Welche Chancen hätte der Republikaner Mitt Romney gegen Präsident Obama?

Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
  1. #1950

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Richtig !

    Romney, scheint ja ein neues „Schlachtfeld“ für sich entdeckt zu haben.

    Das amerikanische Bildungsystem.

    Ob es allerdings schlau ( oder doch eher dreist ? ) ist, die Gewerkschaften der Lehrer für alle Übel des Schulsystems verantwortlich zu machen ?
    Das kann böse nach hinten losgehen.
    .....

    Aussenpolitisch ist Romney ja ohnehin ziemlich unterbelichtet, ?
    1)
    Die Diskussion bezüglich des Einflusses der Unions (etwas anderes als die deutschen Gewerkschaften) muss im Lichte der Auseinandersetzung in Wisconsin gesehen werden.
    Ich glaube es würde das Strang-Thema sprengen, hier darauf im Detail einzugehen.
    Die Frage wird am 5 Juni beantwortet.
    2)
    Die "Unterbelichtung" ist, im Vergleich zum jetztigen Amtsinhaber vor 3 Jahren, sehr hell.
  2. #1951

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen

    Die Diskussion bezüglich des Einflusses der Unions (etwas anderes als die deutschen Gewerkschaften) muss im Lichte der Auseinandersetzung in Wisconsin gesehen werden.
    Richtig !
    Ich glaube es würde das Strang-Thema sprengen, hier darauf im Detail einzugehen.
    Nun, das was in Wisconsin geschehen ist, lässt sich sehr einfach zusammenfassen:

    Romney will offenbar für das ganze Land abschaffen dass die Staatsangestellten über Gewerkschaften Lohnverhandlungen durchführen und tarifrechtlich vereinbaren können
    Lohnerhöhungen soll es in Zukunft nur noch geben, um diesse an die Inflation anzupassen oder wenn sie in einem Volksentscheid von der Mehrheit angenommen werden. Beiträge für die Gewerkschaften werden nicht mehr vom Staat von der Steuer abgezogen.
    Die Frage wird am 5 Juni beantwortet.
    Allerdings.
    Hier in Deutschland haben wir ein Grundgesetz.

    Beim Grundgesetz gibt es in D die sogenannte Ewigkeitsgarantie.

    Die verhindert, dass jeder durchgeknallte Lokalpolitiker mal so mir nichts, dir nichts Zentrale Verfassungselemente ausser Kraft setzt.

    Hoffentlich bekommt Amerika auch mal ähnliches.


    Die "Unterbelichtung" ist, im Vergleich zum jetztigen Amtsinhaber vor 3 Jahren, sehr hell
    In der Physik gibt es den sog. absoluten Nullpunkt.

    Darunter gibt’s nichts.
  3. #1952

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Richtig !

    Nun, das was in Wisconsin geschehen ist, lässt sich sehr einfach zusammenfassen:

    Romney will offenbar für das ganze Land abschaffen dass die Staatsangestellten über Gewerkschaften Lohnverhandlungen durchführen und .....
    1)"mir nichts, dir nichts" ist eine geringe Übertreibung.
    Am 5.Juni stimmt das Volk über dieses Gesetz, welches vorher von beiden Häusern des Wisconsin Parlaments (auch vom Volke freigewählt) beschlossen wurde.
    2) Es ist nicht Romney, sondern der Governeur von Wisconsin samt der Mehrheit der Legislative.
    3) Bei dem Gesetz geht es hauptsächlich um Staatsangestellte.
    4) Dass Sie die deutschen gewerkschaften mit den US-labour-unions vergleichen ist schon ein starkes Stück.
  4. #1953

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Richtig !

    Nun, das was in Wisconsin geschehen ist, lässt sich sehr einfach zusammenfassen:
    Ja, das lässt sich:
    Die Demokraten haben gehofft, den Governeur vorführen zu können.
    In dieser Hoffnung habe sie eine ´recall-Wahl´ durchgesetzt, mit der zusätzlichen Absicht, ein Signal auch für die Wahlen im November zu setzten.

    Leider für die Demokraten zeigen die auch für November wichtigsten Daten, dass die Politik des Wisconsin-Amtsinhaber Früchte trägt:
    “Wisconsin under Gov. Walker has been controlling spending and taxes, and the state has gone from a budget deficit of more than $3 billion to an expected budget surplus. This is great news for Wisconsin’s taxpaying businesses and individuals, and a great lesson to other states, including neighboring Illinois, that continue to raise spending and taxes while digging themselves into even deeper budget holes.”

    Heartland Institute Reacts to Projected Wisconsin Budget Surplus | Heartland Institute

    Auch in der Statistic der Arbeitslosoigkeit schneidet Wisconsin inzwischen besser als vergleichbare Bundesstaaaten.

    Die Bevölkerung scheint den amtierenden Gov. im Amt zu bestätigen.
    Es ist somit kein Wunder, dass Obama es nicht wagt, im Vorfeld des 5.Juni sich an diesem Wahlkampf zu beteiligen.
  5. #1954

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    1)"mir nichts, dir nichts" ist eine geringe Übertreibung.
    Am 5.Juni stimmt das Volk über dieses Gesetz, welches vorher von beiden Häusern des Wisconsin Parlaments (auch vom Volke freigewählt) beschlossen wurde.
    Das ist ja gerade das Problem.
    Das eine Abstimmung über so was überhaupt möglich ist.
    Wäre bei uns nicht möglich.

    Was ist denn eine Verfassung wert bei der über zentrale Punkte abgestimmt werden kann ?

    2) Es ist nicht Romney, sondern der Governeur von Wisconsin samt der Mehrheit der Legislative.
    Anderes habe ich auch nicht behauptet !

    Aber es besteht der Verdacht, dass Romney ähnliches vorhat.

    S i e brachten meinen Reuters-Link in den Wisconsin Kontext.
    Nicht ich.
    Bei dem Gesetz geht es hauptsächlich um Staatsangestellte.
    Und ? Haben die keine Grundrechte ?

    Dass Sie die deutschen gewerkschaften mit den US-labour-unions vergleichen ist schon ein starkes Stück.
    Beides sind Vereinigungen für Arbeits- / Wirtschaftsleben.
    Und hier sollen elementare Rechte eingeschränkt werden.

    Das wird mit Sicherheit spätestens der SC kassieren.
  6. #1955

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen

    Das wird mit Sicherheit spätestens der SC kassieren.
    Wenn Sie das Wisconsin SC meinen, da kommen Sie etwas spät.
    Die Sache wurde dort entschieden und zwar zu Ungunsten der Unions.
  7. #1956

    am 5. Juni....

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    1)...............
    3) Bei dem Gesetz geht es hauptsächlich um Staatsangestellte.
    4) Dass Sie die deutschen gewerkschaften mit den US-labour-unions vergleichen ist schon ein starkes Stück.
    zu. 3. Staatsangestellte sind ja für viele Cons (auch solche hier auf dem Set) Freiwild.....

    und zu 4. US Labour Unions sind seit den Zeiten von Sacco und Vanzetti längst als kommunistische Verschwörungszirkel entlarvt! Aber Achtung: unsere deutschen Gewerkschaften haben auch dunkle Punkte in ihrer Vergangenheit!

    Am 5. Juni wird in Wisconsin also Geschichte geschrieben. Es handelt sich dabei um einen Swing State, somit können wir bestimmt herrlich darüber spekulieren, wie sich das auf den 6. November auswirkt. Momentan liegt Obama knapp vorne!
  8. #1957

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    in der Regel rechnet man eher mit Uneinigkeit im Lager der Reps.
    Guten Morgen, ray! Obige Aussage stimmt so nicht. Die Dems sind genauso zerstritten, da gibt es den progressiven Fluegel und dann den eher gemaessigten Fluegel (das sind die, die nicht mit Obama uebereinstimmen).

    Kenner der Szene hier sind besonders gespannt auf Ron Pauls Auftritt bei der Convention, den Mann der nicht mal für Israel in die Bresche springen will.
    Ron Paul: Nichteinmischung bei Israel und Iran - International Business Times
    Da haben Sie gar keine Bedenken? Oder denken Sie, wie ich, dass alle Formen von Isolationismus bei dieser Wahl Erfolgspositionen sind. Das dauert dann bi zum nächsten Pearl Harbour oder 9/11, dann gehts erst recht wieder los. Mir graut vor der Vorstellung.
    ray, der gute Doktor will sich zum Schluss noch mal in Szene setzen, bevor er sich von der Buehne verabschiedet ("sag beim Abschied leise "Servus"). Danach werden wir nichts mehr von ihm hoeren.
  9. #1958

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Wir unterscheiden uns hier nur marginal.
    Ich versuche auch, positiv zu denken, wobei der Unterschied nur in der Berschreibung des "Positiv" liegt.
    Wohl wahr. "Positiv" waere natuerlich, wenn wir diesen arroganten, selbstverliebten Elitisten wieder loswerden. Ich hab doch lieber einen trockenen Technokraten (Romney) am Ruder als diesen politischen Geisterfahrer Obama.

    3) Letzte Umfrage Wisconsin
    Obama hat einen Vorsprung von 6%
    2008 hat er mit einem Vorsprung von 14% gewonnen
    Es sieht im Moment gut aus fuer Gov. Walker. Hoffen wir, dass er den "recall" ueberlebt und seine Politik weiterfuehren kann und sich Wisconsin aus dem Wuergegriff der unions befreit.
  10. #1959

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen

    und zu 4. US Labour Unions sind seit den Zeiten von Sacco und Vanzetti längst als kommunistische Verschwörungszirkel entlarvt! Aber Achtung:....
    1) Vor dem "Kommunismus" kommen einem mehr Jimmy Hoffa und die Teamsters in den Sinn

    2) Was war die Auswirkung der AUW in Michigan und Ohio im Vergeleich zu den Arbeitsstellen der Autoindustrie in North-Carolina?