre.
    ...sowas und sowas.
    Als ich damals mit dem Transporter in die Nukem-Alkem reingefahren bin, da ist mir vor allem eines aufgefallen:
    Die Bäume sahen durchwegs krank aus, so wie etwa am Airport, und es war überhaupt kein Vogelgezwitscher zu hören.
    Wenn sie richtig nachdenken würden, dann würden sie auch die bislang ungelöste Endlagerproblematik nicht einfach nur als unschön bezeichnen, denn das ist bereits eine Beschönigung der aktuellen Zustände.
  2. #1281

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nicht einfältig und Ihre Antwort grundlegend falsch. Schon in Europa gibt es unterschiedliche Haftungssummen. Und in den USA kommen ja Schadensersatzklagen in Größenordnungen zustande, wo wir in Deutschland nur die Köpfe schütteln.
    Die AKW-Betreiber in Deutschland lachen sich deshalb kaputt.

    Merken Sie immer noch nicht was Sie für ein Unfug hier schreiben??
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  3. #1282

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    ...
    Natürlich haben die Länder recht, nicht panisch ausszusteigen.
    Sie freuen sich auf den Uranaussteiger Deutschland, der keine zuverlässige Alternative hat..
    Ein Urankonkurrent weniger. So realistisch muss man es sehen.
    Wenn man den Gürtel nicht enger schnallen will.
    In der tat gibt es in keiner westlichen demokratie die sicherheit,dass die bevölkerung
    nicht genau so gegen akw hysterisiert wird wie die deutsche.-
    damit fehlt die notwendige über jahrzehnte dauernde sicherheit für akw-investoren.-

    Es ist zugleich die aufgabe des führungsanspruchs der westlichen demokratieen-
    ein signal des historischen niedergangs.-
  4. #1283

    Zitat von ANDIEFUZZICH Beitrag anzeigen
    ...sowas und sowas.
    Als ich damals mit dem Transporter in die Nukem-Alkem reingefahren bin, da ist mir vor allem eines aufgefallen:
    Die Bäume sahen durchwegs krank aus, so wie etwa am Airport, und es war überhaupt kein Vogelgezwitscher zu hören.
    Wenn sie richtig nachdenken würden, dann würden sie auch die bislang ungelöste Endlagerproblematik nicht einfach nur als unschön bezeichnen, denn das ist bereits eine Beschönigung der aktuellen Zustände.
    wieso ist die endlagerproblematik ungelöst?
    haben sie den vorschlag juppitermond bedacht?
    oder vielleicht entkräftet? wann? wo?
    oder alles nicht gelesen?
  5. #1284

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen
    kleine info von den präzisionsrechenfreunden aus der schweiz :
    "Die von Frankreich benötigte Strommenge könnte ohne Wiederaufbereitung und MOX Einsatz wesentlich günstiger produziert werden. Der Vergleich sämtlicher Kosten von der Brennstoffherstellung bis zur Abfallentsorgung liefert folgendes eindrückliche Ergebnis: Jedes dank Aufbereitung und Wiedergebrauch nicht in ein allfälliges Endlager gelangende Kilogramm Plutonium kostet die französischen Stromkonsumenten und Steuerzahler umgerechnet mehr als 250'000 SFr."
    http://www.labor-spiez.ch/de/dok/hi/...khipl_0211.pdf

    ich gehe mal nicht davon aus , dass dieser betrag für deutschland siginifikant abweichen würde . die zahlen sind übrigens aus 2001 , also relativ zeitnah zur entstehung der verschwörungstheorie , die sie auf den tisch geworfen haben . und nun könnte man ja auf die zugegeben ziemlich dreiste idee kommen , das mal für die über hundert tonnen "deutschen" plutoniums auszurechnen .
    aber ehrlich gesagt : es interessiert mich schon nicht mehr ......
    Tja, der Uranpreis ist das Kriterium für die Wirtschaftlichkeit der Wiederaufbereitung, siehe oben verlinkter Bericht:

    "Weil sich zudem die leicht abbaubaren Uranvorkommen grösser als erwartet erwiesen, sank der Uranpreis massiv von 100$ im Jahre 1960 auf momentan etwa 30$ für 1 kg Uran (Preisbasis: $ von 1995). Schnelle Brüter sind unter diesen wirtschaftliche Bedingungen nicht wirtschaftlich;"

    Wie man leicht feststellen kann, ist der Uranpreis jedoch seit 2001
    stark gestiegen. Somit ist die Wiederaufbereitung spätestens seit dem Jahre 2006 wirtschaftlich. Dieser Anstieg des Uranpreises ist bekanntlich ein von Kernkraftgegnern gern genommenes Argument, um die vermeintliche Unwirtschaftlichkeit von AKWs in der Zukunft aufzuzeigen (auch wenn die Kosten der Brennelemente kaum eine Rolle bei den Betriebs- oder Gesamtkosten eines AKWs spielen ...). Man müsste sich also als Kernkraftgegner schonmal für ein Variante der zukünftigen Uranpreisentwicklung entscheiden.
  6. #1285

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Sie führen sich vor. Eine Verpflichtung zum Schadensersatz ist Haftung. Und die ist im Atomgesetz für die Betreiber in unbegrenzter Höhe festgelegt. Man kann sehr wohl unbegrenzt haften, aber nur begrenzte Mittel haben. Sie behaupten wegen der Begrenztheit der Mittel gäbe es keine unbegrenzte Haftung. Das ist falsche Logik.
    man haftet bei "unbegrenzter" haftung mit dem gesamtvermögen . wenn der schaden aber dieses gesamtvermögen überschreitet kann man nicht vollständig haften . ich hatte bereits in einem anderen beitrag dargelegt , wie der begriff "unbegrenzt" zu verstehen ist .

    de facto ist es ganz einfach : einem nackten mann können sie nicht in die tasche fassen . it´s as simple as that .

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Nein, sind sie nicht. Der wichtigste Anwender von Kernkraft, die USA, haben eine vollständig andere Regelung, mit sehr stark gedeckelter Haftung. Googeln Sie mal nach dem 'Price Anderson Nuclear Act' und Sie werden nichts mehr von 'mehr oder weniger kongruent' behaupten!
    es gibt da eine reihe internationaler abkommen . die kann man ja mal durcharbeiten :
    Publications: Vienna Convention on Civil Liability for Nuclear Damage

    dort kann man dann auch gleich sehen , dass die herrschaften nicht besonders weit gedacht haben .

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Wieder eine falsche Logik. Die anderen Betreiber haben ja nicht die hohen Primärenergiekosten und die Entschädigungszahlungen zu leisten.
    die primärenegiemehrkosten von tepco nach fukushima machen weniger als ein zehntel der bisherigen ( ! ) entschädigung , aufräumarbeiten usw usw aus .

    das hier :
    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    "Das hat aber .... nicht hauptsächlich mit den Entschädigungsforderungen zu tun, sondern vor allem damit, dass die hohen Rohstoffkosten zum Ersatz der KKWs..... "
    könnte also kaum falscher sein .
  7. #1286

    Zitat von Jahoo Beitrag anzeigen
    Tja, der Uranpreis ist das Kriterium für die Wirtschaftlichkeit der Wiederaufbereitung, siehe oben verlinkter Bericht:
    es ging darum , dass der forist n+x sagte , es hätte im jahr 2000 keinen vernünftigen grund auf die wiederaufbereitung zu verzichten gegeben . ich habe gezeigt , dass es sehr wohl einen ganz simplen grund dafür gab .
    und damit hat sich nun erst einmal die verschwörungstheorie , die er lanciert hat erledigt .

    Zitat von Jahoo Beitrag anzeigen
    Wie man leicht feststellen kann, ist der Uranpreis jedoch seit 2001
    stark gestiegen. Somit ist die Wiederaufbereitung spätestens seit dem Jahre 2006 wirtschaftlich.
    stark gestiegen ? ca 15% . ein schaubild für sie :
    http://www.n-tv.de/img/60/602619/O_1...Uranpreis-.jpg
    anmerkung : der spotmarkt für uran macht ca 10% des gesamtmarktes aus , da fast alle versorger sich überwiegend aus langfristigen liefervereinbarungen eindecken .
  8. #1287

    Haftung

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen
    man haftet bei "unbegrenzter" haftung mit dem gesamtvermögen . wenn der schaden aber dieses gesamtvermögen überschreitet kann man nicht vollständig haften .
    Sie verwechseln immer noch und immer wieder die Begriffe. Man kann unbegrenzt haften. Auch persönlich haften Sie in vielen Fällen unbegrenzt.

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen
    es gibt da eine reihe internationaler abkommen . die kann man ja mal durcharbeiten :
    Publications: Vienna Convention on Civil Liability for Nuclear Damage
    Damit wollen Sie wovon ablenken? Ach ja, von Ihrer falschen Behauptung, dass die Haftungsregelung bez. Kernkraft international ähnlich ("weltweit mehr oder weniger kongruent ")geregelt sei.
    Ist sie eben nicht. In den USA gibt es keine unbegrenzte Haftung, sondern die Haftung ist durch den Price-Anderson Act auf ca 12 Milliarden (soweit ich recht erinnere) gedeckelt. Von Russland, China etc mal ganz zu schweigen.

    Deutschland hat weltweit wohl die strengste Haftungsregelung im ATG. Sogar bei höherer Gewalt (Krieg) haften die Betreiber noch, hier dann allerdings gedeckelt auf 2,5 Milliarden pro KKW.

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen

    die primärenegiemehrkosten von tepco nach fukushima machen weniger als ein zehntel der bisherigen ( ! ) entschädigung , aufräumarbeiten usw usw aus .
    Ich habe bisher anderes gelesen. Aber lasse mich gerne besser informieren. Sie haben sicher eine Quelle für Ihre Behautpung?
  9. #1288

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    ..

    Deutschland hat weltweit wohl die strengste Haftungsregelung im ATG. Sogar bei höherer Gewalt (Krieg) haften die Betreiber noch, hier dann allerdings gedeckelt auf 2,5 Milliarden pro KKW.

    Ich habe bisher anderes gelesen. Aber lasse mich gerne besser informieren. Sie haben sicher eine Quelle für Ihre Behautpung?
    die verstaatlichung der akw wäre auch
    deshalb die korrekte lösung
  10. #1289

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Sie haben sich in diesem Strang indirekt als Atomkraftbefürworter und EEG-Gegner dargestellt, China kam von mehreren Mitdiskutanten ins Spiel, weil dieses Land auf Atomkraft setzt. Das bemängle ich nicht, sondern verfahre so, wie Sie doch meinen, das man verfahren solle.

    Ich diskutiere mit Ihnen über diese Einstellung. Reicht das?
    Ich weiss nicht was sie da rausgelesen haben wollen. Ausgangspunkt war die WHO, wer dort nicht Mitglied ist und warum. Es hatte mit Atomkraft erstmal nichts zutun und schon garnicht mit der Atompolitik der Volksrepublik China. Dass der offizielle Name von Taiwan das Wort China beinhaltet war wohl der Grund einer Fehlannahme eines Foristen, was ihnen anschließend in ähnlicher Weise wohl auch unterlaufen ist. Unwichtig und unbedeutend aber lasten sie nicht mir ihr Missverständnis an.

    Auch was die Zahlen des Lancetberichtes zu den Folgen der Kohleverstromung betriff, muss ich sie enttäuschen. Zum einen basieren die Zahlen auf Studien des ExterneE Projektes, bei dem die östlichen Länder Europas garnicht beteiligt waren. Zum anderen ist gerade die Zahl für die Braunkohle genau dem deutschen Projektbericht entnommen. Wahrscheinlich wäre sogar trotz älterer Technik die Zahl für polnische Kraftwerke nicht wesentlich schlechter als die deutsche, da eben auch der Einfluss der Bevölkerungsdichte zu beachten ist. Was sie mir mit ihrer Säuglingssterblichkeitsgeschichte andichten wollen, bleibt mir wieder rätselhaft. Dass Partikel und Abgase nicht nur lokale Auswirkungen haben, sollte unstrittig sein. Dies ist auch in prosaischer Form im Artikel beschrieben, falls sie sich mit Zahlen nicht so anfreunden können.