Forum


 

Umwelt - sollte Busfahren kostenlos sein?

Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
    Die Aktion lief bis gestern, jeder mit ner KFZ-Zulassung und deren Familien konnte kostenlos fahren. Benzinpreise sind stabil geblieben und nicht eingebrochen.
    Wurde zu schlecht kommuniziert, als nicht-LVZ-Leser hab ich von der Aktion erst gestern abend erfahren, als sie schon zuende war.
    Man will halt KFZlern den ÖPNV schmackhaft machen.

    Man konnte beides nutzen, Strassenbahn und Busse. Leipzigs ÖPNV profitiert vor allem von einem dichtem eng getaktekten Strassenbahnnetz.
  2. #2

    Man sollter klar erkennen..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
    Man sollte kalr erkennen, das es keine "kostenlose" Beförderung mit dem öffentlichen Personennahverkehr gibt. Eine Werbewoche (gibt es auch bei anderen Dingen) bedeutet nicht, dass ein kostenloser Nahverkehr möglich ist. Slogan der
    Piratenpartei ? Nun, könnte aus der Internetnutzung finanziert werden,
    - als Ausgleich für Material- und Personalkosten.
  3. #3

    Zitat von klauslynx Beitrag anzeigen
    Man sollte kalr erkennen, das es keine "kostenlose" Beförderung mit dem öffentlichen Personennahverkehr gibt. Eine Werbewoche (gibt es auch bei anderen Dingen) bedeutet nicht, dass ein kostenloser Nahverkehr möglich ist.
    Etwas wirklich kostenloses gibt es natürlich nicht..

    Aber genauso, wie Fussgänger und Fahrradfahrer nicht individuell für die Strassennutzung zur Kasse gebeten werden, könnte man es mit dem ÖVPN machen.

    Schon heute wird der ÖVPN nach den mir vorliegenden Daten zu ca. 2/3 vom Staat finanziert.
    Warum dann nicht auch das letzte Drittel?

    Natürlich würde das Drittel nicht ausreichen, da die Inanspruchnahme des ÖVPN dann auch kräftig ansteigen würde.
    Gleichzeitig würden Steuereinnahmen durch den Spritverbrauch sinken.
    Aber wäre nicht gerade das eine Sache, die wir alle an sich befürworten?

    Die völlig ungerechte Pendlerpauschale könnte damit auch wegfallen.
    Zumindest für alle, die nicht zwingend auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind, wo man aber auch eher über einen festen "Kilometerzuschuss" nachdenken sollte.
  4. #4

    Gähn ...

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Ganz schön dümmlich! Die DDR hatte nur kostenlose Angebote für Kinder und Minialbeträge für Erwachsene , es gab auch Minimalmieten- selbst diese wurden von der schmarotzenden Bevölkerung nicht bezahlt. ...
    Sie kapern wohl wirklich jedes Thema, um Ihr unsägliches Linken-(oder wie Sie sie liebevoll nennen: Kommunisten)bashing irgendwo unterzukriegen ...
  5. #5

    Ganz im Gegenteil, es muß eine Pflicht zur Arbeit geben und diese Arbeit hat normal bezahlt zu werden, so dass der arbeitende Bürger sowohl seine Miete als auch seine Fahrkosten selbst bezahlen kann - wie bis 1989 -
    Pflicht zur Arbeit ? Hhmmm auch für Millionärssöhne und "Anleger"
    Woher nehmen wir aber die Arbeitsplätze ?
    Der letzte Satz ist vollkommener Unsinn. Die Mieten und die Fahrkosten wurden bis 89 gar nicht bezahlt sondern hoch subventioniert.
    Diese "Bezahlung" war allenfalls ein symbolischer Beitrag.
    In dem Zusammenhang wäre auch gut zu wissen wie der Busfahrer bezahlt wurde ...
    zurück zum Thema und weg von der Vergangenheit die sich überhaupt nicht mehr mit dem heutigen Verhältnissen vergleichen läßt.
    Ja ich wäre dafür das Busfahren und überhaupt den öffentlichen Personennahverkehr aus Steuermitteln zu finanzieren.
    Es st eine sehr gute Idee bei der endlich auch mal weiter gedacht wird als nur die reine Kostenfrage.

    Natürlich muss durch strenge Kontrolle sichergestellt werden dass die Mittel ähnlich effezient verwendet werden und keine Verschwendung geduldet wird.

    Dient es doch auch der Gesellschaft,speziell den Unternehmen wenn Menschen und Arbeitskräfte flexibel und mobil sind und dafür könnte man dann die Entfernungspauschale streichen was letztendlich auch einen Teil der Kosten wieder hereinbringt.

    Leute mit niedrigen Einkommen wie Rentner,Arbeitslose werden so nebenbei entlastet und können wieder durch erhöhte Mobilität Lebensqualität und soziale Kontakte verbessern, der Umwelt käme es zu Gute.

    Die positiven Effekte für die Gesellschaft würden die Kosten wahrscheinlich bei weitem wett machen.
    Nur die Automobilindustrie würde klagen, denn würde gar mancher sein Auto abmelden.
  6. #6

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Etwas wirklich kostenloses gibt es natürlich nicht..

    Aber genauso, wie Fussgänger und Fahrradfahrer .....
    Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Warum nicht das letzte Drittel?
    Mir würden eine Menge Punkte einfallen wo man die nötigen Mittel herbekommen würde.
  7. #7

    titel

    Zitat von DaveDope Beitrag anzeigen
    Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Warum nicht das letzte Drittel?
    Mir würden eine Menge Punkte einfallen wo man die nötigen Mittel herbekommen würde.
    Einen Grund gibt es da schon: Wird der ÖPNV komplett durch den Staat finanziert, sind Sie (und wir alle) keine "zahlenden Kunden" mehr. Klingt zunächst unbedeutend, hat aber die Folge, dass der ÖPNV sich nicht mehr mit Kundenzufriedenheit auseinandersetzen muss, sondern mit der Zufriedenheit der geldgebenden Kommissionen. Wer's nicht glauben mag, vergleiche einfach mal mit dem öffentlichen Rundfunk.
  8. #8

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Einen Grund gibt es da schon: Wird der ÖPNV komplett durch den Staat finanziert, sind Sie (und wir alle) keine "zahlenden Kunden" mehr. Klingt zunächst unbedeutend, hat aber die Folge, dass der ÖPNV sich nicht mehr mit Kundenzufriedenheit auseinandersetzen muss, sondern mit der Zufriedenheit der geldgebenden Kommissionen. Wer's nicht glauben mag, vergleiche einfach mal mit dem öffentlichen Rundfunk.
    Naja ganz ehrlich? Schlimmer kann es zu mindest hier in der Gegend nicht mehr werden, als zahlender Kunde fühle ich mich da schon lange nicht mehr, eher als ungebetener Gast.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
    Grundsätzlich ist es möglich!
    So etwas gibt es doch schon!
    In großflächigen Unternehmen, bei Flughäfen werden beispielsweise kostenlos Busse für "Reisende" eingesetzt. Diese werden ja auch irgendwie finanziert werden müssen. Bei den engen "Freundschaften" zwischen Politik und Wirtschaft müßte es doch möglich sein, das Grundprinzip für die Finanzierung der "kostenlosen" Passagierbeförderung großflächig auf die Städte und Kommunen anzuwenden.

    Man nehme sich das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes, addiere die ganzen Ausgaben für Brücken im Nirvana, für "Dienstreisen" von Politikern nach Hintertuckistanien (zum Studium der dortigen Infrastruktur), und, und, und ......

    Wenn diese Gelder in den ÖPNV investiert würden, könnten zumindest:
    a) das Netz (ÖPNV, Bahn) ausgebaut werden
    b) Kindern, Azubis und Studenten die kostenlose Nutzung ermöglicht werden
    c) die Mitarbeiter des ÖPNV vernünftig entlohnt werden

    Aber solange jeder kleine und auch grosse Provinzfürst sein eigenes Prestigeobjekt umsetzen will, so lange wird beim ÖPNV der Rotstift regieren. Es gilt eben auch bei den Politikern der Slogan "Mein Haus, Mein Auto, Mein Rathaus"


TOP



TOP