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Zuwanderung - sollen die Hürden für hochqualifizierte Ausländer gesenkt werden?

Facharbeiter, Experten und Akademiker sind in Deutschland als Zuwanderer geschätzt. Dennoch halten viele bürokratische Vorschriften manche Hochqualifizierte vom Kommen ab. Müssen die Bedingungen für Sie deutlich verbessert werden?
  1. #1530

    Kapital

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    Sie haben alles sehr schön aufgelistet, aber sie haben vergessen dazuzuschreiben, dass das alles nur an diesem System liegt und vieles hat man sich von den USA einfach nur abgeschaut.
    Wer da was nachhaltiges verändern will, der muss diese gesellschaftlichen Verhältnisse verändern, denn anders geht es absolut nicht.
    Erinnern wir uns noch an die Zeit, als es den eisernen Vorhang gab, das herrscht es zwar auch das Kapital, aber ihm waren in gewisser Weise auch die Hände gebunden und somit konnten dann mehr Menschen des alten Europa sozial und gesellschaftlich besser leben.

    Aber nun streben alle nur noch nach reinen neoliberalen Verhältnissen und wir sehen was für den Menschen dabei herauskommt.
    HR
    Ich behaupte mal, daß die Konkurrenzsituation der Systeme ein eher vernachlässigbarer Aspekt der besser funktionierenden sozialen Marktwirtschaft gewesen ist. Zwei andere Trends sind für mich viel wahrscheinlicher:
    - Die Überproduktion setzte erst Mite der 70'er des letzten JH ein. Davor war das Land mit all seiner Infrastruktur aufzubauen, hatten wir technische und mobile Revolutionen.
    Prompt setzte auch die Massenarbeitslosigkeit zu dieser Zeit ein.
    - Globalisierung: Diese setzte erst Ende des letzten Jahrhunderts richtig ein, als die Infrastruktur dazu vorhanden war.
    Der Arbeitsmarkt für immer mehr Berufe ist global ob wir wollen oder nicht. Neoliberal ist daran lediglich, daß die Regularien noch weiter eingeschränkt wurden, an der Unbeherrschbarkeit diese Prozesses ändert sich dadurch nichts, er wird nur beschleunigt.
  2. #1531

    Zuwanderung - sollen die Hürden für hochqualifizierte Ausländer gesenkt werden?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facharbeiter, Experten und Akademiker sind in Deutschland als Zuwanderer geschätzt. Dennoch halten viele bürokratische Vorschriften manche Hochqualifizierte vom Kommen ab. Müssen die Bedingungen für Sie deutlich verbessert werden?
    Die Frage wäre im Umkehrschluss für mich:
    Sollten die Hürden für unqualifizierte Ausländer erhöht werden?
  3. #1532

    Zitat von Julian Bachert Beitrag anzeigen
    Asiatische Einwanderer legen weder ihre Kultur ab, noch wird negativ über sie geredet. Denn eine erdrückende Mehrheit von ihnen akzeptiert diese Gesellschaft und hält sich an die Regeln.
    Das mag so weit stimmen. Meiner Meinung nach ist die Stimmung gegenüber asiatischen Einwanderern nur deshalb noch gut, weil sie noch nicht so zahlreich sind wie die Mitbürger türkischer Herkunft. Würden sich die Zahlenverhältnisse ändern, könnte die Stimmung gegenüber asiatischen Migranten schon ganz anders aussehen, denn auch wenn sie sich im Allgemeinen ruhig und friedlich verhalten, so werden die Asiaten doch noch stärker als Fremde und fremdartig wahrgenommen als Türken, so dass auch hier das Thema Überfremdung aufkäme.
  4. #1533

    Verteilte Standorten

    Die Firmen sollen mit ihren Standorten da hin gehen, wo sie die hochqualifizierten Ausländer vermuten. Letztendlich machen sie das ja sowieso. Viele sind aber auch schon wieder zurück gekommen.
    Gegen eine kulturübergreifende Zusammenarbeit an verteilten Standorten ist ja nichts einzuwenden. Aber dazu ist es nicht erforderlich, unsere Bevölkerungsstruktur zu zerstören und Menschen fremder Kulturen in gute und schlechte einzuteilen.
  5. #1534

    Danke

    Zitat von connyc Beitrag anzeigen
    ... Sie treffen den Punkt, wie Integration funktionieren sollte, sehr genau. Das Gerede von "Hol-/ bzw. Bringschuld" führt hier überhaupt nicht weiter. Beide Richtungen sind erforderlich, auf allen Ebenen.

    Man sollte sich auch .....
    Und das Schöne ist.
    Diese Art von echter Integration kostet uns keinen Cent Steuergelder.
    Aber es müssten wohl Einige den dicken Balken von Skepsis, Angst und allgemeinen Unwohlbefinden gegenüber dem Fremden aus ihrem Hirn entfernen.

    Und leider sind damit keine Wählerstimmen zu gewinnen.
    Und so leben die Deutschen jahrzehntelang mit ihrem selbstzusammengebrautem diffusem Klumpen im Bauch.
  6. #1535

    Aus dem Lehrbuch - Medial korrekt wegkanalisiert

    ... Es ist bereits wieder diese mediale Degeneration eines Themas lehrbuchhaft zu beobachten. Wie einst 2007/2008 die durch Roland Koch losgetretene Diskussion über kriminelle Straftäter aus dem Migrantenmilieu innerhalb kürzester Zeit zu einer Diskussion über Straftäter an sich umgemünzt worden ist und in der Folge zur Diskussion über Bildungsversäumnisse und negative soziale Rahmenbedingungen verkommen ist, passiert jetzt wieder genau das selbe:
    Wir haben in den Ballungsräumen Probleme mit schlecht oder gar nicht integrierten Migranten, Parallelgesellschaften, bei bestimmten Ethnien einen hohen und dauerhaften Anteil an Transferleistungen, der sich weiter manifestiert.

    Sarrazin tritt die Debatte los, Wulff springt auf , betet gesund und gibt den Kotau vor den Muslimen, Seehofer gibt ebenfalls seinen Beitrag dazu ab, schwadroniert ohne Lösungskonzept von "Zuwanderung" und Fachkräften. Nun ist die Diskussion politisch korrekt auf das Nebengleis Fachkräftemangel und fragwürdiger Notwendigkeit von mehr Migration von den Kernproblem des IST-Zustandes wegkanalisiert:
    Es wird nicht mehr über nichtangepaßte Migranten, mangelhafte Deutschlenntnisse, keine oder niedrige Bildung und überproportional hohe Raten an Kriminalität und Transferabhängigkeit geredet und versucht, zu Lösungen zu finden, nicht über Deutschfeindlichkeit, nicht über Parallelgesellschaften diskutiert mit eigenen Werten und Gesetzen - NEIN, Deutschland diskutiert über Anerkennung von ausl. Studienabschlüssen und Voraussetzungen für weitere Zuwanderung - bei real etwa 6,5 Mio Arbeitssuchenden, Lohndumping, Leiharbeit und weiterer prekärer Beschäftigungsverhältnisse.

    WILLKOMMEN IN GAGA-LAND!
  7. #1536

    Können wir dann nicht lieber andere Staaten in die EU holen?

    Zitat von recardo Beitrag anzeigen
    Ich schätze mal, dämnächst soll die Türkei wieder ganz offiziell in die EU eingeladen werden. Die Leute sind dort jünger, weil sie noch nicht so von der Ökonomie und den Wanderungsbewegungen betroffen war. Die will die Wirtschaft haben, die FDP dann natürlich auch und Merkel ist am wanken, aber innerlich hat sie sich schon entschieden; pro Wirtschaft und FDP, vermute ich so mal(angeeignete Beobachtungsgabe nach langem Verfolgen politischer Debatten)
    die Ukraine vielleicht? Die haben viele junge Leute und sind Christen, somit einfach in der Integration. Besser geht es doch nicht mehr...
  8. #1537

    kann ich ihnen sagen

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Mein Frage, in welchem anderem Land verdienen denn "Hochqualifizierte", was immer das sein mag, so viel mehr?
    Was sind denn überhaupt "Hochqualifizierte"?
    in japan, südkorea, dubai, schweiz, england, kanada und usa.
    ich bin seit 14 jahren in ca. 6 bereichen der IT spezialist, deswegen gelte ich in deutschland nicht als fachkraft, die wollen fachidioten für einen einzelnen bereich. wenn ich mich auf eine andere stelle bewerben will dann sagt man entweder ich bin überqualifiziert oder bei 60k jahresgehalt zu teuer. ich habe aus 4 der genannten länder jobangebote die das drei- bis vierfache zahlen wollen, in einem land will man mich sogar als cio. in diesen ländern habe ich meine eigene altersvorsorge und krankenkassenbeiträge, ebenso würden meine kinder dort eher gefördert als integrationsunwillige die hier seit 3 generationen leben. die nächste bundestagswahl schau ich mir noch an dann gehe ich in ein anderes land und werde mich dort vollständig integrieren ..
  9. #1538

    Zitat von Urquhart Beitrag anzeigen
    Ja, und genau diese bildungsfernen Haushalte brauchen wir hier nicht. Wir haben mehr als genug deutsche bildungsferne Haushalte. In dieses Milieu brauchen wir keinen Zuzug.
    Da stimmen wir absolut überein. Ein Staat, besonders ein Sozialstaat, verträgt nur ein gewisses Maß an sozial Schwächeren. Aber die Frage ist, ob tatsächlich ein nennenswerter derartiger Zuzug vorhanden ist.
    Aber das ist ja auch nur eine der Fragen, die hier diskutiert wurden und werden und diese Frage betrifft allgemein die Einwanderungspolitik.
    Vielen hier geht es aber noch nicht mal darum, sondern eher um die Angst vor Überfremdung und die Ablehnung des Islams etc. Es wird alles in einen Topf geworfen und dabei kommt nichts Produktives raus.

    Zitat von Urquhart Beitrag anzeigen
    Von wem? Ich denke, dass die Ghettos eher durch die Mittellosigkeit der Migranten entstanden sind, welche wiederum zu einem nicht unerheblichen Teil eine Folge der Bildungsferne und Minderqualifikation ist. Mittellosigkeit erfordert billigen Wohnraum. Billigen Wohnraum gibt es meist in bestimmten Vierteln.
    Pardon, mein Fehler. Ich meinte gefördert, nicht gefordert.

    Zitat von Urquhart Beitrag anzeigen
    Die vertraute Umgebung gibt's in der Heimat reichlich.
    Ja, aber diese Leute sind jetzt nun mal hier und sie lassen sich, auch wenn das viele Mit-Foristen befürworten, nicht einfach alle ausweisen, denn viele von ihnen sind eingebürgert, hier aufgewachsen und sozialisiert und kennen kein anderes Land. Da wäre das "Ausbürgern" nicht nur rechtlich kaum praktikabel, sondern auch moralisch nicht vertretbar.
    Um diese Menschen muss man sich kümmern, so wie man sich um Menschen aus dem sozial schwachen Milieu allgemein kümmern muss. Bei den Elterngenerationen wird kaum mehr was zu machen sein, aber bei den Kindergenerationen kann man sicher etwas bewirken. Aber dazu müsste auch allgemein das Problem der Durchlässigkeit der Schichten angegangen werden, denn das betrifft ja nicht nur Migraten, sondern auch die deutschen bildungsfernen Haushalte.
  10. #1539

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Ach seien Sie doch ehrlich, wer ein bischen anders aussieht, bleibt immer ein Fremder, das ist die ganz alltägliche Intoleranz bis hin zu offenem Rassismus und hat mit 'Anpassung' nur wenig zu tun. ......
    Da haben Sie absolut recht.


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