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Umwelt - sollte Busfahren kostenlos sein?

Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
  1. #190

    Aber jetzt mal ehrlich, wer würde denn denn die Busse, Straßenbahnen usw. nutzen wenn sie kostenlos wären? Doch nur die, die nicht an irgendwelche Zeiten gebunden sind. Wenn ich hier (Nest vor Dänemark) mit dem Bus auf Arbeit fahren müsste, ich käm nie pünktlich oder wäre zwei Stunden zu früh. Nur mal so: Zu DDR -Zeiten habe ich bei der WISMUT gearbeitet, da ist fas jeder von 4.000 Beschäftigten mit dem Bus zum Schacht gefahren, die Busse fuhren aller zehn Minuten.
  2. #191

    Zitat von Ronald W Beitrag anzeigen
    Das ist bei meinem Fahrrad auch so. Mit diesem Argument dürfte ich nicht mal eine zweite Hose besizen.
    Im Ernst: In meiner Gegend fahren die Busse im Stundentakt. Bin damit zig Jahre zur Arbeit gefahren. Das Auto brauche ich trotzdem für private Zwecke.
    Der Unterschied besteht aber darin, dass ihr Fahrrad maximal 1000 Euro gekostet hat und eine gute Hose maximal 100 Euro.
    Ein normalo Auto kostet aber >20k Euro. Würden sie 20k in anderer Form als im Form eines Autos unbewacht draußen rumstehen lassen? Z.B. einen angeschlossenen Geldkoffer oder angekettete Goldbarren?
    Ein neues Auto kostet fast so viel wie ein Jahresgehalt (geschweige vom Unterhalt). Man sieht hier sehr schön, dass der/die Deutsche sofort emotional wird, sobald es ums Auto geht. Denn sonst ließe sich nicht erklären, wie die meisten einen Großteil ihres Verdienstes einfach als Ausstellungsstück auf die Straße stellen. Dort steht es dann 90% seiner Lebenszeit rum und verliert an Wert. Sonst nichts.
  3. #192

    OK-nochmal

    Zitat von kluch Beitrag anzeigen
    Der Unterschied besteht aber darin, dass ihr Fahrrad maximal 1000 Euro gekostet hat und eine gute Hose maximal 100 Euro.
    Ein normalo Auto kostet aber >20k Euro. Würden sie 20k in anderer Form als im Form eines Autos unbewacht draußen rumstehen lassen? Z.B. einen angeschlossenen Geldkoffer oder angekettete Goldbarren?
    Ein neues Auto kostet fast so viel wie ein Jahresgehalt (geschweige vom Unterhalt). Man sieht hier sehr schön, dass der/die Deutsche sofort emotional wird, sobald es ums Auto geht. Denn sonst ließe sich nicht erklären, wie die meisten einen Großteil ihres Verdienstes einfach als Ausstellungsstück auf die Straße stellen. Dort steht es dann 90% seiner Lebenszeit rum und verliert an Wert. Sonst nichts.
    Meine Autos stehen seit Jahrzehnten draussen herum. Ist nie etwas passiert. In der Zeit sind mir hingegen schon drei Fahrräder gestohlen worden.
    Gegen Vandalen ist das Auto vollkaskoversichert.

    Wenn Ihr Auto einen Jahresverdienst kostet, heisst das nur, dass Sie zuwenig verdienen. Machen Sie Überstunden oder besorgen Sie sich einen besserbezahlten Job.

    Die Emotionalität liegt ganz bei Ihnen. Ich habe an anderer Stelle bereits beschrieben, wofür ich ein Auto brauche. Es ist kein Ausstellungsstück, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Wenn ich in einer Gegend wohnen würde, wo es einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr gäbe, könnte ich vielleicht auf ein Auto verzichten.

    MfG, Ronald W.
  4. #193

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln!
    Die Piraten haben lediglich die jahrzehnte alten Visionen z.B. eines
    Jacque Fresco (Venus Projekt) mal eben wieder so angdacht- wirklich NEU ist da nix!

    Es liegt halt auch an dieser Partei, dies den Menschen vernünftig und plausibel zu erklären und sich nicht ständig in Personalfragen aufzureiben!

    Solange wir da ALLE nicht grundsätzlich umdenken wirds nüschte...
  5. #194

    Solches Anspruchsdenken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
    Solches Anspruchsdenken ist die Ursache dafür, dass unser Staat total verschuldet ist (Staatsverschuldung, Keynesianismus).

    Moralisch ist das total verwerflich: wir leben auf Kosten zukünftiger Generationen. Das ist Kannibalismus.

    Seltsam ist, dass solche Verkommenheit sich dann noch auf ökologische Prinzipien wie "Nachhaltigkeit" beruft!
  6. #195

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Solches Anspruchsdenken ist die Ursache dafür, dass unser Staat total verschuldet ist (Staatsverschuldung, Keynesianismus).

    Moralisch ist das total verwerflich: wir leben auf Kosten zukünftiger Generationen. Das ist Kannibalismus.

    Seltsam ist, dass solche Verkommenheit sich dann noch auf ökologische Prinzipien wie "Nachhaltigkeit" beruft!
    Seine eigenen 70-120kg Körpergewicht mittels 1,5t Blech und Kunststoff, einem Haufen Energie sowie einer Abgasfahne durch die Gegend zu transportieren, tausende Leute, alle in diesselbe Richtung, alle mit ihren eigenen 1,5t Untersatz ...

    Das finden Sie nachhaltig und nicht auf Kosten künftiger Generationen?

    Ich finde das Anspruchsdenken hoch 3 und autokannibalistisch.

    Und weise schon gar nicht.
  7. #196

    Off topic

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, der Bahn - und Busverkehr war - im Gegensatz zu unserem lächerlichen Westen - vorbildlich pünktlich. Und wenn die DDR´ler auch dafür die entsprechenden Presie gezahlt hätten , wäre die DDR nicht Pleite gegangen.
    Jedenfalls kann ich über die Reichsbahn auch nur Gutes sagen und über die Bundesbahn nur Schlechtes...
    ... und was hat Ihr "Essay" jetzt mit dem ÖPNV zu tun?
    Ich bekomme langsam das Gefühl, dass Ihnen das eigentliche Thema jeweils herzlich egal ist. Hauptsache, Sie können irgendetwas über Ihren letzten Urlaub, die 'furchtbare' SPD in Berlin oder die 'faulen Hartz IV Empfänger' in die Foren pusten ...
  8. #197

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Seine eigenen 70-120kg Körpergewicht mittels 1,5t Blech und Kunststoff, einem Haufen Energie sowie einer Abgasfahne durch die Gegend zu transportieren, tausende Leute, alle in diesselbe Richtung, alle mit ihren eigenen 1,5t Untersatz ...

    Das finden Sie nachhaltig und nicht auf Kosten künftiger Generationen?

    Ich finde das Anspruchsdenken hoch 3 und autokannibalistisch.

    Und weise schon gar nicht.
    ÖPNV kostet nur Berlin schon 1 MRD. EUR p.a. Gegenfinanzierung?

    Im übrigen basieren diese Kosten auf das Jetzt und Heute. Wäre ÖPNV kostenlos, so würden doppelt so viele vielleicht den ÖPNV nutzen. Bricht dann aber zusammen, weil weder Taktfrequenzen noch Schienenfahrzeuge ausreichen.

    Selbst wenn nur das Busfahren umsonst wäre, halte ich das für unrealistisch. Bitte nicht wieder die alte Schallplatte von der Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und die Reichen müssten....

    Davon soll ja schon bessere und kostenfreie Bildung, kostenfreie KITAS und natürlich das BGE finanziert werden ;))
  9. #198

    Zitat von jens45 Beitrag anzeigen
    ÖPNV kostet nur Berlin schon 1 MRD. EUR p.a. Gegenfinanzierung?
    So, nun mal Klartext von Ihnen.

    ÖPNV in Hamburg kostet.... ohne Gegenfinanzierung

    ÖPNV in München kostet.... ohne Gegenfinanzierung

    ÖPNV in Dortmund kostet.... ohne Gegenfinanzierung

    ÖPNV in Hannover kostet.... ohne Gegenfinanzierung

    Und so weiter und so fort.........
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  10. #199

    Zitat von jens45 Beitrag anzeigen
    ÖPNV kostet nur Berlin schon 1 MRD. EUR p.a. Gegenfinanzierung?
    Die BVG bestreitet ihre Ausgaben neben den Fahrgeld- und sonstigen Einnahmen auch durch die öffentliche Zuwendung, deren Höhe von 2005 zu 2006 deutlich zurückgegangen ist. Der Kostendeckungsgrad ohne Berücksichtigung der Zuschüsse liegt bei 67 %.

    Jahr Umsatzerlöse Öffentliche Zuwendung Ergebnis
    2003 631 Mio € 416 Mio € −221 Mio €
    2004 638 Mio € 413 Mio € −101 Mio €
    2005 644 Mio € 412 Mio € 235 Mio €
    2006 636 Mio € 307 Mio € −23 Mio €
    2007 624 Mio € 308 Mio € −59 Mio €
    2008 601 Mio € 272 Mio € −246 Mio €
    2009 662 Mio € 283 Mio € −66 Mio €
    2010 666 Mio € 281 Mio € −78 Mio €

    Die Daten entstammen den Geschäftsberichten der BVG der Jahre 2005–2010.

    Ihre 1 MRD. EUR ist völlig aus der Luft gegriffen, und zeugt von wenig Sachkenntnis.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.








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