Forum: Wirtschaft
Was bringt die Globalisierung?
Ökonomen und Politiker verweisen auf fallende Zollschranken und die Vorzüge internationaler Handelsströme hin - Globalisierungsgegner auf die wachsenden Unterschiede zwischen arm und reich. Was glauben Sie - überwiegen bei der Globalisierung die Vor- oder Nachteile?
- #1790 19.11.2008 15:18 von
Globalisierung
Zitat Henry Kissinger:
Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Weltherrschaft.
da er einer der Hauptdrahtzieher des US-Syndikats ist, muss er es wissen - #1791 19.11.2008 17:53 von MarkH
- #1792 21.11.2008 06:49 von Bulgakow
Was bringt die Globalisierung?
Globalisierung bringt mehr Monopolisierung, denn von ihr profitieren am meisten eine immer kleinere Anzahl von Menschen und Unternehmen. Mit dem überflüssigen Kapital werden die Werte anderer übernommen. Globalisierung bringt deshalb vor allem eine Situation, in der einige wenige ein extrem hohes Maß an ökonomischer und damit politischer Macht erhalten. Globalisierung führt über kurz oder lang in die Diktatur und zu mehr Krieg.
- #1793 05.12.2008 14:37 von Stramonium
Ich habe manchmal den Eindruck, als dächten die meisten Menschen, Globalisierung sei wie ein unverbrüchliches Naturgesetz oder eine vom Himmel herab oder vom lieben Gott eingeführte Entwicklung.
Jedoch: Jeder Schritt hin zu mehr Globalisierung wurde von Menschenhand getan, jede Öffnung von Märkten wurde durch politische Entscheidungen bewerkstelligt. Paradoxerweise setzen gerade DIESE politischen Entscheider die Bilder von der Globalisierung als quasi Akt Gottes in die Welt. Es wäre für unsere Welt sicher besser, wenn Politiker sich nicht mehr als Götter aufspielen würden. - #1794 05.12.2008 16:31 von
- #1795 05.12.2008 16:42 von Palmstroem
Globalisierung schafft Wohlstand
Das ist absoluter Unsinn. Schon das römische Reich war eine globalisierte Welt. Es brachte allen Wohlstand und Fortschritt. Es war eine Hochzeit der Kultur und vergleichsweise friedlich. Das gilt auch für die heutige globalisierte Welt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit gab es mehr Wohlstand für alle als heute. Während in früheren Zeiten lediglich ca. 10 Prozent der Bevölkerung am Reichtum partiziperten sind es heute bis zu 60 Prozent weltweit.
- #1796 05.12.2008 16:57 von
- #1797 05.12.2008 16:59 von Andreas Heil
... und endete dann wie ?
Die Demokratie ist die wohl anspruchsvollste und gefährdetste Staatsform. Die antiken Demokratien in Athen und Rom stellen Vorläufer der heutigen Demokratien dar, denen wesentliche Elemente moderner Demokratien (allgemeines Wahlrecht, gleiche Rechte für alle Bürger) fehlen. Athen und Rom waren Klassengesellschaften mit rechtlosen Sklaven und nach Vermögen abgestuften Rechten für die freien Bürger. Mit dem militärischen Erfolg und dem Aufstieg zur Grossmacht stieg der Einfluss der Feldherren, der Verwaltung und der Grosskaufleute. Dadurch sowie durch Stimmenkauf wurde die Demokratie ausgehöhlt und schliesslich durch Militärdiktaturen abgelöst.
http://demokratie.geschichte-schweiz...athen-rom.html
... meint Markus Jud, Luzern - #1798 05.12.2008 17:21 von Palmstroem
- #1799 05.12.2008 20:22 von FuinlhachDas römische Reich war, in der Tat, schon ziemlich globalisiert. Ausgestreckt zumindest auf dem in Europa bekanntem Terrain. Die ganze Sache brachte allerdings nicht nur Freude und Freunde. Schließlich waren die Römer eine militärisch organisierte Kultur und recht agressiv. Tatsächlich konnte sich das 'Heilsbringende' römische Reich nicht weiter ausdehnen, da es zerfressen war von Korruption, andauernden Aufständen, Abspaltungsversuchen und immensen laufenden Kriegskosten, die nicht mehr gestemmt werden konnten. Die ganze Sache 'relativ friedlich' zu nennen ist, bitte um Verzeihung, ein Witz. Ebenso witzhaltig die 'Hochzeit der Kulturen'. Es stimmt allerdings, dass die Römer bestrebt waren ihre Kultur durchzusetzen. Das gelang durch technologischen Fortschritt und führte oft genug dazu, dass es Überläufer gab. Immerhin wurden so einige römische Errungenschaften bewundert. Allerdings zerstörten die Römer auch ansässige Kulturen, was zu enormen Gegenbewegungen führte. Was die Römer schon nicht verstanden, war der Umstand, dass man niemanden zu seinem 'Glück' zwingen kann. Das ist auch heute noch so mit Zwangsscheindemokratisierungen. Was den Römern das Genick brach war der Umstand, dass es im eigenen Reich Probleme wirtschaftlicher Natur gab von nicht unerheblichen Ausmaßen. Die kamen, damals wie heute, ganz unweigerlich, durch Kapitalakkumulation einiger weniger. Nee, nee, Herr Palmstroem, da waren, m.E. die Hethiter schon weiter.Zitat von Palmstroem
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