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Wahlausgang in Schleswig-Holstein - wie geht es weiter in Kiel?

Die Wahl in Schleswig-Holstein ging knapp aus: CDU und SPD gleichauf, die Prozentsätze der übrigen Parteien lassen einige Möglichkeit zur Koalition zu, die nicht alle auf eine starke Regierung hoffen lassen. Wie geht es nach der Wahl in Kiel weiter?
  1. #90

    Zitat von darksystem Beitrag anzeigen
    Das hätten Sie wohl gerne. Unser Wahlrecht funktioniert aber Gott sei Dank anders. Wer seine Stimme mit einer "mir doch egal" Haltung nicht nutzt und zu Hause bleibt bekommt das was er verdient: alles. Seine Stimme wird prozentual aufgeteilt.

    Wer sich ins Wahllokal bewegt und seine Stimme ungültig macht verhindert das und wählt effektiv "nichts". Bei 39,9% ungültiger Stimmen und 100% Wahlbeteiligung wäre Ihre Rechnung korrekt. Nicht ins Wahllokal zu gehen wird, auf diese Weise, effektiv abgestraft.
    "Wir haben dich nach deiner Meinung gefragt, du hast sie uns nicht mitgeteilt, also lebe mit dem was andere entschieden haben".
    Das ist, gelinde gesagt, Unsinn
    Nicht wählen hat den selben Effekt wie ungültig wählen:
    keinen
    Die Mandate werden nach den abgegebenen gültigen Stimmen verteilt.
    Der einzige Unterschied: Die Wahlbeteiligung ändert sich aber das ist nur von statistischem Wert, für die Parteienfinanzierung hat das dank der Deckelung keinen Einfluss.
    Bundestagswahlrecht
  2. #91

    Zitat von hartmannulrich Beitrag anzeigen
    Die Privilegierung des SSW ist eine fragwürdige Sache. Schließlich handelt es sich um eine Partei, die sich im politischen Spektrum eindeutig positioniert, nämlich als linksliberal. Wieso sollen alle Dänen linksliberal sein? Wieso wird jeder, der diese Partei wählt, privilegiert? Ursprünglich verstand sich der SSW gar nicht als Minderheitenvertretung, sondern stand für die Forderung des Anschlusses an Dänemark. Nach dem Krieg war das sehr populär, weil man sich davon mehr Butter und weniger Flüchtlinge versprach. Erst nachdem es klar war, daß die Dänen an Südschleswig kein Interesse hatten, hat man sich umdefiniert. (So schildert es der SSW selbst.) Eine Partei, die nur dank eines solchen Privilegs im Parlament sitzt, dürfte nicht auch noch als Mehrheitsbeschafferin auftreten.
    Sicherlich kann man fragen, ob es dann nicht mehrere Dänenparteien gäben sollte.
    Würden das die gesetzlichen Regelungen zulassen?

    Aber vielleicht fänden sich für die keine Wähler?
    Womöglich ist die SSW NACH ihrer "Umdefinierung" ja aus basisdemokratischen Gründen "Links-liberal" geworden.
    Dann würde eine Ende der Sonderregelung nur zu 4,5% mehr bei anderen "links-liberalen" Parteien führen.
  3. #92

    SSW Vertretung

    Zitat von autopoiesis Beitrag anzeigen
    Der SSW vertritt nicht die Dänen, sondern die Mehrheit der Deutschen mit dänischen Wurzeln. Und diese Minderheit ist linksliberal eingestellt.
    Der SSW vertritt nicht nur die Mehrheit der Deutschen mit dänischen Wurzeln, sondern auch die nationalen Friesen in Schleswig-Holstein, die eine ungefähr ebenso große Minderheit darstellen wie die Dänen.
  4. #93

    Zitat von Aguilar Beitrag anzeigen
    Es ist wieder einmal lächerlich, wer sich hier als Wahlsieger fühlt.
    Geht es nach der Anzahl der meisten Stimmen, ist es nicht die SPD sondern die CDU, die die meisten Stimmen erhalten hat.
    Geht es nach dem höchsten Zugewinn, ist auch nicht die SPD sondern die Piraten-Partei.
    Wer so schlecht rechnen kann, dem kann ich unmöglich meine Stimme geben.
    Wahlsieger ist, wer am Ende an der Regierung ist. Nun rechnen Sie mal, wer das sein wird. Die Piraten sind es nicht und die CDU wohl auch nicht.
  5. #94

    .

    Zur Wählerwanderungs Analyse...
    Dier würde mich ernstafht die mathematische und Datengrundlage interessieren.
    Woher wiisen die Institute denn, dass die CDU Wähler nicht zur SPD und dafür andere SPD Wähler zu den Piraten gegangen sind?

    Also eine allgemeine 'Linksverschiebung' des gesammten Wählerpotentials vorliegt? Die Annahme der direkten Wanderung kann doch unmöglich nur aus dem reinen Vorher/Nachher Mengenvergleich gezogen werden...
  6. #95

    Zitat von autopoiesis Beitrag anzeigen
    Können Sie irgendeinen Artikel im Grundgesetz nennen, der besagt, Nichtwähler hätten ihre Bürgerrechte verwirkt?
    Verdaddeln ist nicht verwirken.
  7. #96

    Für ein titelfreies SPON-Forum

    Zitat von BreitCalde Beitrag anzeigen
    Wieviel Promille braucht man eigentlich um eine 41jährige als "Kindfrau" anzusehen?
    Naja, hätte er sich eine Frau aus dem Bereich der CDU-Stammwähler gesucht wäre diese aus einem Pflegeheim gekommen...
    So gesehen...
  8. #97

    CDU, FDP, SPD, Grüne lassen sich wie bei jeder Wahl unabhängig vom Ergebnis als Sieger feiern, die Linken-Wähler sind zu einem großen Teil zu den Piraten gesprunge. Aber dass die Wahlbeteiligung von 73,6% auf 60,1% gesunken ist, wird wenn überhaupt nur am Rande erwähnt.

    Man kann nur hoffen, dass sich eine stabile Koalition bildet. Da ich der Dänenampel nicht viel Zeit geben würde, wäre das eigentlich fast zwangsweise eine große Koalition.

    Die Piraten müssen nun erst mal in den Ländern in denen sie vertreten sind beweißen zeigen, dass ihr Konzept auch in der Praxis funktionier (ich hab da immer noch erhebliche Zweifel). Wenn es ihnen gelingt freut mich das, wenn nicht - naja, dann sind die Linken beim nächsten mal wieder im Parlament.

    Ansonsten alles beim alten, es folgen erbitterte Koalitionsverhandlungen, danach kann man der Regierung die Daumen drücken dass sie nicht vor der nächsten Wahl zerfällt.
  9. #98

    Stimmt schon

    Zitat von seewolf Beitrag anzeigen
    Der SSW vertritt nicht nur die Mehrheit der Deutschen mit dänischen Wurzeln, sondern auch die nationalen Friesen in Schleswig-Holstein, die eine ungefähr ebenso große Minderheit darstellen wie die Dänen.

    Er vertritt auch eine Reihe von Bürgern in Schleswig Holstein, die Redlichkeit und Ehrlichkeit zu schätzen wissen und einige anderen Gedanken , die sich auch SPD und Grüne so nicht auszusprechen wagen , nennt aber leider nicht verwirklichen können. 3 Abgeordnete reichen da leider nicht.
  10. #99

    Zitat von hartmannulrich Beitrag anzeigen
    Die Privilegierung des SSW ist eine fragwürdige Sache. Schließlich handelt es sich um eine Partei, die sich im politischen Spektrum eindeutig positioniert, nämlich als linksliberal.
    Der SSW war nicht immer linksliberal und ist es auch heute nicht.








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