Waffenhandel verfügt über kein gutes Image, der Verkauf von Kriegshandwerkszeug ist dennoch auch in Deutschland ein ertragreicher Wirtschaftszweig. Das ist auch gut so, sagen Befürworter, denn Waffen in den richtigen Händen können durchaus nicht nur kriegerische Aggression fördern, sonder ganz im Gegenteil solche verhindern. Sind also Waffenexporte, sorgfältig und mit Bedacht vorgenommen, ein Mittel, den Frieden zu sichern?
Sie sichern in erster Linie Arbeitsplätze. Das trifft aber auch auf die Liefwerung von Polizeiwaffen zu.
Da wollen wir uns doch nichts vor machen. Es wird jedoch immer jemanden geben, der auf Krawall aus ist.
Will ich den Export verbieten, dann muss gleichzeitig auch das Gewaltmonopol des Staates gekippt werden. Schließlich ist er immer noch der größte Kunde. Scheinmoralische Debatten führen hingegen in die Sackgasse.
Von den physischen Waffen die Kriege verhindern können ist mir bedauerlicherweise nur die Atombombe in Erinnerung geblieben.
Das ist ja bekanntlich die einzige Waffe die seit 67 Jahren nicht mehr zum Einsatz gekommen ist.
P.S.: Gott sei dank exportieren wir nur Panzer, Gewehre, Munition, U-Boote und Zentrifugen....
Auch hier bei SPON im Forum sind schon lange Debatten über die deutschen Rüstungsexporte geführt worden, aber es ist zu einfach, die Rüstungsgegner scheinmoralisch zu nennen, und das mit den immer gleichen Argumenten: Die Welt wird gewalttätig bleiben, das muss man akzeptieren – wenn Deutschland die Waffen nicht produziert, dann machen es eben andere – der Westen muss wehrhaft bleiben – Arbeitsplätze gehen vor und so weiter. Solche Behauptungen sind tatsächlich Scheinargumente. Kriege zu beklagen und gleichzeitig die Waffen dafür zu liefern, geht nicht, Kriege zu beklagen und aus nicht nachvollziehbaren Gründen an ihnen teilzunehmen, geht auch nicht.
Frieden ist noch nie planvoll ausprobiert worden als Gegenentwurf zu der vorherrschenden Realität, Frieden hat sich immer ergeben, meisten als eine ruhige Phase nach großen Kriegen, also Friedenszeiten aus Erschöpfung in den Nachklängen des Grauens. Doch wenn man sich erholt hat, wenn die nachfolgenden Generationen den Krieg langsam vergessen, dann geht es wieder los, unweigerlich – und wenn es an einem mächtigen Feind fehlt, dann erfindet man sich einen, ein aktuelles Beispiel ist die heraufziehende Konfrontation in Ostasien zwischen Russland, China und den USA: Die Chinesen freuen sich wie die kleinen Kinder über ihren ersten Flugzeugträger, die Russen kündigen mehr Militärpräsenz an, und – wie nicht anders zu erwarten – tönt auch Friedensnobelpreisträger Barack Obama herum, dass er den militärischen Einfluss der USA in der Region stärken will. Dabei wäre ausreichend Gelegenheit gewesen, diese sinnlose Konfrontation abzuwenden und stattdessen für die Zukunft eine friedliche Kooperation zu beschließen.
Atomwaffen verhindern Kriege zwischen Atommächten.
Pakistan / Indien wurde nicht mehr heiß, seitdem beide Atomwaffen haben.
Unsere Verbündeten liefern auch an uns Waffen, obwohl man den kriegslüsternen Deutschen nicht vertrauen kann.
Israel hat keine Atom-U-Boote. (U-boote mit Atomantrieb)
Israels offiziell Haltung ist immer noch.
Kein Kommentar!
Israel gibt weder zu, noch bestreitet es Atommacht zu sein. Alle "Enthüllungen" von Ex-Geheimdienstlern, Atomphysikern und Politikern könnten auch fingiert sein. Ich selbst halte es für unwahrscheinlich das Israel ein echte eigene Atombombe hat. Nicht weil ich es den Israelis nicht zutrauen würde, ich halte die Kosten und den Aufwand für zu groß.
Ich rechne eher mit Bomben aus den USA oder sogar aus der UDSSR, oder sogenannte schmutzige Bomben.
Ich halte übrigens auch den Gedanken für erschreckend, das Palästina im Falle eines Sieges der Hamas, dann ebenfalls Atommacht würde.