Forum: Wirtschaft
Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?
Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
- #1280 27.04.2012 22:12 von
Es gibt...
...sowas und sowas.
Als ich damals mit dem Transporter in die Nukem-Alkem reingefahren bin, da ist mir vor allem eines aufgefallen:
Die Bäume sahen durchwegs krank aus, so wie etwa am Airport, und es war überhaupt kein Vogelgezwitscher zu hören.
Wenn sie richtig nachdenken würden, dann würden sie auch die bislang ungelöste Endlagerproblematik nicht einfach nur als unschön bezeichnen, denn das ist bereits eine Beschönigung der aktuellen Zustände. - #1281 28.04.2012 01:07 von
- #1282 28.04.2012 07:47 von
In der tat gibt es in keiner westlichen demokratie die sicherheit,dass die bevölkerung
nicht genau so gegen akw hysterisiert wird wie die deutsche.-
damit fehlt die notwendige über jahrzehnte dauernde sicherheit für akw-investoren.-
Es ist zugleich die aufgabe des führungsanspruchs der westlichen demokratieen-
ein signal des historischen niedergangs.- - #1283 28.04.2012 08:32 von
- #1284 28.04.2012 09:47 von
Tja, der Uranpreis ist das Kriterium für die Wirtschaftlichkeit der Wiederaufbereitung, siehe oben verlinkter Bericht:
"Weil sich zudem die leicht abbaubaren Uranvorkommen grösser als erwartet erwiesen, sank der Uranpreis massiv von 100$ im Jahre 1960 auf momentan etwa 30$ für 1 kg Uran (Preisbasis: $ von 1995). Schnelle Brüter sind unter diesen wirtschaftliche Bedingungen nicht wirtschaftlich;"
Wie man leicht feststellen kann, ist der Uranpreis jedoch seit 2001
stark gestiegen. Somit ist die Wiederaufbereitung spätestens seit dem Jahre 2006 wirtschaftlich. Dieser Anstieg des Uranpreises ist bekanntlich ein von Kernkraftgegnern gern genommenes Argument, um die vermeintliche Unwirtschaftlichkeit von AKWs in der Zukunft aufzuzeigen (auch wenn die Kosten der Brennelemente kaum eine Rolle bei den Betriebs- oder Gesamtkosten eines AKWs spielen ...). Man müsste sich also als Kernkraftgegner schonmal für ein Variante der zukünftigen Uranpreisentwicklung entscheiden. - #1285 28.04.2012 10:43 von
man haftet bei "unbegrenzter" haftung mit dem gesamtvermögen . wenn der schaden aber dieses gesamtvermögen überschreitet kann man nicht vollständig haften . ich hatte bereits in einem anderen beitrag dargelegt , wie der begriff "unbegrenzt" zu verstehen ist .
de facto ist es ganz einfach : einem nackten mann können sie nicht in die tasche fassen . it´s as simple as that .
es gibt da eine reihe internationaler abkommen . die kann man ja mal durcharbeiten :
Publications: Vienna Convention on Civil Liability for Nuclear Damage
dort kann man dann auch gleich sehen , dass die herrschaften nicht besonders weit gedacht haben .
die primärenegiemehrkosten von tepco nach fukushima machen weniger als ein zehntel der bisherigen ( ! ) entschädigung , aufräumarbeiten usw usw aus .
das hier :
könnte also kaum falscher sein . - #1286 28.04.2012 11:02 von
es ging darum , dass der forist n+x sagte , es hätte im jahr 2000 keinen vernünftigen grund auf die wiederaufbereitung zu verzichten gegeben . ich habe gezeigt , dass es sehr wohl einen ganz simplen grund dafür gab .
und damit hat sich nun erst einmal die verschwörungstheorie , die er lanciert hat erledigt .
stark gestiegen ? ca 15% . ein schaubild für sie :
http://www.n-tv.de/img/60/602619/O_1...Uranpreis-.jpg
anmerkung : der spotmarkt für uran macht ca 10% des gesamtmarktes aus , da fast alle versorger sich überwiegend aus langfristigen liefervereinbarungen eindecken . - #1287 28.04.2012 11:09 von
Haftung
Sie verwechseln immer noch und immer wieder die Begriffe. Man kann unbegrenzt haften. Auch persönlich haften Sie in vielen Fällen unbegrenzt.
Damit wollen Sie wovon ablenken? Ach ja, von Ihrer falschen Behauptung, dass die Haftungsregelung bez. Kernkraft international ähnlich ("weltweit mehr oder weniger kongruent ")geregelt sei.
Ist sie eben nicht. In den USA gibt es keine unbegrenzte Haftung, sondern die Haftung ist durch den Price-Anderson Act auf ca 12 Milliarden (soweit ich recht erinnere) gedeckelt. Von Russland, China etc mal ganz zu schweigen.
Deutschland hat weltweit wohl die strengste Haftungsregelung im ATG. Sogar bei höherer Gewalt (Krieg) haften die Betreiber noch, hier dann allerdings gedeckelt auf 2,5 Milliarden pro KKW.
Ich habe bisher anderes gelesen. Aber lasse mich gerne besser informieren. Sie haben sicher eine Quelle für Ihre Behautpung? - #1288 28.04.2012 11:59 von
- #1289 28.04.2012 12:19 von
Ich weiss nicht was sie da rausgelesen haben wollen. Ausgangspunkt war die WHO, wer dort nicht Mitglied ist und warum. Es hatte mit Atomkraft erstmal nichts zutun und schon garnicht mit der Atompolitik der Volksrepublik China. Dass der offizielle Name von Taiwan das Wort China beinhaltet war wohl der Grund einer Fehlannahme eines Foristen, was ihnen anschließend in ähnlicher Weise wohl auch unterlaufen ist. Unwichtig und unbedeutend aber lasten sie nicht mir ihr Missverständnis an.
Auch was die Zahlen des Lancetberichtes zu den Folgen der Kohleverstromung betriff, muss ich sie enttäuschen. Zum einen basieren die Zahlen auf Studien des ExterneE Projektes, bei dem die östlichen Länder Europas garnicht beteiligt waren. Zum anderen ist gerade die Zahl für die Braunkohle genau dem deutschen Projektbericht entnommen. Wahrscheinlich wäre sogar trotz älterer Technik die Zahl für polnische Kraftwerke nicht wesentlich schlechter als die deutsche, da eben auch der Einfluss der Bevölkerungsdichte zu beachten ist. Was sie mir mit ihrer Säuglingssterblichkeitsgeschichte andichten wollen, bleibt mir wieder rätselhaft. Dass Partikel und Abgase nicht nur lokale Auswirkungen haben, sollte unstrittig sein. Dies ist auch in prosaischer Form im Artikel beschrieben, falls sie sich mit Zahlen nicht so anfreunden können.
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