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War der Afghanistan-Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge vom 11. September?

Die Geschehnisse nach dem 11. September 2001 haben die Welt nachhaltig verändert. Von heute betrachtet stellt sich der Afghanistan-Krieg zwiespältig dar. Das Land ist weit davon entfernt, befriedet zu sein, und die Taliban gewinnen an Macht. War dieser Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge in den USA?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Geschehnisse nach dem 11. September 2001 haben die Welt nachhaltig verändert. Von heute betrachtet stellt sich der Afghanistan-Krieg zwiespältig dar. Das Land ist weit davon entfernt, befriedet zu sein, und die Taliban gewinnen an Macht. War dieser Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge in den USA?
    Nein. Krieg darf niemals die Antwort auf ein Verbrechen sein:

    Art. 51 UN-Charta gewährleistet - und begrenzt - in diesem Artikel für jeden Staat das Recht zur "individuellen" und zur "kollektiven Selbstverteidigung" gegen einen "bewaffneten Angriff" ("armed attack"). Nach der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) muss ein solcher "bewaffneter Angriff" dem Staat, gegen den das Selbstverteidigungsrecht des Art. 51 UN-Charta in Anspruch genommen werden soll, zumindest zugerechnet werden können.

    Die Vorschriften des Art. 51 UN-Charta und damit auch des Art. 87a Abs. 1 und 2 GG schließen insoweit die bewaffnete erbetene Nothilfe etwa im Rahmen der Nato zugunsten eines von einem Dritten angegriffenen Staates ein (also etwa den "Bündnisfall"). Dies gilt allerdings in jedem Falle (nur) so lange, "bis der Sicherheitsrat (der UNO) die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat."

    ...

    Jedenfalls aber lässt sich feststellen: Die ausweislich des offiziellen US-Untersuchungsberichts zu 9/11 mutmaßlichen rund 20 Attentäter in den vier gekaperten Flugzeugen, die offenbar ganz überwiegend aus Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten sowie aus Hamburg, also anscheinend gerade nicht aus Afghanistan kamen, haben die Anschläge nicht überlebt. Von ihnen konnte damit kein weiterer Anschlag oder Angriff verübt werden.

    Soweit man weitere Tatverdächtige oder Hintermänner in Afghanistan ("safe haven") vermutete, hätte man - bei Vorliegen entsprechender konkreter Beweise - ihre Auslieferung betreiben müssen, um sie vor Gericht zu stellen. Denn Art. 2 Nr. 3 der UN-Charta sieht ausdrücklich vor, dass alle Staaten ihre internationalen Streitigkeiten, also auch diejenigen etwa über eine Auslieferung von Tatverdächtigen, ausschließlich durch friedliche Mittel beizulegen haben.

    http://www.fr-online.de/politik/doku...2/-/index.html

    Es besteht kein Wahlrecht zwischen einer friedlichen Streitbeilegung (Art. 2 Ziff. 3 UN-Charta) und einer militärischen Gewaltanwendung (Art. 51 UN-Charta), soweit Letztere über die unmittelbare Abwehr eines aktuellen, also gegenwärtigen "bewaffneten Angriffs" hinausgeht.
  2. #2

    ohne Worte

    Das ist die hohe Kunst des Auslassens und Weglassens von Informationen, vom verkürzen von Inhalten um dann mit reduzierten Informationsgehalt Meinung zu steuern!

    Nur merkwürdig das sich regelmäßig bei repräsentativen Umfragen 70-85 % der deutschen Bevölkerung,(je nach Stimmungslage) gegen diesen sinnfreien Kriegseinsatz aussprechen!

    In Deutschland verrottet die Infrastruktur (Schulen, Strassen oder Kanalisation z.B.) wie auch in anderen westlichen Ländern, und man leistet sich diesen unnützen Geldvernichtungs- Kriegseinsatz.

    Das wird aber bei jeder jährlich stattfindenden Mandatsverlängerung Abstimmung im Bundestag geflissentlich Ignoriert, wie es auch schnurz egal war das eine breite Bevölkerungsmehrheit gegen eine Aufkündigung des Rot Grünen Atomausstiegskonsens war!

    Munter werden die Verwalter der politischen Macht zumeist erst beim drohenden Machtverlust! Wie unlängst vor den Landtagswahlen Wahlen in Hessen und BW


    Da sind ARD und ZDF in den letzten 10 Jahren besonders gut geworden.

    Ist Krieg denn überhaupt ein sinnvoller Weg um Meinungsverschiedenheiten, kulturelle Gegensätze oder andere Konflikte zu lösen?


    http://www.politik.de/forum/internat...ml#post9411101
  3. #3

    Nein!

    MfG Argosch
  4. #4

    Dem stimme ich zu ein grüner Punkt!

    Zitat von henningr Beitrag anzeigen
    Nein. Krieg darf niemals die Antwort auf ein Verbrechen sein:

    Art. 51 UN-Charta gewährleistet - und begrenzt - in diesem Artikel für jeden Staat das Recht zur "individuellen" und zur "kollektiven Selbstverteidigung" gegen einen "bewaffneten Angriff" ("armed attack"). Nach der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) muss ein solcher "bewaffneter Angriff" dem Staat, gegen den das Selbstverteidigungsrecht des Art. 51 UN-Charta in Anspruch genommen werden soll, zumindest zugerechnet werden können.

    Die Vorschriften des Art. 51 UN-Charta und damit auch des Art. 87a Abs. 1 und 2 GG schließen insoweit die bewaffnete erbetene Nothilfe etwa im Rahmen der Nato zugunsten eines von einem Dritten angegriffenen Staates ein (also etwa den "Bündnisfall"). Dies gilt allerdings in jedem Falle (nur) so lange, "bis der Sicherheitsrat (der UNO) die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat."

    ...

    Jedenfalls aber lässt sich feststellen: Die ausweislich des offiziellen US-Untersuchungsberichts zu 9/11 mutmaßlichen rund 20 Attentäter in den vier gekaperten Flugzeugen, die offenbar ganz überwiegend aus Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten sowie aus Hamburg, also anscheinend gerade nicht aus Afghanistan kamen, haben die Anschläge nicht überlebt. Von ihnen konnte damit kein weiterer Anschlag oder Angriff verübt werden.

    Soweit man weitere Tatverdächtige oder Hintermänner in Afghanistan ("safe haven") vermutete, hätte man - bei Vorliegen entsprechender konkreter Beweise - ihre Auslieferung betreiben müssen, um sie vor Gericht zu stellen. Denn Art. 2 Nr. 3 der UN-Charta sieht ausdrücklich vor, dass alle Staaten ihre internationalen Streitigkeiten, also auch diejenigen etwa über eine Auslieferung von Tatverdächtigen, ausschließlich durch friedliche Mittel beizulegen haben.

    http://www.fr-online.de/politik/doku...2/-/index.html

    Es besteht kein Wahlrecht zwischen einer friedlichen Streitbeilegung (Art. 2 Ziff. 3 UN-Charta) und einer militärischen Gewaltanwendung (Art. 51 UN-Charta), soweit Letztere über die unmittelbare Abwehr eines aktuellen, also gegenwärtigen "bewaffneten Angriffs" hinausgeht.
    Man hätte die Twin-Towers einfach noch höher und breiter neu bauen sollen... Dummerweise ergeben sich die Menschen dem Terror und nehmen Angst&Panik mit den Konsequenzen an.

    Der Terror hat sein Ziel erreicht! (?)

    MfG Argosch
  5. #5

    "war on terror"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Geschehnisse nach dem 11. September 2001 haben die Welt nachhaltig verändert. Von heute betrachtet stellt sich der Afghanistan-Krieg zwiespältig dar. Das Land ist weit davon entfernt, befriedet zu sein, und die Taliban gewinnen an Macht. War dieser Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge in den USA?
    Als G.W. Bush den "war on terror" ausrief war ich schockiert. Denn es ist klar, das mit Krieg keine Terroristen zu bekaempfen sind und, auch wichtig, keinen neuen Terroranschlaegen vorgebeugt werden kann.
    Ausser unsaegliches Leid ueber viele unschuldige Personen zu bringen, hat dieser Krieg keine Erfolge aufzuweisen.

    Dass heute Al Kaida stark reduziert ist, kaum noch Rueckzugsgebiete hat, wurde mit NICHT kriegerischen Mitteln sondern mit polizeilichen/geheimdienstlichen Methoden erreicht.

    Ausserdem hat Al Kaida den Rueckhalt der jungen arabischen Generation "facebook" verloren. Auch dies geschah ohne Krieg.

    Auch das Ausrufen eines "war on drugs" durch Ronald Reagan hat zu nichts gefuehrt.
    mfG Beat
  6. #6

    Zitat von henningr Beitrag anzeigen
    Nein. Krieg darf niemals die Antwort auf ein Verbrechen sein:

    Art. 51 UN-Charta gewährleistet - und begrenzt - in diesem Artikel für jeden Staat das Recht zur "individuellen" und zur "kollektiven Selbstverteidigung" gegen einen "bewaffneten Angriff" ("armed attack"). Nach der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) muss ein solcher "bewaffneter Angriff" dem Staat, gegen den das Selbstverteidigungsrecht des Art. 51 UN-Charta in Anspruch genommen werden soll, zumindest zugerechnet werden können.

    Die Vorschriften des Art. 51 UN-Charta und damit auch des Art. 87a Abs. 1 und 2 GG schließen insoweit die bewaffnete erbetene Nothilfe etwa im Rahmen der Nato zugunsten eines von einem Dritten angegriffenen Staates ein (also etwa den "Bündnisfall"). Dies gilt allerdings in jedem Falle (nur) so lange, "bis der Sicherheitsrat (der UNO) die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat."

    ...

    Jedenfalls aber lässt sich feststellen: Die ausweislich des offiziellen US-Untersuchungsberichts zu 9/11 mutmaßlichen rund 20 Attentäter in den vier gekaperten Flugzeugen, die offenbar ganz überwiegend aus Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten sowie aus Hamburg, also anscheinend gerade nicht aus Afghanistan kamen, haben die Anschläge nicht überlebt. Von ihnen konnte damit kein weiterer Anschlag oder Angriff verübt werden.

    Soweit man weitere Tatverdächtige oder Hintermänner in Afghanistan ("safe haven") vermutete, hätte man - bei Vorliegen entsprechender konkreter Beweise - ihre Auslieferung betreiben müssen, um sie vor Gericht zu stellen. Denn Art. 2 Nr. 3 der UN-Charta sieht ausdrücklich vor, dass alle Staaten ihre internationalen Streitigkeiten, also auch diejenigen etwa über eine Auslieferung von Tatverdächtigen, ausschließlich durch friedliche Mittel beizulegen haben.

    http://www.fr-online.de/politik/doku...2/-/index.html

    Es besteht kein Wahlrecht zwischen einer friedlichen Streitbeilegung (Art. 2 Ziff. 3 UN-Charta) und einer militärischen Gewaltanwendung (Art. 51 UN-Charta), soweit Letztere über die unmittelbare Abwehr eines aktuellen, also gegenwärtigen "bewaffneten Angriffs" hinausgeht.
    Mal ein ganz kleiner Hinweis:
    Mit der UN CHarta können Sie sich doch die Rückseite wischen, nach dem Verhalten der "Westlichen Staatengemeinschaft" in Libyen und deren "Interpretation" des Rechtes, oder sehen Sie das anders?

    Gibt es irgend eine Institution, die diese Brüder für ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen wird, ich sage "Nein".
  7. #7

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Als G.W. Bush den "war on terror" ausrief war ich schockiert. Denn es ist klar, das mit Krieg keine Terroristen zu bekaempfen sind und, auch wichtig, keinen neuen Terroranschlaegen vorgebeugt werden kann.
    Ausser unsaegliches Leid ueber viele unschuldige Personen zu bringen, hat dieser Krieg keine Erfolge aufzuweisen.

    Dass heute Al Kaida stark reduziert ist, kaum noch Rueckzugsgebiete hat, wurde mit NICHT kriegerischen Mitteln sondern mit polizeilichen/geheimdienstlichen Methoden erreicht.

    Ausserdem hat Al Kaida den Rueckhalt der jungen arabischen Generation "facebook" verloren. Auch dies geschah ohne Krieg.

    Auch das Ausrufen eines "war on drugs" durch Ronald Reagan hat zu nichts gefuehrt.
    mfG Beat
    Ausser unsaegliches Leid ueber viele unschuldige Personen zu bringen, hat dieser Krieg keine Erfolge aufzuweisen. ILhre Worte.

    Nun ist mir klar, dass man mit einer Leseschwäche die Welt nicht mehr richtig sehen kann.

    In den letzten zehn Jahren haben Unmengen von hochrangigen Politikern uns fast täglich immer wieder über die menschenfreundlichen Erfolge der westlichen Truppen informiert und uns geschildert, wie gut doch alles geworden ist, ich habe dafür noch einige Mitschnitte, und nun soll das alles nicht stimmen?
    Welches Leid ist denn den Afghanen durch die " westlichen Truppen" zugefügt worden? Selbst in Kunduz war doch alles friedlich und menschenfreundlich.

    Wenn denn Ihre Worte stimmen, dann sind wir belogen und betrogen worden von den auch so christlichen menschenfreundlichen westlichen Politikern, gell.
  8. #8

    Die Blutmühle eines aussichtlosen Krieges!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War der Afghanistan-Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge vom 11. September?
    Absolut und definitiv, nein!
    Dazu habe ich vor etwa sechs Wochen bereits Stellung genommen. Da der Beitrag inzwischen im Archiv gelandet und erst aufgesucht werden müsste, hier seinen Wortlaut.
    Zitat von anathema
    Zitat von anathema
    Zehn Jahre die Blutmühlen eines aussichtlosen Krieges in Gang zu halten, können sich nur in jeder Hinsicht saturierte Staaten wie die USA leisten, bei denen Gewaltlösungen zu ihrer historischen Identität gehören.
    Andere Lösungen scheinen außerhalb jeder Vorstellung zu sein!
    Eine Chance wird vertan
    Es war am 13. September, morgens auf CNN, als der Dalai Lama einer verwirrt dreinschauenden amerikanischen Journalistin zu erklären versuchte, was die Ereignisse zwei Tage zuvor in Washington und in New York in seinen Augen bedeuteten: "Dies", so sagte er, "ist eine große Chance für die Gewaltlosigkeit - a big chance for non-violence."
    Er dachte als Buddhist nicht anders, als es jeder Christ aus der Bergpredigt kennt: "Reagiert auf das Böse nicht (mit denselben Mitteln)." "Überwindet das Böse durch das Gute" - so Paulus im Römerbrief.

    Einen Moment lang hielt die Welt den Atem an. Was würde passieren, wenn "die einzige verbliebene Großmacht der Welt" eine Antwort auf die Terroranschläge finden würde, die aus der endlosen Blutmühle von Gewalt und Gegengewalt einmal herausführen könnte?

    "Seit diesem Tage ist nichts mehr, wie es war", schrieben unisono zahlreiche Zeitungen. Doch in Wahrheit sollte alles so bleiben, wie es war. "Einen monumentalen Krieg gegen das Böse", verkündete George W. Bush. Eine "unendliche Gerechtigkeit" versprach er seinem Volke, eine "dauerhafte Freiheit" alsdann der ganzen Welt.

    Nach einem Jahrzehnt der Umerziehung sind nun auch wir Deutsche endlich dabei, nicht mehr, wie im Golfkrieg 1991, "nur" mit dem Scheckbuch, sondern "bedingungslos", mit Spür- und Kampfpanzern, mit Fallschirmjägern und Seestreitkräften, in Innerasien, am Horn von Afrika, in Dschibuti und in Kuwait - wir sind wieder wer, Kaiser Wilhelm II. wäre stolz auf uns!
    Denn dies, verkünden rote wie grüne Regierungsmitglieder, sei recht eigentlicher Pazifismus in politischer Verantwortung, dies sei ein Zeichen für Verlässlichkeit und Bündnistreue, dies der Eintritt in den Schutz der westlichen Welt zum Wohle der restlichen Welt; die "alten" Pazifisten hingegen erwiesen sich nunmehr als gesinnungsethische Rigoristen, als unverantwortlich, als unzuverlässig - im Grunde als Gegner des Friedens, der nur bewaffnet sich durchsetzen könne.
    "Heute", schrieb Albert Camus schon 1952, "sitzt die Unschuld auf der Anklagebank und muß sich vorwerfen lassen, dass sie nicht genug gemordet hat."
    Noch aber gilt: Krieg ist nicht Frieden, Lüge ist nicht Wahrheit, und Falken sind keine Tauben. – http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden...rewermann.html
    Die westliche Politik sät die Angst vor internationalem Terrorismus, der wie gerade Norwegen zeigt, auch ein heimischer sein kann, unter Menschen, die Sicherheit suchen, und der militärisch-industrielle Komplex weckte die Hoffnung auf Sieg über eines der ärmsten Länder der Welt, um ihre Profite machen zu können – vom verhältnismäßigem sicheren Ufer.
    Wie will man das Treiben angesichts leerer staatlicher Kassen endlich beenden, wenn nicht durch Verhandlungen?
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Geschehnisse nach dem 11. September 2001 haben die Welt nachhaltig verändert. Von heute betrachtet stellt sich der Afghanistan-Krieg zwiespältig dar. Das Land ist weit davon entfernt, befriedet zu sein, und die Taliban gewinnen an Macht. War dieser Krieg die richtige Reaktion auf die Anschläge in den USA?
    Nach zehnjährigem Desaster liegt die Antwort wohl auf der Hand, natürlich war es ein großer Fehler.
    Doch auch damals gab es schon viele gute Argumente gegen den Überfall auf ein Land, dessen Bewohner mehrheitlich kaum wussten, warum es plötzlich "Daisy-Cutter" regnete...
    Ich erinnere mich noch gut an hitzige Diskussionen hier im Sponforum, meine ersten (krassen und zugleich interessanten) Erfahrungen in solcherart Netzangeboten und unversöhnlichen Teilnehmergruppen. Nie zuvor hatte ich so massive Kriegstreiberei erlebt und gleichzeitig so wohldurchdachte Argumente derer, die warnten und Prognosen anstellten, die sich mehrheitlich bewahrheitet haben. Man hat es nicht nur besser wissen können, man wusste es besser, heute wissen wir noch mehr: der Krieg war Teil eines geostrategischen Plans, kein Zufall, dass der Irak als nächstes Land ins Fadenkreuz geriet und göttinseidank konnte bisher die noch größere Beute Iran verschont bleiben (vielleicht, weil die hiesige Öffentlichkeit trotz aller Bemühungen, einzelnen Personen satanische Züge zu verpassen, einfach genug hat von hunderttausendfachen "Kollateralschäden" und nicht mehr mitzieht?).

    Es gab mal jemanden in der Bushclique, der die rhetorische Frage "why do they hate us?" stellte. Antworten wollten sie nicht hören, es hat durchaus welche gegeben:
    http://www.spiegel.de/kultur/literat...165236,00.html


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