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Welche Chancen hätte der Republikaner Mitt Romney gegen Präsident Obama?

Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
  1. #1700

    Privatsektor taugt nicht als Vorbild

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon einen Schritt weiter.
    Ich sagte, ich habe nichts dagegen Leuten für ordentliche Arbeit einen guten Lohn zu zahlen.

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Das bisschen Zuzahlung ist ein Witz! Die Pensionen sind sehr generoes (wir bezahlen sie ja schliesslich), und die KV Kosten werden zum grossen Teil von UNS bezahlt. Und nicht jeder lebt wie Sie in DC. Mit $50,000 kommen Sie ausser in den Handvoll Metropolen wie NY, LA, SF oder Chicago sehr weit. $50,000 im public sector ist fast wie $65,000 im private sector dank der vom Steuerzahler bezahlten Pension und KV.
    Nach einem kurzen Klick merke ich, dass ich die Lehrergehälter mit $50.000 viel zu großzügig eingeschätzt habe. Das sind Gehälter nach vielen Berufsjahren und in einigen Staaten, die restlichen sind signifikant niedriger: Teacher Salaries By State | Average Salaries For Teachers | Beginning Salaries For Teachers | Teacher Raises | TeacherPortal.com

    Dazu sind in vielen Schuldistrikten in Wisconsin die Gehälter in den letzten 12 Jahren nicht gestiegen, die Gewerkschaft hatte stattdessen bessere KV und Pensionen ausgehandelt.

    I am not the enemy: A Wisconsin teacher considers Walker's budget - Isthmus | The Daily Page

    Und dann noch ein Wort zu dem, was ich in dieser Diskussion als das grundlegende Problem betrachte:
    warum müssen die Gehälter inkl. benefits der öffentlich Bediensteten dem Privatsektor angeglichen werden, wo es nur noch um Gewinn und exorbitante CEO-Gehälter geht? Vielleicht wäre es angebracht, die Bedingungen in vielen Branchen im Privatsektor zu verbessern, anstatt die Leute gegeneinander auszuspielen.

    401 k z.B. waren vor Jahrzehnten als Rentensystem fürs mittlere Management gedacht, nicht für jeden kleinen Arbeiter und Angestellten. Wie wir gesehen haben, funktioniert es als Rentensystem für die breite Masse absolut nicht, die Leute zahlen zuwenig ein, verlieren bei jedem Börsencrash die Hälfte der Einzahlungen oder lassen sie sich vorzeitig auszahlen. Letzten Endes wird ein hoher Prozentsatz der Babyboomers ohne Pensionen dastehen (mit der zusätzlichen Gefahr von weniger social security und Medicare Leistungen). Glauben Sie, wir werden all diese Leute auf der Straße leben und verhungern lassen können? Nein, wir, die Gesellschaft wird in irgendeiner Form im Alter für sie aufkommen müssen, obwohl die meisten von ihnen jahrzehntelang Vollzeit gearbeitet und ordentlich verdient haben.
    Sie könnten den Leuten genauso gut ein Bündel Scheine in die Hand drücken und sie ins Casino schicken!
    Soviel zum Privatsektor und weiteren Privatisierungsideen!
  2. #1701

    Viele Fragen offen

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Wis. Teachers
    School Districts Escape the Grasp of WEAC | Republican Party of Wisconsin
    End of collective bargaining saves WI school district nearly $2 million - unexpectedly! (Wizbang)
    Wisconsin Christian News :: Welcome
    Wisconsin schools buck union to cut health costs | Washington Examiner

    Und bitte kommen Sie mir nicht damit, die Quellen zu desavouieren, sondern beziehen Sie sich auf die Inhalte. Offenbar ist es kostenguenstiger, health care auf dem freien Markt zu kaufen als bei einem 'union mandated supplier'.
    "Passed a state budget on time, without tax increases, that leaves Wisconsin in the black for the first time in over ten years..."

    Das aus Ihrem Christian News Blatt. Wir hatten gerade erst darüber diskutiert, dass Walker dass bereits bestehende Defizit um mindestens 120 Mio. erhöht hatte. Jetzt ist ein Wunder geschehen und er schreibt plötzlich schwarze Zahlen? Da fällt es mir sehr schwer, all die andern Freudennachrichten aus Ihren Quellen zu glauben, v.a. in der Form, in der sie präsentiert werden.
    Die Zahlen bzgl. angeblichen Einsparungen stammen lt. einem WJ-Artikel alle aus Walker's Büro, wer kann sie also objektiv überprüfen? Nun, vielleicht sein Nachfolger...

    Bei so großen Preisunterschieden muß es doch erhebliche Unterschiede in den Leistungen der verschiedenen KVs geben.
    Sieht aus, als wäre der "union mandated supplier" WEA Trust sehr beliebt wegen der guten Leistungen, dazu non profit und nur 7% Verwaltungsgebühren (Versicherte bekommen also 93% der Prämien als KV-Leistungen zurück, fast so gut wie die 6% Medicare admin costs, also ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis):
    WEA Trust > About WEA Trust > Company Profile > CAHPS
    WEA Trust > About WEA Trust > Company Profile > CAHPS

    Und schließlich sollte man noch erwähnen, dass die Gewerkschaft durchaus bereit zu Konzessionen bzgl. KV und Pensionen war, aber nicht akzeptieren kann und will, dass sie darüber nun gar nicht mehr verhandeln darf.
    Und warum wurde die Gewerkschaft der Polizisten und Feuerwehrleute von diesen Maßnahmen ausgenommen?
  3. #1702

    Nicht erwähnenswert

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    Das müssen wir uns bei Gelegenheit näher ansehen, was Romney in MA geleistet hat. Vor allem was Jobs angeht.
    As Massachusetts governor, Romney’s record on jobs was unremarkable - The Washington Post

    Und dann gab es noch Romneycare. Dafür bekommt der Kandidat von mir 10 Punkte. Aber nun distanziert er sich von seinem eigenen Meisterwerk, weil Obama das gleiche gemacht hat. Verstehe das wer will...
  4. #1703

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    Viele Menschen haben keine KV und können keinen Arzt privat bezahlen
    Zählt für mich zu den merkwürdigsten Dingen überhaupt in den USA.

    Die Krankenversicherer oder die Pharmakonzerne und deren Kunden haben ja eigentlich sich ausschließende Interessen.

    Dann kann es eigentlich nach den Regeln der Logik nicht so schwer sein , ein Gesetz zum Aufbau einer staatlichen Krankenversicherung zu verabschieden, da es viel mehr ganz „normale“
    Amerikaner als Interessenvertreter der Gesundheitsindustrie gibt.

    Wenn dem nicht so ist, muss es doch eine nicht geringe Anzahl von Amerikanern geben, eine Gesundheitsreform nicht wollen.

    Wie muss man sich denn so was erklären ?

    Angst vor einem zu mächtigen Staat kann es nicht sein, denn dieselben Kräfte, welche eine Krankenversicherung ablehnen finden ja andererseits nichts am „Patrriot Act“ und ähnlichen Gesetzen, die den Staat mit enormen Befugnissen ausgestattet haben.

    Und schlanker Staat schön und gut, aber das Militär gehört ja eigentlich auch zum Staat.

    Da soll das (schlanker Staat ) dann wieder nicht gelten.

    Warum ist das so schwer, in Ihrem land eine Gesundheitsreform mit vernünftiger Krankenversichwerung hinzukriegen ?

    So richtig rational erklärbar oder nachvollziehbar ist das eigentlich nicht.
  5. #1704

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Geben Sie doch mal ein Beispiel, was Sie als "intelligente" Aussenpolitik betrachten wuerden, vor dem Hintergrund, das ein Land wie die US ueblicherweise nicht eine Aussenpolitik wie die Schweiz oder Island betreibt.
    Gerne:

    Eine intelligente Aussenpolitik (und Wirtschaftspolitik) besteht z.B. darin, wenn Frankreich,Deutschland,Spanien und
    Großbritannien ihre zivilen Luftfahrtaktivitäten bündeln ( Airbus) und damit zum Weltmarktführer aufsteigen.
    Was auch die Mär von ausschliesslich erfolgreichen „privaten“ Firmen wiederlegt.

    Eine intelligente Aussenpolitik besteht z.B. darin, religiöse Motive in der Aussenpolitik aussen vor zu lassen.

    Und:

    Wer pleite ist, ist doch eigentlich auch auf Kooperation mit den Alliierten angewiesen.

    Und die Zeiten in denen „George W.“ Kriege als „Im Auftrag Gottes“ bezeichnete, (gar als „Kreuzzug“ ) sollten ein für allemal zu Ende sein.

    Da wäre ich mir bei Romney eben nicht so sicher, ob das bei dem der Fall ist.
  6. #1705

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Guten Morgen, ray! Wir werden dann eine Troika bilden. "Drei gegen den Rest der Welt".
    .
    Ja, eine Troika: Zwei mit Repug-Tunnelblick und ein Wischiwaschi.
    Ciao bambini!
    Wie sagte doch der letzte König von Sachsen:
    „Machd doch eiern Drägg alleene!“
  7. #1706

    Du darfst nicht gehen!

    Zitat von Karl Rainer Birk Beitrag anzeigen
    Ja, eine Troika: Zwei mit Repug-Tunnelblick und ein Wischiwaschi.
    Ciao bambini!
    Wie sagte doch der letzte König von Sachsen:
    „Machd doch eiern Drägg alleene!“
    Rainer, Du nimmst Abschied? Dass Du uns das auch noch antun musst! Wie sagte doch Hemingway: "Der alte Ölmann und das Meer"!

    Bye Bye Baby, Du bleibst unvergessen.
  8. #1707

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    .......................................
    Eine intelligente Aussenpolitik besteht z.B. darin, religiöse Motive in der Aussenpolitik aussen vor zu lassen.
    Wenn Sie Innenpolitik geschrieben hätten. wäre ich dabei gewesen.
    In der Aussenpolitik werden sie einem aufgedrängt. Da ist doch ein kleiner Unterschied, oder?
  9. #1708

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    "Passed a state budget on time, without tax increases, that leaves Wisconsin in the black for the first time in over ten years..."

    Das aus Ihrem Christian News Blatt. Wir hatten gerade erst darüber diskutiert, dass Walker dass bereits bestehende Defizit um mindestens 120 Mio. erhöht hatte. Jetzt ist ein Wunder geschehen und er schreibt plötzlich schwarze Zahlen? Da fällt es mir sehr schwer, all die andern Freudennachrichten aus Ihren Quellen zu glauben, v.a. in der Form, in der sie präsentiert werden.
    Ist das so schwer zu begreifen? Wir hatten das bereits diskutiert, dass es sich hierbei um ein 'deferred deficit' handelt.

    Bei so großen Preisunterschieden muß es doch erhebliche Unterschiede in den Leistungen der verschiedenen KVs geben.
    Sieht aus, als wäre der "union mandated supplier" WEA Trust sehr beliebt wegen der guten Leistungen, dazu non profit und nur 7% Verwaltungsgebühren (Versicherte bekommen also 93% der Prämien als KV-Leistungen zurück, fast so gut wie die 6% Medicare admin costs, also ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis):
    WEA Trust > About WEA Trust > Company Profile > CAHPS
    WEA Trust > About WEA Trust > Company Profile > CAHPS
    Aber nicht alle wollen diese vielen bunten Leistungen und dafuer bezahlen. Vor allem junge Menschen wollen 'basic plans', was auch verstaendlich ist. Das heisst, als Individuum moechte ich die Wahl haben, was fuer einen Plan ich mir aussuche. Was ist daran falsch, wenn es auch dem Steuerzahler Geld spart?

    Und schließlich sollte man noch erwähnen, dass die Gewerkschaft durchaus bereit zu Konzessionen bzgl. KV und Pensionen war, aber nicht akzeptieren kann und will, dass sie darüber nun gar nicht mehr verhandeln darf.
    Warum koennen Sie nicht akzeptieren, dass es ein Unding ist, dass die unions die Schulbezirke in bezug auf KV im Wuergegriff haben? Und wir als Steuerzahler das alimentieren muessen?
  10. #1709

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Gerne:
    Eine intelligente Aussenpolitik (und Wirtschaftspolitik) besteht z.B. darin, wenn Frankreich,Deutschland,Spanien und
    Großbritannien ihre zivilen Luftfahrtaktivitäten bündeln ( Airbus) und damit zum Weltmarktführer aufsteigen.
    Was auch die Mär von ausschliesslich erfolgreichen „privaten“ Firmen wiederlegt.
    Ach was? Wir hatten bereits eine florierende Luftfahrtindustrie (privat), bevor Airbus auf der Bildflaeche erschien. Also das Argument zieht schon mal nicht.

    Eine intelligente Aussenpolitik besteht z.B. darin, religiöse Motive in der Aussenpolitik aussen vor zu lassen.
    Aha. Und wo sehen Sie 'religioese Motivation' in unserer Aussenpolitik? Wenn man europaeischen Linken glauben darf, dann geht es uns doch lediglich um Macht/Oel/schnoeden Mammon, nix mit Religion. Wo ist denn hier Religion?








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