Forum: Politik
Welche Chancen hätte der Republikaner Mitt Romney gegen Präsident Obama?
Der "Präsidenten-Bonus" für den Amtsinhaber wirkt bei den kommenden Wahlen ohnehin für Barack Obama, wie die Vergangenheit zeigt. Aber der Präsident der USA sieht sich vielfältigen Problemen gegenüber. Dennoch scheinen die Republikaner Probleme zu haben, einen ernsthafter Herausforderer in Position zu bringen. Welche Chancen hätte Mitt Romney als Kandidat gegen Barack Obama?
- #1260 11.04.2012 01:09 von
Ich habe in der Vergangenheit Umfragen in Auftrag gegeben.
Der Verantwortliche des Meinungsinstituts hat versucht von mir
eine Antwort (vor der Umfrage) zu bekommen, was ich denn als
Antwort erwarte (mit anderen Worten hören will) bevor sie mit
ihrer Arbeit begannen. Selbst bei der Präsentation der Ergebnisse
war man immer darauf bedacht Kompromisse einzugehen, sodass
ich meine gewünschten Antworten bekam.
Aus meinen Statistikvorlesungen war ich schon auf so einiges
vorbereitet, doch meine Erwartungen was den "Wahrheitsgehalt"
solcher Umfragen angeht, sind anschliessend nicht gestiegen. - #1261 11.04.2012 06:52 vonHank & Sassy haben dazu doch weiter vorne was interessantes dazu geschrieben.Back to topic: Ich habe gehört, dass die Hispanics nicht mehr hinter Obama stehen; vielleicht kannst du da mal aus der Schule plaudern - kennst Du da die Hintergründe (da war doch die Sache mit dem Zimmermann in Florida)?
Auf der Webseite von der Süddeutschen wird auch erwähnt, dass unter Obama die Krise auf dem Arbeitsmarkt gerade die jungen Latinos getroffen hat. Selbst wenn sich der Arbeitsmarkt erholen sollte hilft das Obama nicht mehr.
Marco Rubios Wahlempfehlung für Romney hat ausserdem Wirkung gezeigt. Kann also durchaus sein, dass Obama eine Überraschung erlebt und NICHT die Wahl gewinnt.
Zitat Newt Gingrich:
Das Vertrauen in den "Messias" ist fast völlig weg. Am Ende wird es va auf die Swing States ankommen."Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie radikal Obama in einer zweiten Amtszeit wäre." - #1262 11.04.2012 08:39 von
Danke für die Information
cool, Mr. Statistics. Deckt sich zwar nicht mit meinen Insider-Erfahrungen, aber wenn man das nötige Meinungsforschungs-Budget nicht hat, gerät man leicht an Quacksalber auch in dieser Sparte. Es ist so, als ob Sie ein Lungenkarzinom von einem ESO Ratgeber am Night TV behandeln liessen.
Sie können schon zwischen den statistischen Erkenntnissen und den
Befragungsmethoden sowie den ethischen Grundsätzen der Projektleiter unterscheiden?
Sie haben mir, anlässlich von programmatischen Diskussionen, beispielsweise über die Programme der Dems und der Reps 2010, bedeutend besser gefallen. Jetzt driften Sie unvorteilhaft in die Nähe der VT- und Wahrheitsfinderszene ab. Schade!
P.S. Grundsätzlich spielt der Glaube oder Unglaube an Umfragen in der Politik für die Strangfrage auch keine wesentliche Rolle. Es war einer der Exkurse von Herrn Birk, dem ich leider auch auf den Leim gegangen bin;-) - #1263 11.04.2012 08:49 von
differenziert
richtig, Herr Dent. Weniger, wenn es um Amerika und um amerikanische Konservative geht. Vielleicht mehr, wenn es um die Erhaltung der reinen Lehre geht:
Chinas Spitzenpolitiker Bo Xilai abgesetzt (Politik, International, NZZ Online)
hier haben die "Progressiven" doch auch gewonnen;-)
Sorry for not being on topic - aber hier scheint nachgerade alles erlaubt. - #1264 11.04.2012 08:55 von
- #1265 11.04.2012 09:02 von
- #1266 11.04.2012 10:06 von
Aber es war die Krise der Romneys dieser Welt, nicht Obamas!
Wie eine Regierung Bush oder eine andere GOP-Administration mit einer solchen Krise umgegangen wäre, dazu kann man nur spekulieren.
Aber die Rezepte, die die GOP-Kandidaten bisher von sich gegeben haben erinnern eher an den Feuerwehrmann, der mit dem Bezinkanster versucht ein Feuer zu löschen.
Natürlich kann man auf einen umgekehrten Schröder-Effekt hoffen, der als Sozialdemkrat eine Politik betrieben hat, die sich selbst die FDP vorher nicht getraut hat. Aber ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass Romney der sozialen Spaltung seines Landes entgegenwirken möchte oder vor hat die Finanzmärkte wirksam zu regulieren. - #1267 11.04.2012 11:05 von
- #1268 11.04.2012 11:17 von
- #1269 11.04.2012 12:01 von
Nun gilts ernst
Wir können nun (zum Glück) endlich schreiben, ob der Kandidat Romney eine Chance HAT. Die "hätte's" sind nun definitiv aus dem Rennen;-)
Es wird nun darauf ankommen, wie er sich positioniert, ob er das Primat der Wirtschaftskompetenz beibehält und die Wagenburgchristen einfach kommentarlos mitnimmt, ohne Ihnen zu hofieren (was bleibt denn denen als Alternative?). Wenn er den harten Kurs in der Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik durchzieht, vermischt mit etwas Isolationsismus à la Paul, wird er Obama gefährlich. Bei Annäherungsversuchen an die moralischen values der Cons, dem Tea Party Süssholzraspeln, wird er als Person lächerlich wirken und in der Mitte mehr verlieren als was am äussersten rechten Rand liegen bleibt.
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