Die Diskussion über Streckenführung und Taktung der ICE ist nicht neu, flammt aber bei neuen Stationen immer wieder auf. Schnelligkeit und direkte Verbindung der Zielpunkte ist einer der Kernpunkte der ICE-Strategie. Sollten die schnellen Züge folgerichtig seltener halten als bisher?
bis eine Dampflok einen sehr leichten, kurzen Zug auf 200 hätte, wären andere Züge schon am Ziel angekommen. Sie sind scheinbar noch nicht viel auf unseren Strecken unterwegs gewesen? Fulda- Würzburg, Kassel- Fulda, nur als Beispiele. Oder Wolfsburg- Stendal...Nach 2-3 Minuten HG erreicht, die dann 30-40 Minuten gefahren wird. Wenn Sie das nicht mitbekommen, dann sind Sie zwischendurch eingeschlafen?
[QUOTE=Ökopit;9253402Ein "gemischter Verkehr" auf Bahngleisen hat den gleichen Effect wie "zu viele" LKW auf einer Autobahn!
Beides bremst den (potentiell schnelleren) Personenverkehr aus!
Da gibt es nun zwei Lösungen!
1.) "Komplette Trennung" der Trassen (eigene Gleise für Güter-, andere für Personenzüge
[/QUOTE]
verbeißen Sie sich so im Widerstand gegen gemischten Verkehr? Einmal muß es nicht gleichzeitig sein, am Tag Reise - in der Nacht Güterschnellverkehr. So funktioniert es nun schon viele Jahre auf der NBS Hannover Würzburg.
Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was zusätzliche GZ Schnell-Gleise z.B. von Hannover bis Würzburg kosten würden? Außer, das diese Strecke nun sehr teuer so gebaut wurde, um auch einigen Güterzügen zu dienen - nur deshalb wurden Tunnel gebaut, weil die nötigen Steigungen mit GZ nicht machbar sind.
Eine moderne, zweigleisige Schnell-Strecke mit Linienführung
würde überhaupt keine Probleme bekommen, sogar "fliegende" Überholungen im "Gegengleis" sind möglich. In viele Richtungen wären zusätzliche Güterzugstrecken nicht mehr bezahlbar! In Frankreich ist es auf den meisten Strecken nicht möglich, GZ dort fahren zu lassen, weil man dort auf Tunnel verzichtet hat, dafür aber die nötigen Steigungen nicht GZ tauglich sind. D. ist das einzigste Land auf der Welt, bei dem HG Fahrten durch Röhren durchgeführt werden. (Außer dem Kanaltunnel, dort geht es ja nun einmal nicht anders!) Die von Ihnen immer wieder ins Spiel gebrachten Staus entstehen durch nah, Regio und S-Bahnverkehr und deren Halte- Und durch langsame Güterzüge, denen mancherorts auch noch die Überholgleise aus Sparsamkeit geklaut wurden.(Mehdorn und Co.)
Murrle, Sie sind mir vielleicht an Bahn Km überlegen, aber sonst bestimmt nicht , die ICE sind eine Schnaosidee und kosten grauenhaft Geld, 1977 bin ich mit dem IC von M nach F gefahren, allerdings war der Zug nur 1.Klasse, aber der ICE schaffts auch nicht schenller und vor allem es gab keine Platznot und keine verstopften Klos und dei Zugbegleiter waren äusserst höflich,bei ICE ist das heute, wie vor 50 Jahren, Zugbegleiter unhöflich, Züge überlastet, die Pünktlichkeit zur Zeiten der Dampflok war 1.Sahne, heute hat man son Leichtmetallzug, bei dem nix funktioniert, letzt Zugauskunf: ich wäre gerne von a nach b gefahren, wann fahren sie denn!? ja, wann wolln se denn kommen?
Sie kommen aus einem "bergigeren" Teil Deutschland's (wenn ich davon ausgehe, dass Sie auch dort wohnen, wo Sie Ihre Lok's fuhren) - ich wohne (nutze aber auch die Bahn!), am Niederrhein, wo es "topfeben" ist und die Gleise (seit 1856!!!) schnurgerade durch Felder, Wald und Wiese führen! Diese "gerade" Streckenführung (und kein "kurvenreiches" Folgen des Rheinverlaufs) ist hier aber auf Vorgaben des preußischen Militärs!!! zurückzuführen!
Die "Festung Wesel" durfte von der Eisenbahn nicht berührt werden, also lag der Bahnhof außerhalb, etwa 300 Meter östlich des östlichen Stadttores! Die weitere Strecke Richtung Niederlande musste so weit "rechts des Rheins" angelegt werden, dass die Züge (wenn der Rauch der Damploks am linken Rheinufer sichtbar geworden wäre) schon längst weitergefahren waren! Die Preussen gingen einfach davon aus, dass sie im Kriegsfall (mit Frankreich) das rechte Rheinufer halten könnten, linksrheinisch die Franzosen ihre Artillerie in Stellung brachte!
Das hatte zur Folge, dass die Bahnstrecke "schnurgerade" in landwirtschaftlich schlecht nutzbarer Wald- und Heidelandschaft gebaut wurde, die damals (um 1850) fast unbewohnt war! Wichtige Siedlungen (insbesondere [Wesel-]Bislich und Rees), die unmittelbar am Rhein lagen, sparte die Streckenführung aus! Erst in Emmerich musste die Bahnstrecke wieder in eine "Stadt" geführt werden, das lag aber vor allem daran, dass hier (Emmerich liegt in einem "deutschen Zipfel", der sehr weit in die Niederlande hineireicht) die "preussische Grenze" auch "rechts von der Bahnlinie" schon so nah war, dass strategische Überlegungen entbehrlich waren.
Es gab aber auch damals schon "Fahrwege" von den Siedlungen "am Rhein" ins preussisch-westfälische Hinterland! Und überall, wo diese Landstrassen die Bahnlinie kreuzten, wurden Haltepunkte eingerichtet. An diesen Haltepunkten entwickelten sich in der Folge Siedlungen!
Ende des ersten Teils!
Hier geht mein Text weiter:
Das Ganze ist hier (zwischen Wesel und Emmerich) noch heute gut sichtbar, denn am "Holzweg" (heute eine innerstädtische Wohnstrasse im Weseler Vorort) liegt der Haltepunkt "Wesel-Feldmark", an der nächsten größeren Kreuzung (Strasse von Bislich nach Hamminkeln) entwickelte sich das Lokal "Constanze" und gab es bis ca. 1970 den Haltepunkt "Diersfordt". "Mehrhoog" (an der Strasse von Rees-Mehr nach Hamminkeln) entstand erst durch die Bahn und setzte dem Bahnarbeiter sogar ein Denkmal!. In Haldern (um 1100 von "Anna von Aspel" gegründet, zweigt eine Strasse von der rheinnahen preussischen Militärstrasse (heutige B 8) nach Isselburg ab und kreuzt die Bahn - also Haltepunkt!
Der nächste "Halt" war ein echter Bahnhof, denn in "Empel-Rees" kreuzte nicht nur eine der wichtigsten Ost-West Verbindungen (die heutige B 67 von Goch über die Reeser Rheinbrücke nach Münster), von hier zweigte auch eine Bahnstrecke über Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken nach Münster ab!
Und gerade hier funktioniert gemischter Verkehr eben nicht!
Der Nahverkehr kann wegen der vielen Halte die "technisch möglichen" 160 km/h nicht ausfahren, Güterzüge fahren mit 100 km/h durch (das ist etwa die Durchschnittsgeschwindigkeit der Personenzüge), würden also nicht stören, wenn davon nicht künftig 232 täglich (alle 6 Minuten einer pro Richtung) kämen! Das kat ein Verkehrsminister Krause so mit seiner niederländischen Kollegin 1992 vereinbart. Und dann soll da noch alle zwei Stunden ein ICE durch, der aufgrund des "Streckenprofils" 250 (oder 300) fahren könnte (und tatsächlich wegen "beschrankter Bahnübergänge" 200 km/h fahren darf). Wie soll das gehen?
Und warum muss das für den Güterverkehr künftig notwendige dritte (und ggf. "vierte") Gleis eigentlich strickt parallel neben diese Bestandsstrecke gelegt werden (vor allem, wenn "unter" der künftig sowieso auf 6 Fahrspuren auszubauenden "Autobahn 3" ein fast 80 Meter breites Grundstück im Bundesbesitz vorhanden ist?
Weil ich, hier wo ich wohne oft ICE-Züge stehen sehe weil einfach kein "Weiterfahrsignal" gegeben ist, ist "gemischter Verkehr" Unfug. Güterzüge fahren zwar auch hier schon überwiegend nachts (auch weil es etwa 5 - 6 Stunden dauert, bis der im Rotterdamer Hafen gestartete Güterzug hier ist), aber alle 232 Güterzüge "in die Nacht" zu kriegen dürfte auch mit Blockverdichtung nicht gehen!
Meines Erachtens wäre die Bahn gut beraten,
die ICEs primär auf Nonstop-Fernverbindungen
fahren zu lassen, und zwar zu einem Preis,
der mit Inlandsflügen konkurrieren kann.
Ich bekomme selbst bei Strecken um 400 km
vom AG oft nur die Option, ein Flugticket zu nehmen,
weil das günstiger ist, obwohl die Reisezeit
per Flug im Inland nur selten Vorteile bringt/brächte.
6 Uhr/12 Uhr/18 Uhr sollte die Bahn bei Fernstrecken
zwischen den 12 größten Städten Nonstopverbindungen
anbieten. Das wäre auch zu einem niedrigeren Preis
möglich, weil dann die Züge auch ausgebucht wären.
Dann würde es auch Sinn machen, wenn die Politik
bzgl Besteuerung von Flugbenzin aktiv würde.
davon ausgehen, das ich in den alten Bundesländern durch meinen Dienst beim Versuchsamt mit einem Prüfzug JEDE Strecke schon einige male gefahren bin. Sie gehen immer von einer falschen Voraussetzung aus. Ich spreche von einer Strecke mit HG 200-250 KmH Zulässigkeit, das ist im Ruhrgebiet aus vielen Gründen nicht möglich, die Dinge Richtung Holland kenne ich, und es ist so: Dort ist ohne Riesenaufwand auch keine solche Strecke möglich. Eine solche Schnellstrecke ohne Steigungen könnte mit Reisezügen UND besonderen Schnellgüterzügen OHNE Störung und Stau befahren werden. Eine solch teure Strecke NUR für ICE und IC wäre unwirtschaftlich und in der Nacht vereinsamt. Nur davon spreche ich. Natürlich ist es auf Normalstrecken hinderlich, alles durcheinander fahren zu lassen!