Welche Chancen hätte der Republikaner Mitt Romney gegen Präsident Obama?

Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
  1. #1260

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Gracias! Keine Angst, Spanisch oder galizisch (?) kenne ich nur ungenügend. Latein und Demoskopie dafür umso besser. Läufst halt hie und da in eine Wand. Da Du ja mindestens so viel erlebt hast wie ich Schwarzwaldbär steckst Du das selbstverständlich locker weg. Und Du bist drauf und dran, das (Aller-)Beste aus mir rauszuholen, dann stieben die Funken nur so. It's just the beginning;-)
    Ich habe in der Vergangenheit Umfragen in Auftrag gegeben.
    Der Verantwortliche des Meinungsinstituts hat versucht von mir
    eine Antwort (vor der Umfrage) zu bekommen, was ich denn als
    Antwort erwarte (mit anderen Worten hören will) bevor sie mit
    ihrer Arbeit begannen. Selbst bei der Präsentation der Ergebnisse
    war man immer darauf bedacht Kompromisse einzugehen, sodass
    ich meine gewünschten Antworten bekam.
    Aus meinen Statistikvorlesungen war ich schon auf so einiges
    vorbereitet, doch meine Erwartungen was den "Wahrheitsgehalt"
    solcher Umfragen angeht, sind anschliessend nicht gestiegen.
  2. #1261

    Back to topic: Ich habe gehört, dass die Hispanics nicht mehr hinter Obama stehen; vielleicht kannst du da mal aus der Schule plaudern - kennst Du da die Hintergründe (da war doch die Sache mit dem Zimmermann in Florida)?
    Hank & Sassy haben dazu doch weiter vorne was interessantes dazu geschrieben.

    Auf der Webseite von der Süddeutschen wird auch erwähnt, dass unter Obama die Krise auf dem Arbeitsmarkt gerade die jungen Latinos getroffen hat. Selbst wenn sich der Arbeitsmarkt erholen sollte hilft das Obama nicht mehr.

    Marco Rubios Wahlempfehlung für Romney hat ausserdem Wirkung gezeigt. Kann also durchaus sein, dass Obama eine Überraschung erlebt und NICHT die Wahl gewinnt.

    Zitat Newt Gingrich:
    "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie radikal Obama in einer zweiten Amtszeit wäre."
    Das Vertrauen in den "Messias" ist fast völlig weg. Am Ende wird es va auf die Swing States ankommen.
  3. #1262

    Danke für die Information

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Ich habe in der Vergangenheit Umfragen in Auftrag gegeben.
    Der Verantwortliche des Meinungsinstituts hat versucht von mir
    eine Antwort (vor der Umfrage) zu bekommen, was ich denn als
    Antwort erwarte (mit anderen Worten hören will) bevor sie mit
    ihrer Arbeit begannen. Selbst bei der Präsentation der Ergebnisse
    war man immer darauf bedacht Kompromisse einzugehen, sodass
    ich meine gewünschten Antworten bekam.
    Aus meinen Statistikvorlesungen war ich schon auf so einiges
    vorbereitet, doch meine Erwartungen was den "Wahrheitsgehalt"
    solcher Umfragen angeht, sind anschliessend nicht gestiegen.
    cool, Mr. Statistics. Deckt sich zwar nicht mit meinen Insider-Erfahrungen, aber wenn man das nötige Meinungsforschungs-Budget nicht hat, gerät man leicht an Quacksalber auch in dieser Sparte. Es ist so, als ob Sie ein Lungenkarzinom von einem ESO Ratgeber am Night TV behandeln liessen.

    Sie können schon zwischen den statistischen Erkenntnissen und den
    Befragungsmethoden sowie den ethischen Grundsätzen der Projektleiter unterscheiden?

    Sie haben mir, anlässlich von programmatischen Diskussionen, beispielsweise über die Programme der Dems und der Reps 2010, bedeutend besser gefallen. Jetzt driften Sie unvorteilhaft in die Nähe der VT- und Wahrheitsfinderszene ab. Schade!

    P.S. Grundsätzlich spielt der Glaube oder Unglaube an Umfragen in der Politik für die Strangfrage auch keine wesentliche Rolle. Es war einer der Exkurse von Herrn Birk, dem ich leider auch auf den Leim gegangen bin;-)
  4. #1263

    differenziert

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Ich habe kein Problem mit konservativen Meinungen. Ich bin ja in manchen Diskussionen selbst auf der konservativen Seite.
    richtig, Herr Dent. Weniger, wenn es um Amerika und um amerikanische Konservative geht. Vielleicht mehr, wenn es um die Erhaltung der reinen Lehre geht:
    Chinas Spitzenpolitiker Bo Xilai abgesetzt (Politik, International, NZZ Online)

    hier haben die "Progressiven" doch auch gewonnen;-)

    Sorry for not being on topic - aber hier scheint nachgerade alles erlaubt.
  5. #1264

    Gingrich, Obama, Santorum und Benedikt

    Zitat von valasthor Beitrag anzeigen
    Zitat Newt Gingrich:

    "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie radikal Obama in einer zweiten Amtszeit wäre."

    Das Vertrauen in den "Messias" ist fast völlig weg. Am Ende wird es va auf die Swing States ankommen.
    es wird eng, aber nicht nur für Obama. Der wahre Messias Santorum ist nun weg. Vielleicht rettet jetzt Benedikt persönlich die Amis vor dem Bösen. Durch Hirtenbesuche in den Swing States ;-)
  6. #1265

    ein Segen

    Zitat von Karl Rainer Birk Beitrag anzeigen
    Die Diebold- Maschinen werden alle vom gleichen Programm gesteuert. Um irgend welche Manipulationen an einem gewissen Datum auszuführen, braucht es keine Fernsteuerung, liebe Frau Montanabaer.
    (Das ist so ähnlich wie in der menschlichen Biologie. Wir sterben alle, bevor wir 150 Jahre alt werden. Das ist in unseren Genen so vorprogrammiert.:-((
    das mit der endlichen Lebenserwartung ist kein Unglück, sondern eher ein Segen. Stellen Sie sich vor, wir müssten hier im SPON Forum, ca. 2090, immer noch über Diebold und Obama sprechen. Eine gruselige Vorstellung, fürwahr!
  7. #1266

    Zitat von valasthor Beitrag anzeigen

    Auf der Webseite von der Süddeutschen wird auch erwähnt, dass unter Obama die Krise auf dem Arbeitsmarkt gerade die jungen Latinos getroffen hat. Selbst wenn sich der Arbeitsmarkt erholen sollte hilft das Obama nicht mehr.
    Aber es war die Krise der Romneys dieser Welt, nicht Obamas!
    Wie eine Regierung Bush oder eine andere GOP-Administration mit einer solchen Krise umgegangen wäre, dazu kann man nur spekulieren.
    Aber die Rezepte, die die GOP-Kandidaten bisher von sich gegeben haben erinnern eher an den Feuerwehrmann, der mit dem Bezinkanster versucht ein Feuer zu löschen.
    Natürlich kann man auf einen umgekehrten Schröder-Effekt hoffen, der als Sozialdemkrat eine Politik betrieben hat, die sich selbst die FDP vorher nicht getraut hat. Aber ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass Romney der sozialen Spaltung seines Landes entgegenwirken möchte oder vor hat die Finanzmärkte wirksam zu regulieren.
  8. #1267

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Back to topic: Ich habe gehört, dass die Hispanics nicht mehr hinter Obama stehen; vielleicht kannst du da mal aus der Schule plaudern - kennst Du da die Hintergründe (da war doch die Sache mit dem Zimmermann in Florida)? Das wäre wichtig zu wissen, spielt sicher gerade in Florida (remember 2000!) eine wichtige Rolle.
    Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich habe den Eindruck, dass das Interesse meiner spanischen Freunde an internen Angelegenheiten der US sehr begrenzt ist.
  9. #1268

    Zitat von Karl Rainer Birk Beitrag anzeigen
    Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich habe den Eindruck, dass das Interesse meiner spanischen Freunde an internen Angelegenheiten der US sehr begrenzt ist.
    was natürlich auch verständlich ist! Bei den Problemen!
    Und in Deinem Freundeskreis stehen bestimmt auch die Militärbasen nicht zur Debatte! Die "fehlen" hier nämlich noch. Ich erwarte stündlich einen Beitrag dazu, natürlich nicht von Dir;-) Saludos. Ray
  10. #1269

    Nun gilts ernst

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
    Wir können nun (zum Glück) endlich schreiben, ob der Kandidat Romney eine Chance HAT. Die "hätte's" sind nun definitiv aus dem Rennen;-)

    Es wird nun darauf ankommen, wie er sich positioniert, ob er das Primat der Wirtschaftskompetenz beibehält und die Wagenburgchristen einfach kommentarlos mitnimmt, ohne Ihnen zu hofieren (was bleibt denn denen als Alternative?). Wenn er den harten Kurs in der Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik durchzieht, vermischt mit etwas Isolationsismus à la Paul, wird er Obama gefährlich. Bei Annäherungsversuchen an die moralischen values der Cons, dem Tea Party Süssholzraspeln, wird er als Person lächerlich wirken und in der Mitte mehr verlieren als was am äussersten rechten Rand liegen bleibt.

    Was meint die Runde?