Forum


 

Wie viel Optimismus verträgt die Politik?

Trotz Wirtschaftskrise prognostizieren Politiker den Aufschwung. Zweckoptimismus oder realistische Einschätzung? Wie viel Optimismus dürfen Politiker haben?
  1. #30

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Das sieht man doch gerade an dem Flughafen BER. Nach dem Motto:"wird schon gut gehen" von seiten der Verantwortlcihen Aufsichtsräte und die von denen - als Parteifreunde - beschäftigten und für die Kontrolle zuständigen Körtgen und Schwarz . Nach dem Motto: Und nun ,Ihr lieben Wähler, habt Euch nicht so, ...
    Was sieht man denn daran, dass ein Großbauprojekt nicht termingerecht fertig gestellt ist? Man sieht, dass Projektanten, Bauleiter, Baufirmen, Aufsichtsräte, Technische Überwachungen und Staatliche Bauaufsicht, Banker und Haushaltexperte, Ministerien und Verwaltungen unzutreffend geplant haben, bzw. von Planwirtschaft zu wenig Ahnung haben. Der wirtschaftliche Schaden ist weitaus größer als der politische - wenn man das überhaupt vergleichen kann.

    Rein sachlich-fachlich kann man auch diese Terminverschiebung wegen Brandschutzprobleme auch als ünerzogen ansehen. Kein Fluggast hätte wohl etwas dagegen, wenn beim Einchecken nebenan noch montiert würde. Aber die Bauleitung besteht auch nicht aus gottgleichen unfehlbaren Wesen, sondern aus normalen Leuten, die im Zweifelsfalle kein Risiko auf sich laden.

    Man könnte auch den Medien vorwerfen, solche Bauverzögerungen hochzuspielen und politische Anhängsel zu konstruieren. Und "Kosten" sind in jedem Falle Gehälter/Löhne der beteiligten Arbeiter/Monteure/Ingenieure. Also könnte auch Sie froh darüber sein, wenn diese ihre Brötchen etwas länger verdienen können.
  2. #31

    Terminologie

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Was sieht man denn daran, dass ein Großbauprojekt nicht termingerecht fertig gestellt ist? Man sieht, dass Projektanten, Bauleiter, Baufirmen, Aufsichtsräte, Technische Überwachungen und Staatliche Bauaufsicht, Banker und Haushaltexperte, Ministerien und Verwaltungen unzutreffend geplant haben, bzw. von Planwirtschaft zu wenig Ahnung haben. Der wirtschaftliche Schaden ist weitaus größer als der politische - wenn man das überhaupt vergleichen kann.

    Man könnte auch den Medien vorwerfen, ..........
    was verstehen Sie unter Planwirtschaft? Meinen Sie wirklich die staatlich geplante Wirtschaft oder ist der allgemeine Begriff Planungskompetenz oder -koordination vielleicht der bessere?
  3. #32

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    was verstehen Sie unter Planwirtschaft? Meinen Sie wirklich die staatlich geplante Wirtschaft oder ist der allgemeine Begriff Planungskompetenz oder -koordination vielleicht der bessere?
    Klar, da musste ja wieder jemand Wortklauberein anzetteln. Wie Sie merkt haben müssten: von "staatlicher" Planwirtschaft schrieb ich nichts. Wenn Sie anstatt "wirtschaflich Planen" oder "geplanter Wirtschaft" den Begriff "Planungskompetenz und -koordination" besser finden - geschenkt, ist nur eine Auslegung der deutschen Sprache. Fakt bleibt: beim neuen Flughafen waren die Fähigkeiten der Beteiligten überfordert. Solche großen Objekte werden wohl nur dann termingemäß fertig, wenn ein 100%ig harter Termin steht, z.B. Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften. Daran den Optimismus in die Politik aufzuhängen, das ist m.E. müßig. - Zum Beispiel sollten mal alle Häuslebauer ehrlich zugeben, wie der geplante Terminplan aussah und wie dann der reale Ablauf und das Bauende erreicht wurde.
  4. #33

    Wie viel Optimismus verträgt die Politik?

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Klar, da musste ja wieder jemand Wortklauberein anzetteln. Wie Sie merkt haben müssten: von "staatlicher" Planwirtschaft schrieb ich nichts. Wenn Sie anstatt "wirtschaflich Planen" oder "geplanter Wirtschaft" den Begriff "Planungskompetenz und -koordination" besser finden - geschenkt, ist nur eine Auslegung der deutschen Sprache. Fakt bleibt: beim neuen Flughafen waren die Fähigkeiten der Beteiligten überfordert. Solche großen Objekte werden wohl nur dann termingemäß fertig, wenn ein 100%ig harter Termin steht, z.B. Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften. Daran den Optimismus in die Politik aufzuhängen, das ist m.E. müßig. - Zum Beispiel sollten mal alle Häuslebauer ehrlich zugeben, wie der geplante Terminplan aussah und wie dann der reale Ablauf und das Bauende erreicht wurde.
    Nun, beim "Häuslebauer" kann ich Ihnen versichern, dass - ich denke auch heute noch - bei der Mehrzahl der Mehrfamilienhäuser die Bauzeit ganz konsequent eingehalten wird. Die Vorgaben und Absprachen des Bauherrn mit dem Architekten wurden immer eingehalten , wobei festzustellen ist, wenn ein privater Bauherr vorhanden ist, werden genau die Materialien verwendet , die schriftlich fixiert wurden, wobei schon in früheren Zeiten an öffentlichen Bauten ( Gewerkschaftbauten etc.) Murks verbaut wurde - mangels fachlicher Kontrolle. Offensichtlich verführt die Inkompettenz der Politiker oder bei größeren Vorhaben der öffentlichen Hand die Firmen regelrecht dazu Murks zu bauen - ich denke da insbesondere an die Bundesbauten in Berlin - der BAuminister in Bau beauftragte Unterfirmen und Arge en mas, diese beauftragten wiederum von Bonn aus Firmen in Brandenburg, SAchsen Anhalt etc. , die billiger waren, diese wiederum beauftragten Subunternehmen und diese wiederum nahmen u.a. Schwarzarbeiter und so sind die Bundesbauten alle Fehlerhaft und werden z.T. für 35 Millionen wieder hergerichtet - zu Lasten der Steurzahler und außergewöhnlich teuer sind sie erstellt worden - denken Sie an den Murks der Strabag und anderer Großbauunternehmen. Der Kriminalität wurden keine Grenzen gesetzt und jeder hat in der Branche verdient. An Schmiergeldern!
  5. #34

    Wie schon öfter...

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    ... Offensichtlich verführt die Inkompettenz der Politiker oder bei größeren Vorhaben der öffentlichen Hand die Firmen regelrecht dazu Murks zu bauen - ich denke da insbesondere an die Bundesbauten in Berlin - der BAuminister in Bau beauftragte Unterfirmen und Arge en mas, diese beauftragten wiederum von Bonn aus Firmen in Brandenburg, SAchsen Anhalt etc. , die billiger waren, diese wiederum beauftragten Subunternehmen und diese wiederum nahmen u.a. Schwarzarbeiter und so sind die Bundesbauten alle Fehlerhaft und werden z.T. für 35 Millionen wieder hergerichtet ...
    ... muss ich bei Ihren Beiträgen feststellen, dass Sie ohne entsprechendes Hintergrundwissen (hier: Vergabe- und Ausschreibungsrecht) "argumentieren" - wenn man das überhaupt so nennen kann!
  6. #35

    Wie viel Optimismus verträgt die Politik?

    Zitat von wiseguyno1 Beitrag anzeigen
    ... muss ich bei Ihren Beiträgen feststellen, dass Sie ohne entsprechendes Hintergrundwissen (hier: Vergabe- und Ausschreibungsrecht) "argumentieren" - wenn man das überhaupt so nennen kann!
    Meinen Sie das staatliche Vergaberecht? Welches selbstverständlich seinen jeweiligen politischen Klüngel begünstigt?
    Wer aus eigenen Mitteln baut, kann selbstverständlich sowohl den/die Architekten als auch die zu verbauenden Materialien - sofern diese nicht gegen geltendes Baurecht verstossen - frei bestimmen.
    "Ausgeschrieben" muß bei privaten Bauherren auch nichts
    werden - wir sind nicht in der Planwirtschaft. Unsere Mehrfamilienanlage hat ein befreundeter und als hervorragend bekannter Architekt seinerzeit gebaut. Er hatte die Bevollmächtigung und meine Schwiegereltern mußten sich um nichts kümmern, außer um die optische Gestaltung und konnten aufgrund der pünktlichen Fertigstellung der Anlage schon die Vermietungen vornehmen.

    Da war überdies keine Bestechung im Spiel - und die Familein sind noch befreundet.
    So ein unwürdiges Schmierentheater der verantwortlichen Politiker - sowohl beim Hauptbahnhof durch das Architektenbüro Gerkans als auch das Riesenfiasko beim Flughafen lassen auf Schmiergeldzahlungen den Rückschluß zu und der Lichtblick in diesem Trauerspiel ist der SPD-Politiker Stephan Loge aus dem Dahme -Spreewald Landkreis . Ein Fachmann unter lauter Nullen.
  7. #36

    Wie viel Optimismus verträgt die Politik?

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Was sieht man denn daran, dass ein Großbauprojekt nicht termingerecht fertig gestellt ist? Man sieht, dass Projektanten, Bauleiter, Baufirmen, Aufsichtsräte, Technische Überwachungen und Staatliche Bauaufsicht, Banker und Haushaltexperte, Ministerien und Verwaltungen unzutreffend geplant haben, bzw. von Planwirtschaft zu wenig Ahnung haben. Der wirtschaftliche Schaden ist weitaus größer als der politische - wenn man das überhaupt vergleichen kann.

    Rein sachlich-fachlich kann man auch diese Terminverschiebung wegen Brandschutzprobleme auch als ünerzogen ansehen. Kein Fluggast hätte wohl etwas dagegen, wenn beim Einchecken nebenan noch montiert würde. Aber die Bauleitung besteht auch nicht aus gottgleichen unfehlbaren Wesen, sondern aus normalen Leuten, die im Zweifelsfalle kein Risiko auf sich laden.

    Man könnte auch den Medien vorwerfen, solche Bauverzögerungen hochzuspielen und politische Anhängsel zu konstruieren. Und "Kosten" sind in jedem Falle Gehälter/Löhne der beteiligten Arbeiter/Monteure/Ingenieure. Also könnte auch Sie froh darüber sein, wenn diese ihre Brötchen etwas länger verdienen können.
    Sie outen sich als unfähiger und verantwortungsloser Mensch.
    Was wäre denn , wenn ein Großbrand auf dem nicht abgenommenen Flughafen ausbricht mit Toten? Stehen dann diesen hemmungslosen Versager der Politik dafür gerade?
    Von einer Bauleitung erwarte ich eigentlich Fachwissen und fehlerfreies Arbeiten, sonst könnten die auch mich als Bauleitung nehmen.
    Den Medien ist zu danken, dass diese diese Bauverzögerungen bekannt machen und wie man sieht, sind die Verfehlungen immens in der Krücke BER.
    Da ich leider Steuern für den Bruch zahlen muß, bin ich nicht gewillt überdimensionale Zahlungen für Schwarzarbeiter, Monteure ? welche Monteure ? der BER ist eine Brache und Ingenieure - welche Ingenieure? zu zahlen. Für schlechte Arbeiten müßten die Gehälter wieder zurück gezahlt werden. Der Anspruch auf eine Vergütung besteht in der freien Wirtschaft nur auf die Leistung einer guten Arbeit und sonst ist der "Abflug" vorprogrammiert.
    Ich kenne nur eine Sparte in der für schlechte Arbeit und Betrug gezahlt wird und das sind viele der heutigen Politiker. Von Merkel über Röttgen bis Wowereit und Platzeck.
    Betrug am Volk ist es, eine Ruine als Flughafen zulassen zu wollen und wir alle müssen dem Landrat von Dahme - Spreewald - auch SPD - danken und den Hut vor seinem Mut ziehen.
  8. #37

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Sie outen sich als unfähiger und verantwortungsloser Mensch.
    Was wäre denn , wenn ein Großbrand auf dem nicht abgenommenen Flughafen ausbricht mit Toten? Stehen dann diesen hemmungslosen Versager der Politik dafür gerade?
    Von einer Bauleitung erwarte ich eigentlich Fachwissen und fehlerfreies Arbeiten, sonst könnten die auch mich als Bauleitung nehmen.
    Den Medien ist zu danken, dass diese diese Bauverzögerungen bekannt machen und wie man sieht, sind die Verfehlungen immens in der Krücke BER.
    Da ich leider Steuern für den Bruch zahlen muß, bin ich nicht gewillt überdimensionale Zahlungen für Schwarzarbeiter, Monteure ? welche Monteure ? der BER ist eine Brache und Ingenieure - welche Ingenieure? zu zahlen. Für schlechte Arbeiten müßten die Gehälter wieder zurück gezahlt werden. Der Anspruch auf eine Vergütung besteht in der freien Wirtschaft nur auf die Leistung einer guten Arbeit und sonst ist der "Abflug" vorprogrammiert.
    Ich kenne nur eine Sparte in der für schlechte Arbeit und Betrug gezahlt wird und das sind viele der heutigen Politiker. Von Merkel über Röttgen bis Wowereit und Platzeck.
    Betrug am Volk ist es, eine Ruine als Flughafen zulassen zu wollen und wir alle müssen dem Landrat von Dahme - Spreewald - auch SPD - danken und den Hut vor seinem Mut ziehen.
    Zunächst steht Ihnen eine Einschätzung meiner Person nicht zu. Und ich benötige Ihre Personalbeurteilung auch nicht; die finde ich in meiner Stasiakte in ausrechendem Maße.

    Nun zum "was-wäre-wenn"-Szenario: die Abnahme der vollautomatischen Brandschutzanlage fehlte; also keine Eröffnung. Wieso bin ich da "verantwortungslos"? Wäre ich TÜV-Mitarbeiter, hätte ich auch keine Zulassung erteilt. Klartext für Sie: der Flughafen wurde nicht "als Ruine zugelassen"!

    Nun zur Bauleitung/Projektleitung: der Projektleiter trägt die Verantwortung, auch für die Verzögerungen und wurde gefeuert.

    Und Merkel und Röttgen können Sie gerne alles Mögliche in die Schuhe schieben, die Berliner Flughafenplanung ja wohl aber nicht.
  9. #38

    Und noch zwei Fragen.

    1. Wie viel aktive Mitglieder der Parteien sind für die bisherigen Aufgaben als demokratische Sittenwächter zur Beaufsichtigung der Verwaltungen unerläßlich?

    2. Wer könnte diese Aufaben übernehmen, wenn den Parteien das Personal abhanden kommt?
  10. #39

    ZURÜCK ZUM OPTIMISMUS ODER DEM GEGENTEIL.

    Über die Finanzkrise wurde schon genug geschrieben. Es gibt noch andere politische Schauplätze, die mit der Schablone Optimist/Pessimist betrachtet werden können. Es fehlt aber als Mitspieler, der pragmatische Realist. Wenn es um die Funktionsfähigkeit des Staates geht, fällt der Optimismus schwer.

    Vor wenigen Tagen die Meldung, dass SPD und CDU je nur noch ca. 480.000 Mitglieder haben. Dieser permanente Sinkflug zwingt zu einer Rechnung. Wie viel Personen stehen den Parteien noch für ihre diversen Aufgaben zur Verfügung? Benötigt werden: Mandatsträger in den Orten, Städten, Kreisen, Bezirken, im Land. Zusätzlich hierfür auch noch die Ausschussmitglieder ohne Ratsmandat. Nicht zu vergessen die Vorstände in den Parteien, die aus ihren Kreisen benannten Schöffen, die Aufsichtratsmitglieder in den Sparkassen und die Bedarfspersonen in sonstigen öffentlichen Körperschaften. Nicht zu vergessen die Wahl- und Mithelfer bei Veranstaltungen. Man kann davon ausgehen, dass von der offiziellen Zahl noch bis 10 % als Parteileichen abgezogen werden müssen. Für die werden, um gut dazustehen und zur Erhöhung der Delegiertenzahlen gegen evtl. konkurrierende Verbände, die Beitragsgelder von Sponsoren oder der Kasse bezahlt. Verbleiben ca. 430.000. Davon sind ca. 20% abzuziehen, die mit weit über 60-70 Jahre für Funktionen nicht mehr bereit sind. >> ca. 350.000. von den Verbliebenen sind mindestens weitere ca. 50%, als reine Beitragsmitglieder abzuziehen, die zu keiner Mitarbeit bereit sind. >> c. 175.000. In beiden Parteien beträgt, mit stark steigender Tendenz der Anteil der über 60Jährigen um 55-65%. Die Mitgliederkurven zeigen deshalb aus natürlichen Gründen stark nach unten. Schon jetzt ist zu sehen, dass viele Orts-Partei-Verbände nicht mehr in der Lage sind, die Wahllisten mit eigenem Personal zu füllen. Das führte auch zu der kruden Idee der SPD, Nichtmitgliedern gegen Entgelt die Teilnahme an Abstimmungen zu ermöglichen.

    Das Dilemma nimmt Formen an. Wenn die Parteien nicht mehr zuverlässig in der Lage sind, mit qualifiziertem Personal den Verwaltungen mit demokratischen Regeln Grenzen zu zeigen, wer soll denn das künftig zuverlässig tun? Die freien Wählergemeinschaften könne die Lücke nicht füllen. In Einzelfällen mag das ja auf dem Lande funktionieren. In den Städten kommen dann schon sehr bald die Grenzen. Die Alternative ist dann, auf der Ebene der Gemeinden und Städte, nur noch der „demokratische“ Verwaltungsstaat, der dann zu einem weiteren Quell der Verdrossenheit mutiert. Zu dem ganzen Problem fällt Optimismus schwer.


TOP



TOP