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Umwelt - sollte Busfahren kostenlos sein?

Die Piraten in Berlin haben es schon gefordert: freie Fahrt für alle in den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung lag der Forderung bei. Was zunächst als Provokation gedacht war, wurde inzwischen von der Stadt Leipzig für Autofahrer als Aktion wegen der hohen Spritpreise praktiziert. Ist die generelle Freifahrt für alle in Bussen und Bahnen eine realistische Lösung für den Stadtverkehr?
  1. #140

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Sorry, ich konnte nicht ahnen, dass Sie gerade nichts Ironisches lesen wollten.
    Ironisches ( geschriebenes ) sollte einen Sinn ergeben, was bei Ihnen nicht gegeben ist, deshalb müssen Sie sich immer nachträglich "erklären" ( natürlich nur als Ausrede ) müssen.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  2. #141

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ironisches ( geschriebenes ) sollte einen Sinn ergeben, was bei Ihnen nicht gegeben ist, deshalb müssen Sie sich immer nachträglich "erklären" ( natürlich nur als Ausrede ) müssen.
    Einen "Sinn" hätten Ihre Zuschriften ergeben, wenn Sie sich nicht über meine ironische Antwort mokiert hätten, sondern selbst Ihre Meinung geschrieben hätten zur Forderung von hedgejus:
    "Die Fahrt zum Arbeitsplatz sollte vorrangig frei sein und zwar für alle, nicht nur für die Öffentlichen und - was in dem zusammenhang nicht weniger wichtig wäre - [b]auf die Arbeitszeit angerechnet werden]/b]." Na, was halten Sie davon?
  3. #142

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Wenn Sie sich als Buchhalter für dieses "Buch" zur Verfügung stellen, dann klappts bestimmt. Aber Sie würden schnell bemerken, dass Sie grundverschiedene Geldtöpfe vergleichen, und Sie nicht einfach mal, falls irgendwann der Wald mal keine Schäden hat, Geld gewinnen und so "umsteuern" können, dass damit Busfahrer bezahlt werden könnten.
    Ab 2013 wird Tallin (ca 400 000 Einwohner) als erste europäische Hauptstadt seinen ÖPNV kostenlos anbieten.

    Ich bin dort nicht Buchhalter.

    Auch ist mir nicht bekannt, dass die dortigen Busfahrer mit Holz bezahlt werden sollen.

    In Hamburg z.B. bezahlt jeder Einwohner, ob er ein Auto hat oder nicht, für die externen Kosten des Autoverkehrs (Bau- und Instandhaltung der Infrastruktur, Behandlungskosten bei Unfällen, Umweltschäden etc.) 629€ pro Jahr.

    Ein "Bürgerticket" würde nur 187€ pro Kopf und Jahr kosten und viele der externen Kosten einsparen.
  4. #143

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Ab 2013 wird Tallin (ca 400 000 Einwohner) als erste europäische Hauptstadt seinen ÖPNV kostenlos anbieten.
    Ich bin dort nicht Buchhalter.
    Auch ist mir nicht bekannt, dass die dortigen Busfahrer mit Holz .....
    Tallin wird erst noch zeigen, ob das längerfristig geht.

    Sie haben Umweltschäden, also z.B. am Wald mit Busfahren aufgerechnet. Das sind eben halt unterschiedliche, weit entfernte Geldtöpfe.
    Jeder Hamburger Bürger zahlt 629 €/Jahr. Is ganz interessant. Wie zahlen die Hamburger das?
    Die Kosten für ein Bürgerticket (für alle Bürger) sollten seriös angegeben werden - incl. Rücklagen für Reparaturen, Abschreibungen, Erneuerungen usw.

    Warum, glauben Sie, hat bisher noch keine einzige deutsche Stadt den ÖPNV kostenlos angeboten?
  5. #144

    Tragik der Allmende

    Tragik der Allmende

    In allen Gesellschaften - ob DDR, BRD, ob Jugoslawien oder Tchechien oder USA ist erkennbar:

    Je weniger sich der Einzelne mit den von ihm genutzen Infrastrukturen identifizieren kann, desto großzügiger nutzt er sie ab oder behandelt sie schlecht.

    Wozu führte quasi kostenlose Energie in sozialistischen Ländern? Dazu, daß die Raumtemperatur über den Öffnungsstatus des Fensters geregelt wurde, dazu, daß Kartoffeln unter fließendem Heißwasserhahn gegart wurden.

    Wir haben ja ein stark subventioniertes Bussystem. Teils notwendig, teils auch kurios. Komplizierte Wechselwirkungen zwischen Angebot und Nachfrage und Nachfrage durch Angebot. Taktzeiten, Verlässlichkeit, Komfort, Einstiegshürden.

    Völlig kostenlos kann dazu führen, daß die Busse Leute spazierenfahren, die eigentlich garkein nachvollziehbares Ziel haben.
  6. #145

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Tallin wird erst noch zeigen, ob das längerfristig geht.

    Sie haben Umweltschäden, also z.B. am Wald mit Busfahren aufgerechnet. Das sind eben halt unterschiedliche, weit entfernte Geldtöpfe.
    Ich habe in erster Linie die Subventionen aufgerechnet.
    Dann zweitens ("zudem ...")die Einsparungen im Unterhalt der Verkehrswege.
    Und erst als Drittes ("sowie ...") habe ich die Einsparungen bei Gesundheits- und Umweltschäden angeführt - auf die Sie sich als Einziges beziehen.

    Ich möchte Sie an dieser Stelle auf den deutschen Ökonomen Edgar K. Geffroy verweisen, er fand heraus, ich zitiere:

    "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.";-)
    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Allein mit der Umwidmung der 10 Mrd Subventionen (für Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg) für Autofahrer ließe sich eine Menge anstellen.

    Zudem würde, als Folge der Umsteuerung, eine deutliche Einsparung bei dem Ausbau und der Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur, sowie bei den Gesundheits- (Unfälle, Dreck) und Umweltschäden (Gesundheit, Bausubstanz,Flächenverbrauch, Klima, etc) zu Buche schlagen.

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    ...
    Warum, glauben Sie, hat bisher noch keine einzige deutsche Stadt den ÖPNV kostenlos angeboten?
    Weil es widersprüchlich ist, den Individualverkehr zu subventionieren und gleichzeitig den ÖPNV kostenlos anzubieten.

    Die Industrie hat sich für den Individualverkehr entschieden.

    Jede Streckenstilllegung und jede Taktausdünnung im ÖPNV verspricht Umsatz in der Kfz-Industrie.
  7. #146

    Wo kommen Sie denn her?

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen

    Wozu führte quasi kostenlose Energie in sozialistischen Ländern?dazu, daß Kartoffeln unter fließendem Heißwasserhahn gegart wurden.
    Na klar, und Feuer haben die noch mit Katzengold und einen Feuerstein angefacht.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  8. #147

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen

    Völlig kostenlos kann dazu führen, daß die Busse Leute spazierenfahren, die eigentlich garkein nachvollziehbares Ziel haben.
    Zumindestens ist das angebliche sinnlose spazierenfahren ( ein Beweis haben Sie natürlich nicht, wie immer ) Umweltfreundlicher als wie diese dekadenten Versuche Polizei unterbrach "Rekordversuch" im "Kreisel-Fahren" um ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  9. #148

    Sinnloser Dadaismus

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Zumindestens ist das angebliche sinnlose spazierenfahren ( ein Beweis haben Sie natürlich nicht, wie immer ) Umweltfreundlicher als wie diese dekadenten Versuche Polizei unterbrach "Rekordversuch" im "Kreisel-Fahren" um ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen.
    Dem kommt man nur mit Erkenntnissen aus der Evolutionslehre und Ökologie bei.

    Wenn der Staat Aufmerksamkeiten allgemeiner Nützlichkeit kostenlos verteilt, deren Erbringung aber aufwendig ist, dann wird die Nutzung dieser Ressource stärker und somit die Aufrechterhaltung des Nutzwertes ständig steigen.

    Sowie die Tragik der Allmende:

    Gemeingüter werden oft gedankenlos übernutzt und schlecht behandelt.

    Leider gerade von jenen, die sie am nötigsten hätten.

    Siehe auch den internationalen Umgang mit der Allmende "Erde".
  10. #149

    Jüngelchen

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Na klar, und Feuer haben die noch mit Katzengold und einen Feuerstein angefacht.
    Real existierender Sozialismus ist schon länger her, um da mitreden zu können sind Sie wahrscheinlich einfach zu klein.








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