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Wie bewerten Sie die Landtagswahlen im Hinblick auf die Bundestagswahl?

In Thüringen, Sachsen und im Saarland wurde der Landtag gewählt. Wie bewerten Sie die Ergebnisse im Hinblick auf die Bundestagswahl im September? Diskutieren Sie mit!
  1. #120

    Tolle Gedankengaenge

    Zitat von arkor Beitrag anzeigen
    Und wenn wir auch noch die Wahlbeteiligung mitienberechuen,..... dann bedeutet dies (selbstverständlich steht das amtliche Endergebnis noch aus, als Schätzung)dass SPD real bei 11,5 %, 8,5 %, 4,5% liegt....also im maximalen Fall jeden achten Wähler, im minimalen Falle nicht mal jeden 20 Wähler für sich gewinnen konnte und eigentlich an der 5% Hürde gescheitert ist...
    Und, ja, es schadet gar nicht, sich einmal zu vergegenwaertigen, wie viele Stimmprozente die Parteien erhalten haben gemessen an der wahlfaehigen Bevoelkerung.
    Allerdings gilt die 5%-Huerde nur fuer die Waehler, die auch gestimmt haben. Da die Nichtstimmenden einzubeziehen ist falsch.
  2. #121

    Es wird wohl doch noch einmal spannend.

    Rot-Rot-Grün zeichnet sich als Option gegen Rot-Schwarz oder Schwarz-Gelb ab. Auffällig, wie man sich mit Kommentaren bezüglich des Wahlgewinners, der Partei Die Linke, zurückhält und stattdessen lieber auf die FDP verweist.
  3. #122

    Die Nichwaehler

    Eigentlich habe ich es mir angewoehnt, als auslaender nicht Stellung zu beziehen zu deutschen Wahlen.
    Doch nachdem hier so viele Foristen diese drei Wahlen als schlecht fuer die SPD hinstellen (Erinnert mich daran, dass es hier immer so ist :It's always good news for the GOP, no matter waht happens, weise ich auf Folgendes hin.

    Konservative Wahler gehen aus Prinzip schon eher waehlen, sie haben ja auch bessere Wahlmoeglichkeiten: Fuer den Durchschnittskonservativen ist die CDU da. Wem das nicht genuegt, der geht zur Wirtschaftspartei, die ganz Extremen haben die NPD.
    Was ich damit sagen will, ist, dass die Nichtwaehler eher dem linken Lager zu tendieren. Doch was sollen sie waehlen?
    SPD? Die haben doch schon seit etlicher Zeit keine sozialdemokratische Politik mehr gemacht.

    Die Gruenen? Die sind heute sogar bereit, mit der CDU zu koalieren, warum also sollte ein Nichtwaehler sich von denen besonders angesprochen fuehlen?

    Die Linke? Das war bisher im Westen eine weggeworfene Stimme wegen den 5%. Doch nun scheint der Bann gebrochen, die Verteufelung als Kommunisten har ihre Kraft verloren.

    Rot-Rot-Gruen ist eine Perspektive. Die SPD muss erkennen, dass sie als Juniorpartner der CDU nichts dazu gewinnen hingegen langfristig noch mehr Waehler verlieren kann. Wenn also eine bundesweit gestaerkte Linke die SPD dazu bringt, wieder sozialdemokratische Politik zu treiben, dann gehen auch wieder mehr Waehler zur Wahl.

    Fuer die Bundestagswahl sehe ich allerdings noch keine Konstellation,die ROT-ROT-GRUEN eine Mehrheit verschafft.

    Die SPD darf nicht mit der CDU weitermachen (aus den genannten Gruenden). Nach vier Jahren SCHWARZ-GELB unter Merkel werden die Waehler so richtig die Schnauz voll haben.

    Im Jahr 2013 gibt es dann den Wechsel. Hoffentlich zeigt sich dann ein Sozialdemokrat, der nicht mehr CDU-light verwirklichen will sondern Wirtschafts- und Sozialpolitik fuers Volk. Dann geht die Wahlbeteiligung auch wieder nach oben.
  4. #123

    Yeah;

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ....

    Was die SPD-Spitze von sich gibt, ist wirklich Real-Kabarett und die zehn Prozent in Sachsen, sogar noch hinter der Klientel-FDP, sind das Desaster schlechthin.
    Gleichwohl haben sich die Chancen für schwarz-geld, äähhh pardon schwarz-gelb keineswegs erhöht. Das eigentlich spannende an dieser Wahl ist für mich, daß die Option schwarz-grün, oder ev. Jamaika immer realistischer wird.
    Dann gäbs Spasssssssss ohne Ende.
    rabenkrähe
    und wenn sich genug Waehler dazu durchringen koennen die Piraten ueber 5% zu verhelfen und sie Opposition im Bundestag machen koennen, dann, Rabenkraehe, haben wir wirklich eine Party.
    Diesmal ohne Ackermann.
    Die relativ hohe Wahlbeteiligung und das Wahlverhalten des sogenannten Michels haben mich positiv ueberrascht.
    Weiter so :-))))
  5. #124

    Ich hatte es noch schlimmer kommen sehen. Hoffentlich - oder hoffentlich nicht - wird die CDU jetzt merken, dass ein inhaltloser Kuschelwahlkampf nicht zieht. Und was das Monster Linkspartei angeht - der ganze Trubel um Rot-Rot im Bund ist heiße Luft. Im Bund koalieren wollen weder die SPD noch die Linke. CDU und FDP sollten deshalb lieber in den nächsten vier Wochen ihr Konzept inhaltlich vorstellen, anstelle zu agitieren. Denn einmal Ypsilanti reicht, das weiß die SPD, und dass sie den gleichen Fehler nicht zweimal machen wird, wissen auch die Wähler, CDU-Warnungen hin oder her.
    Deshalb könnte ich mir gut vorstellen, dass Matschie lieber in eine Große Koalition gehen würde als Ramelow zu wählen: Verschenkt er das Bisschen Vertrauen wieder, dass sich die SPD wieder angesammelt haben könnte, ist für sie alles verloren. Es wird an der Linkspartei liegen, Reife durch Kompromissbereitschaft zu zeigen: Strebt die Linke in Thüringen wirklich den so ersehnten Politikwechsel an, muss sie sich auf einen Kompromisskandidaten einigen können. Denn ich glaube, zwischen dem Verlust aller Glaubwürdigkeit und einer Großen Koalition ist letzteres für Matschie doch das kleinere Übel. Mitregieren wird er sowieso. Ramelow würde große Ehrwürdigkeit beweisen, wenn er sich angesichts der verzwickten Personalfrage nicht zum Hindernis für den Politikwechsel machen würde. Die stärkste Partei in der Koalition wäre sie sowieso, da sind Personalien zweitrangig. Scheitert die Machtoption jedoch an der Personalfrage, siegt Eitelkeit über Vernunft.
  6. #125

    Zitat von Opernfan Beitrag anzeigen
    Dass die SPD so gut abgeschnitten hat, sollte die Genossen allerdings nicht in Sicherheit wiegen.
    Hat sie das? Ich muss da etwas verpasst haben.
    Im Lotto hat sie gewonnen, ja, denn die Konstellationen schliessen de Partei gezwungenermassen nicht von der Regierungsteilnahme aus.
    Wie man aber Verluste als Sieg feiern kann, nur weil der Anschluss an die Macht erhalten bleibt, muesste ein Herr Muentefering beantworten, ich kann das nicht.
    mfg und mit den besten Gruessen an Lafontaine, er hat seine Rache gehabt.
    Jetzt noch zur BT Wahl die Piraten ins Parlament und dann habe ich auch meine ;-)
  7. #126

    In der Tat,

    Zitat von knut beck Beitrag anzeigen
    Die SPD weiss, dass sie alles kann, aber sie weiss auch, dass sie in den nächsten vier Wochen noch ein hartes Stück Arbeit vor sich hat.
    Herr Beck, das hat sie uns in Zusammenarbeit mit der CDU ja gerade in letzter Zeit bis zum Zusammenbruch bewiesen.
    Ich nehme an Ihr Beitrag war ironisch gemeint?
  8. #127

    Autsch...

    Zitat von maxgil Beitrag anzeigen
    Von den Stasi-Seilschaften und SED-Granden ganz zu schweigen. Ne, wenn die das Sagen haben, gute Nacht Deutschland. Schweiz, ich komme! Und meine Steuer-Euros mit mir!
    Ich hoffe fuer Sie und die Ihren dass das Finanzamt hier nicht mitgelesen hat ;)
  9. #128

    Zitat von mjv Beitrag anzeigen
    Ich habe lange nicht mehr so gelacht.
    24 + 18 + 10 = 52.
    Ich fürchte, das war Ihre Rechnung, da Sie so optimistisch sind.
    Neinneinnein, der werte Knut Beck meint so etwas wirklich ernst. Lange habe ich vermutet, dass er ein verkappter CDUler ist, der mit seinen Beiträgen die SPD lächerlich machen will. Aber so lange, wie er das schon durchzieht, kann er eigentlich nur ein echter SPD-Anhänger sein.

    Trotzdem gilt: Die meisten seiner Beiträge sind, auch und gerade für SPD-Anhänger, einfach nur peinlich. Dabei fällt mir immer das Wort Fremdschämen ein.
  10. #129

    Auf Normalmaß schrumpfen

    Zitat von Stramonium Beitrag anzeigen
    Die Bundestagswahl ist offen.
    Mehr sagen die heutigen Wahlergebnisse nicht.
    Genau das ist zutreffend. Die Parteien werden sich darauf einrichten müssen, daß es die "Stammwählerschaft" im früheren Sinne, der man alles zumuten konnte, nicht mehr gibt. Herr Schwafel-Pofalla ist ebenso ein Auslaufmodell wie Herr Ideen-Seehofer, der jeden Tag mit einer neuen Schlagzeile aufwartet. Allerdings wird sich auch die SPD fragen lassen müssen, ob sie (Kurt Schumacher) mit den rotlackierten Faschisten tatsächlich kooperieren will. Wir wissen genau, daß die Herren Lafontaine und Gysi ihre politischen Wurzeln in der SED, der Stasi-Partei, haben. Sie und ihre Vertreter waren verantwortlich für ein die Menschenrechte verachtendes System, an das Lafontaine und Gysi direkt anknüpfen mit ihrer Partei.


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