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Die meisten Länder hielten nach Fukushima an ihrem Atomkurs fest – zu Recht?

Die Atomkatastrophe von Fukushima schockte die Welt - aber nicht für lange. Nur wenige Länder änderten ihre Einstellung zur Atomenergie oder legten sich - wie Deutschland - auf eine Abkehr von dieser Form der Energiegewinnung fest. Haben diese Länder, die weiterhin auf die Kernenergie vertrauen, Recht in ihrer Entscheidung?
  1. #1070

    Nicht hilfreich!

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Das funktioniert ja auch. Sonst würden EVU nicht mit Windparks werben und dabei erzählen, wieviele Haushalte damit mit Strom versorgt werden können. Was so formuliert immer nur die halbe Wahrheit ist.
    Also verkauft man "teuren" grünen Strom, was beim Verbraucher so in vielen Fällen nicht ankommen kann. Und die Leute kaufen diesen Strom.
    Den EVUs kann es doch egal sein, zu welcher Technik der Stromerzeugung sie der demokratische Staat zwingt.

    Hauptsache ist, dass möglichst alle Stromverbraucher sich weiterhin den benötigten Strom nicht selber erzeugen sondern aus dem Stromnetz, in das sie einspeisen und an dem sie noch immer beteiligt sind, kaufen müssen.

    Die Großverbraucher haben dagegen die Möglichkeit, ihre Strom- intensiven Industrieanlagen (Stahlwerke; Alu- Hütten; Elektro-Chemieanlagen;... in`s Ausland zu verlagern, wenn sie es nicht schaffen, mit den hiesigen EVUs Sondertararife zu vereinbaren.

    Empfehle Ihnen die Lektüre von
    Fritz Vahrenholts Buch >>Die Kalte Sonne<<

    Vahrenholt und seine Co-Autoren stechen damit in ein wahres Wespennest. Und es macht Spaß, in den Medien zu verfolgen, wer und wie man sich nun auf ihn stürzt.

    Irgendwie erinnert dieses Theater mal wieder an Fall Sarrazin.

    Jedenfalls auch mal wieder >>Nicht hilfreich<< dieses Buch!
  2. #1071

    Cherry picking

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Richtige Frage

    Viel zu wenig
    Rot Grün sonnte sich 5 Jahre im Nimbus Ausstiegspartei und hat es total vergessen die nötigen Begleitmaßnahmen auf den Weg zu bringen.
    Wieso:
    Weil die Begleitmaßnahmen eben die Widerstände hervorrufen
    Weil die Begleitmaßnahmen unpopulär sind

    Und die allermeisten heutigen Probleme sind eben auf die handwerklich stümperhafte Arbeit zwischen 1999 und 2009 zurückzuführen.
    Das juckt Grün aber nicht darn, alles der CDU in die Schuhe zu schieben

    Ganz grundsätzlich: Schauen Sie sich doch einmal die Gewinn und Konzrnentwicklung der 4 EVUs an-entfesselt von Schröder


    Wieso soll denn nichts passieren wenn man klare Ziee hat?
    Das ist doch nur ein Dogma welches in die Kpfe eingepflanzt wurde-3 mal dürfen Sie raten von wem


    Dann lesen Sie falsch

    Die Statistik dazu habe ich-und andere-schon mehrfach verlinkt

    Ich nehme jeden für voll der nicht mit Panikargumentation sondern sachlich gegen Atomkraft ist.
    Und ich nehme jeden ernst der zugibt, das der Atomausstieg zum Bsp in Brasilien das Substitut der Fläche des Saarlandes nutzt.
    Und ich nehme jeden ernst der akzeptiert, das 7 oder 8% der deutschen Ackerfläche für Biogas ein Wahnwitz ist der ebenso woanders Tote produziert
    Leider wieder das übliche Bild. Die interessanten Themen (veraltete
    Technik in Kernkraftwerken, Verweigerung von Informationen) werden ausgeblendet und "Nebenkriegsschauplätze" dafür ausführlich behandelt.
  3. #1072

    Grüne

    Zitat von Herr-Bert Beitrag anzeigen
    aber was hat das mit neoliberal zu tun? Übrigens auf der neoliberalen Gedankenwelt fusst unsere soziale Marktwirtschaft!
    In Asse ist einiges schief gelaufen. Hier haben sich alle Beteiligten nicht mit Ruhm bekleckert. Schuld sind hier aber die zuständige Stelle und die zuständigen Politiker. Wer war das noch einmal in Niedersachsen und im Bund. Ich kann mich da an diverse Personen erinnern, die heute natürlich überhaupt nichts damit zu tun haben... die kommen aus der CDU, aus der SPD und huch von den Grünen :-)
    Die niedersächsischen Grünen haben aber wenigstens wegen unerlaubten Umgangs mit Kernbrennstoffen geklagt.

    Dies nachdem bei einer Inventur der Asse 2002 herausgekommen war, dass dort 102 Tonnen Plutonium, 87 Tonnen Thorium und 11,6 Kilo Plutonium lagern. (Abfälle der Kernforschungszentren in Karlsruhe und Jülich, sowie den Hanauer Nuklearfirmen Nukem und Transnuklear.)

    Da in Kombination mit dem Auftreten von Caesium auch Strontium, Plutonium und Radium nachgewiesen werden konnte, ist durch dies Kombination auch bewiesen, dass abgebrannte Kernbrennstäbe, wahrscheinlich aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe und dem Thorium Hochtemperaturreaktor in Jülich, eingelagert wurden.

    Dabei von schwach bis mittelmäßig radioaktien Abfall zu sprechen, ist doch eine jahrzehntelange Irreführung der Öffentlichkeit, die an Unverfrorenheit kaum zu überbieten ist und zeigt uns doch, dass weder die Politik noch die Betreiber der kerntechnischen Anlagen die Zuverlässigkeit besitzen, die der Umgang mit einer solch gefährlichen Materie erfordert.
    MFG
    jolip
  4. #1073

    Japan

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Wollen wir doch zuerst mal festhalten, dass in Japan aktuell nur noch ein Atommeiler....
    Diese Informationen sind übrigens frei zugänglich in der japanischen Presse (englischsprachige Ausgabe) , wenn man den Willen hat sich ein ordentliches Bild zu machen.
    Einen guten Überblick über die diesbezüglichen Aussichten in Japan gibt der Economist. Ich erwähne diese Quelle vor allem auch deshalb, weil die Ansichten im Economist zur Rentabilität der Kernkraft hier desöfteren gepostet werden.
    Danach wird davon ausgegangen, dass 2020 ca 30GW Kernkraft am Netz sein werden, also eine beträchtliche Reduktion von den 47 GW die 2010 am Netz waren und nur ca die Hälfte dessen was man geplant hatte.

    Ein erheblicher Anstieg der CO2 Emissionen wird die Folge sein.

    Sie machen den Fehler sich zu einseitig die Meldungen des kernkraftablehnenden japanischen Mainichi zu eigen zu machen. Es gibt in Japan auch andere Ansichten.
  5. #1074

    Auch das ist noch immer falsch

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Bewiesene Ursache für die Kernschmelze war das Erdbeben.
    MFG
    jolip

    Die Ursache war, dass die japanischen Sicherheitsingenieure, welche auf die Tatsache, dass am dortigen KKW- Standort bereits in der Vergangenheit derartige Monsterwellen das Land überflutet haben, überhört oder mundtod gemacht worden sind.

    Es wäre eine nahezu triviale technische Aufgabe gewesen, die Notstomaggregate gegen Überflutung zu schützen bzw auszulegen
  6. #1075

    Meinungen?

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Einen guten Überblick über die diesbezüglichen Aussichten in Japan gibt der Economist. Ich erwähne diese Quelle vor allem auch deshalb, weil die Ansichten im Economist zur Rentabilität der Kernkraft hier desöfteren gepostet werden.
    Danach wird davon ausgegangen, dass 2020 ca 30GW Kernkraft am Netz sein werden, also eine beträchtliche Reduktion von den 47 GW die 2010 am Netz waren und nur ca die Hälfte dessen was man geplant hatte.

    Ein erheblicher Anstieg der CO2 Emissionen wird die Folge sein.

    Sie machen den Fehler sich zu einseitig die Meldungen des kernkraftablehnenden japanischen Mainichi zu eigen zu machen. Es gibt in Japan auch andere Ansichten.
    Der Economist gibt "Meinungen" wieder. Was ich in der japanischen Presse lese sind INFORMATIONEN.
  7. #1076

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Einen guten Überblick über die diesbezüglichen Aussichten in Japan gibt der Economist. Ich erwähne diese Quelle vor allem auch deshalb, weil die Ansichten im Economist zur Rentabilität der Kernkraft hier desöfteren gepostet werden.
    ...
    Eigentlich nur von Ihnen. Sie stellen also den Glauben an das, was eine Zeitschrift bzw. die Redakteure schreiben über wissenschaftliche Fakten.

    Interessant.
  8. #1077

    Asse...

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Dabei von schwach bis mittelmäßig radioaktien Abfall zu sprechen, ist doch eine jahrzehntelange Irreführung der Öffentlichkeit, die an Unverfrorenheit kaum zu überbieten ist ...
    Nicht alles glauben was Greenpeace et al hinausposaunen.

    Dass sich die Umgangsweise mit radioaktiven Stoffen im Lauf der Jahrzehnt geändert hat ist doch klar. Nach heutigen Maßstäben würde man vieles anders machen. Ist in allen Bereichen so.

    "Nach der damaligen Klassifizierung radioaktiver Abfälle sind keine HAW eingelagert worden, nach heutiger Klassifizierung keine wärmeentwickelnde Abfälle. "

    Oder hier:

    "Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den TÜV SÜD beauftragt, die Angaben zum Abfallinventar im Endlager Asse zu überprüfen. Damit sollte herausgefunden werden, ob die Kenntnisse über das Asse-Inventar plausibel und zutreffend sind, insbesondere, was die eingelagerten Mengen an Kernbrennstoffen (Uran und Plutonium) angeht. Zur Überprüfung der Kernbrennstoffdaten liegt ein Bericht in zwei Teilen "A" und "B" vor.

    Der TÜV SÜD empfiehlt darin, die bisher angenommene Menge des Plutoniuminventars um 0,757 kg auf insgesamt 28,9 kg und des Uran-235-Inventars um 1,352 kg auf insgesamt 30,1 kg zu erhöhen. Das entspricht etwa 2,7 Prozent beim Plutonium-Inventar und 4,7 Prozent beim Uran-235-Inventar. Diese Erhöhung in der Dokumentation über die in der Asse eingelagerten Stoffe hat weder Auswirkungen auf die Vorbereitungen zur Rückholung der Abfälle, noch auf ihre Genehmigung, da das BfS Antragstellung und Durchführungsplanung mit abdeckenden Annahmen versieht (sogenannte konservative Betrachtung)."
  9. #1078

    Das

    Zitat von peterw8s Beitrag anzeigen
    Nicht alles glauben was Greenpeace et al hinausposaunen.

    Dass sich die Umgangsweise mit radioaktiven Stoffen im Lauf der Jahrzehnt geändert hat ist doch klar. Nach heutigen Maßstäben würde man vieles anders machen. Ist in allen Bereichen so.

    "Nach der damaligen Klassifizierung radioaktiver Abfälle sind keine HAW eingelagert worden, nach heutiger Klassifizierung keine wärmeentwickelnde Abfälle. "

    Oder hier:

    "Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den TÜV SÜD beauftragt, die Angaben zum Abfallinventar im Endlager Asse zu überprüfen. Damit sollte herausgefunden werden, ob die Kenntnisse über das Asse-Inventar plausibel und zutreffend sind, insbesondere, was die eingelagerten Mengen an Kernbrennstoffen (Uran und Plutonium) angeht. Zur Überprüfung der Kernbrennstoffdaten liegt ein Bericht in zwei Teilen "A" und "B" vor.

    Der TÜV SÜD empfiehlt darin, die bisher angenommene Menge des Plutoniuminventars um 0,757 kg auf insgesamt 28,9 kg und des Uran-235-Inventars um 1,352 kg auf insgesamt 30,1 kg zu erhöhen. Das entspricht etwa 2,7 Prozent beim Plutonium-Inventar und 4,7 Prozent beim Uran-235-Inventar. Diese Erhöhung in der Dokumentation über die in der Asse eingelagerten Stoffe hat weder Auswirkungen auf die Vorbereitungen zur Rückholung der Abfälle, noch auf ihre Genehmigung, da das BfS Antragstellung und Durchführungsplanung mit abdeckenden Annahmen versieht (sogenannte konservative Betrachtung)."
    hat nichts mit Greenpeace zu tun, sondern mit den offiziellen Zahlen der Betreiber.

    Die Asse hatte ein von Betreiber selbst angegebenes radioaktives Gesamtinventar von 78-und-dahinter 14 Nullen Becquerel und dies nicht als Atomanlage zu bezeichnen und entsprechend zu organisieren, etc. ist doch wirklich ein Beweis für die Unzuverlässigkeit der zuständigen Stellen.
    MFRG
    jolip
  10. #1079

    Japan

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Der Economist gibt "Meinungen" wieder. Was ich in der japanischen Presse lese sind INFORMATIONEN.
    Sie entnehmen Ihre "INFORMATIONEN" dem kernkraftablehnenden Mainichi.
    Dass derzeit praktisch alle KKWs in Japan still liegen, darüber braucht man sich nicht zu streiten. Auch nicht darüber, dass es erhebliche Schwierigkeiten gibt das politisch gewünschte und wirtschaftlich und klimapolitisch notwendig Anfahren wenigstens eines Teils der KKW zu bewerkstelligen.

    Die "Meinung", oder Einschätzung des Think-tanks des angesehenen Economist können Sie links liegen lassen, einen Gefallen tun Sie Ihrer Übersicht der Dinge damit nicht.








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