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Was tun gegen Armut und Hunger?

Hunger tötet Zehntausende Menschen jeden Tag. Zahlen der Uno zufolge leiden derzeit eine Milliarde Menschen an chronischem Hunger. Die aktuelle Weltfinanzkrise und der Klimawandel verschärfen das Problem. Was müssen Politiker und internationale Organisationen tun, um das Problem zu lösen?
  1. #270

    Auch wenn Ihr's wieder nicht veröffentlicht ...

    Zitat von andkathjajo Beitrag anzeigen
    Das will ich sehen wie ein ein 70-Jähriger 10-20 90-Jährige füttert,windelt und zum Schluß zu Grabe trägt-sie sind ein Träumer und Besserwisser aber auf keinen Fall ein Realist.
    Mit 70-Jährigen meinen Sie bestimmt die Kinder der 90-Jährigen ?
    Also bezweifeln Sie, dass sich Kinder um Ihre Eltern kümmern können ?
    Schauen Sie mal in die Geschichte !
  2. #271

    Zitat von Betonia Beitrag anzeigen
    Nichts gegen Afrikaner, aber sollten die nicht zuerst mal ihren eigenen Laden zum Laufen bringen?

    Und was und wo arbeitet die jährliche halbe Million Afrikaer, die den Laden in D am Laufen hält?
    Ich sehe in der Einwanderung aus armen Laendern ein grosses Problem. Begehrt bei uns sind nur die Besten. Was uebrig bleibt kann man sich denken. Es dient sicher nicht der Entwicklungshilfe.
  3. #272

    Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Ich sehe in der Einwanderung aus armen Laendern ein grosses Problem. Begehrt bei uns sind nur die Besten. Was uebrig bleibt kann man sich denken. Es dient sicher nicht der Entwicklungshilfe.
    ....

    Sicher ist das ein großes Problem, auf der anderen Seite schrumpfen sich die jetzigen Auswanderergesellschaften gesund und können sich dann neu und erfolgreicher gründen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  4. #273

    Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Ich sehe in der Einwanderung aus armen Laendern ein grosses Problem. Begehrt bei uns sind nur die Besten.
    Nur leider kommen die nicht ... sonder meist die Anderen ...

    Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Was uebrig bleibt kann man sich denken. Es dient sicher nicht der Entwicklungshilfe.
    Wenn die Besten auswandern, führt das automatisch zu Rückflüssen. Die Unterstützung der "Daheimgebliebenen" bringt reichlich Geld ins Land ... und manchmal auch Knowhow und Ideen für ein neues Geschäft ... könnte man schon Entwicklungshilfe nennen, oder ?
  5. #274

    Was tun? oder WER MUSS WAS tun?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hunger tötet Zehntausende Menschen jeden Tag. Zahlen der Uno zufolge leiden derzeit eine Milliarde Menschen an chronischem Hunger... Was müssen Politiker und internationale Organisationen tun, um das Problem zu lösen?
    Armut entsteht nicht trotz, sondern durch Reichtum. Bertolt Brecht hat es während des Zweiten Weltkrieges in einem Vierzeiler folgendermaßen ausgedrückt: »Armer Mann und reicher Mann / standen da und sah’n sich an. / Und der Arme sagte bleich: / Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich.«

    Von Politikern, die nicht bereit sind Armut und Hunger im eigenen Land zu beseitigen, wird man nicht erwarten können, daß sie das im globalen Maßstab zu tun gedenken. Seit Jahrzehnten gibt es Absichtserklärungen und Zielvorgaben, aber das Gegenteil geschieht. Insofern ist schon die Fragestellung heuchlerisch, denn sie unterstellt die Existenz einer Absicht, die es nicht gibt.

    Der Beweis ist schon damit erbracht, daß nur ein sehr geringer Teil der Rüstungsausgaben der führenden Industrienationen in entsprechende Projekte statt auf Schlachtfelder gelenkt das Problem bereits nachhaltig ändern könnte. Auch eine Dritte-Welt-Steuer auf die obersten 5% der Einkommen und Vermögen in den 20 wirschaftlich stärksten Länden würde schlagartig Abhilfe schaffen, da das Problem finanziell ein kleines Problem ist. Die Ideologie des neoliberal ausgerichteten Kapitalismus steht dem aber um 180 Grad entgegen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Marktfundamentalismus

    siehe die Kritik am "Konsens von Washington" und Joseph Stiglitz: Die Schatten der Globalisierung
  6. #275

    Die Armut ist gewollt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hunger tötet Zehntausende Menschen jeden Tag. Zahlen der Uno zufolge leiden derzeit eine Milliarde Menschen an chronischem Hunger. Die aktuelle Weltfinanzkrise und der Klimawandel verschärfen das Problem. Was müssen Politiker und internationale Organisationen tun, um das Problem zu lösen?
    Wenn sogar im reichen Deutschland Kinder hungern oder vor Suppenküchen anstehen, ist eigentlich jeder Kommentar überflüssig und Butterwegges These richtig:

    Zitat Christoph Butterwegge:

    "Armut erscheint in einer Gesellschaft, die den Wettbewerb und die Leistung glorifiziert und letztere mit Prämien, Gehaltszulagen oder Lohnsteigerungen prämiert, als funktional, nämlich als Pendant dessen, was die Tüchtigeren und daher Erfolgreichen in des Wortes doppelter Bedeutung »verdient« haben. Armut ist Strukturmerkmal und Funktionselement einer kapitalistischen Marktgesellschaft, die fast alle Lebensbereiche nach dem Konkurrenzparadigma und neoliberalen Modellvorstellungen restrukturiert. Sieht man im Neoliberalismus ein gesellschaftspolitisches Großprojekt, das mehr soziale Ungleichheit schaffen will und soll, ist die Armut kein ernsthaft zu bedauernder Kollateralschaden der Globalisierung, kein wirtschafts- und sozialpolitischer Betriebsunfall. Armut muß sein, sie ist gewollt.

    Sozial ausgegrenzte Minderheiten nützen den Herrschenden und dem bestehenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, denn sie führen den Noch-nicht-Abgestiegenen plastisch vor Augen, was ihnen bei einer Loyalitätsverweigerung droht. Ohne den im Verweigerungsfalle zu erwartenden sozialen Abstieg, dem die abhängig Beschäftigten entgehen möchten, weil sie in der Nachbarschaft sehen, welche Entwürdigungen damit verbunden sind, entfiele für sie das zentrale Motiv, sich tagtäglich dem Lohnarbeitszwang und dem Direktionsrecht der Unternehmer und der von diesen eingesetzten Manager zu unterwerfen.

    Armut ist für die Aufrechterhaltung der bestehenden Macht- und Herrschaftsverhältnisse erforderlich, hält sie doch unmittelbar Betroffene, Erwerbslose und Arbeitnehmer/innen gleichermaßen unter Kontrolle. Armut dient als politisch-ideologisches Druckmittel, materielles Disziplinierungsinstrument und soziale Drohkulisse zugleich: Sie demonstriert jenen Menschen, die arm sind, daß ihre Leistungsfähigkeit oder -bereitschaft nicht ausgereicht hat, um sich zu etablieren, und sie demonstriert jenen Menschen, die nicht arm sind, daß sie weiterhin loyal bleiben müssen, um nicht abzustürzen."

    Christoph Butterwegge »Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird«, Campus Verlag, 378 Seiten, 24,90 €.
  7. #276

    Zitat von werner3 Beitrag anzeigen
    Armut entsteht nicht trotz, sondern durch Reichtum. Bertolt Brecht hat es während des Zweiten Weltkrieges in einem Vierzeiler folgendermaßen ausgedrückt: »Armer Mann und reicher Mann / standen da und sah’n sich an. / Und der Arme sagte bleich: / Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich.«

    Von Politikern, die nicht bereit sind Armut und Hunger im eigenen Land zu beseitigen, wird man nicht erwarten können, daß sie das im globalen Maßstab zu tun gedenken. Seit Jahrzehnten gibt es Absichtserklärungen und Zielvorgaben, aber das Gegenteil geschieht. Insofern ist schon die Fragestellung heuchlerisch, denn sie unterstellt die Existenz einer Absicht, die es nicht gibt.

    Der Beweis ist schon damit erbracht, daß nur ein sehr geringer Teil der Rüstungsausgaben der führenden Industrienationen in entsprechende Projekte statt auf Schlachtfelder gelenkt das Problem bereits nachhaltig ändern könnte. Auch eine Dritte-Welt-Steuer auf die obersten 5% der Einkommen und Vermögen in den 20 wirschaftlich stärksten Länden würde schlagartig Abhilfe schaffen, da das Problem finanziell ein kleines Problem ist. Die Ideologie des neoliberal ausgerichteten Kapitalismus steht dem aber um 180 Grad entgegen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Marktfundamentalismus

    siehe die Kritik am "Konsens von Washington" und Joseph Stiglitz: Die Schatten der Globalisierung
    In diesem Zusammenhang sehr lesenswert:

    "African Development Hindered by Vast US Corporate Interests in Continent’s Land, Resources"
  8. #277

    .

    An diesem Thread sieht man wunderbar, wie heuchlerisch die ganze aktuelle Debatte wider ist. Immer mal wieder den Hunger in Afrika erwähnen, ein paar Wochen sich damit beschäftigen - und dann? Ab ins Archiv. Bäh!
  9. #278

    Was tun gegen Armut und Hunger?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hunger tötet Zehntausende Menschen jeden Tag. Zahlen der Uno zufolge leiden derzeit eine Milliarde Menschen an chronischem Hunger. Die aktuelle Weltfinanzkrise und der Klimawandel verschärfen das Problem. Was müssen Politiker und internationale Organisationen tun, um das Problem zu lösen?
    Wieso ? Ich dachte durch Billionen Spenden der gutwilligen und mitleidigen Bürger auf der ganzen Welt - besonders in Deutschland, wären nun seit Kriegsende schon tolle Verbesserungen, wie Brunnen , Wasserleitungen , ienfach zu bedienende Pflüge, meinetwegen auch Ochsen und - immer in den Jahren eine kleine Erleichterung- entsprechend der Bildung der afrikanischen Bevölkerung zum Wohle der Menschen , eingetreten.
    Wenn nicht , frage ich Sie, als Spiegelredakteur, wo sind die Gelder der Spender geblieben?
    Esist doch nicht neu, dass in Afrika immer wieder Dürre herrscht.
    Was sind denn die großen Organisationen für Verbrecher , wenn immer noch nichts für die Hungernden getan wird. Die paar Mehlsäcke können diese ganzen christlichen und sonstigen Organisationen selber essen.
    Da muß doch in Jahrzehnten ein Riesenbetrug gelaufen sein.
    Wo sind die Schulen, wo sind die Ausbildungsstätten oder hat man unseren nicht zu bedienenden Schrott , wie alte Mähmaschinen zu Menschen geschickt, die keine Gebrauchsanweisung lesen können?
    Die laufende Bettelei ist richtig abartig. Übrigens, seit dem ich als junge Frau ff. Einblick in die Bücher von angeblich wohltätiggen Vereinen und Organisationen warf, spende ich nur noch an meiner Meinung nach seriöse kleine Helfer. Z.B. an Journalisten ,auch der Fernsehsender, an "den weißen Ring" , wenn ein Kind oder Mensch - egal woher - hier operiert wird, wie der Russe , der durch atomare Strahlung grausam entstellt war, oder der rumänische Förster, dem ein Bär das Gesicht zerfetzt hat, oder den jungen türkischen Mann, der ein Herz brauchte oder an Italien, wenn wieder einmal ein Erdbeben den Menschen das Zuhause nimmt , aber an Humana, rote Kreuz, Brot für die Welt etc. spende ich nicht mehr - nur an Misereor, das sind die Nonnen, die - m.M. nach kostenlos - wirklich an Leprakranken Gutes tun. Und ich "spende" an die kleinen und großen Kinder meiner Umgebung, wenn 50 Cent am Eis fehlen oder so. Das reicht! Zur Zeit habe ich einen fleißigen über 70jhr. Mann (Deutschrumäne) kennen gelernt, der hier Reklame austrägt (ich öffne als oller Heide die Haustür im Gegensatz zu unseren christlichen Bewohnern - und gebe ihm
    Sachen für seine noch in Rumänien lebende Familie. Aber große Organisationen werden nicht mehr unterstützt. Ich zahle doch nicht der oberen Etage ihre unverschämten Gehälter.
  10. #279

    Zitat von Muskat Beitrag anzeigen
    An diesem Thread sieht man wunderbar, wie heuchlerisch die ganze aktuelle Debatte wider ist. Immer mal wieder den Hunger in Afrika erwähnen, ein paar Wochen sich damit beschäftigen - und dann? Ab ins Archiv. Bäh!
    Wie Recht Sie doch haben.

    Wer sich mal die Mühe macht und in den Archiven der TV-Sender oder Zeitschriften etwas stöbert, so wird er feststellen das fast genau vor 20 Jahren sich das gleiche Drama abgespielt hat.

    Mit diesem Drama, so traurig wie es ist, zeigt doch eindeutig wie verlogen und dekant die westliche ( nicht zu verwechseln mit den Bürgern in diesen Staaten ) Politik ist.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.


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