Forum: Politik
Welche Aufgaben stellen sich Joachim Gauck im Amt des Bundespräsidenten?
Viele positive Erwartungen werden an Joachim Gauck als künftigem Bundespräsidenten gestellt. Nach dem unrühmlichen Abgang seines Vorgängers wird nun manches anders, aber hoffentlich auch alles besser werden. Welches sind die wichtigsten Aufgaben, denen sich Joachim Gauck in seiner neuen Funktion gegenübersieht?
- #350 24.03.2012 20:56 von
Auffällig ist, daß Gauck bei seinen Ausführungen über die »Freiheit« in der DDR sich selbst nur als Beobachter, nicht als Akteur beschreibt. Er spricht von einer Verwandlung seines Lebens im Jahr 1989 »in einer wunderbaren Weise«. »Plötzlich« sei er »wieder in einer positiven Beziehung« zu »meiner Nation« gewesen, »weil die Menschen im Osten, die so lange ohnmächtig gelebt hatten, die Freiheit plötzlich liebten.« So umschreibt er die eigene Inaktivität, ohne daß diese sofort deutlich wird.
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch. - #351 25.03.2012 10:29 von
Die Neiddebatte
Mir kommt es nachgerade vor, als ob Gauck in die Reihe der Winterkorns, Ackermann und Co. gestellt wird oder gar eine Liga darüber, bei all seinen "Privilegien in der ehemaligen DDR";-)
Ist doch einfach peinlich und lässt jeden Sinn für Proportionen vermissen. Der Mann ist doch dank einigen nicht durch ihn verantworteten Zufällen und (unter anderem und "ferner liefen") wegen seiner Tätigkeit als Pfarrer in den DDR und - nach der Wende - in einer Kommission für die Aufdeckung von Verfehlungen in diesem Unrechtsstaat in dieses Amt geraten. Sein Fehler war vielleicht, dass er Freude und sogar Stolz über die Ernennung gezeigt hat.
Wir schiessen mit seiner Wahl ein Tor, nach 2 Eigentoren. Der Mann wird uns in der Welt allein besser vertreten als Christian, Angela und Guido das zusammen getan haben. Seine Lebenspartnerin wird ihn dabei "unpolitisch" unterstützen. - #352 25.03.2012 11:07 von
Und zwischendurch geht er über 's Wasser
Na werter Ray, wenn das keine Heiligsprechung schon im voraus ist ...
Sie waren in Ihren Einschätzungen auch schon realistischer.
Vor einiger Zeit hat allerdings eine ältere Dame in einer Umfrage zu Gauck etwas gesagt, dem ich mich anschließen würde: "Der redet so viel und nimmt sich so wichtig." - #353 25.03.2012 11:13 von
- #354 25.03.2012 11:57 von
Ich sehe das genau wie Du, verehrter Ray, nach zwei Präsidenten-Pleiten sind wir nun in der glücklichen Lage ein parteiunabhängiges Staatsoberhaupt zu haben, das auch in der Situation ist unabhängig von irgendwelcher Parteitaktik Gedanken zu äussern.
Das er dadurch Feinde bekommen wird, dem seine politische Richtung nnicht passt, ehrt ihn, ist es doch schon eine Auszeichnung, daß man die gesamte Linkspartei als Feind hat. Bei ihm wird der alte preußische Wahlspruch "viel Feind viel Ehr" eine neue Bedeutung bekommen und er wird sich als Präsident genauso bewähren wie von Weizäcker oder Herzog, also ein Präsident aller Deutschen sein. - #355 25.03.2012 14:48 von
Die Welt lacht doch über ihn. Beginnen wir mit dem Zeremoniell im Ausland. Wie stellt er dort seine "Lebensgefährtin" vor. Als companion,
cohabitee oder partner.
Und wenn sich Regierungschefs nach seiner Gattin erkundigen, was sagt er dann?
Auf die Gefahr hin als altmodisch zu gelten, wenn verlangt wird, dass
der Bundespräsident ein Vorbild zu sein hat, so gehört dazu auch ein geordnetes Familienverhältnis vorzuweisen. Bisher war es ja opportun 40 Jahre lang getrennt von seiner Ehefrau zu leben. Schon aus steuerlichen Gründen.
Wenn er mit seiner Mätresse in der Staatsvilla logiert, so kann er auch alle Anderen auf Staatskosten versorgen. Dem Wulff hätte man so etwas zum Vorwurf gemacht. Gatte/Gattin stehen gewisse Privilegien und Pflichten zu, aber doch nicht der Geliebten des verheirateten Bundespräsidenten.
Hat schon jemand überlegt, was geschieht wenn der immerhin nicht mehr junge Gauck stirbt? Seine Ehefrau erhält für drei Monate den Ehrensold und danach 60 Prozent seiner Bezüge. Seine Lebensgefährtin nichts. Und all das soll die Würde des Amtes wiederherstellen? - #356 25.03.2012 17:35 von
schade
schade, Ihnen ist wirklich alles ernst, was Sie in der Sache hier ausführen? Das mit der "Reaktion" von fremden Staatschefs und Minsterpräsidenten ist doch Realsatire. Und wenn Sie in ernst zu nehmenden ausländischen Zeitungen wirklich etwas kritisches gefunden hätten, würden Sie es wohl verlinken. Da hält sich bestimmt sogar ein Osservatore Romano und unser aller deutscher Pontifex zurück;-)
Ich hätte Ihnen mehr abendländische Toleranz zugetraut. So wie ich Sie hier auf diesem Strang erlebe, wären Sie der bestgeeignete Wahlhelfer für einen amerinaknischen Präsidentschaftskandidaten. Ich denke, Sie wissen schon welcher! Sorry für die harten Worte! - #357 25.03.2012 17:38 von
- #358 25.03.2012 17:51 von
Es geht, wie bei sehr vielen Diskussionen hier im Forum um Ideologie.
Ich erlebe in einigen Strängen Foristen die mit mir bei einem Thema meine Meinung teilen oder bei anderen Themen nicht. Da kann man schon von Authenzität sprechen. Aber wir haben eine ganze Reihe von Foristen immer wieder in die ideologisch linke Kerbe schlagen. Egal um was es geht. Nun ist Gauck weder der Kandidat der Linken und hat dazu noch eine für viele ehemalige DDR-Bürger unangenehme Behörde geleitet.
Er kann dann machen, was er will, die benannten Foristen werden immer ein Haar in der Suppe finden.
So ist jedenfalls mein Empfinden, wenn man das hier so liest. - #359 25.03.2012 17:58 von
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