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Welche Chancen hätte der Republikaner Mitt Romney gegen Präsident Obama?

Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
  1. #2020

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Die Verhältnisse in Griechenland und USA sind nun wirklich nicht zu vergleichen.
    Ihr Land ist schneller aus der Rezession herausgekommen als die meisten anderen.
    Es gibt ja auch einen Aufschwung, wenn auch nur zaghaft.

    Mit extremen Einsparungen à la Romney würde vor allen eines passieren:
    Der bisher noch zaghafte Aufschwung in den USA würde abgewürgt werden,
    weil keine Nachfrage mehr.
    Das ist, empirisch nachgewiesen, falsch:
    Es fehlt in den USA nicht an Investitionskapital. Es liegen über 4 Bil (deutsche Bil) an geparktem Kapital.
    Woran fehlt ist an Vertrauen in die Wirtschafts-, Steuer- und Fiskalpolitik der Exekutive und Legislative.
    Sowohl die Unsicherheit über Steuererhöhungen als auch die Befürchtungen über die Kosten der Obamacare sind die Hauptursachen für die mangelnde Investitionsbereitschaft.
  2. #2021

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Das ist, empirisch nachgewiesen, falsch:
    Es fehlt in den USA nicht an Investitionskapital. Es liegen über 4 Bil (deutsche Bil) an geparktem Kapital.
    Woran fehlt ist an Vertrauen in die Wirtschafts-, Steuer- und Fiskalpolitik der Exekutive und Legislative.
    Sowohl die Unsicherheit über Steuererhöhungen als auch die Befürchtungen über die Kosten der Obamacare sind die Hauptursachen für die mangelnde Investitionsbereitschaft.
    In den USA kann eigentlich nicht viel rum leigen, außer Schulden. Das Land hat seid Jahrzehnten eine negative Leistungsbilanz und lebt vom Kapitalzufluß von außen.

    Unternehmen brauchen vor allem eines: Kunden! Wenn diese ausfallen, braucht kein Unternehmen zu invesieren.
    Mit dem was Romney vor hat, fallen zwei wichtige Kunden aus: Die breiten Bevölkerungsschichten, die sich Mittelschicht nennt und die öffentliche Hand. Was passiert, wenn man diese beiden Kunden abwürgt, sehen wir doch in Griechenland.
    Wäre immer noch nicht kapiert, das Steuergeschenke (vor allem für Reiche)nicht die erhoffte Wirkung haben, hat die letzten Jahrezehnte im Tiefschlaf verbracht.
    Und wenn ich Obama eines ankreiden würde, dann dass er sich seine Krankenversicherungsreform so aufweichen ließ, dass sie kaum noch die erhoffte Wirkung hat.
  3. #2022

    Begründungen...

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    ............
    Sowohl die Unsicherheit über Steuererhöhungen als auch die Befürchtungen über die Kosten der Obamacare sind die Hauptursachen für die mangelnde Investitionsbereitschaft.
    Das steht wohl hauptsächlich in den Wall Street Papers, bei FOX, in der kommenden Wahlplattform des MR (geht das als Abk.?) und in andern vertrauenswürdigen Sites der Cons und der Tea Party insbesondere

    Es werden bestimmt andere Einsichten der Wirtschaftsweisen und anderer Experten zu finden sein. Mit der Sammlung von Quellen können wir ja bald beginnen.
  4. #2023

    was soll der gemeine Konsument dabei?

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Das ist, empirisch nachgewiesen, falsch:
    Es fehlt in den USA nicht an Investitionskapital. Es liegen über 4 Bil (deutsche Bil) an geparktem Kapital.
    Woran fehlt ist an Vertrauen in die Wirtschafts-, Steuer- und Fiskalpolitik der Exekutive und Legislative.
    Die Konsumenten selbst spielen dabei keine Rolle? Sind die Investitionen wirklich primär von der Stimmung an der Wall Street abhängig und weniger von den verfügbaren Einkommen (Kaufkraft) des einfachen Konsumenten? Das geparkte Kapital ist nicht etwa Ausdruck der Machtverteilung
    (wer es sich leisten kann, und deren gibt es ja einige, sitzt auf den Kröten und lässt andere darben)?

    Dafür spricht allerdings nicht der Stimmungsbericht aus der nzz online von heute morgen

    Konkurs der New Yorker Grosskanzlei Dewey & LeBoeuf (Wirtschaft, Übersicht, NZZ Online)

    es gibt sehr wohl noch Wachstumsbranchen in den USA. Nicht sehr produktive zwar, aber sicher fähige "Regulatoren der Einkommensverteilung". Leider über die eigene Raffgier gestolpert. Es werden nicht die letzten sein. Unter Romney gäbe es bestimmt noch mehr solche als unter Obama, nicht wahr?
  5. #2024

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Die Konsumenten selbst spielen dabei keine Rolle? Sind die Investitionen wirklich primär von der Stimmung an der Wall Street abhängig und weniger von den verfügbaren Einkommen (Kaufkraft) des einfachen Konsumenten? Das geparkte Kapital ist nicht etwa Ausdruck der Machtverteilung
    (wer es sich leisten kann, und deren gibt es ja einige, sitzt auf den Kröten und lässt andere darben)?
    Ideologie hilft wenig, wenn man diese mit Fakten und Empirie konfrontiert wird.

    1) Konsumenten sind wichtig
    Leider vergessen viele (die meisten wollen es nicht wissen), dass die Entscheidung des Konsumenten weniger eine Funktion seines aktuellen Einkommens als mehr eine Funktion der längerfristigen Aussicht ist (permanent income hypothesis).

    2)Genau so funktioniert auch die "Stimmung an der Wall St.";
    Die kurzfristige Aussicht ist schon der Schnee von gestern, heute zählt allein die Erwartung auf Morgen.

    3) Das "geparkte Kapital" ist Ausdruck des Mißtrauens auf die Zukunft.
  6. #2025

    Ideologie, wie bitte?

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Ideologie hilft wenig, wenn man diese mit Fakten und Empirie konfrontiert wird.

    1) Konsumenten sind wichtig
    Leider vergessen viele (die meisten wollen es nicht wissen), dass die Entscheidung des Konsumenten weniger eine Funktion seines aktuellen Einkommens als mehr eine Funktion der längerfristigen Aussicht ist (permanent income hypothesis).

    2)Genau so funktioniert auch die "Stimmung an der Wall St.";
    Die kurzfristige Aussicht ist schon der Schnee von gestern, heute zählt allein die Erwartung auf Morgen.

    3) Das "geparkte Kapital" ist Ausdruck des Mißtrauens auf die Zukunft.
    wer bitte, ist hier "Ideologe"? Wenn Sie ein bisschen Oekologie und Keynesianismus light als Ideologie bezeichnen, seis drum. Kapitalismus ist wohl erst eine, wenn die Wall Street Kreissäge à la GS läuft?

    Die "Stimmung an der Wall Street" ist für Sie wohl das Leben. Nicht ganz immer zwar, 2008 war eine geradezu suizidale Phase. Da waren bestimmt auch die einfachen Konsumenten mit ihren permanent income perspectives schuld am Schlamassel?

    Ein Vorschlag noch: Das "geparkte Kapital" könnte doch auch massvoll weggesteuert werden, es würde als staatliche Direktinvestition und Konjunkturankurbelung doch wirksamer werden als in Schweizer Banktresoren. Aber das ist wieder ganz Ideologie Marke Ray - oder Obama!
  7. #2026

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Die "Stimmung an der Wall Street" ist für Sie wohl das Leben.
    Wieder mal nichts anderes als Persönliches.

    "die Stimmung an der Wall St." ist der Ausdruck der Einschätzung der Zukunft.
  8. #2027

    öffentliche Hand ?

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Ideologie hilft wenig, wenn man diese mit Fakten und Empirie konfrontiert wird.

    1) Konsumenten sind wichtig
    Leider vergessen viele (die meisten wollen es nicht wissen), dass die Entscheidung des Konsumenten weniger eine Funktion seines aktuellen Einkommens als mehr eine Funktion der längerfristigen Aussicht ist (permanent income hypothesis).

    2)Genau so funktioniert auch die "Stimmung an der Wall St.";
    Die kurzfristige Aussicht ist schon der Schnee von gestern, heute zählt allein die Erwartung auf Morgen.

    3) Das "geparkte Kapital" ist Ausdruck des Mißtrauens auf die Zukunft.

    Die öffentliche Hand lassen Sie ganz aussen vor ?

    Die Strassen in den USA sind alle im Topzustand ?
    Das Schienverkehrssystem im Idealzustand ?
    Die öffentlichen Gebäude ( Schulen etc ) haben keinerlei Sanierungsbedarf ?

    Ich vermute doch mal Sie sind aber durchaus für’s Militär und dessen phantastischen Budgetdimensionen.

    Dumm nur, dass das dann nicht nur geparktes Kapital ist, sondern „totes Kapital“.
  9. #2028

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    wer bitte, ist hier "Ideologe"?
    .....
    Ein Vorschlag noch: Das "geparkte Kapital" könnte doch auch massvoll weggesteuert werden, es würde als staatliche Direktinvestition und Konjunkturankurbelung doch wirksamer werden als in Schweizer Banktresoren. Aber das ist wieder ganz Ideologie Marke Ray - oder Obama!
    Das ist Ideologie wieder der Empirie:
    Sie glauben, dass staatliche Investitionen eine bessere Mittleallokation als private Investitionen sind.
    Wir brauchen nur Solyndra, Evergreen Solar und Spectrawatt zu betrachten, wo staatliche Dirketinvestitionen (auf Deutsch - Steuergelder) verbudelt wurden.
    Insgesamt sind 18 Bio$(US-Bio) durch den "Stimulus" (Steuergelder) in diesem Bereich verbraten worden.

    Der Glaube, dass Konjunkturankurbelung eine nachhaltige Wirkung hat, ist genau das:
    Ein Glaube
  10. #2029

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Die öffentliche Hand lassen Sie ganz aussen vor ?

    Die Strassen in den USA sind alle im Topzustand ?
    Das Schienverkehrssystem im Idealzustand ?
    Die öffentlichen Gebäude ( Schulen etc ) haben keinerlei Sanierungsbedarf ?
    Überhaupt nicht.
    Die 18 Bio$, die in "Konjunkturankurbelung" verbraten wurden, hätten hier besser und nachhaltiger eingesetzt werden können.

    Aber grundsätzlich zur "öffentlichen Hand":
    Sicher ist die öffentliche Hand ein wichtiger Teil der gesamten Volkswirtschaft.
    Sie ist aber, es sei denn in Ländern, die inzwischen Pleite gegangen sind und somit, als sytem, verschwunden, nur maximal 20% der Gesamtvolkswirtschaft.
    Die Aufgabe der öffentlichen Hand ist aber allein auf die hochheitlichen Aufgaben und Strukturmassnahmen begrenzt.

    Sie werden bei mir auch Zustimmung finden, dass die USA eine Verbreiterung der Steuerbasis dringend benötigt.
    Diese Notwendigkeit, die massiv ist, kann aber, nachhaltig, nur hauptsächlich über indirekte Steuern erfolgen;
    In den USA gibt es keine bundesstaatliche MWST.
    Eine Einführung einer mässigen bundesstaatlichen MWST von 4% würde die gesamten Finanzprobleme der USA schlagartig lösen, ohne die massiven negativen Auswirkungen einer Erhöhung der direkten Steuern auf die Wirtschaftstätigkeit haben würde.

    Eine solche grundsätzliche Reform ist aber politisch nicht (oder noch nicht) durchsetzbar, wobei sich hier beide Parteien (leider) einig sind.


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