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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1220

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    War denn der Atomausstieg denn nicht schon 2001 vertraglich, also mit Zustimmung der Energieunternehmen beschlossen worden?
    ..
    eine beliebte legende-die evu sind faktisch genötigt worden,
    da trittin sonst sofort abschalten wollte-
  2. #1221

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Normalerweise wird höhere Gewalt ausgeschlossen, also bei Krieg, Bürgerkrieg. Bei Kernkraftwerken haftet nach deutschen Atomgesetz selbst da der Betreiber, wenn auch dann gedeckelt auf 2,5 Milliarden.
    Also für Schäden bis 256Mio haftet die AKW-Betreiberhaftpflicht/Rückversicherer (Atompool), die 2,5 Mrd sind Deckungsvorsorge, die der Betreiber zurücklegen muß. Ansonsten haften die Betreiber in unbegrenzter Höhe. Wir sprechen dabei von einer Gefährdungshaftung.
  3. #1222

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Peinlich ist es, weil Sie schon so lange hier im Forum sind und das noch nicht mitbekommen haben sollen, schließlich ist dies schon gefühlte tausend Mal erklärt worden, dass die Hartzler-Inastrumentalisierung gegen EE nicht mit Fakten begründbar ist.
    Auch wenn ich lange im Forum "unterwegs" bin, bekomme ich nicht jeden Post und jedes Argument mit. Also ist es so, das im Hartz-Satz auch die Stromkosten enthalten sind?
  4. #1223

    Haftung nach ATG

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Also für Schäden bis 256Mio haftet die AKW-Betreiberhaftpflicht/Rückversicherer (Atompool), die 2,5 Mrd sind Deckungsvorsorge, die der Betreiber zurücklegen muß. Ansonsten haften die Betreiber in unbegrenzter Höhe. Wir sprechen dabei von einer Gefährdungshaftung.
    Jein. Bei höherer Gewalt (Krieg, Bürgerkrieg, Meteoriteneinschlag...) besteht für Betreiber - im Gegensatz zum ansonsten dabei üblichen Haftungsausschluss - trotzdem Haftung; dann allerdings ist die Haftung auf die 2,5 Milliarden der Deckungssumme begrenzt; diese Begrenzung gilt auch für Haftung gegenüber dem Ausland.
  5. #1224

    Frankreich steigt aus - non.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
    Der hier schon proklamierte "Ausstieg" Frankreichs im Falle einen neuen Präsidenten Hollande war wohl etwas verfrüht: "Socialist candidate Hollande has distanced himself from an accord with the Greens to shut 24 of France’s 58 nuclear reactors by 2025 in light of union support for the industry and the perceived threat to jobs."
  6. #1225

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Seit wann ist China demokratisch? Ist das ZK der KP-Chinas durch freie und demokratische Wahlen ersetzt worden?
    Wüsste nicht, dass in der Republik China das ZK an der Macht ist. Da das aber wirklich garnichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, haben sie keine Häme und Wikiempfehlungen meinerseits zu befürchten.
  7. #1226

    Erklärungen

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Soviel Häme und Überheblichkeit - alte Forenregel - meist bei denen mit der geringsten Ahnung.
    Nun ja, wenn man schon als VT-Anhänger eingestuft wird, dann darf man das doch (oder soll ich die Illusion zerstören?)
    Übrigens ging es um meine Behauptung, dass die WHO genausowenig unabhängig ist wie die UNO. Wenn man z.B. bedenkt, dass die WHO keine Untersuchungen/Einschätzungen die die Kernkraft betreffen OHNE Absprache mit der IAEA veröffentlichen darf, dann fragt man sich natürlich was verstehen Kernkraftanhänger unter dem Begriff "unabhängig" , wenn sie ihn in Verbindung mit der WHO bringen.

    Das Urteil über die Ahnung fällen wir etwas später, wenn ich den Rest ihres Beitrages kommentiert habe.

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    China war, auf amerikanischen Druck hin, zwei Jahrzehnte von Chiang Kai-shek's Taiwan in der UN vertreten. Auch in der WHO.
    Erst 1971 wurden die realen Machtverhältnisse zur Kenntnis genommen und Taiwan verlor seinen Status in der UN, und er WHO.
    Die Demokratie ist übrigens in Taiwan eine ziemlich junge Erscheinung.
    Alles richtig. Und wie sie korrekt vermerken:Die Machtverhältnisse waren entscheidend.

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Taiwan's DPP (demokratisch progressive Partei - aber demokratisch populistisch wäre auch nicht falsch!) versuchte seit 2000 wiederholt Mitglied bei der WHO zu werden; mit dem 'kleinen' Schönheitsfehler, dass es darauf bestand als Vertretung der "Republik China" aufgenommen zu werden, was natürlich scheitern musste.
    1. Waren die Versuche auch schon vor 2000 vorhanden. Auch die KMT versuchte es schon
    2. Die DPP (Min Jin) als "populistisch" einzustufen zeugt von gewissen "Geschichtslücken" zum Thema Taiwan (nicht alles steht bei Wiki). Ohne die DPP und vor allem deren Gründungsmitgliedern wäre Taiwan vermutlich heute noch kein demokratisches Land. Die KMT (guo min dang) von Tschiang Kai-Shek war nämlich gleich wie die KP in China, nur kapitalistisch ausgerichtet. Viele der Gründungsmitglieder der DPP sind wegen ihren politischen Ansichten (Demokratie!) im Knast gesessen. Die DPP war die ERSTE demokratische Partei in Taiwan. Die KMT ist zwar heute auch eine vollwertige demokratische Partei, aber der Wandel kam nur auf Druck vom Volk und Leuten der DPP zustande.
    2.28 ist in Taiwan ein bekanntes Datum und gibt einen kleinen Einblick wie es früher war

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Erst 2009 wurde Taiwan nun, mit China's Hilfe, in die World Health Assembly der WHO eingeladen. Diesmal unter dem Namen "Chinese Taipei"
    Wie sie treffend beschreiben:Eingeladen!

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Wenn man Umfragen, hier zitiert, glauben darf, ist die große Mehrheit der Bevölkerung Taiwans damit einverstanden.
    Es wäre schon überzeugender gewesen, wenn sie eine unabhängige Zeitung als Informationsquelle benannt hätten und nicht gerade das Haus- und Hofblatt der chinesischen KP

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Die jetzige Regierung scheint nicht nur in der Frage des Verhältnisses zu China die vernünftigere Position innezuhaben, sondern auch in der Energiepolitik.
    Wußten sie schon, dass die jetzige Regierung dem staatlichen Energieunternehmen vorschreibt pro kWh Solarstrom ca. 28 Cent zu vergüten. Und das für die Dauer von 20 Jahren. Freut mich, dass sie das inzwischen als vernünftig einstufen.
  8. #1227

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, ich habe den Spruch nie gehört.
    dann wird es zeit , sich mit der geschichte der kernenergie zu befassen .
    aber ich bin mir sicher , dass sie "den spruch" schon gelesen haben , sonst würden sie ja gar nicht drauf einsteigen ..... :-D

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Das ist allerdings nur Wunschdenken. Rein wirtschaftlich kann mit der Kohle nue Wasserkraft an guten Standorten konkurrieren.
    wirtschftlich betrachtet ist eine erneuerbare energiequelle wohl kaum zu schlagen . es sei denn man denkt in zeiträumen von ein paar jahrzehnten . dann denkt man allerdings nicht wirtschaftlich sondern egoistisch . und damit zutiefst unwirtschaftlich .

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Und wie viel davon wurde in MOX Elementen wieder verwertet?
    Und was hat das mit einer militärischen Motivation zu tun? Für eine militärische Anwendung wäre man eher beim Druckröhrenreaktor geblieben.
    80 tonnen pu reichen doch völlig . you don´t have to go the extra mile . plain and simple .

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Ja. Den Kernkraftwerke zur Stromerzeugung eignen sich nicht zur Herstellung dieses Stoffes den man für eine Bombe benötigen würde.
    die kraftwerke produzieren das plutonium auch ganz ohne ihr glaubensbekenntnis . ok ?

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Außerdem lässt dieser Stoff sich auch zu Strom machen.
    dann noch mehr , noch toxischere abfälle ...... oder brüter ..... har har har .

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Nein, denn es gibt ja bereits große Mengen Pu das zu Waffenzwecken hergestellt wurde.
    in deutschland wurde eben kein plutonium "zu waffenzwecken" hergestellt . trotzdem ist die brd im besitz von über 100 tonnen dieses überaus menschenfreundlichen materials . wie konnte das nur geschehen ?

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Besser ist's, bevor Sie noch mehr Kompetenz beweisen.
    nachtreten ist beliebt bei ihnen , nicht wahr ? das ist ihre kernkompetenz ..... :-D
  9. #1228

    Und auch dazu noch ne Antwort

    Zitat von Jahoo Beitrag anzeigen
    haben sie beide Recht. China ist in der WHO und China ist nicht in der WHO. Aufgrund des politischen Streitfalls VR vs. Republik sehen sie also grundsätzlich die Neutralität der WHO in ihrer Kernkompetenz, dem Gesundheitswesen, als nicht gegeben an? Ich glaub da finden sie bessere Beispiele in 2 Minuten.
    Ja, ich zweifle die Unabhängigkeit der WHO an. Wieso gibt es ein Abkommen mit der IAEA, dass Veröffentlichungen der WHO mit Bezug zur Kernenergie nur in Absprache mit der IAEA raus dürfen? Was? hat die WHO mit der IAEA zu tun?

    Zitat von Jahoo Beitrag anzeigen
    Deutschland hat auch keinerlei diplomatische Beziehungen zu dem demokratischen China. Das war für mich bisjetzt noch der geringste Grund an Herrn Bahr zu zweifeln.
    Ja, Geld regiert die Welt, so ist es. Hier schimpft man auf die Kommunisten und an anderer Stelle kriecht man denen in .....
    Moral ist ein schönes Wort.
  10. #1229

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Wußten sie schon, dass die jetzige Regierung dem staatlichen Energieunternehmen vorschreibt pro kWh Solarstrom ca. 28 Cent zu vergüten. Und das für die Dauer von 20 Jahren. Freut mich, dass sie das inzwischen als vernünftig einstufen.
    Ja tun sie das? Schöne Sache, die Vergütungssumme ist aber völlig irrelevant, wenn der Zielausbau bei "ambitionierten" 3100MW bis 2030 liegt.

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Ja, ich zweifle die Unabhängigkeit der WHO an. Wieso gibt es ein Abkommen mit der IAEA, dass Veröffentlichungen der WHO mit Bezug zur Kernenergie nur in Absprache mit der IAEA raus dürfen? Was? hat die WHO mit der IAEA zu tun?
    Sagte ja Sie finden in 2 Minuten ein besseres Argument. Warum sich also hier mit der Ein-China-Politik befassen. Wie der Mitforist auf die Idee kam, dass die Volksrepublik China nicht Mitglied der WHO ist, lag für sie als Kenner der Materie doch ziemlich Nahe oder nicht?


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