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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1170

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Ich möchte immer noch erfahren, warum in Deutschen Kernkraftwerken ein Störfall so behandelt wird wie in anderen Deutschen Industriebranchen (z.B. Automobil) vor über 20 Jahren. Und dann würde mich interessieren, warum die Betreiber nicht ein bis zwei Prozent der ausgezahlten Dividende dafür benutzt haben um technisch auf einem mit anderen Industriebranchen vergleichbaren aktuellen Sicherheitslevel zu sein.
    .
    Und nach wie vor, muß man da fragen, was Sie konkret meinen. Das vielleicht an Beispielen festmachen.
    Das bei jeder Störung eine Aufsichtsbehörde informiert werden muß, haben SIe nicht in allen Industriezweigen.
    In welche Gefahrenklasse man das einstuft, wird der Behörde dann überlassen. Schauen Sie sich die Ines-Tabelle an und dann wie oft man in Deutschland von einem wirklichen Störfall oder Unfall sprechen kann.
    Sie werden bei keinem anderen Kraftwerkstyp erleben, das man bei kleinsten Störung automatisch vom Netz geht und erst nach Prüfung wieder angekoppelt wird. In anderen Industriezweigen wird keine Fabrik stillgelegt, weil ein Aggregat defekt ist.
    Wenn Sie also meinen, das nur AKW nicht an Sicherheitsvorschriften gearbeitet wurde, bitte ich SIe dabei konkret "Ross und Reiter" zu benennen. Damit man versteht, was Sie meinen und gegebenenfalls argumentieren kann.
  2. #1171

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Wenn ein Kind von unter 12Jahren sich an Ihrem geparkten Auto verletzt, haften Sie dafür. Egal ob Sie Schuld haben oder nicht. Deshalb Gefährdungshaftung.
    Und wenn das Kind gegen eine Hauswand fällt, haftet dann auch der Hausbesitzer?
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  3. #1172

    Auch das wiederhole ich gerne

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Und nach wie vor, muß man da fragen, was Sie konkret meinen. Das vielleicht an Beispielen festmachen.
    Das bei jeder Störung eine Aufsichtsbehörde informiert werden muß, haben SIe nicht in allen Industriezweigen.
    In welche Gefahrenklasse man das einstuft, wird der Behörde dann überlassen. Schauen Sie sich die Ines-Tabelle an und dann wie oft man in Deutschland von einem wirklichen Störfall oder Unfall sprechen kann.
    Sie werden bei keinem anderen Kraftwerkstyp erleben, das man bei kleinsten Störung automatisch vom Netz geht und erst nach Prüfung wieder angekoppelt wird. In anderen Industriezweigen wird keine Fabrik stillgelegt, weil ein Aggregat defekt ist.
    Wenn Sie also meinen, das nur AKW nicht an Sicherheitsvorschriften gearbeitet wurde, bitte ich SIe dabei konkret "Ross und Reiter" zu benennen. Damit man versteht, was Sie meinen und gegebenenfalls argumentieren kann.
    Nun, damit es nicht zu Missverständnissen kommt möchte ich zuerst nochmal erwähnen, dass ich seit über 30 Jahren in der Automatisierungsbranche (Echtzeit!) tätig bin und weiß wovon ich rede(schreibe).
    Nach dem Unglück in Fukushima Daiichi gab es eine Reportage vom NDR von einem Deutschen Kernkraftwerk, bei der auch gerade ein Störfall simuliert wurde. Nun, irgendwo in der Leitwarte hats geblinkt und gepiepst und ein Mitarbeiter hat dann ein Handbuch (63 standen zur Auswahl) genommen und angefangen zu blättern. Und das ist für mich der technische Stand der frühen 80er Jahre (ich war zumindest noch so zurückhaltend, dass ich immer "vor 20 Jahren" geschrieben habe). Handbücher gibt es bei uns für die Wartung, aber niemals für einen Störfall. Wenn sich bei uns ein Störfall abzeichnet, dann werden heute in einer Produktionsanlage (und da geht es nicht um Sicherheit sondern nur um Geld) neben den Leuten vor Ort dezentral Personen informiert (über email,SMS etc) und die ersonen erhalten eine Information was sie zu tun haben. ALLES was im Handbuch steht ist ja schon mal gedacht worden (da stehen keine Geheimnisse drin) und kann heute auf eine schnellere und sichere Art zur Verfügung gestellt werden. Eine Aufrüstung auf einen aktuellen technischen Stand ist m.M. nach im einstelligen Millionenbereich /Kraftwerk möglich. Aber niemand hat offensichtlich eine Notwendigkeit gesehen. Und das ist mein Problem. Man spart sich das Geld und reagiert erst wenn etwas passiert.
    Ich habe übrigens schon geschrieben, dass mir die Einstufung eines Störfalles in INES-x oder INES-y am ... vorbeigeht. Als Beispiel habe ich den Autofahrer erwähnt, der verkehrswidrig über eine Kreuzung rast. Hat er Glück passiert nichts, also INES-0 (gibt es INES-0?). Rast er in einen Schulbus und es sterben 70 Kinder ist es INES-8. Laut Statistik ist der INES-0-Fahrer ein guter Fahrer, der INES-8-Fahrer hätte nie den Führerschein bekommen dürfen. Und dieses Beispiel sollte man im Hinterkopf haben, wenn man (Beamten-)Statistiken. beurteilt.
  4. #1173

    Organized news

    Zitat von exilator Beitrag anzeigen
    Die können wnigstens nicht mehr explodieren und riesige Flächen verseuchen.
    Welche Länder haben denn die kernkraft? Die ist so teuer, dass sie sich nur die reichen Länder leisten können.

    exilator
    Man kann hier ja sagen was man will, Atomkraft ist in D natürlich viel sicherer als in Japan.
    Fairewinds hat die Seite neu organisiert, da steckt gehörig Sprengstoff dahinter, aber hier hört man ja gar nichts mehr zu Fukushima..
  5. #1174

    ...

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Nun ja, in der Blütezeit der Kernkraft in Deutschland (Mitte/Ende der 70er)wurde z.B. der Bodensee von der Industrie so zugemüllt, dass in öffentlichen Bädern das Baden wegen Gesundheitsgefährdung verboten wurde. Das Wort "Umweltschutz" gehörte bis dahin gar nicht zum Deutschen Wortschatz.
    Das Umweltbewusstsein entstand bereits in den 60er Jahren. In den 70ern kam es dann auch in der Politik an und führte z.B. zum Bundes-Immissionsschutzgesetz
    Wiki:"1974, als das Gesetz erlassen wurde, hatte man industrielle Emissionen als ein ernsthaftes Problem für die Umwelt und die menschliche Gesundheit erkannt ("Umweltbewusstsein") und war deren Regulierung mit dem Instrumentarium der Gewerbeordnung (beispielsweise frühere politische Kampagnen zur Luftreinhaltung wie "Blauer Himmel über der Ruhr") an Grenzen gestoßen."

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Dass sie nun argumentieren, die Kernkraft wäre auch wegen Umweltschutzgründen gefördert worden ist eigentlich nur noch peinlich, da genau diese Entscheidungsträger für die Sauereien in diesen Zeiten verantwortlich waren. Manche Konzerne wie Bayer und BASF haben für ihre "Umweltstrafen" damals so etwas wie Daueraufträge eingerichtet, da die Strafen nicht ein Minimum der eingesparten Kosten ausmachten und ohne jegliche Konsequenz blieben.
    Wie viele Kernkraftwerke hatten denn Bayer und BASF? In welcher Form waren diese Firmen Entscheidungsträger in der Kernenergie?

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Feinstaub und Schwermetalle brachten dann übrigens ihre "geliebten" Grünen ins Spiel, ansonsten wüßten wir vermutlich heute noch nichts davon.
    Das Problem der Luftverschmutzung wurde, wie oben gezeigt, erkannt als es noch gar keine grüne Partei gab (Gründung 1980).

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Langzeitschäden wurden damals für Kohle,Asbest,Rauchen,Holzschutzmittel u.v.m. genauso abgestritten wie heute Langzeitschäden durch Strahlung. Und es ist ein schlechter Witz, dass sich diese Leute heute auf diese Erkenntnisse stützen um ihre Sache gutzureden.
    Wie oben dargelegt: die Langzeitschäden von Kohle waren bekannt und man tat etwas dagegen. Asbest ist nur schädlich bei der Verarbeitung. Die Gefahr mag man unterschätzt haben, weil man es einfach nicht wusste. Ebenso bei vielen Chemikalien, die sich später als schädlich erwiesen. Nur beim Rauchen gab es lange eine sehr starke (reiche) Lobby.
  6. #1175

    ...

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Eine Organisation (WHO), die einem 100%ig demokratischen Land die Mitgliedschaft jahrelang verweigert,weil ein diktatorisch geführtes Land es so will ist für sie also das Mass der Dinge. Ich gratuliere zu ihrer politischen Einstellung.
    Die WHO fasst Studien anderer zusammen. Sie können in das Quellenverzeichnis sehen und alle diese Studien im Original lesen.

    Die WHO steht übrigens alles Nationen offen. Nur China wurde der Beitritt verwehrt. Ist das etwa Ihr "100%ig demokratischen Land "?

    Und eine Organisation deren Ziel es ist "allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen" halte ich zumindest für beachtenswert.
  7. #1176

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Nun, damit es nicht zu Missverständnissen kommt möchte ich zuerst nochmal erwähnen, dass ich seit über 30 Jahren in der Automatisierungsbranche (Echtzeit!) tätig bin und weiß wovon ich rede(schreibe).
    Nach dem Unglück in Fukushima Daiichi gab es eine Reportage vom NDR von einem Deutschen Kernkraftwerk, bei der auch gerade ein Störfall simuliert wurde. Nun, irgendwo in der Leitwarte hats geblinkt und gepiepst und ein Mitarbeiter hat dann ein Handbuch (63 standen zur .....
    Na sehen. Nun wissen wir, was Sie meinen.
    Zu dem Bericht im NDR kann ich Nichts sagen. Allerdings habe ich 13 Jahre in einem Kohlekraftwerk gearbeitet. Da wusste bei einem Störfall jeder, was er zu tun hat. Da wurden in minuten-schnelle zig Männer zu den noralgischen Stellen geschickt.
    Es wurden da auch Übungen abgehalten. Gerade im chemischen Bereich der REA.
    Bei Revisionen wurde regelmäßig an der Leitstandstechnik gearbeitet und stetig auf dem neuesten Stand gehalten. Da werden Kraftwerke mit Baujahr 1960 im Jahr 2005 auch schon mal mit der neuesten Siemens-Leitstandstechnik ausgerüstet.
    Es ist schwer vorstellbar das dieser Aufwand bei einem AKW nicht gemacht wird.
    Die INES-Stufen gibt es deshalb, weil nicht jede Störung, die gemeldet werden muß, ein SuperGAU ist, der flächendeckend Landschaften unbewohnbar macht. Das dient zum Einen zum einordnen und zum Anderen gegebenenfalls die sichtbarmachung einer Entwicklung in einem AKW.
  8. #1177

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Die WHO fasst Studien anderer zusammen. Sie können in das Quellenverzeichnis sehen und alle diese Studien im Original lesen.

    Die WHO steht übrigens alles Nationen offen.....
    die who steht vor allem den abgesandten der pharmaindustrie offen . stichwort schweinegrippe .
    ein suuuuper geschäft haben die jungs da gemacht .
    eine zutiefst korrupte organisation , das ist die who heute .
  9. #1178

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Und wenn das Kind gegen eine Hauswand fällt, haftet dann auch der Hausbesitzer?
    Wenn es sich dabei verletzt. Ja!
  10. #1179

    ...

    Zitat von doctorwho Beitrag anzeigen
    dstichwort schweinegrippe .
    Da haben wir Glück gehabt, dass es nicht so schlimm kam wie bei einem anderen H1N1 Subtyp (Spanische Grippt mit 50 Mio Todesopfern).


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