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Deutsche Bank - Erfolgreich ins Image-Tief?

Mehr Gewinn, weniger Jobs: Die Deutsche Bank kann es keinem wirklich recht machen. Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Gier und mangelndes soziales Bewusstsein vor, für Investoren könnte die Bank im internationalen Vergleich noch viel profitabler sein. Ein misslicher Mittelweg, eine misslungene Strategie des Managements? Oder ein schmerzhafter, aber richtiger Schritt zur Konkurrenzfähigkeit eines deutschen Top-Unternehmens? Wie sehen Sie derzeit die Deutsche Bank?
  1. #10

    Zitat von Rainer Daeschler
    Hallo Herr Dressler,

    dabei ist es eigentliche überflüssig an deren soziales Gewissen oder den Patriotismus zu appellieren, wie es manche Politiker gerne machen. Man muss nur an die Verantwortung gegenüber ihren Unternehmen appellieren, die bereits länger existieren, als ihre Verträge und länger fortbestehen sollen als ihre Vertragslaufzeiten. Leider ist dieser Appell nutzlos, da die meisten nicht in der Lage sind zu begreifen, dass "Verantwortung für ein Unternehmen" und das was sie eigentlich machen, nichts miteinander zu tun haben.


    Viele Grüße
    Rainer Daeschler
    Lieber Herr Daeschler, Rainer,

    ich bekomme so langsam ein Problem.
    Auf Grund der Umverteilung von unten nach oben wird für mich, meine Frau und unsere 4 Kinder die Luft immer dünner.
    Neiddebatte hin oder her, einigen unserer öffentlichen und nichtöffentlichen Grössen ist der Boden der Tatsachen völlig entglitten.

    Ackermann kann man meinetwegen noch dafür entschuldigen, dass er schweizer Staatsbürgerschaft ist.

    Aber ich werde ihm nicht sein dämliches Grinsen und seine Victory-Gestik im Zusammenhang mit Esser und dessen korrupten Machenschaft bei der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone verzeihen.

    Das war der Hohn in jedes auch nur einigermassen ehrliche Gesicht, einfach nur ätzend.

    Nachahmung erwünscht?

    Hat er gemacht, getreu seiner (schweizer?) Seele. Er erblödet sich, in den besten Zeiten des Unternehmens, Entlassungen grossen Ausmasses anzukündigen, trotz bester wirtschaftlicher Lage.

    Dümmer kann man sich nun wirklich nicht anstellen.

    Leider hat die Politik nur ein paar lauwarme Worte dafür übrig.

    Ich persönlich habe diese Spielchen satt, ich gehe nicht mehr wählen, weil mir die richtige Wahl fehlt.

    Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald nach Stuttgart.

    Rainer Dressler
  2. #11

    Zitat von Rainer Dressler
    Ich persönlich habe diese Spielchen satt, ich gehe nicht mehr wählen, weil mir die richtige Wahl fehlt.

    Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald nach Stuttgart.

    Rainer Dressler
    Hallo Rainer,

    das kann ich Dir nicht raten. In einem System, in dem der Einzelne noch nicht mal Rädchen ist, bleibt Dir nichts anderes übrig als einen Stock in die Speichen zu drücken.

    Ich denke, wenn man das Parteingefüge stören kann, trifft das den Nerv unserer Demokratur. Das bedeutet, jede Stimme die einer anderen Partei zukommt, trifft direkt ins Portemonnaie der Demokraten.

    Da die zur Zeit im Bundestag sitzenden Abgeordneten nur noch dem Geld nachlaufen, ohne an den Wähler zu denken, bleibt nur deren Kassen zu treffen.

    Wähle z.B. die Grauen Panther, das sind Demokraten, Eltern und Großeltern und ich vermute, daß sie auf keinen Fall weniger für Deutschland machen, als die zur Zeit Herrschenden.

    Du brauchst natürlich etwas Geduld, aber man gönnt sich ja sonst nix ;-))).
  3. #12

    Frage

    Zitat von admin
    Mehr Gewinn, weniger Jobs: Die Deutsche Bank kann es keinem wirklich recht machen. Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Gier und mangelndes soziales Bewusstsein vor, für Investoren könnte die Bank im internationalen Vergleich noch viel profitabler sein. Ein misslicher Mittelweg, eine misslungene Strategie des Managements? Oder ein schmerzhafter, aber richtiger Schritt zur Konkurrenzfähigkeit eines deutschen Top-Unternehmens? Wie sehen Sie derzeit die Deutsche Bank?

    Man kann über Herrn Ackermann, man kann auch über die 25 % Eigenkapitalrendite trefflich streiten.

    Doch was soll die Deutsche Bank tun, wenn andere internationale Banken (Citigroup, USB u.a.) z.T. sogar 30 % und mehr verdienen und sie genau daran gemessen wird? Soll sie sagen, das betrifft uns nicht, wir belassen es bei 10 %-Eigenkapitalrendite ?

    Der Vorstandsvorsitzende der so argumentiert, würde von seinen Aktionären gnadenlos abgestraft. Die würden ihre Aktien verkaufen und Aktien der Konkurrenz kaufen.

    In diesem Zusammenhang: Es wurde bei dieser Diskussion auch angeführt, die Deutsche Bank solle in Deutschland investieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Wo bitte?

    Soll sie die Filialen, die sie in der Vergangenheit geschlossen hat, weil der Bankmarkt überbesetzt ist wieder aufmachen?

    60% aller Mitarbeiter der Deutschen Bank arbeiten im Ausland, da ist das Wachstum und nicht in Deutschland.

    Und genauso ergeht es anderen deutschen Großunternehmen und deshalb schaffen sie im Ausland die Arbeitsplätze und investieren dort.

    mfg kzeu
  4. #13

    Zitat von kzeu
    Man kann über Herrn Ackermann, man kann auch über die 25 % Eigenkapitalrendite trefflich streiten.
    Wenn das so ist, dann ist es Aufgabe des Staates Deutschland, diese Firmen in die Steuer einzubinden und nicht z.B. zweierlei Steuern für Spekulationen zuzulassen.

    Wenn der Bürger mit 2,5% Zins zufrieden sein muß, dann kann so ein Unternehmen nicht 25-30% Gewinn verlangen und es dann, unter Mitnahme aller steuerlichen Entlastungen, mit Subventionen ins Steuerparadies entlassen.

    Das ist ja die Kunst eines Staates, die Einnahmen für das eigene Volk zu sichern. Nicht Subventionen sinnlos verpulvern.
  5. #14

    Gegenfrage

    Zitat von Rainer Helmbrecht
    Wenn das so ist, dann ist es Aufgabe des Staates Deutschland, diese Firmen in die Steuer einzubinden und nicht z.B. zweierlei Steuern für Spekulationen zuzulassen.

    Wenn der Bürger mit 2,5% Zins zufrieden sein muß, dann kann so ein Unternehmen nicht 25-30% Gewinn verlangen und es dann, unter Mitnahme aller steuerlichen Entlastungen, mit Subventionen ins Steuerparadies entlassen.

    Das ist ja die Kunst eines Staates, die Einnahmen für das eigene Volk zu sichern. Nicht Subventionen sinnlos verpulvern.
    Was heißt in die Steuer einzubinden?
    Was sind zweierlei Steuern für Spekulationen?
    Inwiefern wird die Deutsche Bank "mit Subventionen ins Steuerparadies entlassen?

    Verstehe ich nicht - bitte Erläuterung, Danke kzeu
  6. #15

    Zitat von kzeu
    Der Vorstandsvorsitzende der so argumentiert, würde von seinen Aktionären gnadenlos abgestraft.

    ... Soll sie die Filialen, die sie in der Vergangenheit geschlossen hat, weil der Bankmarkt überbesetzt ist wieder aufmachen?
    Dafür werden sie vom Endkunden abgestraft. Es wird etwas dauern, bis einige Top-Manager registrieren, dass das nicht minder schlimm ist.

    Auffälligerweise hatte die deutsche Bank die Hand nach der Postbank ausgestreckt. Das Filialgeschäft ist deren Domäne. Im Investmentbanking sind die Gewinne zusammengebrochen und auch die Commerzbank entdeckt den Privatkunden wieder.
  7. #16

    Zitat von admin
    ... für Investoren könnte die Bank im internationalen Vergleich noch viel profitabler sein.
    Ich denke dass die Medien hier ein wenig unfair nur ueber die Deutsche Bank berichten, aber niemals die Situation am Investormarkt erlaeutern. Irgendwass scheint die Deutsche Bank ja in Zugzwang zu bringen, und das wird immer nur nebuloes angerissen. "Fuer Investoren..."
    Wer sind diese Investoren, und warum scheinen sie offensichtlich Krieg gegen den Mittelstand zu fuehren?

    Wuerd mich mal interessieren.
  8. #17

    10% Rendite;

    Vielleicht wäre es besser gewesen bei den 10% zu bleiben und sich nicht auf die Aktienjagd einzulassen- die Gefahr, dass am Schluß trotz der zwischenzeitlich 25%gen Rendite am Schluß (nach einem veritablen Börsenkrach, einem 2. Black Friday, der uns früher oder später bevorsteht) mit leeren Händen dazustehen, ist gewaltig groß.
  9. #18

    Zitat von aurea aetas
    Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann, frage besser, was du für den Staat tun kannst!
    Ist ein netter Spruch, er ist leider nicht mehr passend das Wort "kannst" ist durch "mußt" zu ersetzen.
  10. #19

    Antwort an Rainer Daeschler

    Zitat von Rainer Daeschler
    Dafür werden sie vom Endkunden abgestraft. Es wird etwas dauern, bis einige Top-Manager registrieren, dass das nicht minder schlimm ist.

    Auffälligerweise hatte die deutsche Bank die Hand nach der Postbank ausgestreckt. Das Filialgeschäft ist deren Domäne. Im Investmentbanking sind die Gewinne zusammengebrochen und auch die Commerzbank entdeckt den Privatkunden wieder.
    Es mag ja sein, das die Deutsche Bank den Privatkunden eine gewisse Zeit vernachlässigt hat. Aber sie werden doch zugeben, dass die Deutsche Bank mit Sicherheit nicht wieder in neue Filialen, und damit neue Arbeitsplätze investieren wird/würde, wenn sie dieses Geschäft wieder ausbauen würde. Das geht heute eher online, schauen Sie mal wie weit z.B. die Citibank in diesem Bereich ist. Auch die Commerzbank baut dazu nicht ihr Filialnetz wieder aus. Das war mein Argument. Sagen Sie mir mal wo die Deutsche Bank in Deutschland neue Arbeitsplätze schaffen soll. Selbst wenn ihr Geschäft in Deutschland um 10 % wachsen würde, würde das nicht zu neuen Arbeitsplätzen führen, das kann man mit den jetzigen Mitarbeitern auffangen. Das ist doch die Crux, nicht nur einer Bank sondern der gesamten Industrie. Seit Jahren sind die Inlandsinvestitionen nicht Erweiterungsinvestitionen, sondern zum großen Teil Rationalisierungsinvestitionen. Das geringe Wachstum in Deutschland reicht eben nicht für Erweiterungsinvestitionen. Und wenn ein Unternehmen im Inlandsmarkt überdurchschnittlich wächst, dann ist es sehr oft so, dass dises Wachstum zu Lasten eines anderen Unternehmens geht. Das sind alles Nullsummenspiele, das Wachstum des einen ist der Abbau des anderen.

    In diese Richtung ging meine Hinweis. Deshalb nochmals die Frage, in welche Märkte soll die Deutsche Bank ihren erheblichen Gewinn in Deutschland investieren um z u s ä t z l i c h e Arbeitsplätze zu schaffen? Ich sehe da nichts. Da nutzt auch der schönste Gewinn nichts.

    mfg kzeu


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