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Braucht die EU eine gemeinsame Wirtschaftsregierung?

Die jüngsten Aktionen zur Rettung des Euro und zur Unterstützung von Griechenland, Spanien und Irland zeigten, wie notwendig entschlossenes und einiges Handeln der Mitgliedsstaaten der EU ist. Reicht dies für die Zukunft? Oder braucht die EU schnell eine gemeinsame Wirtschaftsregierung?
  1. #780

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ich rate Ihnen, nicht so viel Hoffnung in das "Volk" und sein Allwissen und Allkönnen setzen.
    Das mit dem "Allwissen" sollten besonders Sie sich zu Herzen nehmen.:-))
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  2. #781

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Nöö. Brauche ich auch nicht. Deutschland ist Deutschland, und Frankreich ist Frankreich. Warum sollten wir Deutschen erst alle eine französische Lebensart erlernen? Warum? Bringen Sie mal dafür ein Argument. - Die nächsten Foristen wünschen sich finnische Schulsysteme, schweizer Geldverhältnisse, schwedische Sozialgesetze, österreichisches Mautsysteme, italienische Küche, holländische Coffeeshops usw. usf.
    Wenn für Sie Interesse und Desinteresse an der Politik eine Lebensart ist, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Sie finden es also zufriedenstellend, dass in anderen Ländern schon Jugendliche sich für Politik interessieren und in Deutschland das deutlich weniger stattfindet?

    Zumal ich generell finde, dass man als Gesellschaft und Staat so offen sein sollte, auch bereit zu sein, von anderen Ländern etwas zu lernen. Wer sich demgegenüber verschließt, läuft m.E. mit Scheuklappen durch die Gegend.
  3. #782

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    In den USA wird der Präsident direkt vom Volk gewählt.

    In der Bundesrepublik wird der/ die Bundeskanzler / in vom Bundestag gewählt.

    Kleiner aber feiner Unterschied.

    Sie brauchen nicht zu streiten, es ist so.
    Meines Wissens werden in den USA vom Volke Wahlmänner gewählt - ein kleiner aber feiner Unterschied. All das ändert nichts an der Tatsache, dass die Politiker bereits aus Abstimmungen/Wahlen hervorgegangen sind. Und das würde auch bei einer EU-Wirtschaftsregierung so sein.
  4. #783

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    ich kenne diesen Berg genau. Er bekommt von mir genau das, was er haben will. Er bewegt sich keinen mm aus dem politischen Mainstream heraus, und will damit die derzeitigen Zustände zementieren. Er redet dem politischen Eurofaschismus das Wort, und damit einer Europadiktatur. Die, die er meint, das sind exakt diejenigen, von denen ein herr rothschild sagte:
    Das System ( der Ausbeutung und Versklavung ) wird sich nie ändern, denn die Eliten ziehen Ihren lebensunterhalt daraus oder erzielen damit ihren Gewinn. Berg gehört exakt zu diesen Eliten,...
    rolli
    Nun schwillt aber meine Brust vor Stolz wie noch nie vorher: ich gehöre "exakt zu diesen Eliten"! Wer hätte das gedacht! Auf dieser Welle der Erhöhung bleibe ich erst einmal eine Weile schweben...... Und dann, dann zähle ich meine "Gewinn" mal nach, den ich aus dem "System der Ausbeutung und Versklavung" gezogen habe. Und bin sehr gespannt! - Warum nur haben wir uns 89/90 an der Wende beteiligt?
  5. #784

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Zweitens: Wenn Sie feststellen, dass etwas in "Deutschland weniger stattfindet", dann fällen Sie ein Pauschalurteil.
    Dann kam das falsch rüber. Ich spreche von meinen subjektiven Eindrücken.
    Ich bin Mitte Zwanzig und habe durch Freiwilligentätigkeiten recht viel Kontakt zu Jugendlichen aus den verschiedensten Schichten. Diese zumindest können mit Politik nicht wirklich viel anfangen.

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Drittens: die französische Jugend zeigt ihr Interesse an Politik in erster Linie in Krawallen, Brandschatzungen und Randalen. Davon zu "lernen", das halte ich nicht für angebracht. Wenn Sie dafür "offen sind, um zu Lernen", dann viel Spaß im Umgang mit Wasserwerfern.
    Gehen Sie mal in die Brasseries in Paris, in die Bars in jeglichen Städten, auf private Abende - dort werden Sie keine Krawallpläne schmiedenden Jugendliche finden, sondern Menschen, die sachlich diskutieren.
    Sie reden von einigen Banlieues von Paris.
    Ein kleiner aber feiner Unterschied.

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Alle Welt kann von den Deutschen lernen, wie diese eine politische und gesellschaftliche Wende 89/90 zustande gebracht haben: einen Eisernen Vorhang beseitigen, eine Mauer öffnen, Runde Tische ohne Scheuklappen, Montags-Demos mit Friedenskerzen ohne Gewalt, Vereinigung ehemals verfeindeter Armeen usw. usf.
    Da haben Sie absolut recht. Aber genauso gibt es Bereiche, in denen man von Deutsche eher weniger abschauen sollte, und genauso gibt es Bereiche, in denen andere Länder vorbildlich handeln. ;)
  6. #785

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Meines Wissens werden in den USA vom Volke Wahlmänner gewählt - ein kleiner aber feiner Unterschied. All das ändert nichts an der Tatsache, dass die Politiker bereits aus Abstimmungen/Wahlen hervorgegangen sind. Und das würde auch bei einer EU-Wirtschaftsregierung so sein.
    Die Frage ist, wessen Amtseid da dann greift, der deutsche, oder der französische, oder haben die garkeinen Eid auf "Europa" geleistet und können dann tun und lassen was sie wollen. Und was, wenn - wie in der Vorratsdatenspeicherung - ein gewählter deutscher Kommisar Strafzahlungen beschliesst, und D. nun Millionen bezahlt? Hören Sie mir doch auf. Gewählt wurde in D. keiner aus dieser Mischpoke, weil in D. nur Listen gewählt werden können. Jeder Wähler MUSS mit der gesamten Liste zufrieden sein, wenn er seine Partei wählen will. Das ist Wahlerpressung weiter nichts. Keiner, aber auch kein einziger Buundestagsabgeordneter gehört nicht zu einer Firma oder einem Verband, der ihn/sie da hin delegiert hat. Kein eiziger ist unabhängig, sondern wurde lanciert um die Richtung der Politik als Lobbyist zu bestimmen. Abgeordnete sind nicht mehr Mitglied eines Verfassungsorgans, sondern sind Lobbyisten per se. Und dass in berlin seit 20 Jahren fast nur noch verfassungswidrige Gesetze gemacht werden, liegt daran, dass diese Lobyisten es immer wieder schaffen, Gesetzestexte von den Rechtsabteilungen grosser Konzerne schreiben zu lassen. Agenda 2010 ist z.B. das Ergebnis eines kriminellen Mitarbeiters von VW.


    rolli
  7. #786

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Dann kam das falsch rüber. Ich spreche von meinen subjektiven Eindrücken.
    Ich bin Mitte Zwanzig und habe durch Freiwilligentätigkeiten recht viel Kontakt zu Jugendlichen aus den verschiedensten Schichten. Diese zumindest können mit Politik nicht wirklich viel anfangen.


    Gehen Sie mal in die Brasseries in Paris, in die Bars in jeglichen Städten, auf private Abende - dort werden Sie keine Krawallpläne schmiedenden Jugendliche finden, sondern Menschen, die sachlich diskutieren.
    Sie reden von einigen Banlieues von Paris.
    Ein kleiner aber feiner Unterschied.


    Da haben Sie absolut recht. Aber genauso gibt es Bereiche, in denen man von Deutsche eher weniger abschauen sollte, und genauso gibt es Bereiche, in denen andere Länder vorbildlich handeln. ;)
    Sie kommen erstaunlich oft falsch rüber. Vielleicht lohnt es sich mal darüber nachzudenken. Was fangen denn Sie mit der Politik an? Können Sie mir sagen, was Sie an der deutschen Politik so finden, dass es Jugendliche anspricht? Die Jugendlichen sehen nach vorne und erhoffen sich eine gute Zukunft, und die Politik zerstört vorsätzlich diese Zkunft. Sollen die Jugendlichen an der Perspektivlosigkeit auch noch mitwirken? Oder sollen Sie in die Parteienschweinetour eintreten und isch hochbuckeln, damit sie mit 55 dann mal was für sich selber tun können? Dass das in Frankreich so ist, ist der völlig unterschiedlichen politisch-wirtschaftlichen Kultur zu verdanken. In D. wird grundsätzlich Angst verbreitet, jegliche Lebensäusserung, die der Berliner Mischpoke nicht passt, wird entweder betraft oder ist verboten. Als z.B. die französischen und deutschen Lastwagenfahrer die Autobahnen blockierten, wurde das in Fr. für legal und angemessen zur Durchsetzung von lebenswichtigen Interessen, aber der deutsche Innenminister entblödete sich nicht schon morgens um 6.30 sich ins Fernsehen zu stellen und völlig verfassungswidrig rauszuposaunen: Jeder deutsche LKW-fahrer hat bis 10 Uhr die Blockade zu räumen, denn dann erteile ich der Bundeswehr den Auftrag die LKWs kostenpflichtig abzuschleppen.
    Dass dann in Frankreich die Grosseltern, Eltern, Studenten, Brüder und Schwestern auf die Strasse gingen und das Praktikantengesetz zu verhindern, abr in D. sich keine Sau darum scheerte, als dasselbe Gesetz auch in D. verabschiedet wurde, verwundert nicht.

    exilator
  8. #787

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Dann kam das falsch rüber. Ich spreche von meinen subjektiven Eindrücken.
    Ich bin Mitte Zwanzig und habe durch Freiwilligentätigkeiten recht viel Kontakt zu Jugendlichen aus den verschiedensten Schichten. Diese zumindest können mit Politik nicht wirklich viel anfangen.


    Gehen Sie mal in die Brasseries in Paris, in die Bars in jeglichen Städten, auf private Abende - dort werden Sie keine Krawallpläne schmiedenden Jugendliche finden, sondern Menschen, die sachlich diskutieren.
    Sie reden von einigen Banlieues von Paris.
    Ein kleiner aber feiner Unterschied.


    Da haben Sie absolut recht. Aber genauso gibt es Bereiche, in denen man von Deutsche eher weniger abschauen sollte, und genauso gibt es Bereiche, in denen andere Länder vorbildlich handeln. ;)
    Is ja gut. Ich bin am oberen Ende des Lebensalters angelangt, und ich erlaube mir eigene Urteile, zum Beispiel: diese Jugendlichen, die mit "Politik nicht wirklich viel anfangen können", werden in der Politik einfach auch nicht benötigt. - Und Jugendliche, die "sachlich diskutieren", finden Sie in D genügend, vielleicht weniger in Restaurants, Cafes oder Bars.
  9. #788

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Is ja gut. Ich bin am oberen Ende des Lebensalters angelangt, und ich erlaube mir eigene Urteile, zum Beispiel: diese Jugendlichen, die mit "Politik nicht wirklich viel anfangen können", werden in der Politik einfach auch nicht benötigt. - Und Jugendliche, die "sachlich diskutieren", finden Sie in D genügend, vielleicht weniger in Restaurants, Cafes oder Bars.
    Ich spreche von der breiten Masse. Die ist in Frankreich einfach interessierter als in Deutschland. Das heißt nicht, dass auch politikinteressierte deutsche Jugendliche existieren!
    Sie wissen wohl, dass auch politikinteressierte Menschen in Bars gehen?! ;)
  10. #789

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Ich spreche von der breiten Masse. Die ist in Frankreich einfach interessierter als in Deutschland. Das heißt nicht, dass auch politikinteressierte deutsche Jugendliche existieren!
    Sie wissen wohl, dass auch politikinteressierte Menschen in Bars gehen?! ;)
    Rückzugsgefecht akzeptiert. Meinetwegen kann jeder in D von F lernen, was er möchte.








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