Forum


 

Wahl mit Hindernissen - die Folgen für Merkel?

Schwere Schlappe für die schwarz-gelbe Regierungskoalition: Ihr Kandidat Christian Wulff tut sich schwer bei der Wahl zum Bundespräsidenten. Welches sind die Folgen für Kanzlerin Merkel?
  1. #620

    ...

    Zitat von Wertheo Beitrag anzeigen
    Doch. Alles demokratisch legitimiert. Nicht nur direkte Demokratie ist Demokratie, und schon gar nicht eine Infratestdemokratie ...
    Die repräsentative Demokratie war bisher noch nie so ausgeprägt als Parteien-Oligarchie zu erkennen wie heutzutage.

    Als die Bundestagswahl statt fand, war Köhler noch nicht zurückgetreten, der Wähler konnte also noch gar nicht abschätzen, dass heute ein Bundespräsident gewählt werden sollte, geschweige denn wer gewählt werden sollte.

    Die Wahlmänner der Bundesversammlung durch die Bevölkerung wählen zu lassen, wäre eine demokratische Legitimation; diese wird jedoch weiterhin der Bevölkerung vorenthalten, die Wahlmänner durch die Parteien über den Kopf des sogenannten Souverän bestimmt. Und das soll demokratisch sein? Für mich ist das - wieder mal - eine Entmündigung des Bürgers und somit undemokratisch.
  2. #621

    Jetzt, da nur noch Gauck und Wulff kandidieren ...

    ... könnte die Linkspartei im dritten Wahlgang zu größeren Anteilen für Wulff stimmen.

    Der der politische Witz des Jahres wäre perfekt, wenn Wulff mit den Stimmen der linken "Schmuddelkinder" im dritten Wahlgang die dann (nicht mehr benötigte) absolute Mehrheit erzielen würde.
  3. #622

    Zitat von Shaft13 Beitrag anzeigen
    Ramelow sagte gerade,das die Wahlempfehlung an die Linken die Enthaltung ist.

    Danke,danke,danke.

    besser hätte die Linke Partei dem Volk nicht zeigen können,das sie komplett Regierungsunfähig ist :D
    Ich würde auch danken für Enthaltung.

    Für regierungsunfähig im Sinne des "Alles für das Wohl des Volkes zu tun und Schaden von ihm abzuwenden" halte ich die derzeitig Regierenden, also die gewählten Regierenden denn die Macht des Finanzkapitals, der Banken dahinter wird oder wurde ja nicht gewählt, ist aber da und hat die Fäden in der Hand.
  4. #623

    Zitat von Kailash Beitrag anzeigen
    Jetzt heult die Linksgemeinde auf, weil der Neoliberale Gauck wohl nicht gewählt wird.
    Mit Wulff bekommen wir doch einen erstklassigen Bundespräsidenten.
    Angi wird diesen Tag und auch die nächsten drei Jahren überleben. Bis zur nächsten Bundestagwahl ist alles vergessen, die Wirtschaftskrise überwunden, der Haushalt konsolidiert und Angi wiedergewählt.
    Gibt es eine Alternative zu Angi? Nein!
    SPD und Grüne sollen "Links" sein?
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  5. #624

    Das mit dem Wulff mochte ich gar nicht

    Zitat von Ernst August Beitrag anzeigen
    Se Qahlleute verpflichten wollen ihren Kandidaten, hinder dem sie überhaupt nicht stehen sondern den sie nur benutzen um nach allen Seiten auszuteilen um auf diese durchsichtige (primitive) Weise Prozente zu machen.

    )
    aber Gauck war kein Kandidat der ehrlich nominiert wurde.
    Jetzt weiss ich woher mein Bauchgrimmen kam. Danke.
  6. #625

    Zitat von burgundy Beitrag anzeigen
    Und darum wird Herr Wulff auch Bundespräsident - einfach wegen der Machtverhältnisse ohne die Linke, die darauf verweisen kann, niemandem billig Schützenhilfe gewährt und somit ihre Unabhängigkeit bewahrt zu haben.
    Wieso wird hier überall dargestellt, es sei gut, unabhängig zu sein? Wenn alle unabhängig sind, jeder nur macht, was er selbst will, haben wir Anarchie ... das ist nicht wirklich das Staatsmodell der Zukunft ...
  7. #626

    Zitat von coitusveritatis Beitrag anzeigen
    Altkader? So alte Mümmelgreise über 65 70?
    Gibts gar keine bei der Linken. Sind im Durchschnittsalter die Jüngsten Teilnehmer an dem ganzen Theater.
    Ich denke auch, dass nicht die Linken aus den neuen Bundesländern das Problem sind, sondern die Linken aus den alten Bundesländern.

    Das hat man doch schon in NRW gesehen, da musste Herr Maurer kommen, damit die überhaupt mit der SPD und den Grünen über eine Regierung verhandeln können.

    Die LINKE ist doch nur in den neuen Bundesländern überhaupt regierungsfähig und in der Lage Verantwortung zu übernhemen. In allen anderen Bundesländern, hat die LINKE Angst vor der Verantwortung und lebt lieber weiter in einer Traumwelt.
  8. #627

    Zitat von mullemaus5 Beitrag anzeigen
    gauck vs wulff: gauck wäre das kleinere übel gewesen. der linken geht es bei gauck doch nur um ihre kindische rache.

    Der Linken jemanden wie Gauck, der für eine diametral gegensätzliche
    Politik und Grundsätze steht, als Heiland für eine vermeintlich notwendige
    Vergangenheitsbewältigung zu verkaufen entbehrt nicht einer gewissen Komik.

    Natürlich bin ich alles andere als begeistert vom vermutlich vorher
    abgesprochenem Rückzug im dritten Wahlgang seitens Jochimsen.

    Jetzt steht sie wirklich als Trotz, bzw. Alibi Kandidatin da,
    anstatt die Chance zu nutzen sich selbst bis zum Schluss als
    eine "Friedens"-Alternative zu repräsentieren.

    Die Linke wird so auch angreifbar für billige Kritik,
    etwa von Renate Künast "Auf dem Spielfeld waren Wulff und Gauck.
    Nur hätten die Linken das bei den ersten Wahlgängen nicht verstanden."

    aha. :)

    Jetzt ist es doch Wulff. Naja, eine schwache Regierung, die sich noch
    dazu öffentlich blamiert ist nicht das schlechteste für die Opposition.
    Ich glaube nicht daran, dass Wulff Merkel zu Lebzeiten je als Kanzler
    abgelöst hätte.
  9. #628

    Tja, was soll man sagen?

    Danke Linke, ihr habt Angela Merkel den Kopf gerettet.

    Es scheint den Damen und Herren tatsächlich ausschließlich um eine Schädigung des rot-grünen Lagers zu gehen und nicht um eine Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner.

    Schwarz-gelb wird so lange triumphieren können, bis die "Linke" endlich begreift, dass das linke Lager zusammenhalten muss.
  10. #629

    Mehr Demokratie wagen! Gewagt?

    Zitat von stormking Beitrag anzeigen
    ... Die Zwickmühle, in der die Linkspartei steckt, ist in ihrer eigenen Wählerstruktur begründet. Man kann es eben nicht beiden recht machen, den Altkadern und den enttäuschten Ex-SPDlern.
    Solange Lafontaine Der Linken seine ganz persönlichen Traumata als Handlungsmaxime vorgeben kann, so lange bleibt sie als Bündnispartner/ Koalitionspartner unberechenbar und damit auch für WählerInnen unattraktiv! Das ist jetzt klar.
    Für Schwarz-Gelb unter Merkel lässt das Desaster für die zukünftige Regierungspolitik nichts Gutes erwarten. Jede Äußerung des Bundespräsidenten Wulff wird fünf Jahre lang daraufhin abgeklopft werden, ob sie wohl schwarz-gelb parteilich ist.
    Und die SPD muss erst noch beweisen, dass sie Bürgerinnen und Bürger wirklich ernst nimmt und sich einer neuen gesellschaftlichen Debatte tatsächlich öffnet und ihre Positionen, z.B. zu Afghanistan, überdenkt.


TOP



TOP