Die Post in schwierigen Zeiten: Das ehemals umfassend zuverlässige Service-Unternehmen ist ins Gerede gekommen. Ist es nur der Konurrenz- und Kostendruck? Wie zufrieden sind Sie mit den Dienstleistungen der Post?
Ich bin mit der Post überhaupt nicht zufrieden.Früher hatte ich Post gleich um die Ecke,5 Minuten zu Fuss
, jetzt muss ich ne halbe Stunde mit dem Bus fahren und immer in einer langen Schlange anstehen, wie das früher in der DDR oft zu beobachten war....Nee alles ist schlechter und auch teurer geworden.......
Vielleicht verstehen Sie mich einfach falsch: Ich meckere nicht grundsätzlich am Online-Banking rum, sondern gebe nur Beispiele, dass man nicht grundsätzlich Aussagen vertrauen sollte: Online-Banking dauert höchstens eine Stunde. Die von mir angeführten 2 Werktage treten in bestimmten Banken-Konstellationen immer auf. Genauso gut kann ich aber auch ein genau anders geartetes Beispiel geben: Sparkasse zu Sparkasse: nur Sekunden.
Ich wende mich mit meinen Beiträgen nur gegen solche Foristen, für die alle Kritik immer Schlechtmacherei ist. Die Servicequalität der Post, darum ging es ursprünglich bei diesem Thread, hat de facto nachgelassen. Und das sage ich, obwohl – bzw. oder gerade deshalb, weil ich selber schon als Briefträger gearbeitet habe.
Das kenne ich auch, gibt es öfter. Ich kann mich daran erinnern, dass im Gesetz "flächendeckend" und "erschwinglich" als Vorgabe steht. Toll. Mehr Gummi geht kaum.
Es lohnt sich das Gesetz zum Postwesen von 1871 zu lesen. Sehr erhellend, vor allem wenn man bedenkt, dass die damaligen Regeln Missständen abhelfen sollten. Anscheinend sind wir wieder bei 1870 angekommen.
Nicht nur für ältere. Was ist wenn man umweltbewusst einen Kleinstwagen fährt in den das Paket nicht passt - Leihwagen?
Manche Sachen kann man nicht elektronisch machen, manche lassen sich auch nicht in einer Agentur erledigen. Die beiten nicht alle Services an. DHL Express International und PostIdent ist nur einzelnen Servicecentern vorbehalten. Gerade ersterer Pakettyp erfordert sehr weite Anfahrten, noch. Wenn man die entsprechende Filialsuche nutzt und in Gedanken davon die zur Auflösung bestimmten abstreicht ...
100 Plastikchips für ca. 5€ und den Chip vergessen ... oder schieben Sie für 5 Cent den Karren zurück? Sollen die jemand einstellen der schiebt und für Arbeit sorgen. Das würde anteilig weniger kosten als der Prospekt, mit dem mich der Laden locken will.
Da wünscht man sich einen illegalen chinesischen Koch, der das zum Hungerlohn erledigt... Spass beiseite, all das sind hervorragende Beispiele für Arbeitsplatzvernichtung. Die wir teuer bezahlen, denn die betreffenden Menschen alimentieren wir jetzt über Steuern und Sozialbeiträge.
Am Schluss sind wir dann alle arbeitslos. Am Besten siedelt man uns dann in irgendwelche abgelegenen Gegenden um und lässt hier die Automaten sich gegenseitig bespassen.
Die Verbraucher müssten endlich kapieren, dass jede Preissenkung darauf beruht, dass ein Stück weit der eigene Arbeitsplatz wegrationalisiert oder in ein Billiglohnland verlegt wird. Da das Sparen inzwischen eine Massenbewegung ist, lässt sich das derartig statistisch vereinfacht ausdrücken. Extrem ausgedrückt, wenn irgendwann 100% des Volkes 100% des Preises einsparen, dann ...
... und die Post versucht das gerade, sich selbst zu 100% wegzurationalisieren. Dann brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung mit Briefdienstleistungen.
Btw. arbeitet Herr M. von Arcandor inzwischen bei der Post AG? Irgendwie erinnert die Geschäftsstrategie der Post AG an das Vorgehen bei Arcandor, im Ausland gross zukaufen, im Inland sich totschrumpfen und am Schluss bleibt eine leere Blase übrig. Habe ich verpasst, dass die Post jetzt einem Hedgefond gehört?
Erst all die vielen Brot-, Bröthen und Gebäcksorten flott, hygienisch, informiert und auch noch freundlich verkaufen. Und dann kommt wieder ein Post"kunde" - Kaffee laufen lassen, Brötchenkunden (Schrippen, Semmel geht auch) stehen lassen und mehr oder weniger inkompetent auf das Anliegen des Post"kunden" eingehen. Heißt - zwei Kunden schlecht bedienen. Und das ist bestimmt nicht als Vorwurf gegen die Verkäufer(innen) gemeint.
Mal wieder ein Grund, die SPD nicht mehr zu wählen, wäre doch die Postdienstleistung eine vom Staat zu garantierende Leistung des öffentlichen Sektors par excellence, und die SPD die Partei, die dieses eigentlich zu einem ihrer ureigensten Anliegen machen müsste.
Schon heute ist es übrigens mehr als ärgerlich, am "Post"schalter wartend ertragen zu müssen, wie bevorzugt Bankgeschäfte der Postbank abgewickelt werden, die manchmal viel Zeit in Anspruch nehmen. Da kann der Post"kunde" warten, bis er festklebt.
Über die Briefzustellung hingegen kann ich - noch nicht - kein übles Wörtchen sagen. Die ist (Berlin-Wilmersdorf) - noch - hervorragend.
Sie schreiben einen Unsinn. Die Post rationalisiert sich selbst weg? Das Modell erklären Sie bitte mal der mitlesenden Gemeinde.
Die sogenannte "E-Substituierung" ist der Auslöser für Rationalisierungen. Nur betrifft die nicht ein einzelnes Unternehmen, sonder eine ganze Branche.
Natürlich wir dies bei der Post besonders deutlich sichtbar. Der Platzhirsch merkt die abwandere Zahl von Briefen in E-Mail-Formate als erstes.
Setzt sich diese Entwicklung fort - aus meiner Sicht läßt sich dies nicht aufhalten.
Oder würden Sie sich das E-Mail schreiben, SMS verschicken oder den Kontakt über soziale Netzwerke im Web verbieten lassen?
In zehn Jahren ist vom Briefversand wie wir ihn kennen nichts mehr übrig. Schonmal was mit Projekt "De-Mail" gehört?
http://www.cio.bund.de/DE/E-Governme...tale_node.html
Den Trend kehren Sie nicht um und auch nicht diejenigen die sich bedauerlicher Weise über die Versorgung mit Postdienstleistungen auf dem platten Land beklagen müssen.
Diese Entwicklung geht - wie selbstverständlich - mit Rationalisierung einher. Sinkt die Menge an Briefen benötigt man weniger Verteilzentren, weniger Zusteller, weniger Fahrzeuge etc.
Wenn Sie all das erhalten wollen, müssen Sie das Rad des Fortschritts zum Stillstand bringen. Ich wette dann jammern die selben Foristen auch wieder herum, die sich jetzt beklagen, weil sie am Montag mal keinen Brief bekommen.