Der Druck war zu groß: Nach der Ankündigung staatsanwaltlicher Ermittlungen in Hannover trat Bundespäsident Christian Wulff zurück. Wochenlang klammerte er sich zuvor trotz ständig neuer Vorwürfe an sein Amt. Ein Rücktritt zum gerade noch akzeptablem Zeitpunkt? Oder hat Wullf das Amt nachhaltig beschädigt?
H. Wulff hätte ich einen Freund gewünscht, der sich mit ihm rechtzeitig - im Dezember, noch vor seiner Erklärung - zusammengesetzt hätte, um mit zu beraten, wie er denn am vernünftigsten mit der ganzen Affäre umgehen sollte. Aber wie es scheint, hat er nur "Amigos". Das wirft aber auch ein sehr erbärmliches Licht auf seine Partei!
Die meisten unserer Politiker traten doch schon in recht jungen Jahren ihrer Partei bei und wurden von ihr politisch sozialisiert. Dieses Verfahren macht betriebsblind und versieht den Jungpolitiker mit Scheuklappen.
Das aber, was den Partei-Politiker zu einem wirklichen "POLITIKER" macht, das muss sich der Nachwuchs selber beibringen oder er lernt einen Menschen kennen, der ihm zum Vorbild werden kann! Diese innere Entwicklung kann nicht von außen gelehrt werden, sie ist aber zu erlernen! Es sind dies die altbewährten Tugenden der Aufrichtigkeit, der Besonnenheit, des Mutes, des Respektes vor dem Anderen...
H. Wulff traf wohl nicht jene Persönlichkeit, die ihm diese Orientierung hätte vorleben und damit verbunden sein Handwerk hätte beibringen können.
Wie sich herausgestellt hat war ja wohl der Hr. Hintze die schlechteste Lösung die, die CDU wohl anzubieten hatte?
Denn in seiner Jagd auf die vermeintlichen ungerechtfertigten Vorwürfe gegen Wulff , war er es doch der in seiner unendlichen "Plapperhaftigkeit" den Wulff den vermeintlichen Todestoß versetzte.
Aber so ist der Hr. Hintze, der schon einmal durch seine "Rote Socken" Kampagne ( in den neunziger Jahren ) seiner Partei mehr geschadet hatte, und der damaligen PDS in den neuen Bundesländer ( meist aus Trotz ) ungeahnten Zulauf verschaffte.
Etwa aus der eigenen Partei?
Wer hätte das denn sein können?
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
Nicht zu vergessen seine Bewunderung des Sarrazin. Und seine unbedingte Freiheitsliebe, begründet durch seine Eltern, die strikt gegen jede Obrigkeitshörigkeit eintraten. Wahrscheinlich ist sowohl seine Mutter wie auch sein Vater deswegen schon 1932 in die NSDAP eingetreten.
Wie wenig Frauen von Politik verstehen, habe ich an den Bemerkungen
aller meiner weiblichen Familienmitgliedern gemerkt, die einstimmig
behaupten, dass wenn er Rückgrat hätte, er abgelehnt hätte, anstatt
sich schon selber vor der Wahl als neuen Bundespräsidenten zu
bezeichnen.
Aber da hier viel von Moral geschrieben wurde, da zieht ein Mann mit seiner Geliebten ins Schloß Bellevue, während seine Ehefrau in Rostock in einer Hütte wohnt. Und die Bildzeitung erklärt schon ganzseitig seine
Gefährtin zur neuen deutschen "First Lady".
Zur Erinnerung: Gefälschte Hitlertagebücher (Geschichte muß neu geschrieben werden. Ha,ha). Bisher nicht korrigierte Behauptung, der damalige inzwischen verstorbene Bundespräsidient Lübke hätte sich während der NS-Zeit als Architekt der KZ-Lager beteiligt. Dieser Behauptung lag einer Fälschung durch die damaligen DDR-Regierung zugrunde.
Und die finanzielle Seite werden die Investigativen schon herausbekommen. Warum denn keine Scheidung? Aus steuerlichen Gründen? Wegen Unterhaltszahlungen? War/ist Gauck eigentlich verbeamtet als Behördenleiter? War das dann vielleicht vorteilhafter, sich nicht scheiden zu lassen? Wie ist die Gütertrennung geregelt? Und was wird nach der Wahl als bundespräsident günstiger sein? Wieviel muss er nun an die Verflossene zahlen? Fragen über Fragen......
Eins vorweg, ich mag Gauck nicht, halte ihn nicht sonderlich geeignet für das neue Amt und habe mich selbst schon negativ zu ihm geäussert.
Aber einem 72-jährigen Mann vorzuwerfen, dass seine Eltern vor 80 Jahren NSDAP-Mitglieder waren, halte ich für völlig daneben.
Sein Privatleben, verheiratet, verliebt, verlobt oder was auch immer, ist allein seine Sache. Das geht niemanden etwas an und ist in der heutigen Zeit höchstens noch ein Thema in CSU-Kreisen oder katholischen Hochburgen. Hier sollte man sich meiner Meinung nach mehr zurückhalten.
Eigentlich war ich erstaunt, dass die CDU/CSU nicht Gauck vorgeschlagen hatte sondern den eher unscheinbaren Wulff aus Niedersachsen. Den
Grund wird wohl letztendlich nur Frau Merkel selber kennen.
Herr Gauck, der sogenannte "Präsident der Herzen" wir nun als Notnagel mit großer Mehrheit gewählt und wir werden wohl 5 Jahre mit ihm leben müssen. Überstehen wir auch, wie Träger des "Goldenen
Parteiabzeichens" der NSDAP oder andere ehemalige Präsidenten. Egal
mit welcher Parteizugehörigkeit hätte ich mir lieber einen Kandidaten wie Heinemann ode von Weizsäcker gewünscht.Herr Gauck ist sicherlich ein konsequenter Bürgerrechtler für den Teil der Bürgerrechte die er
versteht und für richtig erachtet. Eigentlich ein Mann, der ideologisch
voll in die FDP oder rechte Kreise der CDU/CSU hereinpasste.Deshalb
auch damals mein Erstaunen, das der ausgerechnet von der SPD präsentiert wurde und letztendlich gegen Wulff unterlag. Aber nach Schröder ist auch in der SPD alles möglich.
Ich hoffe nur, das im März unabhängig von der Parteizugehörigkeit und
den Gründen eine ausreichende Zahl der Mitglieder der Bundesversammlung das auch zum Ausdruck bringt.
Besser mehr Zeit als einen neuen Notnagel für die Wulff-Nachfolge,
der ist zwar reichlich spät zurückgetreten aber soviel Sorgfalt und Nachdenken bei der Nachfolgersuche wäre drin gewesen.