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Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?

Veranstaltungen kapern, den politischen Gegner stören - das ist die neue Strategie der Rechtsextremen. In Baden-Württemberg ist ein SPD-Landtagsabgeordneter ins Visier der NPD geraten. Den wundert das nicht: In seinem Bundesland hat die Szene massiven Zulauf. Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?
  1. #100

    Kriminelle Vereinigung im Parlament

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Veranstaltungen kapern, den politischen Gegner stören - das ist die neue Strategie der Rechtsextremen. In Baden-Württemberg ist ein SPD-Landtagsabgeordneter ins Visier der NPD geraten. Den wundert das nicht: In seinem Bundesland hat die Szene massiven Zulauf. Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?
    Ihren parlamentarischen Arm endlich aus dem demokratischen Parteienspektrum werfen. Soll heißen, die NPD verbieten.
    Grund? Sie agiert zutiefst verfassungswidrig und beschäftigt etliche einschlägig bekannte Straftäter in ihren Reihen.
    Den Straßenmob beseitigt diese Maßnahme noch nicht, der muss sich aber dann mit gewöhnlichen Straftaten finanzieren, nicht mehr mit Steuergeldern.
  2. #101

    Am besten bekämpft man Rechtsradikale, wenn die Politik und damit ist auch explizit Kommunalpolitik gemeint, sich wieder darauf besinnt, die tatsächlichen Probleme der Menschen anzunehmen. Denn nicht umsonst zielt die Strategie der NPD z. B. darauf ab bzw. es wird in weiteren Kreisen diskutiert (man brauche sich da nur in NPD-Foren von Thüringen umschauen), soziale Dienste anzubieten, dass die Leute vor Ort z. B. zu den älteren Leuten hingehen und ihre Einkäufe usw. erledigen. Durch solche Aktionen sind sie natürlich auch in Sachsen stark geworden. Von daher muss ich sagen, ist das Problem des Rechtsradikalismus untrennbar verbunden mit dem Problem, dass die heutige Politik sich scheinbar immer mehr vom realen Leben verabschiedet hat.
  3. #102

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Am besten bekämpft man Rechtsradikale, wenn die Politik und damit ist auch explizit Kommunalpolitik gemeint, sich wieder darauf besinnt, die tatsächlichen Probleme der Menschen anzunehmen. Denn nicht umsonst zielt die Strategie der NPD z. B. darauf ab bzw. es wird in weiteren Kreisen diskutiert (man brauche sich da nur in NPD-Foren von Thüringen umschauen), soziale Dienste anzubieten, dass die Leute vor Ort z. B. zu den älteren Leuten hingehen und ihre Einkäufe usw. erledigen. Durch solche Aktionen sind sie natürlich auch in Sachsen stark geworden. Von daher muss ich sagen, ist das Problem des Rechtsradikalismus untrennbar verbunden mit dem Problem, dass die heutige Politik sich scheinbar immer mehr vom realen Leben verabschiedet hat.
    Das ist moderne Arbeitsteilung.
    Wir Konservativen/ Rechten helfen ganz selbstverständlich den älteren Menschen, hören ihnen zu und kümmern uns um ihre Bedürfnisse, während sie vom linksalternativen Gesocks wahlweise als Spießbürger oder Altnazis verschrien werden, sich dummdreist anpöbeln lassen müssen, ihre Häuser mit pubertären 68'er- Parolen vollgekritzelt und gerne auch mal ihre Autos angezündet werden.
    So hat ein jeder seine aktivistischen Schwerpunkte und alle Welt weiß sie auch spontan einzuordnen.

    Mit Rechtsradikalismus hat dies übrigens nichts zu tun; man sieht in solchen Postings aber mal wieder vorzüglich, wie die Unfähigkeit der Differenzierung des Spektrums in den Medien (allen voran den Öffentlich- Rechtlichen) zum unreflektierten Nachplappern animiert. Rechtsradikale haben anderes zu tun, als sich um soziale Belange anderer Menschen zu kümmern; Rechte per se (wie am Beispiel Thüringen vorzüglich erläutert) hingegen fühlen sich der Volksgemeinschaft auch in sozialer Hinsicht verpflichtet.
  4. #103

    Zitat von bruxelles Beitrag anzeigen
    Laut einer Umfrage stimmten 51% der Leute den Thesen Thilo Sarrazins zu, die er vor einigen Wochen im Interview geäußert hat. Bei "hart aber fair" waren es 80%. Bei welt.de und bild.de ebenfalls 80%.
    Die Mehrheit in diesem Land ist latent rechtsradikal.
    Ist es denn Ihrer Ansicht nach bereits rechtsradikal, der Masseneinwanderung kritisch gegenüberzustehen? Ich hatte die Frage zuvor bereits in diesem Strang gestellt, und da wurde das verneint.

    Zitat von bruxelles Beitrag anzeigen
    Wie umgehen mit denen? Ich denke, die Frage ist obsolet. Ausbürgern und abschieben kann man den Ochlos nicht, der Sarrazin prima findet.
    Warum sollte man? Ist denn die Bundesrepublik Deutschland denn nicht angeblich eine Demokratie? Warum machen die Politiker nicht das, was die Mehrheit will? Wenn man als politisch-korrekter "vernünftiger" Gutmensch so sehr für die Demokratie eintritt - warum wird sie dann nicht praktiziert? (Parallelfrage zur Meinungsfreiheit)
  5. #104

    QUOTE=axstein;4697899]Ja und? Sie ist ja auch zu Recht von der wehrhaften Demokratie in ihre Schranken verwiesen worden![/QUOTE]

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Das war damals. Dies ist jetzt. Es muß etwas geschehen.
    Nicht weggucken, sondern ahnden. Nicht totschweigen, sondern anzeigen. Allein und nüchtern sind die Burschen echte Angsthasen. Ohne Verstärkung von Mannen und Promillen sind die nur ein trauriges Häufchen Unglück. Unsere Angst gibt ihnen Aufwind.
    Hier gab es auch mal zwei Nazis. die hatten immer einen Schatten hinter sich, bis sie endlich weggezogen sind.
    Anscheinend hat die braune Klientel aus den Fehlern der selbsternannten Stadtguerilla gelernt und geht nicht als Organisation gewaltsam gegen den Staat an.
  6. #105

    Zitat von Fliegendes Nashorn Beitrag anzeigen
    Ist es denn Ihrer Ansicht nach bereits rechtsradikal, der Masseneinwanderung kritisch gegenüberzustehen? Ich hatte die Frage zuvor bereits in diesem Strang gestellt, und da wurde das verneint.
    Es gibt keine Masseneinwanderung. Das ist vollkommener Blödsinn.
  7. #106

    Zitat von Quotozekletetzquohumq Beitrag anzeigen
    Mit Rechtsradikalismus hat dies übrigens nichts zu tun;
    Das ist schon korrekt dass es eine riesige Gruppe von Spiessbürgern gibt, die keine Extremisten sind und auf demokratischer Basis rechts denken.

    Allerdings sind das mMn auch gerade die Elternhäuser wo die Kinder am Essenstisch sitzen, ihre Eltern auf den Staat, das System, die Linken und die Einwanderer schimpfen hören, und dann sich denken: die machen aber nix, mach ich also was konkretes.
    Viele jugendliche Gewalttäter auf der Strasse fühlen sich als Vollstrecker des Willens einer untätigen Mehrheit. Es fehlt in der demokratisch rechten Szene die Klarstellung: "Nein zur Migration, Nein zur Gewalt gegen Migranten". Man lässt den letzten Satz weg, kommentiert Gewalt nicht negativ und muss mMn sich dann auch für die Taten der Leute verantworten, mit denen man zumindest in Wahlkämpfen und bei Demos die Füsse gerne unter eine Decke steckt.

    Ich vermisse bei der demokratischen Linken und Rechten gleichermaßen die distanzierung von ihren extremistischen Flügeln. Wobei die demokratische Linke und die Linksextremisten mMn weiter auseinander stehen, als die demokratische Rechte und die Rechtsextremisten. Was ja auch immer wieder bewiesen wird, anhand des nahen Verhältnis von angeblich "rechts-demokratischen" Parteien zu den Kameradschaften. Immer wieder zu beobachten in Wahlkämpfen oder bei Demos. Die linksextremisten plakatieren eher seltener für die Linke oder die SPD.
  8. #107

    Zitat von Spinnosa Beitrag anzeigen
    Und was ist mit den selbsernannten Kämpfern gegen die "political correctness", die überall Umtriebe zur Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit wittern und sich dabei die Pose des freiheitsliebenden Querdenkers anmaßen? Bei näherem Hinsehen fällt doch wohl auf, daß jedesmal dann die Keule gegen die angeblich allenghalben herrschende Diktatur der PC geschwungen wird, wenn es darum geht, dumpfe Ressentiments zu verteidigen.
    Aufgabe der Politischen Correctness ist es, unerwünschte Meinungen mit dem Hinweis, dass das "dumpfe Ressentiments" seien, zu unterdrücken.

    Sie sind offensichtlich ein Meisterschüler der PC!
  9. #108

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Ist es denn Ihrer Ansicht nach bereits rechtsradikal, der Masseneinwanderung kritisch gegenüberzustehen? Ich hatte die Frage zuvor bereits in diesem Strang gestellt, und da wurde das verneint.
    Es gibt keine Masseneinwanderung. Das ist vollkommener Blödsinn.
    Mit Verlaub, eine Tasache verschwindet doch nicht dadurch, daß man sie leugnet! Daß es in der Bundesrepublik Deutschland einen sehr hohen Anteil gerade an Kindern mit Migrationshintergrund gibt, können die Menschen doch täglich auf der Straße, in Schulen und Kindergärten sehen.
    http://www.migration-info.de/mub_artikel.php?Id=070507
    Wenn 80 % der Bürger deswegen Sorgen und Kritik haben, dann muß die Politik diese doch ernst nehmen, statt sie einfach als Phantasterein abzutun.
  10. #109

    Die Masseneinwanderung gabs vor Jahrzehnten. Im letzten Jahrzehnt stagniert das, weshalb die Bevölkerungstendenz jetzt schon rückläufig ist.

    Eingebürgerte Migranten sind aber nunmal deutsche Staatsbürger, und egal wie sehr einen das aufregt, man muss sich damit anfreunden dass das deutsche Volk in Zukunft nicht nur aus den Nachfahren von Hugenotten in Brandenburg, oder den Nachfahren von in den Ruhrpott eingewanderter Polen, oder ..., oder ..., sondern eben auch aus den Nachfahren eingewanderter Türken.

    Diese ganze Aufregung kommt paar Jahrzehnte zu spät.

    Und genauso ist die damalige Generation der Politiker, die die Migranten ins Land holten, dafür verantwortlich welche Qualifikationen die Migranten hier haben. Keiner in Deutschland wollte säkularisierte türkische Akademiker hier haben, man wollte die schlecht ausgebildeten Dörfler für die Bandarbeit. Konkurrenz in den qualifizierteren Jobs konnte man nicht gebrauchen.

    Und jetzt wirft man den Migranten vor, dass sie aus ungebildeteren Schichten kommen. Sorry, das ist so verheuchelt. Wer Dörfler ins Land holt, für Hilfstätigkeiten, und die Hilfstätigkeiten dann abschafft, die Dörfler aber gleichzeitig nicht für bessere Tätigkeiten qualifiziert (bei gleichen Noten bekommen sie seltener ne Gymnasialempfehlung), kann ihnen dann doch nicht vorwerfen, dass sie nicht geeignet sind für produktivere Jobs.


    Im übrigen bringt dennoch, trotz dass die Einwanderung so ungeschickt gesteuert wurde, ein Migrant im Durchschnitt den Sozial- und Staatskassen mehr Einnahmen als Ausgaben. Und zwar ca. 2000EUR pro Person. Während die Strafverfolgung und Inhaftierung der Migrantensöhne, würden diese Kosten alleine nur von den Migranten getragen, <50EUR pro Kopf wären.

    Jetzt kann man sich leicht vorstellen, wieviel mehr Gewinn wir als Gesellschaft aus der Migration hätten ziehen können, hätte man türkische Akademiker und keine anatolischen Bauern geholt.

    Andererseits kann man nicht beklagen dass sich die Migranten nicht bilden, und dann Deutsche, deren Eltern hier schon aufwuchsen, mit abgeschlossenem Studium, immer noch wie Ausländer behandeln, nur weil der Großvater ein türkischer Einwanderer war. Wir verlieren wegen dieser latenten Fremdenfeindlichkeit jedes Jahr top-ausgebildete deutsche Bürger, nur weil sie aufgrund der türkischen Vorfahren hier immer noch Ablehnung erfahren.

    Diese Forderungen an die Migranten sind also wie gezeigt, 1. unfair und 2. geheuchelt. Wir sind dafür verantwortlich welche Schichten man ins Land holte, wir erschweren ihnen die Bildung und akzeptieren sie selbst dann nicht wenn sie Akademiker und deutsche Bürger sind.








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