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Der Staat muss sparen - nur wo?

Der Staat muss sparen. Diese Frage stellen sich nicht nur Kanzlerin und Finanzminister. Auch Länder und Kommunen müssen ihre Haushalte drastisch zusammenstreichen. Deutschland steht eine gewaltige Schrumpfkur bevor. Wo soll der Staat Ihrer Meinung nach sinnvoll sparen?
  1. #500

    Zitat von Patrik74 Beitrag anzeigen
    *
    Woher sie immer ihre Erkenntnisse nehmen...
    *
    Laut BMF betrug die Steuerquote (ohne Sozialversicherungsabgaben):
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    1960: 22,6%
    1970: 21,8%
    1980: 23,7%
    1990: 22,2%
    2000: 22,7%
    2010: 21,0%
    *
    Der Staat nimmt überhaupt nicht weniger ein. Wenn sie sich dann noch das Wachstum des BIP seit 1960 vergegenwärtigen, sehen sie wie die Staatseinnahmen explodieren.
    *

    *
    Es gibt keine (nenneswerte) Steuersenkung. Der Staat gibt einfach zu viel Geld für Wählerkauf und Klientelpolitik aus. Das ist alles - achja, en vogue ist grade die Rettung von Privatunternehmen und anderen Staaten, man hat's ja!
    Ach Patrik, das ist nun das letztemal für längere Zeit, wie bereits früher schon mal, dass ich Ihnen schreibe. Sie sind einfach zu unterirdisch um sich mit Ihnen auseinanderezusetzen.
    Ich schribe vom Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP und Sie kommen mit der Steuerquote......


    rolli
  2. #501

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    Der Staat soll sparen - das hört sich vernünftig an, ist aber nicht so einfach: Das bedeutet nämlich, dass die Bevölkerung an Einkommen einbüßt.
    Wenn der Staat z.B. am Verteidigungsetat spart, dann kauft er weniger Panzer, oder weniger Flugzeuge, oder er vermindert die Truppenstärke. Das bedeutet, die Arbeitnehmer bei Krauss-Maffei oder bei EADS verlieren ihre ......
    Die derzeitige Schuldenkrise ist europaweit eine Steuerkrise. Die neoliberalistischen Glaubenskrieger haben durch stetige Steuersenkungen und Steuerdumping die Staaten vorsätzlich und wissend in die Schuldenfalle getrieben, denn ein handlungsunfähiger Staat ist ebenfall so leicht zu manipulieren, wie ein vereinzelter Arbeitloser oder Aufstocker.
    In einem Artikel im Spiegel wird dargestellt, dass der Neoliberalismus gestorben sei, dass aber seine Unterstützer insbesondere in der Finanzwirtschaft noch den Ton angeben. Diese Unterstützer sind Abgeordnete und Lobbyisten. Wenn ein Staat diese Glaubenskrieger nicht kaltstellen kann dann ist er unfähig und muss durch eine andere Konstruktion oder fähigere und härtere Politiker ersetzt werden. Das wird sicherlich nicht aus den etablierten Parteien möglich sein. Also hoffen wir auf entsprechende Neugründungen.

    rolli
    rolli
  3. #502

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Ach Patrik, das ist nun das letztemal für längere Zeit, wie bereits früher schon mal, dass ich Ihnen schreibe. Sie sind einfach zu unterirdisch um sich mit Ihnen auseinanderezusetzen.
    Ich schribe vom Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP und Sie kommen mit der Steuerquote......


    rolli
    Ich kann die Herkunft Ihrer Zahlen immer nicht nachvollziehen, da Sie belastbare Quellen selten verlinken:
    BIP 1960 583,9 Mrd DM (http://www.wachstumsstudien.de/Inhal...WS-Papier1.pdf) Quelle Statistisches Bundesamt, inclusive Saarland und Berlin West.
    Bundesaushalt 1960 42 Mrd DM (Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 13)
    ----> Entspricht einem Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP von 7,19% in 1960.

    BIP 2010 2497,-€ inclusiver der 5 neuen Bundesländer, Quelle Destatis
    Bundeshaushalt 2010 325,4 Mrd € (ohne Schattenhaushalt Banken) Quelle Bundesregierung
    ----> Entspricht einem Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP von 13,03% in 2010, fast einer Verdopplung gegenüber 1960.

    Rolli, Sie sollten Ihre Argumentationen überdenken, oder zumindestens ordentlich recherchieren.
  4. #503

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    BIP 2010 2497,- Mrd € inclusiver der 5 neuen Bundesländer, Quelle Destatis
    Milliarden, sonst wäre es etwas wenig.
  5. #504

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Ach Patrik, das ist nun das letztemal für längere Zeit, wie bereits früher schon mal, dass ich Ihnen schreibe. Sie sind einfach zu unterirdisch um sich mit Ihnen auseinanderezusetzen.
    Ich schribe vom Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP und Sie kommen mit der Steuerquote......
    rolli
    Sie schrieben vom "Staatshaushalt". Das ist der Haushalt aller Staatselemente, also auch Länder, Kreise und Gemeinden. Der wird im Wesentlichen durch Steuern und Schulden finanziert. Patrik lag also richtig, auch wwenn er etwas beweglicher war als Sie.

    In neuerer Zeit weicht men wegen der extremen Belastung auf andere Finanzierungen der angemaßten Aufgaben aus, wie z.B. Einspeisungsvergütungen für aufgezwungene Energien. Um noch mehr zu tarnen bezieht man die Quote seit einiger Zeit nicht mehr auf das Volkseinkommen sondern auf das erheblich höhere BIP, damit sinkt die Quote was der normale Bürger übersieht uned der staatsgläubige Bürger akzeptiert.

    Fazit ist: die Belastung der Menschen durch 55% des Volkseinkommens, über die der Staat verfügt, ist eine brutale Entmündigung. Ursache ist das Begehren der Politiker, Wahlgeschenke zu veteilen.

    Das klassische Beispiel für diese Politik ist von der großen Koaltion gezeigt. Die CDU wollte eine Steuererfhöhung, um Schulden zu tilgen. Die SPD jaulte "Merkelsteuer, das wird teuer". Als sie mit in der Regierung saß, wurde auf die Forderung noch 50% draugesattelt und das Geld für neue Ausgaben verbraten.

    Steuererhöhung führen nicht zur Schuldentilgung, sondern zu mehr Entmündigung der Menschen. Oder zu Verschwendung durch Subventionen.
  6. #505

    Übermotivation.

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Blöd ist nur, dass der Forist mit keinem Wort behauptete "das oberen Dezile sei heutzutage so schlecht dran". Ist das dichterische Freiheit? oder Übermotivation?

    Fakt ist, dass die heutige Regel zur Versteuerung der privaten Kapitalerträge zu deutlich höheren Gesamtbesteuerung der Kapitalerträge führen wird, als die Altregel von 1992. Da zu dieser Zeit der Großteil der Kapitalerträge steuerfrei vereinnahmt werden konnte.
    Wer schreibt das obere Dezile würde die Hälfte der Einkommensteuern zahlen und im nächsten Satz mir erzählt die hätten bei einem Millionengewinn 1992 keine Steuern zahlen müssen heute aber doch will mich wohl verkohlen. Die hätten eine Menge mehr Steuern gezahlt als heute, wenn Sie nicht ein Steuerschlupfloch fanden. Nach meiner Eruinnerun, lang lang ists her, waren innerhalb der Spek.frist diese Kursgewinne bei Privatleuten vor 20 Jahren steuerpflichtig und für Profis in jedem Fall, so sie nicht wie Herr v. Bauchitsch über eine angemessene Herrenausstattungsabteilung verfügten. Aber die genauen Zusammenhänge müsste man mal bei der Finanzfahndung ermitteln. Die Steuern wurden jedenfalls nicht gezahlt und erst als das aufflog musste ein Minister seinen Hut nehmen. So aus meiner Erinnerung. Zu lange her, müssig nachzurecherchieren.
    Also der Forist , das Cleverle, hat das natürlich nicht gesagt, sondern nur auf die ach so hohe Einkommenssteuerbelastung der Menschen hingewiesen, denen 67% des Geldvermögens gehört. Nur so ein kleiner Ausgleich zur Übermotivation.
  7. #506

    Das

    Zitat von donald17 Beitrag anzeigen
    Blöd ist nur, dass der Forist mit keinem Wort behauptete "das oberen Dezile sei heutzutage so schlecht dran". Ist das dichterische Freiheit? oder Übermotivation?

    Fakt ist, dass die heutige Regel zur Versteuerung der privaten Kapitalerträge zu deutlich höheren Gesamtbesteuerung der Kapitalerträge führen wird, als die Altregel von 1992. Da zu dieser Zeit der Großteil der Kapitalerträge steuerfrei vereinnahmt werden konnte.
    ist im allgemeinen auch der Sinn hinter der Schließung eines Steuerschlupfloches.
  8. #507

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    Wenn der Staat z.B. am Verteidigungsetat spart, dann kauft er weniger Panzer, oder weniger Flugzeuge, oder er vermindert die Truppenstärke. Das bedeutet, die Arbeitnehmer bei Krauss-Maffei oder bei EADS verlieren ihre Jobs und gehen zum Arbeitsamt, bzw. die freigesetzten Soldaten müssen anderweitig beschäftigt oder vom Sozialamt mit geringeren Einkommen bezahlt werden..
    Das hat schon fast Niveau des seligen Marx, ist also sehr realitätsfern. Die Arbeitnehmer werden sofort für andere Arbeiten eingesetzt, um den Bedarf zu decken. Oder die anderen Unternehmer stehen schon vorm Werkstor und werben die ab.

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    Alle Ausgaben des Staates sind gleichzeitig Einkommen an anderer Stelle.
    Und Ausgaben der Steuerzahler. Lassen wir die also gleich dort. Die freiwerdenden Beamten können für sinnvolle Aufgaben eingesetzt werden.
  9. #508

    Sparpotenzial

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Staat muss sparen. Diese Frage stellen sich nicht nur Kanzlerin und Finanzminister. Auch Länder und Kommunen müssen ihre Haushalte drastisch zusammenstreichen. Deutschland steht eine gewaltige Schrumpfkur bevor. Wo soll der Staat Ihrer Meinung nach sinnvoll sparen?
    - Kürzung des Wohngeldes
    - Abschaffung des "Kombilohns" (Aufstocker)
    - Abschaffung von BAföG
    - Steuer- und Sozialversicherungsabgaben auf Renten
    - mögliche Rentenkürzung (10%?)
    - Abschaffung der Zuschüsse für Zahnersatz

    Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen...
  10. #509

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Ich kann die Herkunft Ihrer Zahlen immer nicht nachvollziehen, da Sie belastbare Quellen selten verlinken:
    BIP 1960 583,9 Mrd DM (http://www.wachstumsstudien.de/Inhal...WS-Papier1.pdf) Quelle Statistisches Bundesamt, inclusive Saarland und Berlin West.
    Bundesaushalt 1960 42 Mrd DM (Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 13)
    ----> Entspricht einem Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP von 7,19% in 1960.

    BIP 2010 2497,-€ inclusiver der 5 neuen Bundesländer, Quelle Destatis
    Bundeshaushalt 2010 325,4 Mrd € (ohne Schattenhaushalt Banken) Quelle Bundesregierung
    ----> Entspricht einem Verhältnis des Bundeshaushaltes zum BIP von 13,03% in 2010, fast einer Verdopplung gegenüber 1960.

    Rolli, Sie sollten Ihre Argumentationen überdenken, oder zumindestens ordentlich recherchieren.
    Die richtigen Zahlen für das BIP in Euro finden Sie hier:

    http://www.destatis.de/jetspeed/port...ommen1950.psml


    rolli


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